Das Nerdige Quartett rät: Lesestoff für unterm Baum (und auch danach)

Ein Jahr ist seit der letzten Weihnachts-Tipps-Aktion des nerdigen Quartetts vergangen – Zeit genug also, das Ganze zu wiederholen, um Euch mit brandneuen Anregungen für Geschenke zu versorgen. Wieder haben sich Gloria von Nerd-Gedanken, Ingo von Greifenklaue, Philipp von Nerds-gegen-Stephan und meine Wenigkeit zusammengetan, um Euch unsere Favoriten aus vier nerdigen Themengebieten zu präsentieren.

Hier die Aufteilung der vier Adventssonntage im Überblick:

Wenn bis jetzt noch nicht das passende Geschenk dabei gewesen sein sollte, oder man noch ein paar Euronen investieren möchte/kann, findet hier nun passende Lesestoff-Tipps. Ja ich weiß, es ist noch nicht der 4.Advent, aber damit die Last-Minute-Shopper noch eine Chance haben, etwas unters geschmückte Nadelgehölz zu legen, ist dieser Artikel etwas vor seiner Zeit online. Ach Zeitreisen sind doch toll 🙂

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[Blogaktion] RPG-Blog-O-Quest #32: Dafür liebe ich meine (Mit-)Spieler!

Krass schon die 32.Ausgabe der Queste. Das ging so schnell! Und an dieser Stelle ein Lob an die gesamten Teilnehmer. Im Rahmen der Queste gab es schon einige interessante Themen und auch viele lesenswerte Artikel. Auch das fleißig über Themen und Verbesserungen diskutiert wird, finde ich gut und zeigt das noch einiges an Potenzial in dieser Blogaktion steckt. Somit ist es auch für mich wieder an der Zeit, mir in den Mitbegründerarsch zu treten und regelmäßig in die Tasten zu hauen. Also erneuter 2018er Startversuch mit dieser Ausgabe. Die Fragen kommen dieses mal von richtig-spielleiten.de .

EIN PAAR WORTE ZUR QUESTE:

Was ist die RPG-Blog-O-Quest? 
Hier stellen sich Rollenspielblogger gegenseitig im Monatswechsel jeweils fünf Fragen zu ihrem Lieblingshobby. Ursprünglich organisiert von Greifenklaue und Würfelheld, sind inzwischen auch andere Blogger zu Fragenstellern geworden und geben entweder im Lückentext die Möglichkeit, eigenes zu ergänzen, oder konkrete Fragen zu beantworten.

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[RSP-Karneval] Geschenktipps des nerdigen Quartetts IV – Lesestoff

Kurz vor dem vierten Advent ist es nun an der Zeit Euer Gastgeber für die laufenden Adventsaktion zu werden. Mein Artikel erscheint dabei etwas eher, so dass ganz kurzentschlossene noch Zeit haben in die Buchhandlungen zu stürmen und zuzugreifen. Obwohl ich ja hoffe das Ihr alle schon Eure Geschenke zusammen habt, aber dann kann man unsere Tipps, z.B. am Weihnachtsabend online bestellen, oder geht nach den Feiertagen zu seinem Buchhändler um die Ecke und ordert einfach mal, schließlich muss das Sockengeld, welches man von Oma & Opa erhalten hat, ja angelegt werden 🙂

Bevor ich aber nun zum Lesestoff komme, hier nochmals ein kleine Rückblick auf die ersten Adventsartikel.

1.Advent: Rollenspiel (bei Greifenklaue)
2.Advent: Comics (bei Nerds-gegen-Stephan)
3.Advent: TV-Serien (bei Nerd-Gedanken)

Somit sei der Vorworte genug. Also auf geht es zu den Vorschlägen.

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[Rezension] Das öde Land und andere Geschichten vom Ende der Welt (Roman)

Autor: Oliver Plaschka
Verlag: Verlag Torsten Low
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 274 Seiten
Erschienen: Oktober 2015
ISBN: 978-3940036339

von: Kors

Oliver Plaschka hat schon recht, wenn er sagt, dass Kurzgeschichten und Anthologien in Deutschland eher ein Schattendasein führen und dass dies früher ein wenig anders war. Deshalb sind die Kleinverlage zu loben, die das Genre immer noch pflegen und sich nicht von den Verkaufszahlen frustrieren lassen. So präsentiert der Autor in „Das öde Land und andere Geschichten vom Ende der Welt“, eine Sammlung von bereits erschienenen und fünf neuen Erzählungen.

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[Rezension] Chronik des Cthulhu-Mythos I

Autor: H. P. Lovecraft
Verlag: Festa Verlag
Format: Klappbroschur, 500 Seiten
Erschienen: 2011
ISBN 13: 978-86552-144-6

von: Moritz

Grandios! Ich habe die ganzen Lovecraft-Sachen schon als Teenager gelesen, aber eher unsortiert und komplett ohne Hintergrundwissen – da kommt eine gezielt auf Mythos-Geschichten basierende Sammlung mit Erläuterungen doch genau richtig!

Klappentext:
Diese Chronik in zwei Bänden vereint erstmals die vollständigen Werke Lovecrafts zum Cthulhu-Mythos – eben allen Kurzgeschichten auch seine berühmten Novellen.
Mit einem Vorwort und ausführlichen Erläuterungen von Deutschlands führendem Lovecraft-Experten Marco Frenschkowski.

Besprechung:
Da wir es hier mit Kurzgeschichten und Novellen zu tun haben, wird die traditionell aus „Die Story“, „Das Setting“ und „Die Charaktere“ bestehende Beschreibung im patentierten Würfelheld-Format natürlich komplett zerschossen. Sorry, liebe Gewohnheitstiere…

Was also enthält Band 1 der zweibändigen Chroniken?
– Vorwort
– Dagon (1917)
– Nyarlathothep (1920)
– Stadt ohne Namen (1921)
– Die Musik des Erich Zann (1921)
– Das Fest (1923)
– Der Ruf des Cthulhu (1926)
– Die Farbe aus dem All (1927)
– Geschichte des Necronomicons (1927)
– Der Fall Charles Dexter Ward (1927)
– Das Grauen von Dunwich (1928)
– Der Flüsterer im Dunkeln (1930)

Neben dem allgemeinen Vorwort wird auch noch jede einzelne Geschichte kurz in die Vita Lovecrafts einsortiert und mit knapp gehaltenen (wenn auch für wirklich neue Lovecraft-Fans etwas zu sehr gespoilerten) Hintergrundinformationen versehen. Für mich als treuen Hörer des absolut hörenswerten Podcasts „Arkham Insiders“ (www.arkhaminsiders.com) ist da nicht allzu viel Neues zu erfahren, aber man merkt, dass „Frenschkowski seinen Lovecraft kennt“ und so völlig unbeleckt an Lovecraft-Sachen heranzugehen, kann einen noch verstörter zurücklassen, als es ohnehin schon der Fall ist.

Hmmm… Wie kann man dem Inhalt dieser Sammlung gerecht werden, ich glaube mich als Leser der Rezension würde eine Zusammenfassung der Inhalte der einzelnen Geschichten ermüden, also werde ich diesen Weg nicht gehen. Ich glaube ich greife mal auf meinen Beruf (Lehrer) zurück und versehe die einzelnen Geschichten mit einer auf einen Satz komprimierten natürlich völlig aus der Luft gegriffenen Zusammenfassung und gebe eine komplett subjektive Schulnote, damit ihr wisst, welche Geschichten ihr potentiell überblättern könnt…

Dagon: HPL erforscht erstmals die Untiefen des Meeres – 3+
Nyarlathothep: Eine merkwürdige Wesenheit treibt eine ganze Stadt in den Wahnsinn – 3-
Stadt ohne Namen: Proto-Mountains of Madness – 3+
Die Musik des Erich Zann: Paris s’éveille – 2
Das Fest: Ein typisch lovecraft’sches Ritual – 2-
Der Ruf des Cthulhu: Es ist nicht tot, was ewig liegt… – 2+
Die Farbe aus dem All: kosmischer Horror – 2+
Geschichte des Necronomicons: Äh, ja… – 4
Der Fall Charles Dexter Ward: Beste Darstellung des Abgleitens in den cthulhoiden Wahnsinn ever! – 1
Das Grauen von Dunwich: Mysteriöses geschieht in Dunwich – 2
Der Flüsterer im Dunkeln: Charles Dexter Ward light – 2-

Zur Aufmachung sollte ich vielleicht auch ein paar Worte verlieren – der Umschlag ist schön „schaurig-trashig“ (oder ist es „trashig-schaurig“?) gestaltet und macht definitiv auf das Innere neugierig. Und was mir als Regal-Freund besonders Spaß macht – wenn man die Bände dieser Festa-Reihe im Regal nebeneinanderstellt erhält man ein schickes Gesamtkunstwerk, das kannte ich bisher in größerem Maßstab nur von den Lustigen Taschenbüchern, aber hier funktioniert es auch gut. Hoffentlich kommen noch viele Bände dazu – von mir aus auch gerne Sekundärliteratur oder sonstwas? Ich freue mich drauf!
Kleine Korrektur: Habe eben Band 3 der Festa-Reihe im Regal danebengestellt und es ergibt kein großes Bild, immerhin bilden die beiden Cthulhu-Chronik-Bände gemeinsam eine Einheit – immerhin besser als nix.

Mein Fazit:
Tja, was soll ich sagen? Die Übersetzung ist solide, die Kommentare interessant, über die Qualität der eigentlichen Geschichten muss ich wohl nichts mehr sagen. Wer auch nur annähernd etwas mit Horror am Hut hat, kommt um dieses Teil nicht herum. Portemonnaie raus und ab in den nächsten Laden, Freunde!

Meine Wertung:
5 von 5 Große Alte

[Vlog] Rollenspiel für Anfänger – Hinführung (Teil 1)

Sir Padras und Gignfz aka Moritz Mehlem haben sich mal vor die Kamera geschwungen und geben ihren Gedanken freien Lauf. Wer also ein wenig mehr wissen möchte, sollte sich die knappen 57 Minuten Zeit nehmen. Und ja das Video bietet auch einiges Zweideutiges 🙂

Viel Spaß!

[Rezi] Weihnachten im StirnhirnhinterZimmer

Autor: Christian von Aster, Markolf Hoffmann, Boris Koch Verlag: Medusenblut, Seiten: 149, Erschienen: 2010, Preis: 10,00 Euro, ISBN: 978-3-935901-15-4

von: Knoedelchen

Was passiert wenn sich drei Autoren in der vorweihnachtlichen Zeit ausschließlich von Buchstabensuppe, Weihnachtsgebäck sowie Glühwein und Weihnachtspunsch ernähren? Die Antwort darauf findet sich in „Weihnachten im StirnhirnhinterZimmer – Bedingt Besinnliche Geschichten“.

Das Buch kommt im handlichen Softcover-Taschenbuchformat daher und lässt schon bei der Covergestaltung vermuten das es ein Weihnachtsbuch der etwas anderen Art ist.

Christian von Aster, Markolf Hoffmann und Boris Koch erzählen in ihren Kurzgeschichten die etwas anderen Weihnachtsmärchen.

Der Leser erfährt die „wahre“ Geschichte von Schlecht Ruprecht, der Kinder eigentlich nicht ausstehen kann und dem Weihnachtsmann nur hilft um die Geschenke der Kinder zu stehlen und diese für Schnaps zu versetzen. Wie der kleine Gnom Sternenfaust, der sein Volk aus den Fängen des bösartigen Bäcker Haß befreit, welcher die Gnome mit Hilfe seines Gesellen Pontius Spekulatius als Sklavenarbeiter in der Zimtsternproduktion einsetzt. Oder wie ein Mann um seinen Weihnachtssex zu kriegen zum X-Mas-Man mutiert und die Wichtel des Grauens mit der Kraft der genmanipulierten Rosine bekämpft.

Zudem werden Fragen die uns alle schon immer gequält und beschäftigt haben haben geklärt. Woher der Weihnachtsmann sein Lachen hat und warum Dänemark beinahe Kanada den Krieg erklärt hätte. Warum virtuelles Kaminfeuer für Nikoläuse tödlich ist und wie es Santa Claus bei der Great Grand Global Wrestling Federation zum Superstar schaffte, während Big Bad Bob und General Jihad das Weihnachtsfest retteten.

FAZIT:

Bedingt besinnliche Geschichten? – Ja.

Geschichten zum schmunzeln, kichern und herzhaft lachen? – Auf jeden Fall !!!

Vielleicht mal bei ein oder zwei Geschichten ausgenommen habe ich bei jeder Einzelnen Tränen gelacht oder verschwörerisch vor mich hin gegrinst. Während meine Familie sich sicher schon überlegt hat mich auf Grund der Lachanfälle und Grinsattacken in psychologische Betreuung zu überantworten, kam mir immer wieder die gleiche Frage in den Kopf.

Wie viele Räucherstäbchen und Duftkerzen müssen sich die drei Autoren reingezogen haben um auf solch phantastische Ideen zu kommen. Hier werden die gängigen Weihnachtsmythen und Figuren generalüberholt und eine etwas andere Sicht von Weihnachten präsentiert.

Wer ein Präsent für Nikolas oder Weihnachten sucht, sich auf etwas andere Art in Weihnachtsstimmung bringen möchte oder einfach nur ein gutes Buch zu schätzen weiß, ist mit „Weihnachten im StirnhirnhinterZimmer“ bestens beraten.

Mein Tipp: Lest es und geniest es!