[vorgehört] Der nerdige Trashtalk #29: Guerilla Journalists: Ist Eskapismus politisch?

© NgS

Die erste „nerdige Trashtalk“-Folge 2022 wird Euch am Mittwoch, 26. Januar in die Hörzentren geduddelt. Den Anfang macht eine kurze Begrüßung und der bekannte Getränketest (diesmal mit einem Tee). Gefolgt wird dies durch eine kleine Hörer*innen-Fragerunde.

Dann geht es mit einer ungewohnt kleinen Medienschau weiter. Elea bespricht zuerst Brindlewood Bay, ein kleines Rollenspiel von System Matters. Philipp legt mit dem Superheldencomic „Captain America – Das andere Amerika“ nach. Elea lässt dann das Kartenspiel „Für die Königin“ (System Matters) folgen.

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Im Gespräch mit Christian Vogt (Guerilla Journalists)

Mir stand Rollenspielentwickler und Autor Christian Vogt für ein kleines Interview rund um sein neustes Rollenspiel zur Verfügung. Ohne viel Blabla nun zum Interview.

Hallo Christian,
vielen Dank das Du Dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Würdest Du Dich zuerst einmal vorstellen?

Hi, danke für deine Fragen! Ich bin tagsüber Physiker, nachts schreibe ich Rollenspiele und Romane, meistens gemeinsam mit meiner Partnerin Judith Vogt. Zuletzt erschienen sind der Roman Anarchie Déco, über ein magisches Berlin in den 20ern, und das Rollenspiel Aces in Space.

Pandemie und Rollenspiel. Was meinst Du, hat die aktuelle Situation für unser Hobby mehr Vor- oder mehr Nachteile?
Sowohl als auch, schätze ich. Der offensichtliche Nachteil: Viele Runden können sich nicht mehr oder nicht mehr regelmäßig am Tisch treffen. Auf der anderen Seite haben viele das Online-Spielen für sich entdeckt, ich selbst auch. Dadurch habe ich eine Menge Spiele kennengelernt, was offline sicher deutlich länger gedauert hätte. Außerdem habe ich von Einigen gehört, die durch eine bessere Zugänglichkeit von Online-Runden überhaupt erst neu ins Hobby gekommen sind. Ich selbst merke inzwischen eine gewisse Online-Erschöpfung, gerade nach einem langen Arbeitstag am Rechner. Daher spiele ich lieber am Tisch – aber das ist eben nicht immer sinnvoll. Auf Dauer werde ich wohl zum Hybridspieler werden.

Letztlich ist mir Guerilla Journalists, ein Rollenspiel aus Deiner Feder, ins Auge gesprungen. Worum geht es?
In Guerilla Journalists spielt man Journalist*innen, die sich gegen die Macht eines unterdrückenden Systems stellen, das können Konzerne, Regierungen, Geheimgesellschaften oder Kirchen sein. Man sammelt Beweise, um später eine Story veröffentlichen zu können. Dafür muss man Mauern des Schweigens durchbrechen und nach vertuschten Skandalen graben. Und hoffentlich hat man am Ende genug Material in der Hinterhand, um der Rache der korrupten Vereinigung, über die berichtet wurde, zu entgehen.

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[Rezension] Anarchie Déco (Roman, Urban Fantasy)

© FISCHER

Judith und Christian Vogt sind schon seit fast zehn Jahren ein eingespieltes und erfolgreiches Autorenduo, das in Aachen lebt und sich vor allem den Geschichten verschrieben haben, die eine alternative Welt seit dem 19. Jahrhundert schreiben.

„Anarchie Deco“ spielt etwas später als die klassische „Steampunk“-Ära, bietet aber ein ähnliches Flair und zugleich auch noch einen interessanten Einblick auf die Zeitgeschichte.

INHALT
Magie ist 1927 erstmals ein Thema, denn sie wird unter anderem durch die junge Physikerin Nike Wehner entdeckt, die an der Friedrich-Wilhelms-Universität über dieses Thema promovieren will. Natürlich schlagen ihr Spott und Häme entgegen, verstummen aber auch nicht, als eine Vorführung erfolgreich ist. Die Anerkennung bleibt ihr weiterhin verwehrt, weil sie einerseits eine Frau ist, andererseits auch keine Deutsche.

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[Rezension] Ace in Space (Roman, SF)

© Ach je Verlag

Judith und Christan Vogt teilen schon lange die Leidenschaft für phantastische Themen. Während sie vor allem schreibt, bringt er als Physiker auch immer wieder die naturwissenschaftliche Seite mit ein, was vor allem ihren Science-Fiction-Romanen und Rollenspiel-Hintergründen zugute kommt. „Ace in Space“ ist der begleitende Roman zu ihrem Pen-und-Paper-Rollenspiel „Aces in Space“, in dem es um Fliegerasse im All geht, die in erster Linie für Spaß und Ruhm fliegen und nicht für einen Konzern oder eine Regierung.

Nach Jahren im Dienste ihres Heimatkonzerns „Hadronic Inc.“ kehrt die Pilotin Danai diesem desillusioniert den Rücken, ja sie desertiert sogar und nimmt auch ihren Raumjäger mit sich. Zuflucht findet sie bei der Jockey-Gang ihrer Mutter, die als „Deardevil“ mit ihren Jungs und Mädels wilde Rennen fliegt und ihre Stunts und nicht ganz legalen Aktivitäten ins Datennetz streamen.

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[Rezension] Aces in Space (Rollenspiel, FATE, SF)

© Vogts & Vriends

Ursprünglich nur als Roman gedacht, entwickelte sich das Setting von Aces in Space in den Köpfen der Autoren Christian und Judith Vogt im Laufe der Jahre immer weiter – bis es ausgearbeitet genug war, um mit Unterstützung von Harald Eckmüller vom 3W6 Podcast ein SF-Rollenspiel auf FATE-Basis daraus zu stricken. Am 21. September 2019 startete die Schwarmfinanzierung auf Kickstarter – bereits zwei Tage später, am 23. September, waren die anvisierten 5.000 Euro eingenommen. Im Laufe des Finanzierungszeitraums wurden zahlreiche Gastbeiträge verschiedener Autorinnen und Autoren aus der Rollenspielszene als zusätzliche Stretchgoals in Aussicht gestellt, was die Community zu entzücken schien: Kaum veröffentlicht, waren sie auch schon finanziert.  Seit einiger Zeit nun ist das anarchistische Dogfight-Erzählrollenspiel im Handel erhältlich. Was macht es so besonders?

INHALT
»Halb Battlestar Galactica, halb Sons of Anarchy, ganz Social-Media-Star« – so beschreiben die Autoren ihr Werk, das in einer fernen Zukunft spielt und in der unsere Erde nichts weiteres ist als ein unbewohnbarer Klumpen Weltraumdreck. Daher suchte die Menschheit ihr Heil in den Weiten der Galaxis und machte sich – der tatkräftigen finanziellen Unterstützung einiger Mega-Konzerne sei Dank – auf neuen Planeten oder Asteroiden breit oder baute gar ganze Raumstationen. Da verwundert es wenig, dass dort jeweils das Gesetz der vorherrschenden Konzerne gilt. Dafür ist das Leben geregelt und gilt weitgehend als sicher und komfortabel.

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[Rezension] Wasteland (Roman, SF)

© Droemer Knaur

© Droemer Knaur

Judith und Christian Vogt sind schon seit einigen Jahren im Steampunk und der Fantasy unterwegs. 2018 erschien mit „Roma Nova“ ein Science-Fiction Roman, welcher auch auf der ein oder anderen Shortlist einiger deutscher Buchpreise auftauchte. Nun tauchen die Vogts mit „Wasteland“ ins Endzeitgenre ein und bringen uns in eine teils düstere europäische Zukunft.

INHALT
Wir schreiben das Jahr 2064. Die Welt ist nicht mehr wie sie war. So wurde die Menschheit durch mehrere Kriege und das Aufkommen des Wasteland-Viruses arg gebeutelt und dezimiert. Mittlerweile haben sich Ödlande verbreitet, welche von skrupellosen Gangs, nach ihren eigenen Weltanschauungen, beherrscht werden. In diesen aufreibenden Zeiten heißt es einfach nur überleben.

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[Interview] Judith Vogt über Wasteland, Roll Inclusive, Diversität, uvm.

Hallo Judith
vielen Dank das du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Würdest du dich bitte kurz vorstellen.
Hi, ich bin Judith Vogt, ich schreibe – oft zusammen mit meinem Partner Christian – Science-Fiction- und Fantasy-Romane und Rollenspiele. Außerdem hoste ich den Genderswapped-Podcast mit meiner Freundin Lena.

© Droemer-Knaur

Derzeit kann man ins Wasteland reisen. Christian und du haben da etwas zwischen die Buchdeckel gebracht. Könntest du bitte mehr dazu erzählen
Gerne! „Wasteland“ ist ein Near-Future-Roman, der 45 Jahre in der Zukunft spielt. Insektensterben, Klimakatastrophe, Kriege und ein biologischer Kampfstoff haben Europa ziemlich entvölkert, und nun leben die Menschen in verschiedenen kleinen Gemeinschaften in den Ruinen der untergegangenen Zivilisation. Es geht um einen jungen Mann, der ein Baby im Wald findet, eine Frau, die mit einem Motorrad herumzieht – und eine Gang auf einem Schaufelradbagger.

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Das war mein „Buchmesse Convent 2019“

© Buchmesse Convent

Am vergangenen Samstag fand parallel zur Frankfurter Buchmesse der Buchmesse Convent im Bürgerhaus Dreieich statt.

Seit ein paar Jahren ist ein Besuch für mich Pflicht. Nicht nur weil ich meine Nase gerne in Phantastischen Lesestoff stecke, sondern auch, weil dieses Treffen so schön unaufgeregt und gut organisiert daherkommt.

Auch in diesem Jahr bewiesen die Organisatoren ein gutes Händchen was die Auswahl der Aussteller anbelangt. Aus meiner Sicht für Alle was dabei.

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[Rezension] Die dreizehn Gezeichneten – Die Verkehrte Stadt (Roman, Fantasy)

© Bastei Lübbe

„Das Geheimnis der Zeichen“ ist eine ambitionierte Fantasy-Serie von Judith und Christian Vogt, die schon eine ganz eigene Steampunk-Welt erschaffen haben, nun aber bei Bastei Lübbe beweisen, dass sie auch noch ein wenig archaischer und magischer schreiben können. Nach dem ersten Band um „Die 13. Gezeichneten“ erscheint nun „Die verkehrte Stadt“.

INHALT
Kaiser Yulian hat die Sygma erobern lassen, eine Stadt, die weithin für ihre besondere Handwerkskunst und die Magie, die viele Bewohner ausüben können, bekannt ist, aber die Besetzung hat nicht lange angehalten, denn zu schnell haben sich Rebellen erhoben und die Soldaten wieder aus der Stadt vertreiben können. Dadurch ist aber seine Gier, das Geheimnis der Stadt an sich zu bringen, noch gewachsen.

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[Eigene Projekte] Elvis hat das Gebäude verlassen

© Begedia

Cyberpunk goes Fifties: ELVIS IS ALIVE!
Das Jahr 1957. Lederbekluftete Greaser präsentieren ihre chromfunkelnden Rocketcars und Jetpacks.
Die Tolle ist immer auf Krawall gebürstet, den Girls vor den Eisdielen oder im Autokino imponierend, von dröhnender Musik aus den Boxen unterstützt.

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