[Rezension] Vektor (Roman, SF)

© Atlantis Verlag

Mit „Vektor“ veröffentlichte die Autorin Jo Koren im Oktober 2016 ihr Erstlingswerk. Dieses landete seiner Zeit auch auf der Nominierungsliste des Deutschen Science Fiction Preises. In „Vektor“ profitiert die hauptberufliche Ärztin von ihren beruflichen Erfahrungen und greift wie selbstverständlich darauf zurück was der Authentizität sehr zuträglich ist. Vorweggeschoben, keine Sorge ist kein Ärztesprechbuch.

INHALT
Die Ärztin Alpha Novak, welche auf der Erde Probleme mit den Behörden hat, verpflichtet sich für einen Job auf einer Mars-Raumstation. Hier ist sie, in einer neueingerichteten Ambulanz, die erste Ansprechpartnerin für alle Arten von Verletzungen und Krankheiten. Es scheint ein simpler Job zu sein, welchen sie die nächsten Jahre über routiniert abspulen kann.

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RPG-Blog-O-Quest #60: 5 Jahre – Geburtstage und Jubiläen

5 Jahre bzw. hiermit 60.Ausgaben der RPG-Blog-O-Quest liegen nun hinter uns. Es hat sehr viel Spaß gemacht und es gab viele tolle Themen. Da wir dieses kleine Jubiläum haben, könnte man zurückblicken – das hatten wir aber bereits bei der 50.Ausgebe und es wäre langweilig. Also lasst uns ein passendes Thema nehmen. Also „Geburtstage und Jubiläen“.

Ab geht`s…

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[Rezension] Queer*Welten 01-2020

© Ach je Verlag

Queer*Welten 01-2020 ist die Erstausgabe eines queer-feministischen Kurzgeschichtenfanzines aus den Genres Fantasy und Science Fiction. Geschichten um queere Menschen, Marginalisierung oder Menschen mit Behinderung sollen im Rampenlicht stehen, bevorzugt von Own Voices Autoren. Das ganze wird von Judith Vogt, Lena Richter (beide: Genderswapped Podcast) und Kathrin Dodenhoeft (zuletzt Feder & Schwert Verlagsleiterin). Die erste Ausgabe bringt es auf 3 Kurzgeschichten, eine Ballade, ein Essay und eine kurze Rezisektion (ein Queertalsbericht).

Den Auftakt macht Nebelflor von Annette Juretzki, bei der vor Tod, Blut und Verletzungen, bewaffnete Auseinandersetzung, Leichen sowie Frauenfeindlichkeit gewarnt wird. In einem Dorf gab es Tote, angeblich umgebracht von einem Geist. Um Licht ins Dunkel zu bringen kommt Korja in das Dorf, der zwar Fragen beantwortet werden, aber die selbst für eine Hexe gehalten wird. Schließlich versuchen die Dörfler gar, die mit Knüppeln und Klingen zu vertreiben, aber auch Korja ist den Umgang mit der Waffe gewohnt. Recht gelungene Geschichte, dessen mystischer Beginn sich langsam in einen logischen Kriminalfall wandelt, etwa wie bei Im Namen der Rose oder auch The Witcher. Eine besondere Queerness konnte ich der Story allerdings auch nicht anmerken, sogar die dahinterstehende Liebesgeschichte ist traditionell, ja gar konservativ zu nennen.

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[Rezension] Quiz it (Brettspiel, Quizspiel, App)

© rudy games

Auf der Suche nach einem Spiel für die Denkmurmel bin ich auf „Quiz it“ gestoßen. Also geschnappt, ausgepackt und ab dafür.

DAS SPIELMATERIAL
Wir haben es hier mit einem klassischen themenfreien Quizspiel zu tun, was sich ja immer in einem eher nüchternen Layout zeigt. Das ist auch hier der Fall, aber da immer mit den gleichen 4 Farben, denen sich sich Spieler*innen zuordnen können, gearbeitet wird, ist das farblich okay und alles sieht so aufgeräumt aus, dass man sich direkt problemlos zurecht findet. An „wirklichen“ Komponenten enthält die Box 4 Spielplanteile, die einen kreisrunden zu absolvierenden Kurs ergeben, 4 Spielertafeln, 40 Bietkarten, 4 Spielsteine, einen Q-Stein, 12 Jokersteine, 4 Aktionssteine, 4 Aktionsmarker, einen Quick Start Guide (der auch wirklich so heißt) und ein Blatt für die Registrierung der App.

App? Jau. Der größte Teil des Spiels findet auf einem Smartphone – oder noch besser einem Tablet – statt. Die 149 MB sind schnell runtergeladen und lassen sich problemlos installieren. Damit bin selbst ich klar gekommen. Äh! Nachdem ich das Icon auf meinem Tablet gesehen habe, muss ich doch den Mut des Verlages Bewundern, denn das weiße Q auf hellblauem Untergrund erinnert doch wirklich mehr als nur ein wenig an das Logo eines der wohl größten Online-Quizspiele, bei dem man Duelle gegen andere menschliche Gegner*innen ausfechten kann. Mutig, mutig!

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[Rezensopm] City of Mist: Spielerhandbuch (deutsche Ausgabe)

© Truant

Wer wollte nicht schon immer mal Hauptdarsteller in der eigenen Mystery-Detektivserie oder im eigenen Mystery-Comic sein? Der israelische Game Designer Amít Moshe will dies zumindest aus rollenspielerischer Sicht verwirklichen und brachte via erfolgreicher Kickstarter-Finanzierung „City of Mist“ an den Start. Das ungewöhnliche, stark narrative Rollenspiel ist in deutscher Übersetzung bei Mario Truant erschienen.

INHALT
Man stelle sich vor, man lebt in einer riesigen Stadt ähnlich New York City. In dem nie zur Ruhe kommenden Gewusel von über 8 Millionen Einwohnern geht man tagein, tagaus seiner Arbeit nach, seinen Hobbies, bringt die Kinder in die Schule oder in den Kindergarten, streitet und versöhnt man sich mit dem Partner oder schlendert einfach so durch die Straßen und lässt sich treiben. Ein ganz normales, unauffälliges Leben. Bis sich plötzlich die Kräfte des germanischen Donnergottes Thor in einem manifestieren und man in der Lage ist, vernichtende Blitze zu schleudern – und plötzlich feststellen muss, dass in dieser Stadt eigentlich überhaupt nichts so ist wie es zu sein scheint.

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[Rezension] Der Batman, der lacht #3 (Comic)

© Panini

In den letzen Band habe ich ja recht schwer hineingefunden. Und hier verschlimmert sich die Lage sogar noch. Und zwar für Batman wie auch für mich als unbedarften Leser! Okay, zu Beginn haben wir die Vorgeschichte des Todesritters (Dark Claw), der zeigt, wie Batmans Entstehungsgeschichte auch hätte verlaufen können – das ist etwas so wie ine Butterfly Effect-Version auf Speed und gefällt mir ganz gut.

Danach zerfasert dann aber alles etwas, denn ich muss bei jeder Zeichnung und bei jeder Sprechblase mühselig überlegen, ob es jetzt der „Batman der lacht“ ist, oder „Batman, der sich zu Batman der lacht verwandelt aber noch gerade eben so mühsam gut ist“ handelt.

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[Rezension] Blaupausen 2019 – SPIELMATERIAL MATTERS (Rollenspiel)

© System Matters

Mit „Blaupausen – Spielmaterial matters“ stellt System Matters zum Preis von fast 18 Euro ein ungewöhnliches Fanzine vor. Das Format ist ein quadratisches Softcover mit 160 Seiten, ein Produkt zu einem beliebigen System hätte sicherlich den Preis bei einem Verlag. In der Einteilung der Aktion Fandom würde man es wohl in die Kategorie semipr. Zines packen, allein weil es ein Verlagsprodukt ist. Laut Eigenbeschreibung ist Blaupausen ein nichtkommerzielles Gemeinschaftsprojekt, bei der sich jeder einbringen kann. Die vielen Zufallstabellen sind wohl alle neu und im Discord bei System matters entstanden, während Artikel und Abenteuer oft auch alte Artikel – oder übersetzte Artikel – sind, die einfach gut waren (aus Sicht von Redakteur Daniel Neugebauer). Kurzum, ein echt spannendes Projekt und die Idee, jährlich so eine Artikelsammlung zusammenzustellen, gefällt dem Rezensenten.

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[Rezension] Die Schwerttanz-Saga: Täuscher (Roman, Fantasy)

© Kay Noa

Bisher hat Kay Noa eigentlich eher romantische Titel geschrieben, zwei davon mit phantastischem Einschlag. Nun aber präsentiert sie mit der „Schwerttanz“-Saga eine epische High-Fantasy-Geschichte, die offensichtlich ihr Herzenskind ist und damit nicht ganz so leichtfüßig daher kommt wie viele ihrer anderen Romane. Erschienen ist der erste Band „Täuscher“, der für die zweite Auflage noch einmal gründlich überarbeitet wurde.

Alles scheint am Kaiserhof des Kernlandes seinen gewohnten Gang zu gehen. Die Adligen blicken auf die einfachen Leute hinunter und erfreuen sich ihres Lebens, spinnen mal mehr mal weniger gehaltvolle und gefährliche Intrigen.

Menschen wie Xeroan, die nicht einmal auf ein gutes Elternhaus zurückblicken können, müssen zufrieden sein, mit dem, was sie haben. Dem klugen jungen Mann geht es noch vergleichsweise gut, ist er doch Schreiber in der Bibliothek und untersteht nur dessen Leiter. Der hat eine hübsche Tochter namens Lyressa, die ihm auch nicht abgeneigt zu sein scheint.

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[Rezension] Der Batman der lacht #2 – Der Pakt mit dem Todesritter (Comic)

© Panini

Tja, auf der Erde-22 hat Batman den Joker getötet, dem hochkonzentriertes Joker-Gift in Gasform entwich und von Batman aufgenommen wurde. Bruce Wayne von Erde-22 ist nun ein „jokerisierter Psycho-Bat“. Mit einem weiteren Alternativwelt-Batman, dem Todesritter, drang er dann in Band 1 in das Arkham Asylum der echten Welt ein und verletzte den Joker schwer. Dieser wurde schlussendlich in der Batcave angespült. Tat in Batmans (der echte TM) seinen vermeintlich letzten Atemzug und setzte so auch in dieser Welt das Joker-Gift frei, wodurch Batman grotesk verändert wurde.

Wir starten in diesen zweiten Band mit einer OP-Szene mit viel Blut und Instrumenten – die finde ich ja sowieso immer unerfreulich. Hä? Warum operiert Alfred den Joker? Okay, er scheint noch zu leben. Und Batman sieht wirklich nicht gut aus. Das hat der Intro-Text nicht gelogen. Tja, echt ärgerlich, wenn man den Joker nicht sterben lassen kann.

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[Rezension] Captain Marvel: Eine für alle, alle für eine – Band 1 (Comic, Superheldin)

© Panini

Oha. Captain Marvel. Da bin ich blank. Gut, dass zu Beginn der Panini-Bände immer eine kompetente Zusammenfassung zu finden ist. Danke dafür. Ebenso wie für den Service, dass beim Eintreffen neuer Superheld*innen immer eingeblendet wird, um wen es sich hier handelt und zwar mit Klarnamen und Held*innennamen. Das ist echt hilfreich für alle, die nicht soooo sattelfest sind oder gerade nicht sicher sind, um wen es sich hier handeln mag, da das Aussehen der Figuren ja doch je nach Zeichner*in etwas variiert.

Wir haben es also mit Carol Danvers zu tun, die 1977 ihre eigene Superheldenkarriere als „Ms. Marvel“ startete. Seit 2012 hat sie mit Abenteuern im All so richtig durchgestartet und kommt jetzt nach diesem „kleinen Urlaub“ wieder auf die Erde zurück.

Da trifft sie in Manhattan direkt auf einen cthuloiden Tentakelschrecken von unfassbarer Größe. Herzlich willkommen. Gut, dass ihr im Kampf Spider-Woman unter die Arme greift und ihr Iron Man, oder eine ganze Armee von Iron Men, bei der Entsorgung des gewaltigen Kadavers hilft. Dann darf sie noch kurz Hazmat kennenlernen und ihren eigentlich verflossenen Freund James Rodes wiedertreffen, bevor es so richtig losgeht.

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