8.Winter One Page Contest

Nach einem Jahr Pause präsentieren wir zum achten Mal den Winter One Page Contest, kurz WOPC. Und wieder gilt es bis zu drei Einseiter mit Rollenspielmaterial zu erstellen. Bedingung: Du musst Deinen Einseiter in einer der Kategorien einreichen. Damit genug den Vorworten, wir lassen die Regeln folgen.

Gesucht werden die besten einseitigen Beiträge zu diesen drei Kategorien. Bei den Beiträgen geht es immer um bespielbares Material, ob universell, ob genrebezogen oder für ein konkretes System, ob Abenteuer, NSC, Kartenmaterial, Zufallstabellen etc. pp. Da die Kategorien einzel gewertet werden, muss diese auf dem eingereichten Einseiter ausgewiesen werden.

THEMEN UND KATEGORIEN
01. Cyberrunner – Von Cyberpunk 2020 bis Philipp K. Dick
Hintergrund: Nächstes Jahr ist sowohl das Cyberpunkjahr als auch das Philipp K. Dick-Jahr, welcher mit seinen Near-SF-Geschichten viel zum Genre beitrug – der Kategoriename erinnert an sein vielleicht berühmtestes Werk „Blade Runner“.

02. Sport – Von Rennbahnen, Wettkampfarenen und Grubenkämpfen
Quasi als Fortsetzung und Erweiterung des Karnevals Gladiatoren, Wrestler und Fallobst (Link). Neben Kampfsport ist ein Wettrennen, Olympiade oder eine Rollenspielumsetzung einer der unzähligen Tabletopsportarten wie Bloodbowl, Guildball, Dreadball oder Ironball möglich.

03. Herbst – Von Kürbisschnitzereien und fallenden Blättern
Nachdem wir schon Winter und Frühling im WOPC hatten, wird es Zeit für den Herbst. Die Herbstlande, zu dem kürzlich ein Rollenspiel erschienen ist (Rezi), bieten z.B. eine Inspirationsquelle.

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Das Spiel der Könige als animierte Geschichte

Da sitzt man mit mehreren Leuten am Rechner und recherchiert für ein Projekt und landet durch hin und her klicken auf ein animiertes Video, welches sich der Geschichte von Schach annimmt.  Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sage, bis auf das ich nun mein altes Schachspiel entstauben gehe. Also schaut rein.

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Wünsch Dir was, Blogger (Reborn Edition)

Nachdem es in den letzten Jahren etwas still um die deutsche Version der Secret Santicore geworden ist startet die Wunschtauschbörse wieder. Als Orgateam fungieren Greifenklaue und meine Wenigkeit.

Wie funktioniert es? 
Ihr formuliert einen Wunsch, der als Rollenspielmaterial (oder anderes Nerdmaterial) umgesetzt werden kann und schickt ihn uns (wuerfelheld (at) arcor(.) de). Wie beim Wichteln bekommt jeder, der einen Wunsch abgibt, auch einen Wunsch zugestellt. Einzige Bedingungen neben der Umsetzung als praxisrelevantes Rollenspielmaterial (Abenteuer, Zufallsbegegnungen, NSCs, Artefakte, Plothooks, etc. etc.) ist, dass ihr den Wunsch nicht quantifiziert (also z.B. W12- oder W100-Tabelle), die Form sollte der Wunscherfüller sich überlegen. Achso, und er darf durchaus genrespezifisch sein, sollte aber kein System vorschreiben.Ihr habt etwas über einen Monat Zeit für die Umsetzung und präsentiert Euren Artikel im Mai 2019. Wenn ihr eine Art “Making of”-Artikel(reihe) machen wollt, dürft ihr das natürlich auch schon vorher machen.

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[Geburtstag] 10 Jahre Würfelheld

Uiii, heute ist es soweit. Vor 10 Jahren erblickte der erste Würfelheld Post die Welt. Verdammte Axt, echt 10 Jahre! Boah!

Seit diesem Tag ist nicht nur viel Wasser Gevatter Rhein hinabgeflossen sondern es ist vieles passiert. Zum einen kann ich auf diverse Herausgaben phantastischer Anthologien zurückblicken. Wobei dies vor sechs Jahren begann und sich nach und nach entwickelte. Und der Stapel wird noch ein wenig wachsen. Versprochen!

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[Blogaktion] RPG-Blog-O-Quest #27 – Meine Antworten

Die 27.Queste kommt vom geschätzten Greifenklaue. Auch wenn ich gerade gesundheitlich ein wenig down bin, mach ich mich mal an die Queste. Also somit viel Spaß.

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[4. WOPC] Rund um den Schnellstarterpreis

facebook_logo_2014Seit Mitternacht ist der Schnellstarterpreis beendet und Greifenklaue und ich sind wirklich begeistert. So haben uns bis zur Deadline sage und schreibe 27 Einsendungen erreicht. Damit haben wir jetzt schon mehr Einsendungen als beim 1. Winter-OPC zusammen, da waren es 23.

Aber damit noch nicht genug des Zahlenwerkes. Folgend ein paar weitere:

  • 27 Einsendungen auf 22 Einsender verteilt
  • zwei Teilnehmer haben ihr Maximalkontingent von drei Einsendungen bereits erreicht
  • ein Teilnehmer hat bereits 2 Einsendungen eingereicht
  • zwei Teilnehmerinnen
  • vier Einsendungen haben uns aus Österreich erreicht

Erfreulich zu sehen ist u.a. das sowohl Teilnehmer der ersten Stunde als auch Neulinge mit an Bord sind.

Die eingereichten Beiträge sind vielfälltig gehalten und versprechen jetzt schon eine Menge Spielspaß. Die Juroren sollten es schwer haben. So haben uns bis dato schon NSCs, Abenteuer, Dungeons, Spielsysteme und -hilfen erreicht.

Im übrigen werden heute Abend die Gewinner der Schnellstarterpreise ermittelt. Greifenklaue wird die Verlosung als Podcast aufzeichnen und schnellstmöglich zur Verfügung stellen. Aber damit ist ja noch lange nicht das Ende erreicht. Wer aufmerksam den Ausschreibungstext gelesesn hat, weiß das noch mehrere Preise auf euch warten.

Somit wünsche ich euch einen schönen zweiten Advent und weiterhin viele gute Ideen!

 

[Rezension] Die Auftragsmörderin (Die Krosann Saga i}

as-Krosann1-AuftragsmörderinAutor: Sam Feuerbach
Verlag: Selbstverlag(Create Space)
Format: Taschenbuch, 410 Seiten
Erschienen: Mai 2014
Karte: bene
Titelbildgestaltung: jasmin, bene
ISBN-10: 1499355130
ISBN-13: 978-1499355130

von: Christel Scheja (kris)

Der Vorteil des modernen Selfpublishing ist, dass sich der veröffentlichende Autor nicht den Konventionen unterwerfen muss, die ihm Verlage auferlegen und seine Vision so umsetzten kann, wie er es möchte, nur beeinflusst von seinen eigenen Testlesern.

Das sorgt zwar für große Qualitätsunterschiede, ermöglicht aber auch Romanen oder Serien das Licht der Welt zu erblicken, die sich als kleine Perlen entpuppen. Eine davon ist „Die Auftragsmörderin“, der erste Band der „Krosann“-Saga.

Mit seinen fast vierzehn Jahren ist Prinz Karek noch nicht sonderlich daran interessiert, seinen Platz in der großen Politik einzunehmen. Er ist zwar der Thronfolger und wird entsprechend ausgebildet, aber die Unterrichtsstunden, vor allem das Waffentraining, empfindet er als große Last. Und in den Sitzungen seines Vaters mit dem königlichen Rat oder an Gerichtstagen langweilt er sich eher, als aktiv mitzumischen.

Er isst lieber für sein Leben gern und hangelt sich von Mahlzeit zu Mahlzeit, denn auch Freunde fehlen ihm, mit denen er sich die Zeit vertreiben könnte. Dennoch entwickelt er einen wachen Verstand und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, die ihm dabei helfen, immer die richtigen Fragen zu stellen und damit den Geheimnissen seiner Umwelt auf den Grund zu gehen. Zudem ist er von ausgeprägt friedliebender Natur und zieht gewaltlose Lösungen vor.

Ein Hexenprozess reißt Karek jedoch schon bald aus seinem trägen und langweiligen Leben, weckt ein Interesse, das er vorher noch nicht kannte. Warum will ein Adliger eine angesehene Priesterin töten, nachdem er sie grausam gefoltert hat, Welches Geheimnis versteckt sich in den Zeichen auf einem Pergament, auf das es nicht nur er abgesehen hat, und nicht zuletzt – was haben die Fetzen einer uralten Prophezeiung damit zu tun?

Derweil haben sein Vater und dessen Vertraute andere Sorgen, erkennen sie doch, dass eine Auftragsmörderin ihr Unwesen in und um die Burg treibt und ihr Ziel ganz offensichtlich der Prinz zu sein scheint …

„Die Auftragsmörderin“ ist einer jener Romane, die eigentlich keine spektakulären und epischen Geschichten erzählen, sich aber dennoch irgendwie in das Herz des Lesers schleichen und ihn ganz schnell mitten in das Geschehen ziehen.

Sam Feuerbach verzichtet nämlich zuerst einfach darauf, den Hintergrund zu enthüllen und beschreibt seine beiden Hauptfiguren in ihrer kleinen Lebenswelt. Der Prinz, verwöhnt und verweichlicht, aber dennoch nicht moralisch und geistig verdorben steht dabei im krassen Gegensatz zu der namenlosen Auftragsmörderin, die keine Gefühle mehr, außer Hass und Mordlust zu haben scheint und für die Töten wie das Atmen zum Leben gehört. Und in einer dritten Handlungsebene wird eine weitere Figur eingeführt, die allerdings erst später zum Tragen kommt, aber auch ihren Teil zum Hintergrund beiträgt.

In lebendig erzählten Szenen erfährt der Leser nicht nur vom alltäglichen Dasein seiner Helden, sondern auch den im Hintergrund schwelenden Gefahren, sei es nun einem heraufziehenden Konflikt mit dem südlichen Nachbarreich oder aber Intrigen am eigenen Hofe. Immer wieder gibt es Andeutungen und Hinweise, dass hinter all den Problemen vielleicht noch mehr mitschwingt und auch die Magie nicht so ganz aus der Welt der Menschen verbannt ist.

Es sind scheinbar kleine und unspektakuläre Ereignisse, die sich nach und nach zu einem abwechslungsreichen und bunten Mosaik zusammenfügen. Deshalb bedarf der Autor auch keiner epischen Schlachten oder viele dramatische Kämpfe, um die Geschichte spannend zu gestalten.

Es sind die facettenreichen Figuren, die die Handlung tragen, denn immer wieder zeigt sich, dass auch sie Geheimnisse haben, die die einzelnen Hinweise miteinander verbinden.

Dabei stört es überhaupt nicht, dass die Helden und Schurken durchaus auch so ihre Klischees bedienen, denn der Autor lässt sich nicht auf die reinen Archetypen festlegen und belässt es oft bei reinen Andeutungen, in die man als Leser selbst genug hineininterpretieren darf.

Erzählt wird das alles in einem warmherzigen und flüssigen Stil, der niemals langweilt und viele Ereignisse mit einem Augenzwinkern unterlegt. Sam Feuerbach trifft den Charakter seiner Helden und der anderen Figuren oft mit wenigen Worten und findet auch sonst eine gute Balance zwischen Abenteuer, Beschreibung und Dialogen, um den Leser durchweg bei der Stange zu halten. Am Ende ist man nicht nur rundum zufrieden mit der Geschichte sondern hat auch noch Lust darauf zu erfahren, wie es in Krosann weitergehen wird.

„Die Auftragsmörderin“ ist ein rundum gelungenes Fantasy-Abenteuer für alle Fans lebendiger Geschichte aus fremden Welten, in denen die Spannung nicht allein auf Action, exotische Monster oder gar übermächtige Gegnern setzt, sondern eher auf Geheimnisse, die sich erst nach und nach enthüllen, ähnlich wie das Intrigenspiel hinter den Kulissen, das die Handlung zusammenhält. Dazu kommen ausgefeilte Figuren, die immer wieder zu überraschen wissen, und eine abwechslungsreiche Handlung, die von Anfang bis Ende durch die unkomplizierte und vor allem lebendige Erzählkunst von Sam Feuerbach getragen wird.

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