[Rezension] Im Eis (Roman)

© Verlag Torsten Low

Vincent Voss hat im Verlag Torsten Low bisher mehr oder weniger Romane veröffentlicht, die in einer nicht all zu fernen Zukunft spielen, in der eine Zombieapokalypse wütete oder bereits das Land in Trümmern hinterlassen hat. Mit „Im Eis“ geht er sein Lieblingsthema etwas anders an und verneigt sich gleichzeitig ein wenig vor H. P. Lovecraft.

INHALT
Amelie Fischer arbeitet am Institut für Ethnologie in Hamburg. Die Professorin glaubte bisher alles über die deutsche Polarexpedition im Jahr 1878 zu wissen, in der ganz offensichtlich nach einer weiteren eisfreien Passage gesucht wurde. Dann aber werden ihr Aufzeichnungen zugespielt, die all diese Fakten widerlegen.

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Blind am Rollenspieltisch

Mit diesem Artikel möchte ich meiner Schuldigkeit nachkommen. Ich hatte euch, auf Twitter, gefragt was ich euch näherbringen soll/darf. Eure Entscheidung fiel auf „Wie spielst du als stark Sehbehinderter / Blinder Rollenspiele?“.

Dann will ich mich dem Thema widmen. Eins aber vorweg. Die hier geschilderten Erlebnisse/Erfahrungen, sollten nicht verallgemeinert werden, sprich selbst mit der gleichen Einschränkung können diese anders erlebt werden.

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[vorgehört] Der niveauvolle Trashtalk, SpinOff-Folge 41: Indie-Verlags-Management

Gute fünf Wochen ist es her das ich die letzte Spnoff-Folge vom Niveauvollen Trashtalk, also Nummer #40 vorgehört habe. Heute Morgen fand ich dann, die in der nächsten Woche erscheinende Folge in meiner Inbox. Da ich meinen anderen Kram bereits alles erledigt habe, bietet sich der Feiertag hervorragend zum hören an.

Ohne viel Blabla sind wir dann auch schon in der Folge. Und zwar begrüßt Philipp diesmal Grit Richter vom Art Skript Phantastik Verlag. Beide sind dann auch direkt im „Thema vor dem Thema“, dem geplanten MetropolCon vertieft und geben hier ein paar Einblicke in die Planungen (von Räumlichkeiten, über Termin, zu Schutzmaßnahmen,…).

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[Rezension] Das Dungeon-Alphabet

© System Matters

Er gehört zum Pen-and-Paper-Rollenspiel dazu wie das Spiegelei zu einem Strammen Max: Der Dungeon. Ob in Form eines dunklen, aber überschaubaren Kellerverlieses oder in der eines gigantischen, verzweigten Höhlensystems, über Jahrzehnte hinweg und auch heute noch regt er die kreativen Synapsen vieler professioneller wie semi-professioneller Autor*innen an. In den Anfangsjahren des Rollenspiels war er gar das Instrument der Wahl, um für viele unterhaltsame Spielabende (und vorzeitige Charaktertode) zu sorgen. Denn in seinem Inneren lauerten nicht nur eine Vielzahl verschiedenster Monster und geschickt platzierter Fallen, sondern es lockte insbesondere die Aussicht auf große Schätze und mächtige Artefakte.

In modernen Rollenspielen bzw. Abenteuern ist der Dungeon längst nicht mehr das zentrale Element, sondern dient in einem kleineren Maßstab hauptsächlich als Nebenschauplatz, bei dem zudem Wert auf einen nachvollziehbaren Aufbau gelegt wird. Die „Verrücktheit“ von damals, bei der hinter jeder morschen Tür Untote, Gallertwürfel oder magische Anomalien gewartet haben, ist einer gewissen Rationalität und, ja, auch ein Stück weit dem Realismus gewichen.
Bis vor einigen Jahren die OSR-Welle angerollt kam und über die Welt der Rollenspiele hinwegschwappte. Regelarme, schnelle (aber nicht minder tödliche) Systeme auf Basis der ersten D&D-Edition wurden mit einem Mal wieder attraktiv – und mit ihnen auch die „weirden“ Dungeons von einst.
Zu den großen Fans dieser Zeit gehört auch der Amerikaner Michael Curtis, der im Jahr 2009 mit dem Dungeon Alphabet (DA) nichts anderes als eine Liebeserklärung an die Dungeons alter Schule geschrieben hat. In der Originalfassung mittlerweile in der vierten Auflage bei GOODMAN GAMES erschienen, schnappte sich 2021 der SYSTEM MATTERS VERLAG die Lizenz und übersetzte das Werk ins Deutsche. Kann es auch in dieser Version überzeugen?

INHALT
Um dieses Fazit gleich vorwegzunehmen: Ja, ja und nochmals ja! Übersetzer Florian Graf sowie die Redaktion des SYSTEM MATTERS VERLAGS haben hervorragende Arbeit geleistet. Alle Texte lesen sich flüssig, schlüssig und ausformuliert, nichts holpert oder rumpelt. Auch der im Original immer wieder durchblitzende Humor konnte gekonnt eingefangen und übertragen werden. Großes Lob!  Aber worum, zur Falltür nochmal, geht es hier denn überhaupt?
Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich bei dem DA um eine Sammlung verschiedenster Zufallstabellen, die Spielleiter*innen dabei helfen sollen, Dungeons mit Leben und Inhalten zu füllen. Aber das wäre zu kurz gegriffen. Ziel des Werkes von Michael Curtis ist es, das Flair der urigen Dungeons aus den Anfangstagen des Rollenspiels einzufangen und zu transportieren, also aus jener Zeit, in der alles ein wenig anders war.

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Abenteuer-Spielbücher beim Retrocast

© Retrocast

In der 200.Folge des Retrocast (Podcast) hat sich Kai den uns allen bekannten Obernerdifizierer und Seifenkostenpilot Moritz geschnappt um mit ihm über Abenteuer Spielbücher zu sprechen.

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[Rezension] Elfenwald: Schatten über Cas‘ashar (Spielbuch, Fantasy)

© Mantikore Shop

Es gab eine Zeit, da waren die Abenteuer-Spielbücher ganz neu und ungewöhnlich auf dem deutschen Markt, fesselten die Leser*innen, die dieser sehr analogen Form des Spielens nicht abgeneigt waren, sie inspirierten aber auch deutsche Fans, es den Engländern und Amerikanern gleich zu tun. So verfasste Karl-Heinz Zapf, damals noch hellauf begeistert von der „Einsamer Wolf“-Reihe das vorliegende Abenteuer „Elfenwald: Schatten über Cas‘ashar“, das nun in einer sorgfältig überarbeiteten Fassung bei Manticore erscheint.

INHALT
Du bist der Lehrling eines großen elfischen Magiers und gerade alleine zuhause, als ein Bote, ein Elf wie du, sterbend an der Türschwelle zusammenbricht. Seine letzten Worte erzählen von den Dunklen Fürsten, die einen verheerenden Angriff auf dein Land und Volk planen.

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[vorgehört] Der nerdige Trashtalk #32: Monsterhearts

Es ist einmal mehr soweit. Eine neue Folge klopft an die Tür. Elea und Philipp geben wieder ihr Bestes! Zu Anfang gibt es eine kurzes Feedback zur letzten Folge. Gefolgt von einem schnellen Getränketest. Nach diesem schnellen einfachen Anfang geht es mit „Ask me anything“ – hier geht es um Käuflichkeit durch
Werbepartner (z.B.: Online-Casinos, Battleship Yamato).

Im Anschluss geht es mit der Medienschau weiter. Elea fängt mit der Serie Supernatural“ an. Philipp fängt mit einem Update zu „Aurora entflammt“ (Teil 2 der Trilogie) an. Weiter geht es mit Elea und „Vampire the Masquerade Swansong“ (PC Spiel), Philipp widmet sich dann „Fate Death in the City of Angles“ (Fate Rollenspiel) und direkt geht es mit „New Hong Kong Story: Drachentanz“ weiter. Elea und Philipp besprechen zum Schluss der Medienschau gemeinsam „Böse Biester: Erlösung“ (Erzählspiel).

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[Rezension] Liquid (Roman, Thriller, Dystopie)

© Solibro Verlag

Herbert Genzmer studierte Linguistik, Anglistik und Kunstgeschichte. Er hat bereits 34 Bücher veröffentlicht, darunter Romane, Reisebücher, linguistische Arbeiten und Sachbücher. Er ist auch als Übersetzer tätig. Mit „Liquid“ legt er ein Buch vor, das man wohl als dystopischen Thriller bezeichnen kann.

INHALT
Madeleine Alberti, ihres Zeichens Biochemikerin, kommt dahinter, dass sie mit ihrer Forschungsarbeit in den USA über Jahre hinweg unwissentlich bei der Entwicklung von etwas mitgeholfen hat, was ihr selbst nicht behagt. Es geht zwar erst einmal nur um bargeldlose Zahlungsmethoden, aber dahinter steckt noch sehr viel mehr.

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[Rezension] Die Aschebrut: Chronik der Söldner (Roman, Fantasy)

© Ventura Verlag

Moritz Böger bezeichnet sich selbst als Nerd. Er betreibt den Blog „hochleveln.de“, den er mit Artikeln und Kolumnen zu den entsprechenden Themen bestückt. Er lebt mit seiner Frau und einem vierbeinigen Mitbewohner im Ruhrgebiet. Mittlerweile hat er auch sein erstes Buch „Die Aschebrut“ geschrieben und veröffentlicht. Und vielleicht werden auch noch weitere Geschichte aus der „Chronik der Söldner“ erscheinen.

INHALT
Wohl und Wehe des Großreichs hängen von den Schwefellieferungen von der Insel Skelt ab. Denn nur mit ihnen kann das notwendige Schießpulver hergestellt werden, mit dem die unruhigen Provinzen in Schach gehalten werden sollen.

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[Rezension] COZMIC #1 (Comic-Anthologie)

© Atlantis Verlag

Hossa. Ungewöhnliches aus dem hause Atlantis, die für mich bisher für Literatur-Anthologien und gute Pastiche-Romane stehen. Hier knallen sie mir Ausgabe 1 einer Comic-Anthologie vor den Latz, deren Geschichten mir sehr Science Fiction-zentriert zu sein scheinen. Ich bin gespannt.

Anthologien sind immer schwer zu besprechen – ich versuche es mal mit der guten alten DSA-Nomenklatur. In diesem Rollenspiel werden Meisterfiguren (ich wollte das Wort einfach mal schreiben) mit drei Adjektiven beschrieben – ich serviere euch die Titel der Geschichten und versuche diese von meinem subjektiven Lesegefühl her kurz zu beschreiben. Ich bin allerdings weniger streng und es müssen nicht drei Adjektive sein, sondern ich gestehe mir zu auch ein paar andere Wortarten dazwischenzumischen UND ich erhöhe auf 5 Wörter.

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