[Rezension] In der Waldklause – Märchen für kleine und große Kinder

© Mantikore Verlag

„In der Waldklause“ ist sicherlich kein Buch, dass man vom Mantikore Verlag erwartet, aber eines, mit dem Verleger / Herausgeber Nicolai Bonczyk eine sehr persönliche Geschichte verbindet. Das Buch kennt er durch seine Großmutter, die es selbst als Kind hatte. Und wie sie müssen auch ihn die „Märchen für kleine und große Kinder bis zu 80 Jahren und darüber“ verzaubert haben, so dass er einfach eine illustrierte Neuausgabe der in den 1930er Jahren erschienenen vier Bände präsentiert. Die Texte stammen von Augustin Wibbelt (1862-1947) einem westfälischen Pfarrer und Theologen.

INHALT
In einer verwunschenen Kate inmitten eines dichten Forsts lebt der Waldbruder, ein gottesfürchtiger und bescheidener Mann, der die Natur ehrt und mit Tieren wie auch Pflanzen per du ist. Weil er sich ganz ihr widmet, bekommt er so einiges mit und ist für die vielen kleinen Erlebnisse und Abenteuer bereit, die der Wald für ihn bereit hält. Neben den Tieren besuchen ihn aber auch immer wieder magische Gestalten und erzählen ihm von all den wunderschönen Dingen, die Gottes Schöpfung bietet – und die man erkennt, wenn man nur offenen Auges in der Natur einher geht. Auch die dunklen Seiten kommen zum Tragen, denn ein jedes Wesen folgt dem, was ihm bestimmt wurde.

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[Rezension] Ace in Space (Roman, SF)

© Ach je Verlag

Judith und Christan Vogt teilen schon lange die Leidenschaft für phantastische Themen. Während sie vor allem schreibt, bringt er als Physiker auch immer wieder die naturwissenschaftliche Seite mit ein, was vor allem ihren Science-Fiction-Romanen und Rollenspiel-Hintergründen zugute kommt. „Ace in Space“ ist der begleitende Roman zu ihrem Pen-und-Paper-Rollenspiel „Aces in Space“, in dem es um Fliegerasse im All geht, die in erster Linie für Spaß und Ruhm fliegen und nicht für einen Konzern oder eine Regierung.

Nach Jahren im Dienste ihres Heimatkonzerns „Hadronic Inc.“ kehrt die Pilotin Danai diesem desillusioniert den Rücken, ja sie desertiert sogar und nimmt auch ihren Raumjäger mit sich. Zuflucht findet sie bei der Jockey-Gang ihrer Mutter, die als „Deardevil“ mit ihren Jungs und Mädels wilde Rennen fliegt und ihre Stunts und nicht ganz legalen Aktivitäten ins Datennetz streamen.

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[Rezension] Transmission (Roman, SF)

© Atlantis Verlag

Nachdem ich letztlich meine Nase in „Vektor“ gesteckt hatte und für mich feststellen konnte, das Korens Geschichte mich von hinten durchs Kreuz, voll ins Hirn getroffen hatte, war es klar, dass ich mir auch den Nachfolgeband „Transmission“ zu Gemüte führen wollte. Also schnell wieder in die nahe Zukunft eingetaucht und auf das Wiedersehen mit einigen Figuren gefreut.

Wir schreiben das Jahr 2070. Alpha und Kit haben ihrer ehemaligen Heimat, einer Raumstation auf der es meist sehr alltagsroutiniert zuging, den Rücken gekehrt und befinden sich nun im Ruhrgebiet. Dort hat Aloha einen Job im Universitätsklinikum angenommen und Kit ebenfalls eine Beschäftigung verschafft.

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[Rezension] Vektor (Roman, SF)

© Atlantis Verlag

Mit „Vektor“ veröffentlichte die Autorin Jo Koren im Oktober 2016 ihr Erstlingswerk. Dieses landete seiner Zeit auch auf der Nominierungsliste des Deutschen Science Fiction Preises. In „Vektor“ profitiert die hauptberufliche Ärztin von ihren beruflichen Erfahrungen und greift wie selbstverständlich darauf zurück was der Authentizität sehr zuträglich ist. Vorweggeschoben, keine Sorge ist kein Ärztesprechbuch.

INHALT
Die Ärztin Alpha Novak, welche auf der Erde Probleme mit den Behörden hat, verpflichtet sich für einen Job auf einer Mars-Raumstation. Hier ist sie, in einer neueingerichteten Ambulanz, die erste Ansprechpartnerin für alle Arten von Verletzungen und Krankheiten. Es scheint ein simpler Job zu sein, welchen sie die nächsten Jahre über routiniert abspulen kann.

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[Rezension] Queer*Welten 01-2020

© Ach je Verlag

Queer*Welten 01-2020 ist die Erstausgabe eines queer-feministischen Kurzgeschichtenfanzines aus den Genres Fantasy und Science Fiction. Geschichten um queere Menschen, Marginalisierung oder Menschen mit Behinderung sollen im Rampenlicht stehen, bevorzugt von Own Voices Autoren. Das ganze wird von Judith Vogt, Lena Richter (beide: Genderswapped Podcast) und Kathrin Dodenhoeft (zuletzt Feder & Schwert Verlagsleiterin). Die erste Ausgabe bringt es auf 3 Kurzgeschichten, eine Ballade, ein Essay und eine kurze Rezisektion (ein Queertalsbericht).

Den Auftakt macht Nebelflor von Annette Juretzki, bei der vor Tod, Blut und Verletzungen, bewaffnete Auseinandersetzung, Leichen sowie Frauenfeindlichkeit gewarnt wird. In einem Dorf gab es Tote, angeblich umgebracht von einem Geist. Um Licht ins Dunkel zu bringen kommt Korja in das Dorf, der zwar Fragen beantwortet werden, aber die selbst für eine Hexe gehalten wird. Schließlich versuchen die Dörfler gar, die mit Knüppeln und Klingen zu vertreiben, aber auch Korja ist den Umgang mit der Waffe gewohnt. Recht gelungene Geschichte, dessen mystischer Beginn sich langsam in einen logischen Kriminalfall wandelt, etwa wie bei Im Namen der Rose oder auch The Witcher. Eine besondere Queerness konnte ich der Story allerdings auch nicht anmerken, sogar die dahinterstehende Liebesgeschichte ist traditionell, ja gar konservativ zu nennen.

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[Rezension] Die Schwerttanz-Saga: Täuscher (Roman, Fantasy)

© Kay Noa

Bisher hat Kay Noa eigentlich eher romantische Titel geschrieben, zwei davon mit phantastischem Einschlag. Nun aber präsentiert sie mit der „Schwerttanz“-Saga eine epische High-Fantasy-Geschichte, die offensichtlich ihr Herzenskind ist und damit nicht ganz so leichtfüßig daher kommt wie viele ihrer anderen Romane. Erschienen ist der erste Band „Täuscher“, der für die zweite Auflage noch einmal gründlich überarbeitet wurde.

Alles scheint am Kaiserhof des Kernlandes seinen gewohnten Gang zu gehen. Die Adligen blicken auf die einfachen Leute hinunter und erfreuen sich ihres Lebens, spinnen mal mehr mal weniger gehaltvolle und gefährliche Intrigen.

Menschen wie Xeroan, die nicht einmal auf ein gutes Elternhaus zurückblicken können, müssen zufrieden sein, mit dem, was sie haben. Dem klugen jungen Mann geht es noch vergleichsweise gut, ist er doch Schreiber in der Bibliothek und untersteht nur dessen Leiter. Der hat eine hübsche Tochter namens Lyressa, die ihm auch nicht abgeneigt zu sein scheint.

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[Rezension] Der Schatten des Dämonenfürsten: Geborene Krieger

© System Matters

Mit „In the Shadow of Demon Lord“ bzw. zu Deutsch „Der Schatten des Dämonenfürsten“ haben System matters ein tolles, düsteres, teils warhammereskes System vorgelegt, dessen Unique Selling Points eine zehn- bzw. elfteilige Kampagne ist, die an genausovielen Abenden durchgespielt ist. Nach jedem Abenteuer gibt es einen Stufenaufstieg und damit genug Platz für Charakterentwicklung, die bei DSdDF auf Lehrlings-, Gesellen- und Meisterpfaden besteht. Entgegen dem Heft für Schurken, Glorreiche Halunken (Rezi), können hier „nur“ zehn verschiedene Kriegertypen als Lehrlingpfad genommen werden – daher auf Stufe 1./2. /5. und 8. gibt es Verbesserungen. Dabei ist man angenehm dünn geblieben – 32 Seiten A5 – für knapp 8 Euro.

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[Rezension] Wasteland (Roman, SF)

© Droemer Knaur

© Droemer Knaur

Judith und Christian Vogt sind schon seit einigen Jahren im Steampunk und der Fantasy unterwegs. 2018 erschien mit „Roma Nova“ ein Science-Fiction Roman, welcher auch auf der ein oder anderen Shortlist einiger deutscher Buchpreise auftauchte. Nun tauchen die Vogts mit „Wasteland“ ins Endzeitgenre ein und bringen uns in eine teils düstere europäische Zukunft.

INHALT
Wir schreiben das Jahr 2064. Die Welt ist nicht mehr wie sie war. So wurde die Menschheit durch mehrere Kriege und das Aufkommen des Wasteland-Viruses arg gebeutelt und dezimiert. Mittlerweile haben sich Ödlande verbreitet, welche von skrupellosen Gangs, nach ihren eigenen Weltanschauungen, beherrscht werden. In diesen aufreibenden Zeiten heißt es einfach nur überleben.

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[Rezension] Last Viking: Die Rache der Wikinger (Roman, Fantasy)

© Mantikore Verlag

Poul Anderson hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Welt der wilden Nordmänner in seinen Romanen wieder zum Leben zu erwecken. Gerade bei „Last Viking“ fällt aber auch auf, dass die Geschichte, so sehr sie von den Intrigen her auch an „Game of Thrones“ erinnern mag, keine übersinnlichen Elemente enthält und mehr ein historischer Roman ist.

INHALT
Nach Jahren im Exil und in fernen Landen ist Harald in seine Heimat zurückgekehrt, doch er ist nicht der einzige regierende König. Zwar hat er sich mit seinem Nebenbuhler fürs erste arrangiert, allerdings ärgern ihnen die Dänen unter ihrem Anführer.

Krieg und Kampf sind seine Leidenschaft, dabei kommt seine Frau Elisabeth und sein Kind Maria aber eher zu kurz. Letztendlich nimmt er sich mit Thora, der Tochter eines Fürsten noch eine weitere Frau und bringt damit auch ein wenig die Zwietracht in sein Haus.

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[Rezension] Die Heimkehr: Meister der Magie (Roman, Fantasy, DnD)

© Blanvalet Verlag

Vor bald dreißig Jahren erschuf R. A. Salvatore einen Helden, der wie kein anderer begeistern konnte und über die Grenzen der damals noch neuen „Dungeons & Dragons“-Spielwelt hinaus bekannt wurde. Drizzt du‘ Urden vereint alle Elemente miteinander, die Erfolg versprechen – kurzum der Bad Boy, der nicht so finster ist, wie er aussieht und zudem noch ein cooler Kämpfer ist. Scheinbar kann auch der Autor nicht von seinem Helden lassen, denn nun hat er sich noch einmal dazu aufgerafft, seinen Liebling aus der Versenkung zu holen und nicht nur den.

INHALT
Eigentlich könnte Drizzt zufrieden und glücklich sein. Denn die Freunde, mit denen alles begann sind wieder da. Cattie-brie, Bruenor, Regis, ja sogar Wulfgar sind wiedergeboren worden und haben sich an ihn erinnert. Gemeinsam haben sie schon viele Gefahren überstanden und Gefechte geführt, um die Täler vor eindringenden Horden zu sichern. Und ja, er beginnt auch davon zu träumen, endlich ein friedliches Leben an der Seite der Frau zu führen, die er schon so lange liebt: Catti-brie.

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