[Rezension] Im Eis (Roman)

© Verlag Torsten Low

Vincent Voss hat im Verlag Torsten Low bisher mehr oder weniger Romane veröffentlicht, die in einer nicht all zu fernen Zukunft spielen, in der eine Zombieapokalypse wütete oder bereits das Land in Trümmern hinterlassen hat. Mit „Im Eis“ geht er sein Lieblingsthema etwas anders an und verneigt sich gleichzeitig ein wenig vor H. P. Lovecraft.

INHALT
Amelie Fischer arbeitet am Institut für Ethnologie in Hamburg. Die Professorin glaubte bisher alles über die deutsche Polarexpedition im Jahr 1878 zu wissen, in der ganz offensichtlich nach einer weiteren eisfreien Passage gesucht wurde. Dann aber werden ihr Aufzeichnungen zugespielt, die all diese Fakten widerlegen.

Die junge Frau geht der Sache nach und wird immer mehr von den Tagebucheinträgen in den Bann geschlagen, die deutlich machen, dass die Mission einen ganz anderen, grauenvollen, Sinn hatte. Deshalb beschließt sie den vagen Spuren mit einer eigenen Expedition nachzugehen, denn sie will das Geheimnis um das Schiff lüften, das die Expedition damals verfolgte.

MEDIADATEN

…Autor: Vincent Voss
….Verlag: Verlag Torsten Low
…Format: broschiert
…Seiten: 400
…Erschienen: Nov. 2021
…ISBN: 978-39662-9018-9
…Preis: 14,90 EUR

MEINE MEINUNG
Es hat schon was klassisches, wenn die Hauptfigur erst einmal mit den Stimmen aus der Vergangenheit konfrontiert wird, die ihr bisheriges Wissen über ein bestimmtes Thema völlig auf den Kopf stellt.

Die Schilderungen haben etwas lovecraftsches an sich, das Grauen schleicht sich langsam aber sicher in die zunächst sehr nüchternen Schilderungen der Seereise ein und endet schließlich in düsteren Andeutungen.

Verraten wird natürlich noch lange nicht alles, nur genügend geteasert, um den Leser zusammen mit der Heldin darauf einzustimmen, dem Geheimnis selbst auf den Grund zu gehen. Und damit die Spannung steigt gibt es schon bei den Vorbereitungen entsprechende Warnungen, die natürlich in den Wind geschlagen werden.

Damit scheint das Schicksal der Figuren besiegelt, aber es gibt immer noch genug Überraschungen und Wendungen, die die Erwartungen auf den Kopf stellen. Und am Ende bekommt man auch den Schuss an Horror, den man sich gewünscht hat, treffend serviert.

Das ganze drumherum wurde sorgfältig recherchiert, so dass sich die Beschreibungen der Seereisen und des Überlebens im Nordpolarmeer sehr echt und realistisch anfühlen und die Handlung atmosphärischer machen.

„Im Eis“ sei allen Fans an Herz gelegt, die ein Faible für gut initiierten Horror mit einem angenehmen Schuss lovecraftschen Grauens mögen und sich gerne auch einmal überraschen lassen.  Der Roman von Vincent Voss hat jedenfalls alles, was man von einem solchen Thema erwartet und bietet sogar noch mehr.

MEINE WERTUNG
4 von 5 Schiffen

von: Kris

L I N K S

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