[Rezension] Anarchie Déco (Roman, Urban Fantasy)

© FISCHER

Judith und Christian Vogt sind schon seit fast zehn Jahren ein eingespieltes und erfolgreiches Autorenduo, das in Aachen lebt und sich vor allem den Geschichten verschrieben haben, die eine alternative Welt seit dem 19. Jahrhundert schreiben.

„Anarchie Deco“ spielt etwas später als die klassische „Steampunk“-Ära, bietet aber ein ähnliches Flair und zugleich auch noch einen interessanten Einblick auf die Zeitgeschichte.

INHALT
Magie ist 1927 erstmals ein Thema, denn sie wird unter anderem durch die junge Physikerin Nike Wehner entdeckt, die an der Friedrich-Wilhelms-Universität über dieses Thema promovieren will. Natürlich schlagen ihr Spott und Häme entgegen, verstummen aber auch nicht, als eine Vorführung erfolgreich ist. Die Anerkennung bleibt ihr weiterhin verwehrt, weil sie einerseits eine Frau ist, andererseits auch keine Deutsche.

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[Rezension] Der Puppenkiller (Geocaching-Thriller)

© Jörg Benne

Jörg Benne ist seinen Fans eher durch seine Fantasy-Romane und zwei Spielbüchern bekannt. Nun wagt er sich auf ein ganz anderes Gebiet, denn „Der Puppenkiller“ ist ein böser Thriller, der mit einem derzeit sehr beliebten Hobby spielt.

INHALT
Hanna, Ben und Leon sind begeisterte Geo-Cacher, das heißt, sie folgen Hinweisen zu einem bestimmten Ort, um dort einen „Schatz“ zu finden oder ein Rätsel zu lösen. Möglich gemacht hat das quasi erst das überall vorhandene mobile Internet und die Möglichkeit bestimmte Koordinaten auf Karten anzupeilen.

Diesmal lassen sie sich auf etwas ganz besonderes ein, auf einen Cache, der mitten auf einem verlassenen Bauernhof liegt. Dort gehen sie den Spuren eines fiktiven Serienkillers nach. Doch als Hanna verschwindet, droht aus dem Spiel bitterer Ernst zu werden.

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[Rezension] Weltendiebe (Roman, Urban Fantasy)

© Sawatzki & F+F

Ju Honisch ist eine bekannte Autorin, die sich vor allem mit ihrer allerersten Steampunk-Trilogie, die mit „Salzträume“ begann, in die Herzen der Leser*innen schrieb. Mittlerweile hat sie einige weitere lesenswerte Geschichten veröffentlicht. Mit „Weltendiebe“ liegt nun ihr aktuelle Urban Fantasy Brocken vor.

INHALT
Anne ärgert sich mit einem despotischen Chef und einer aufgeblasenen Kollegin herum, um Geld zu verdienen. Denn seit dem Tod der Eltern ist sie die einzige, für ihre Oma und ihre jüngere Schwester Evelyn, auch Ev genannt, den Lebensunterhalt verdienen kann.

Was sie nicht weiß ist, dass im Keller ihrer Arbeitsstelle ein düsteres Geheimnis lauert. Der Zugang zu einer anderen Dimension. Und genau dort gibt es eine Person, die nichts gutes im Sinn hat und den Sprung in das Hier und Jetzt wagt. Denn dort sind Wissen und Technologie unserer Zeit schon lange verloren gegangen.

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[Rezension] Shadowrun: Marlene lebt (Roman)

© Pegasus Press

Mit »Iwans Weg« von Autor David Grade leitete der PEGASUS Verlag 2018 seine neue Shadowrun-Romanserie ein, die ausschließlich im Deutschland der Zukunft angesiedelt ist. Mit »Marlene lebt« folgte bereits 2019 der zweite Roman Grades‘, der sich um nichts Geringeres als die deutsche Film- und Stilikone Marlene Dietrich dreht, die insbesondere in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts enorme Popularität erlangte.

INHALT
Stell Dir vor, Du bist 91 Jahre alt und erwachst aus einem tiefen Schlaf. Normalerweise würde es dich etliche Mühe kosten, deinen Körper aus dem Bett zu hieven, aber diesmal geht das erstaunlich leicht. Aber irgendetwas stimmt nicht. Was ist das für ein Raum, in dem du erwacht bist? Weshalb ist deine Haut, gestern noch schlaff und faltig, plötzlich straff und jung? Dein Haar plötzlich voluminös und voll, dein Gang wieder so elegant wie einst? Was aber wirklich beunruhigend ist, während du verwundert in den Spiegel blickst: Wieso sehe ich der Person, die ich glaube seit 91 Jahren zu sein, plötzlich nur ähnlich?

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[Rezension] Shadowrun: Nachtmeisters Erben (Roman)

© Pegasus Press

Bernd Perplies hat sich mittlerweile zu einer festen Größe in der deutschen Phantastik etabliert. Was 2008 mit »Tarean – Sohn des Fluchbringers« begann, erstreckt sich derzeit über diverse Romanreihen. 2020 verfasste der gebürtige Wiesbadener mit »Nachtmeisters Erben« seinen ersten Shadowrun-Roman.

INHALT
Glück im Unglück könnte man sagen, als die beiden Mainzer Überlandexpressfahrer Cowboy und Nitro völlig überraschend einen über allen Maßen gut bezahlten Auftrag erhalten: Sie sollen in aller Diskretion einen hochgradig wertvollen Transport von Berchtesgaden nach Groß-Frankfurt durchführen. Für den Überlandexpress normalerweise täglich Brot, abseits der bekannten ADL-Routen und unter dem Radar heiße Ware zu befördern. Doch den beiden Transporteuren wird alsbald bewusst, was sie da überhaupt befördern: Ein mächtiges Artefakt des getöteten Drachen Nachtmeister, des nunmehr toten Kopfes des Frankfurter Bankenvereins. Das wissen aber anscheinend auch andere Mächte, die sich sofort an die Fersen der beiden Fahrer heften und alles dafür tun, das Artefakt in ihre Hände zu bekommen. Für Cowboy und Nitro geht es plötzlich um Leben und Tod…

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[Rezension] Shadowrun: Alter Ratio (Roman)

© Pegasus Press

Nach „Alter Ego“ legt Autor Mike Krzywik-Groß , für mich erwartungsgemäß, seinen zweiten Roman in der Sechsten Welt vor. Da der erste Band zu unterhalten wusste, musste die Nase auch zwischen diese Buchdeckel gedrückt werden. Also ab in die Schatten Chumski.

INHALT
Paul Dante ist zurück. Der heruntergekommene Magier und Privatdetektiv aus Berlin, der schon in Mike Krzywik-Groß‘ Shadowrun-Erstlingswerk »Alter Ego“ eine Hauptrolle spielte und eine kaum zu verleugnende Ähnlichkeit zu Bruce Willis aufweist, wird diesmal von seiner ehemaligen Partnerin, der Aggi, kontaktiert, die beim Ausheben des Doll’s Club-Bordells auf einen merkwürdigen Chip gestoßen ist, der einer der Zwangsprostituierten verpflanzt worden ist. Obwohl sie sich geschworen hatte, nie wieder mit Dante zusammenarbeiten zu wollen, zieht sie ihn ins Vertrauen, als ihre Freundin Neeka verschwindet. Eine Spur führt in die Kanalisation Berlins, in der Paul feststellt, dass die alte, dort untergebrachte Kabelmatrix sich noch immer in Benutzung befindet und anscheinend auch weiter ausgebaut wird. Als nach und nach Pauls Kontakte ermordet werden und ein Clan von Technomancern involviert zu sein scheint, wird beiden bewusst, dass sie einer Sache auf der Spur sind, die weit größer ist als vermutet…

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[Rezension] In der Waldklause – Märchen für kleine und große Kinder

© Mantikore Verlag

„In der Waldklause“ ist sicherlich kein Buch, dass man vom Mantikore Verlag erwartet, aber eines, mit dem Verleger / Herausgeber Nicolai Bonczyk eine sehr persönliche Geschichte verbindet. Das Buch kennt er durch seine Großmutter, die es selbst als Kind hatte. Und wie sie müssen auch ihn die „Märchen für kleine und große Kinder bis zu 80 Jahren und darüber“ verzaubert haben, so dass er einfach eine illustrierte Neuausgabe der in den 1930er Jahren erschienenen vier Bände präsentiert. Die Texte stammen von Augustin Wibbelt (1862-1947) einem westfälischen Pfarrer und Theologen.

INHALT
In einer verwunschenen Kate inmitten eines dichten Forsts lebt der Waldbruder, ein gottesfürchtiger und bescheidener Mann, der die Natur ehrt und mit Tieren wie auch Pflanzen per du ist. Weil er sich ganz ihr widmet, bekommt er so einiges mit und ist für die vielen kleinen Erlebnisse und Abenteuer bereit, die der Wald für ihn bereit hält. Neben den Tieren besuchen ihn aber auch immer wieder magische Gestalten und erzählen ihm von all den wunderschönen Dingen, die Gottes Schöpfung bietet – und die man erkennt, wenn man nur offenen Auges in der Natur einher geht. Auch die dunklen Seiten kommen zum Tragen, denn ein jedes Wesen folgt dem, was ihm bestimmt wurde.

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[Rezension] Ace in Space (Roman, SF)

© Ach je Verlag

Judith und Christan Vogt teilen schon lange die Leidenschaft für phantastische Themen. Während sie vor allem schreibt, bringt er als Physiker auch immer wieder die naturwissenschaftliche Seite mit ein, was vor allem ihren Science-Fiction-Romanen und Rollenspiel-Hintergründen zugute kommt. „Ace in Space“ ist der begleitende Roman zu ihrem Pen-und-Paper-Rollenspiel „Aces in Space“, in dem es um Fliegerasse im All geht, die in erster Linie für Spaß und Ruhm fliegen und nicht für einen Konzern oder eine Regierung.

Nach Jahren im Dienste ihres Heimatkonzerns „Hadronic Inc.“ kehrt die Pilotin Danai diesem desillusioniert den Rücken, ja sie desertiert sogar und nimmt auch ihren Raumjäger mit sich. Zuflucht findet sie bei der Jockey-Gang ihrer Mutter, die als „Deardevil“ mit ihren Jungs und Mädels wilde Rennen fliegt und ihre Stunts und nicht ganz legalen Aktivitäten ins Datennetz streamen.

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[Rezension] Transmission (Roman, SF)

© Atlantis Verlag

Nachdem ich letztlich meine Nase in „Vektor“ gesteckt hatte und für mich feststellen konnte, das Korens Geschichte mich von hinten durchs Kreuz, voll ins Hirn getroffen hatte, war es klar, dass ich mir auch den Nachfolgeband „Transmission“ zu Gemüte führen wollte. Also schnell wieder in die nahe Zukunft eingetaucht und auf das Wiedersehen mit einigen Figuren gefreut.

Wir schreiben das Jahr 2070. Alpha und Kit haben ihrer ehemaligen Heimat, einer Raumstation auf der es meist sehr alltagsroutiniert zuging, den Rücken gekehrt und befinden sich nun im Ruhrgebiet. Dort hat Aloha einen Job im Universitätsklinikum angenommen und Kit ebenfalls eine Beschäftigung verschafft.

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[Rezension] Vektor (Roman, SF)

© Atlantis Verlag

Mit „Vektor“ veröffentlichte die Autorin Jo Koren im Oktober 2016 ihr Erstlingswerk. Dieses landete seiner Zeit auch auf der Nominierungsliste des Deutschen Science Fiction Preises. In „Vektor“ profitiert die hauptberufliche Ärztin von ihren beruflichen Erfahrungen und greift wie selbstverständlich darauf zurück was der Authentizität sehr zuträglich ist. Vorweggeschoben, keine Sorge ist kein Ärztesprechbuch.

INHALT
Die Ärztin Alpha Novak, welche auf der Erde Probleme mit den Behörden hat, verpflichtet sich für einen Job auf einer Mars-Raumstation. Hier ist sie, in einer neueingerichteten Ambulanz, die erste Ansprechpartnerin für alle Arten von Verletzungen und Krankheiten. Es scheint ein simpler Job zu sein, welchen sie die nächsten Jahre über routiniert abspulen kann.

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