[Rezension] MicroMarco: Crime City (Brettspiel, Krimispiel)

© Pegasus Spiele

Wer kennt sie nicht die Wimmelbilder die meist als Kinderbuch existieren oder aber in unzähligen Varianten als digitale Spiele auf Handy und Tablets ihren Siegeszug hatten. Hard Boiled Games hat eine Brettspiel-Variante entwickelt, bei der es gilt 16 unterschiedliche Kriminalfälle in verschiedenen Schwierigkeitsstufen zu lösen. Die Kriminalfälle sind in unterschiedlich viele Karten aufgeteilt, welche auf der Vorderseite eine Fragestellung und auf der Rückseite die passenden Antworten enthalten. Im Prinzip sind dies die Hinweise, falls man als Spieler*in mit dem Rätsel nicht weiterkommt.

Auf einem 110 x 75 cm großen Spielplan, der in 4 x 7 Felder aufgeteilt ist, findet das Gewimmel bzw. das Geschehen statt.

WAS IST IN DER SPIELBOX
1 knackig kurze Anleitung
1 großer Spielplan in der Abmessung 75 x 110 cm
1 Lupe für die kniffligen Details
120 Karten
16 Pergamentumschläge für die Karten

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[Rezension] Die Firmenfeier: Das letzte Fest des Oliver Borgmann (Krimispiel)

© Magnificum

In den letzten Jahren ist das Angebot der Krimispiele / Detektivspiele immer größer und teils auch unübersichtlicher geworden. Da fällt es schon schwer das richtige zu finden. Also braucht es Schlagwörter auf die meine Mitspieler*innen und ich anspringen und neugierigwerden. So auch bei dieser Firmenfeier, wo sich Rätseln und Schokolade treffen und das nerdische Kaloriengrab füttern und wachsen lassen.

DAS SPIEL
Die Schokoladenmanufaktur Edelberger feiert ein rundes Jubiläum. Während dieser Feierlichkeiten wird der Mitarbeiter Oliver Borgmann, welcher sich unter seinen Kolleg*innen einen zweifelhaften Ruf erarbeitet hat, ermordet. Die Ermittlungsbehörden handeln schnell und findet im Unternehmensjunior Ferdinand einen hervorragend geeigneten Verdächtigen, welcher umgehend in Untersuchungshaft landet.

Daraufhin wendet sich der Unternehmenspatron Horst Edelberger schnell an eine Detektei, welche sich umgehend mit den Ermittlungsarbeiten befasst. Doch die Detektei kommt nach einiger Zeit nicht wirklich weiter, so geht man getrennte Wege. Horst Edelberger, fest davonüberzeugt das sein Sohn unschuldig ist, und sich  bisherigen Ermittlungen nicht abfinden kann wendet sich an die Spieler*innen (Eure Detektei), und bittet Euch den Fall anzunehmen. Um Euch bestmöglich zu unterstützen übergibt er Euch die bisherigen Ermittlungsergebnisse und alles was ihr braucht um den Fall zu lösen.

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[Rezension] Europe Divided (Brettspiel)

© UGG

Was ist denn das? Ein mit großem Aufwand und schicker großer Box produziertes Zwei-Personen-Kriegsspiel, das nicht bei Frosted Games erschienen ist? Was hat mich denn da schon wieder erreicht? „Ein Wettlauf um Einfluss in Europa nach dem Kalten Krieg“? Okay, hört sich interessant an.

DAS SPIELMATERIAL
Machen wir die Box doch mal auf. Hossa. Ein wirklich gut produzierter aufklappbarer Spielplan mit einem in risikoähnliche Regionen unterteilten Europa. Außerdem in der linken unteren Ecke eine bis 20 gehende Kramerleiste – oben findet sich eine weitere bis 20 gehende Leiste, die scheinbar den Spielfortschritt in Form von „Schlagzeilen“ festhält. Als nächstes fällt mir eine riesige Tüte mit 36 Würfeln in rot, blau und gelb auf. Dann gibt es einen ganzen Haufen auszupöppelnder Papp-Token und 40 größere und 60 kleinere Spielkarten. Neben der 20 Seiten starken Anleitung finden sich noch 2 Spielerhilfen in der Box, deren Gestaltung mir in ihrer Einfachheit und dem Grundton schwarz ohnehin schonmal gut gefällt.

Ach, ja. Die 10 Plastikbeutelchen zum Verstauen der Komponenten will ich nicht unterschlagen. Ich habe alles verstaut und sogar noch drei Beutelchen übrig. Läuft bei mir.

Ich würde sagen, der erste Eindruck wurde mit Bravour bestanden, mache ich mich doch mal an das Regelheft und zwinge meine nur sehr wenig spieleaffine Frau, am Tisch Platz zu nehmen.

Die Anleitung mag ich schonmal sehr. Auf der ersten Seite bekomme ich das Material gezeigt, jeweils mit der Bezeichnung und auf den nächsten anderthalb Seiten wird der Spielaufbau mit Bild und Nummerierung genau erklärt. Genau so muss das.

DAS SPIELPRINZIP
Das Grundprinzip ist schnell erklärt. Über 20 Züge (Runden) versuchen Westeuropa (Nato plus EU) und Russland ihren Einfluss zu vergrößern und am Ende das größte Prestige zu haben – welches sich wiederum aus  Schlagzeilen, Dominanz und Vorteilskarten ergibt.

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[Rezension] Crazy Driver (Brettspiel)

© Rudy Games

Da erfüllt mir der Würfelheld doch glatt einen Kindheitstraum – als Lehrerkind gab es natürlich früher keine Carrerabahn, sondern „nur“ eine Dardabahn, Und jetzt, gute 40 Jahre später bin ich endlich stolzer Besitzer einer Carrerabahn, und das ganz ohne die Gefahr, an verbogenen Kontakten oder untr den Schrank geschlidderten Bolliden zu scheitern.

Da kann es nur heißen: „Gib Gas, lieber Michael Schuhmacher!“ Singt alle mit!

DAS SPIELMATERIAL
Stabile Box, die so gut aufgeteilt ist, dass nichts darin hin- und herfällt, egal, wie herum ich die Box ins Regal stelle. Das ist immer mein erster Pluspunkt, da wurde mitgedacht.

In der Box findet sich jede Menge Kleinkram: 32 Rennstreckenteile mit Verbindern, 6 Sonderfeldmarker, 1 Sprungschanze, 4 Plastikrennwagen, 4 Schalthebel, 4 Spielertafeln, 37 Holzmarker, 4 Charakterkarten, 1 Bewegungswürfel, 1 Fähigkeitenwürfel, 4 Aktionsmarker, 4 Checkpointmarker, 21 Speed-Limit-Marker, 1 Zielbogen, 1 Siegerpokal und 1 Quick-Start-Guide.

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[Rezension] The Longest Trench (World War I CoSim-Kartenspiel)

© UGG

Oooookay, was hat der Würfelheld mir denn da geschickt? Ein Kartenspiel, bei dem zwei (oder mit leichter Krücke vier) Spieler*innen die bekanntesten Schlachten des Ersten Weltkriegs nachspielen? Weiß der Kerl denn nicht, dass ich zwar Rollenspiele und Strategiespiele sehr liebe, aber mit „echtem Krieg“ oder CoSim wirklich nicht viel anfangen kann? Aber na gut, er wird sich etwas dabei gedacht haben…

DAS SPIELMATERIAL
Okay, was haben wir denn hier? Einen Spielplan mit 20 unterschiedlichen Feldern (Schlachten) und einer Siegpunktleiste. Dazu zwei Counter – einen für die Siegpunktleiste, die das Hin- und Herwogen  des Kriegsverlaufs darstellt und einen, der anzeigt, welche Schlacht gerade geschlagen wird. Dazu gibt es sechs Würfel und zwei 40er Kartendecks und zwei Übersichtskarten.

© UGG

Dazu gibt es noch eine Spielanleitung, die in 11 Schritten die Regeln wirklich gut erklären und anschließend noch einige Varianten bieten, wie das Spielen zu viert, eine Art Draftingvariante zu Beginn, eine historische Variante sowie eine Variante, die die Ressourcen gegen Ende hin verknappt, um die wahren Gegebenheiten besser darzustellen. Auch sehr angenehm finde ich die Anmerkungen von Arno und Frederic die etwas über ihren persönlichen Zugang zum 1. Weltkrieg erzählen. Ich mag ja solche zusätzlichen Infos immer sehr.

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[Rezension] Quiz it (Brettspiel, Quizspiel, App)

© rudy games

Auf der Suche nach einem Spiel für die Denkmurmel bin ich auf „Quiz it“ gestoßen. Also geschnappt, ausgepackt und ab dafür.

DAS SPIELMATERIAL
Wir haben es hier mit einem klassischen themenfreien Quizspiel zu tun, was sich ja immer in einem eher nüchternen Layout zeigt. Das ist auch hier der Fall, aber da immer mit den gleichen 4 Farben, denen sich sich Spieler*innen zuordnen können, gearbeitet wird, ist das farblich okay und alles sieht so aufgeräumt aus, dass man sich direkt problemlos zurecht findet. An „wirklichen“ Komponenten enthält die Box 4 Spielplanteile, die einen kreisrunden zu absolvierenden Kurs ergeben, 4 Spielertafeln, 40 Bietkarten, 4 Spielsteine, einen Q-Stein, 12 Jokersteine, 4 Aktionssteine, 4 Aktionsmarker, einen Quick Start Guide (der auch wirklich so heißt) und ein Blatt für die Registrierung der App.

App? Jau. Der größte Teil des Spiels findet auf einem Smartphone – oder noch besser einem Tablet – statt. Die 149 MB sind schnell runtergeladen und lassen sich problemlos installieren. Damit bin selbst ich klar gekommen. Äh! Nachdem ich das Icon auf meinem Tablet gesehen habe, muss ich doch den Mut des Verlages Bewundern, denn das weiße Q auf hellblauem Untergrund erinnert doch wirklich mehr als nur ein wenig an das Logo eines der wohl größten Online-Quizspiele, bei dem man Duelle gegen andere menschliche Gegner*innen ausfechten kann. Mutig, mutig!

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[Rezension] X-Code (Brettspiel, Strategie, Familienspiel)

© Amigo Spiele

Immer wieder finden aktuelle Nachrichtenschlagwörter den Weg ins Nerdversum und dienen als Vorlage für Brettspiele, Romane, Comics, usw. So findet das seit einigen Monaten in aller Munde liegende Schlagwort Darkweb mit X-Code den Weg auf den Spieltisch. Vereinfacht gesagt sollen die Spieler die sich auf bahnenden Gefahren, welche sich durch eine Hackergruppe auftun, verhindern und so die Sicherheit der Netze garantieren.

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[Rezension] Die Legenden von Andor (Brettspiel, Fantasy)

© Kosmos

Das kooperative Erstlingswerk von Michael Menzel von 2012 gewann ein Jahr später gleich den Kennerspiel des Jahres-Preis – und nicht nur den: auch in Frankreich, Spanien und den Niederlanden folgten die „großen“ Brettspielpreise. Schauen wir uns erstmal das Spielmaterial des aus dem Hause Kosmos stammenden Spiels an.

DAS SPIELMATERIAL
Die Box ist randvoll und hat keine künstlichen Aussparungen durch eine Pappeinlage. Ein großer, stabiler Pappspielplan ca 56 mal 84 cm mit dem Land Andor schafft schonmal ein gutes Basisgewicht, 5 Stanzrahmen mit Token und Countern lassen sich in die vorbildlich beigelegten Zipp-Beutel einsortieren, ein dünnes Regel- und Begleitheftchen (8 Seiten), eine 4-seitige Losspielanleitung, 16 farbige, kleine Holz-W6, vier Sonder-W6 (mit den Ziffern 6;6;8;10;10;12), etwa ein Dutzend Holzcounter und zahlreiche Plastikstandfüsse. Wäre das Spiel heute entstanden oder würde gekickstartet werden, hätte man vermutlich coole Plastikminis bekommen – nötig sind sie allerdings in der Tat nicht, die Pappminis reichen an sich. Dazu noch zwei Sätze Karten, eine im normalen, eine im übergroßen Format. Insgesamt wirkt das Spielmaterial wertig.

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[Rezension] TSUKUYUMI – Full Moon Down (Brettspiel, Strategie)

© King Racon Games

Wow, was für ein Brett! Da brauche ich ja beide Hände, um das auf den Tisch zu heben!

INHALT
Dreimal tief Luft holen und dann los…

41 doppelseitige Gebiete, 11 Blockade-Marker, 5 doppelseitige Heimatgebiete, 37 Aktionsmarken, 20 Marker, 23 Ereigniskarten, 1 Siegpunktebrettchen, 1 Onibrettchen, 1 Oni-Kampfkarte, 2 Namhafte Oni-Karten, 28 Oni-Aufsteller, 1 Mond, Initiativeleiste, 31 Fraktionskarten, 5 Fraktionsbögen, 5 Missionskarten, 21 Boarlords-Aufsteller, 9 Kampfgruppe 03-Aufsteller, 5 Initiativemarker, 15 Nomads-Aufsteller, 35 Terraforming-Marker, 5 Raketenmarker, 120 Hoheitsmarker, 20 Minenmarker, 12 Waffenmarker, 38 Dark Seed-Aufsteller, 25 Eiermarker, 19 Cybersamurai-Aufsteller, 4 Cybersamurai-Marker

HINTERGRUND
Bäm! Der Mond ist auf die Erde gekracht und es stellt sich heraus, dass in seinem Inneren der weiße Drache Tsukuyumi lebt, der vor Jahrtausenden in den Erdtrabanten verbannt worden war und nun endlich wieder zurück auf der Erde ist. Ich zitiere mal:

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[Rezension] WARIGIN (Brettspiel, Strategie)

© 3-headed-dog

Was hat mich denn da für ne komplett schwarze Box zugeschickt, die lediglich von einem stilisierten W8 geschmückt wird. Ich mag ja Minimalismus. Mal direkt aufmachen und losspielen…

INHALT
Anleitung, Acryl-Spielbrett, 2 achtseitige Würfel, 36 Holzfiguren (davon 3 Ersatzfiguren – da hat mal jemand mitgedacht), 51 Kampfkarten, 36 Aktionskarten, 19 Eventkarten, 4 Infokarten

HINTERGRUND
Klassisch as klassisch can be! Es gibt die Mächte des Himmels, der Hölle und des Nichts, die eigentlich friedlich und gleichberechtigt nebeneinander her existieren sollten. Natürlich kommt es immer anders, als man denkt (oder eben genauso, wenn man schon lange im Geschäft ist) und natürlich will eine der Fraktionen die Oberhand gewinnen und es gibt Krieeeeeeeeg!

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