[WOPC] 72 vielseitige Einseiter zum Download

28. März 2015

Wir freuen uns sehr Euch zum Gratisrollenspieltag die eingegangenen Beiträge des 4. Winter-One-Page-Contest zur Verfügung stellen zu können: 72 vielseitige Einseiter: Abenteuer und anderes RPG-Material quer durch die Bank und durch alle Genres – und auch zu vielen, vielen Systemen.

Ganz im Sinne des GRT wünschen wir Euch viel Spaß mit dem Material, hinterlasst Feedback zu dem, was ihr spielt und nehmt nächstes Mal auch (oder wieder!) am WOPC teil, der Briefträger dankt`s!

Das ganze könnt ihr aus dieser offenen Dropbox angeln, wo auch die Beiträge der ersten drei Jahre hinterlegt sind.


[Comic-Rezension] Horrorschocker #36

27. März 2015

Autor: Levin Kurio et, al.
Verlag: Weissblech Comics
Format: Comic mit Klammerbindung
Seitenzahl: 52
Erschienen: Juni 2014
ISBN: 4-196525-303903-36
Preis: 3,90 €

von: Moritz

Sauber! Zum Jubiläum gibt es 16 zusätzliche Seiten zum gleichen Preis. Mal sehen, ob die sich auch lohnen…

Klappentext:
Zehn Jahre HORRORSCHOCKER, wer hätte das gedacht! Das ist ein Grund zum Feiern! Deshalb haben wir diese Jubelausgabe kräftig dicker werden lassen: Es gibt mehr Inhalt, ein Centerfold unseres werten Fährmannes zum in den Sarg hängen, und der Verleger gewährt sogar erstmals einen Blick hinter die Kulissen, der ganz ohne Bleiwüste und Fotos auskommt.
Das alles gibts zum gleichen Preis wie immer – für bescheidene 3,90 €!

Nebelverhangene Berggipfel verbergen ein düsteres Geheimnis: Die Wolkenstadt des Mumiengottes wartet darauf, entdeckt zu werden!
Diese und andere düstere Horrorgeschichten erwarten Euch in Horrorschocker # 36. Sogar der Verleger selbst gibt sich die Ehre und plaudert aus dem Schatzkästchen der Verlagsgeschichte …

– Der Schatz der Templer
– Die lesenden Toten
– Die Wolkenstadt des Mumiengottes
– Überlebensexperten

Zum Inhalt:
Die Wolkenstadt des Mumiengottes ist ein guter Opener für den Jubiläumsband. Eine sehr laracroftige junge Archäologin sucht ihren Professor in einem Grabmal-Heiligtum des Tocatl. Natürlich findet sie ihn…
Wenn Der Schatz der Templer etwas sorgfältiger gezeichnet wäre, wäre das ganz sicher mein Favorit unter den vier Geschichten, denn ich stehe ja total auf diese ganzen Templer-Grals-wasauchimmer-Geschichten und hier geht es darum, dass die Staatsmacht aus dem Templer Guillaume das Versteck des Schatzes der Templer herauspresst. Schlussendlich muss er klein bei geben, aber wie man es bei Levin Kurio nicht anders erwartet hat, besteht der Schatz nicht nur aus Gold und Geschmeide.
Mein persönlicher Schwachpunkt ist Überlebensexperten – hier irren zwei Touristen durch die Wüst und bis zum letzten Panel geht man davon aus, dass es sich bei ihnen um die titelgebenden Experten handelt – weit gefehlt.
In Die lesenden Toten zeigt sich der Herr Verleger selbstironisch und deckt auf, dass seine Comics auch bei den Untoten der Sümpfe gut ankommen.

Mein Fazit:
Die Horror-Comics können mir gerne weiter ins Haus flattern. Genau das richtige für’s Klo – nicht wegen der Qualität, sondern wegen der Länge der Geschichten. Die sind spannend, etwas mehr als okay gezeichnet und machmal ist der Twist am Ende doch überraschend. Weiter so!

Meine Wertung:
4 von 5 Indiana Jones-Hüte


[Comic-Rezension] Horrorschocker #32

27. März 2015

Autor: Levin Kurio et, al.
Verlag: Weissblech Comics
Format: Comic mit Klammerbindung
Seitenzahl: 34
Erschienen: 2013
ISBN: 4-196525-303903
Preis: 3,90 €

von: Moritz

Naja, wenn wir ehrlich sind kann ich für die Reihe „Horror“ gerade noch so durchgehen lassen, aber „Schocker“?!? Ich weiß nicht. So richtig brutal gruselig sind die Geschichten nicht – aber das ist auch gut so, denn meine Ekel- und Angst-Grenze ist schnell erreicht. Die Weissblech-Geschichten sind da alle noch locker im Toleranzbereich, damit komme ich gut klar…

Klappentext:
Aus den Tiefen verfallender Gruften kommt ein extralanger Vampir-Kracher … wir schieben den schweren Vorhang der schwarzen Romantik beiseite und beleuchten, was ist … wenn die Vampire schlafen!
Grausam ist das Schicksal des Harald Morfenson. Ist seine Lebensbeichte etwa mehr als nur eine Warnung? Ein Parasit erwartet Euch!
Und es gibt nach langer Pause wieder eine Geschichte vom schwarzen Fluss: Die Karte des Orpheus weist den Weg … wird Abor Gurun ihn finden?!

Zum Inhalt:
Okay, was erwartet den geneigten Schocker-Leser also in diesem Band? Die erste – und längste – Geschichte ist eine recht klassische Vampirgeschichte: In einer Vampir-Community geht „Der Pfähler“ um und der (Vampir-)Held der Geschichte macht sich auf, um ihm den Garaus zu machen. Das gelingt auch – allerdings mit unabsehbaren Folgen…
Geschichte zwei zeigt einen fies entstellten Typ, der im Fernsehen seine Lebensbeichte ablegen möchte. Er ist von einem Parasiten befallen und steht kurz vor dem Exitus – auch hier kommt die (überraschende?) Wendung wieder auf der letzten Seite frei Haus.
Die letzte Geschichte ist historisch angehaucht (und weist den mir am nächsten stehenden Zeichenstil auf) und der Piratenkönig Abor Gurun will mit Hilfe einer Schriftrolle den Weg zum Fluss Styx finden, um unverwundbar zu werden. Ihr werdet es kaum glauben, da läuft nicht alles so glatt, wie es sich der alte Grieche vorgestellt hat.

Mein Fazit:
Prima! Ich komme immer besser mit den Weissblech-Sachen klar. Die Geschichten können alle was, auch wenn man irgendwann die Wendung in letzter Sekunde doch immer sicherer voraussagen kann. Müsste ich eine Reihung der Geschichten festnehmen, so hätte die „Karte des Orpheus“ knapp die Nase vorne vor „Parasit“ und „Wenn die Vampire schlafen“.

Meine Wertung:
3,5 von 5 Schock-Effekte


[Rezension] Die Furcht des Weisen 2

27. März 2015

Autor: Patrick Rothfuss
Verlag: Hobbit Presse / Klett-Kotta
Reihe: Die Königsmörder Chronik
Zweiter Tag/Teil 2
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seitenzahl: 523
Erschienen: 2012
ISBN: 978-3-608-93926-2
Preis: 22,95 €

von: Moritz

Jaaaaa! Endlich darf ich weiterlesen! Leider habe ich nun das Ende der Fahnenstange erreicht und muss warten, bis Herr Rotfuß sich bequemt, die Reihe weiterzuschreiben…

Klappentext:
Erleben Sie, wie Kvothe im Feenreich der betörenden Felurian begegnet, die ihn durch ihre märchenhafte Schönheit fast willenlos macht. Nur durch eine List kann er sich aus ihren Armen befreien. Und sein Weg führt ihn weiter zu den stillen Kriegern der Adem, von denen er die hohe Kunst des Lethani erlernt und das Schwert Saicere verliehen bekommt. Mit ihm und einem von Felurian gewobenen Schattenmantel tritt er die Reise zurück zum Hof des mächtigen Maer an, doch unterwegs wartet entsetzliches Unheil auf ihn … Dieser 2. Teil des Nachfolgebands von »Der Name des Windes« steckt wieder voller neuer Geschichten und Ideen von Patrick. Der Band ist daher so umfangreich geworden, dass man ihn teilen musste in zwei Bände – »Die Furcht des Weisen 1« und »Die Furcht des Weisen 2«. Mit »Die Furcht des Weisen« legt Patrick Rothfuss den zweiten Teil der Königsmörder-Chronik-Trilogie vor, der in den USA bei Kritikern und Fantasylesern begeistert aufgenommen wurde und schon bald einen der vorderen Plätze in der New York Times Bestsellerliste belegte. 2007 wurde Patrick Rothfuss für seinen Roman »Der Name des Windes« mit dem Quill Award sowie dem Pulishers Weekly Award für das beste Fantasy-Buch des Jahres ausgezeichnet.

Zum Inhalt:
Tja, was soll ich schreiben, was der Klappentext nicht schon verrät? Kvothe sitzt immer noch in seinem Gasthaus und erzählt seinem Lehrling Bast und dem Chronisten was er in seinem bisherigen Leben so alles erlebt hat. Diese Rahmenhandlung kommt in diesem Band etwas kürzer als in den bisherigen, aber es gibt einige interessante Momente, die durchblicken lassen, dass wir da noch so die eine oder andere Überraschung zu erwarten haben. Selbst ich als Leser, der subtile Hinweise normalerweise nonchalant überliest, merke, dass da was im Busch ist.
In der eigentlichen Geschichte macht unser Magie-Schüler mal wieder so einiges durch – er verfällt der schönen Fee Felurian, trifft in der Feenwelt auf den Cthaeh (eine Wesenheit, die irgendwie alles weiß und scheinbar im negativsten Sinne manipulativ ist – Mädels, ich hab’s im Urin, auch an dieser Front wird uns noch so einiges erwarten), erlernt die Fechtkunst und Philosophie der Adem und kehrt zum Maer zurück, den er mehr oder weniger in Schimpf und Schande verlassen muss. Anschließend geht es wieder an die Universität, wo Kvothe seine Studien auf breitere Füße stellen will und – natürlich – trifft er mal wieder auf Denna, von der er ja im vergangenen Teil nicht sonderlich positiv auseinandergegangen war. Mit ihr läuft es wieder besser, aber irgendetwas steht immer noch zwischen ihnen und es heißt bald wieder Abschied nehmen…
Frauentechnisch läuft es also nicht optimal, aber immerhin nimmt Kvothes Macht immer mehr zu – wobei der Ruf, der ihm vorauseilt, gegenüber der Realität die Nase weit vorne hat. Ich glaube diese Ebene des Romans gefällt mir sogar noch mit am besten; der Mechanismus wie aus Realität und dem Stille-Post-Effekt noch zu Lebzeiten eine Legende geschmiedet wird funktioniert hervorragend.

Mein Fazit:
Toll! Diese Reihe ist eine echte Entdeckung! Ich war ja schon fast komplett weg von klassischer Fantasy, aber die Abenteuer von Kvothe rocken gewaltig. Der Held ist cool, aber nicht zu cool, um uninteressant zu werden, die Welt gefällt mir super und mitzuverfolgen wie der kleine Straßenjunge nach und nach zur Legende wird, unterhält einen mit jedem Wort. Auch die Hintergrundgeschichte kommt in diesem Band zwar sehr spärlich vor, aber man merkt doch deutlich, dass da noch etwas brodelt, was man zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht absehen kann…

Andere Rezensenten werfen gerade diesem zweiten Band Langatmigkeit vor, aber ich mag das. Rothfuss kann schön erzählen, warum soll ich ihm das verwehren. Klar könnte man straffer erzählen, aber da ich mich in jedem Moment gut unterhalten fühle, werde ich der letzte Sein, der da meckert.

Einzig und allein schade, dass ich mir den nächsten Band der Reihe nicht sofort organisieren kann, da er noch nicht erschienen ist. Also schreib schneller, Pat!

Meine Wertung:
5 von 5 Namen des Windes


[RSP-Karneval] Drei Punkte für zwei Augen

23. März 2015

Der März ist nun schon einige Tage ins Land gestrichen und so ist es langsam an der Zeit meinen Artikel zum aktuellen Thema „Auf`s Auge“ anzugehen und somit erneut beim RSP-Blogs-Karneval mitzumachen.

Ich muss gestehen, als ich das Thema las, habe ich einige Zeit gebraucht mir darüber Gedanken zu machen und dabei zu überlegen ob ich es so angehe wie ich es nun mache.

Also ich möchte die Thematik nutzen um unser gemeinsames Hobby aus Sicht eines Menschen mit Handicap, sprich einer Sehbehinderung, zu beleuchten. Was mich dazu berechtigt ist, dass ich diese Erlebnisse aus erster Hand niederschreiben kann, da ich dieser Mensch bin. Ohne genauer ins Detail zu gehen, kann ich sagen das ich auf eine Restsehkraft von geschätzt 4-5% angewiesen bin. Nur als kleine Information nebenbei, in Deutschland und der EU zählt man mit einer Restsehkraft von maximal 7% als Blind (BL).

Dann mal los. Wie bin ich zum P&P Rollenspiel gekommen? Ich würde sagen: „Ganz klassisch!“, denn ich bin 1991 in einer „Das schwarze Auge“ Runde gelandet. Die ersten Spielrunden gingen meistens schön um Metzeleien und Orkschlachtungen. Nach den ersten Con Besuchen entwickelte sich dann unser Spiel etwas weiter und wir konnten in der Runde langsam auch etwas mit dem Originalabenteuer anfangen und haben uns dann durchgespielt. 1992 kam dann Shadowrun hinzu. Und so hatten wir an vier Tagen in der Wochen ein straffes Programm zwischen Ork-klatschen und Konzerne in den Arsch treten, immer schön im Wechsel. Über die Jahre kamen dann einige Editionswechsel, Systembeerdigungen und Testrunden zustande. Aus alten Tagen ist Shadowrun noch übriggeblieben und das wird wohl auch immer mein System bleiben, denn es macht mir einfach am meistens Spaß, außerdem freut es mich immer wieder zu sehen, zu lesen und zu hören was passiert, wenn ein Edition- oder Publisherwechsel ansteht. Ja da gab es ja über die letzten Jahre so einiges und auch vieles was sich wiederholte.

Damit erst einmal ein wenig zu meinem Hintergrund. Jetzt dürfte ggf. auch ein wenig verständlicher sein, warum ich mich für diese Thema entschieden habe.

P&P Rollenspiel hat nämlich für Menschen mit einer Sehbehinderung viele Vorteile, auch wenn einige dem technischen Fortschritt geschuldet sind. So z.B. braucht es nicht viel an Ausstattung und zum zweiten kann und wird das Kopfkino hervorragend als Instrument benutzt. Hier ist das gesprochene Wort das zentrale Mittel um die Geschichte zu erzählen, Problemlösungen bei Konflikten zu beschreiben und den Spielverlauf voran zu bringen.

Kommen wir zu einigen Beispielen die am Anfang ein kleines Hindernis darstellen und wie diese gelöst werden können.

Da wäre als erstes der Konsum der Grundregelwerke. Mit Hilfe von Pad, PC, oder aber Bildschirmlesegeräte ist dort schon einmal eine Hürde genommen. Nehmen wir an man nimmt sich ein PDF öffnet dieses, so kann man auf dem PC unter Windows 7 & 8 sowie unter den meisten Linux Versionen auf die Hilfe der „Bildschirmlupe“ welche unter den „Erleichterten Bedienhilfen“ zu finden ist zurückgreifen. Dieses bietet einen nicht nur die Möglichkeit die Ansicht Prozentual zu verändern, sondern auch eine Invers-Ansicht darzustellen (Beispiel: (s/w ↔ w/s). Außerdem kann eingestellt werden wie sich Tastatur und Mouse auf die Darstellung auswirken. Ok, die Bildschirmlupe ist in vielerlei Hinsicht schon gut und ein richtiger Schritt in Richtung Barrierefreiheit, allerdings stößt diese auch an ihre Grenzen und ist bei Umschaltungen der Einzelfunktionen nicht sonderlich Benutzerfreundlich. Wenn es aus der Sicht etwas besser werden sollte, geht der Griff eigentlich nur noch ins Kaufregal der entsprechenden Fachhersteller. Dort stößt man dann auf ZoomText. Diese Software ist im Moment das Topprodukt, denn hier kann man die Einstellungen der Windows Lupe ebenfalls vornehmen, aber man hat hier weitaus mehr Möglichkeiten. So können hier Einzelfarben getauscht und ersetzt werden, eine Sprachausgabe und Vorlesefunktion ist auch erhältlich (Versionsabhängig) und ein weitaus feineres Rendering ist sicht- bzw. machbar. Hat man einen PDF Viewer wie den Adobe Acrobat Reader oder den Foxitreader in seiner Sprache installiert, so kann man sich die PDFs auch direkt von der Software vorlesen lassen.
Im Bereich Pads, gehen wir einmal vom Apple iPad aus. Auch hier gibt es eine Barrierefreiheit. So ist hier ebenfalls eine Vergrößerungsfunktion bzw. Lupe serienmäßig einprogrammiert. Weiterhin geht auch hier eine Inversansicht angeboten. Zusätzlich wird in vielen Funktionen auch die Chance des Verlesens angeboten.
Bei den Konkurrenten mit Android oder Windows Systemen hat sich in den letzten 12-18 Monaten auch sehr viel getan und so bieten diese entsprechende Funktionen ebenfalls an.
Hier hat der technische Fortschritt was Sinnvolles mit sich gebracht und so hat man zum Glück mittlerweile die Qual der Wahl!
Wenn man nun aber, wie ich gerne, was Holziges in der Hand hält, verkneift euch das Grinsen, ich meine Bücher :-) dann kann man sich diese noch mit Bildschirmlesegeräten zu Gemüte führen. Hier hält der Markt, ebenfalls einiges parat. Die Palette reicht von Stand-Alone-Geräten, welche an alte Tisch-Geräte aus Bibliotheken erinnern, bis hin zu HD-Handlesegeräte die nicht größer als ein aktuelles Smartphone sind.

Wie ihr seht ist der Konsum der Grundregelwerke und Zusatzbände heute kein Problem mehr, zu mindestens, wenn man diese zur Hand hat. Was ist aber am Spieltisch selbst.
Na da gibt es ein paar Sachen die sich eben bei uns eingebürgert haben.
Karten werden eben nicht mit Bleistift gezeichnet, sondern mit Filzmarker. Spieler werden durch unterschiedliche Figuren dargestellt, welche natürlich auf das entsprechende Farbspektrum angepasst sein sollten, denn die Zahl der Menschen die eine Farbsehschwäche haben ist höher als man im ersten Augenblick glaubt. Für die Pläne, Figuren usw. haben wir ja letztlich hier das GAMEBOARD getestet und das hilft sehr.

Was gibt es noch so an Hilfen die wichtig sein könnten?
Zum einen muss jeder natürlich seine Würfel selber wählen mit denen er am besten auskommt. So sind es bei mir „schwarze“ mit „weißer“ Beschriftung, wobei auch andere „harte Kontraste“ vorhanden sind. Und man bekommt sogar Braille Würfel, wenn man sie wirklich mal braucht. Allerdings sollte man sich in der Runde Gedanken machen, ob man sich darauf verständigen kann, dass alle Würfel leicht erkennbar sind, das kann Diskussionen vorbeugen. Weiterhin sollte darauf geachtet werden, dass die Lichtverhältnisse ausreichend sind, oder schnell auf die individuellen Bedürfnisse angepasst werden können.

Ein weiteres Problem was am Tisch noch aufkommen kann, ist die Lesbarkeit der Charakterbögen. Nicht nur, dass die meisten von Haus aus schon mit jeder Menge Feldern, Tabellen usw. daherkommen, sondern meistens werden diese noch vollgeschrieben und das mit dünnen Bleistift. Hier gibt es in den letzten Jahren zwar auch immer öfters Verlagsangebote, sprich Charaktergeneratoren oder PDFs, allerdings sollte dort noch mehr kommen!!!

Ein kleiner Aufruf noch, ab und an täte es dem einen oder anderen Produkt sehr gut, wenn man sich mal genauestens die Schrifttypen, -farbe und Kontraste anschaut, denn dort findet man genügend Beispiele die zeigen, dass es ein unerkanntes Problem ist. Aber es gibt auch Produkte, wo der Sehende seine Probleme hat, als Beispiel sei roter Hintergrund mit rosa Schrift genannt.

So, damit ein kleiner Einblick. Aber das Wichtigste kommt natürlich zum Schluss. Dies ist natürlich das Miteinander. Sonderbehandlungen sollten nicht erfolgen, klar wenn Hilfe am Tisch benötigt wird, wird gefragt. Offener und ehrlicher Umgang ist da wie sonst auch einfach alles!

 


[Rezension] Einsamer Wolf 18 – Drachendämmerung (Spielbuch)

23. März 2015

Autor: Joe Dever, Alex Kühnert, Nicolai Bonczyk
Verlag: Mantikore Verlag
Format: Broschiert
Seitenzahl: 532 Seiten
ISBN: 978-3-939212-55-7
Preis: 14,95€

von: Würfelheld

Einsamer Wolf kenne ich noch aus meinen frühen Tagen, als die Bände noch ein wenig anders aussahen, aber früher habe ich die Dinger regelrecht verschlungen. Grund genug für mich, mir eines der aktuellen Bücher zu greifen und zu schauen ob die Story und das Feeling das Zeug haben den Wolf in mir zu wecken. Die Fährte ist aufgenommen, doch ob die Beute es wert ist?

Klappentext:
Du bist der Kai-Großmeister Einsamer Wolf! Setze dein Abenteuer mit dem 18. Band dieser Rollenspielserie DRACHENDÄMMERUNG fort und werde Teil einer einzigartigen Fantasy-Saga. Du hast die Schwarzen Lords von Helgedad besiegt und deine ermordeten Ahnen gerächt. Doch während deiner langen Heimreise von einer erfolgreichen Mission erfährst du, dass der Dunkle Gott Naar plant, eine Horde Feuer speiender Drachen auf die Kai-Abtei loszulassen. Werden dich seine Diener auf dem Heimweg töten? Oder wirst du die Abtei rechtzeitig erreichen, um das Kommando über den Neuen Orden junger Kai-Krieger zu übernehmen und sie in ihrer ersten und womöglich letzten Schlacht gegen Naars Streiter des Bösen anzuführen? Jedes Buch der Saga Einsamer Wolf kannst du einzeln für sich oder kombiniert mit den anderen Abenteuern dieser Reihe als einzigartige Rollenspielsaga spielen und erleben. Im Zusatzabenteuer DIE TOTEN VON CHRUDE schlüpfst du in die Rolle des einfachen Bauern Jergor. Krieg wütet über dein Heimatland Palmyrion, und als deine Familie droht einer schrecklichen Seuche zum Opfer zu fallen, brichst du auf, um ein Heilmittel zu finden. Kannst du deine Frau und deine Tochter retten oder wirst du von den wandelnden Schrecken, die jetzt durch Palmyrion streifen, in dein eigenes Grab gerissen?

Das Buch:
Nachdem wir uns im Band 17 dem Todeslord gestellt haben, reisen wir nun zu unserer Kai.Abtei zurück. Auf der Reise landen wir in Vadere, wo wir erfahren das unsere Abtei angegriffen wurde. Nach dieser erschütternden Information treibt es uns nun noch schneller zurück in die Heimat, zurück in unsere Abtei. So treten wir die Reise an, allerdings dieses Mal alleine, denn wie uns die Erfahrung gelehrt hat, sind wir so am schnellsten Die Reise führt uns durch etliche Dörfer, wo wir den Einheimischen mit der gleichen Skepsis und Zurückhaltung begegnen, die sie uns entgegenbringen.

Die Reiseabschnitte außerhalb der Zivilisation, also unter freien ewig weiten Himmel, stellt uns natürlich auch das ein oder andere Beinchen. So treffen wir dort auf die üblichen „Fantasy“ Verdächtigen. Nachdem man die lange Reise, die über 340 Slots einnimmt hinter sich gebracht hat, ist man der Lösung wirklich ein Stück näher gekommen und man blickt mit Stolz auf die Tage zurück.

Das beinhaltete Bonusabenteuer, welche die deutschen Ausgaben ja zwischen den Buchdeckel mit sich bringt, ist einfach erklärt. Man schlüpft in die Rolle eines Bauern, welcher sich der Herausforderung stellen muss ein Heilmittel zu finden, so dass seine todkranke Frau eine Überlebenschance hat.

Beide Abenteuer werden wie gewohnt, von Kartenmaterial begleitet.

Mein Fazit:
Also ich bin nach langer Zeit mal wieder vom Einsamen Wolf angetan. Wobei ich ehrlich sagen muss, dass das Bonusabenteuer für mich einfach besser war als das „Übersetze“ Ding. Was die Leute von Mantikore da zusammengestellt haben ist einfach klasse.
Das Buch im Allgemeinen machte wirklich sehr viel Spaß und man konnte sich auch ohne Probleme darauf einlassen. In keiner Situation hatte ich das Gefühl „das passt nicht“ oder „merkwürdig“.
Aber nicht nur das Abenteuer an sich, sondern auch die tolle unterstützende Aufmachung, sorgten für einige tolle Stunden.

Meine Wertung:
4 von 5 Wölfen


[Rollenspiel-Rezension] ULTIMA RATIO – Im Schatten von Mutter – Kolonie-Handbuch: Auda

20. März 2015

Verlag: Heinrich Tüffers Verlag
Format: Softcover
Seitenzahl: 40
Erschienen: 2014
ISBN 13: 978-3-941340-04-6
Preis: € 12,95

von: Würfelheld

Letztlich hatte ich „Ultima Ratio – Die Stimme von Mutter“ konsumiert und muss sagen, es kam leider nicht gut dabei weg, auch wenn einige Elemente eigentlich meinen Geschmack getroffen haben bzw. treffen sollten, z.B. Cyberpunkiges. Aber okay das ist erstmal Schnee von gestern, somit ist es an der Zeit sich den ersten Hintergrundband zu Gemüte zu führen und zu schauen ob damit eine Spielwelt entsteht die zu gefallen weiß. Also ab nach Auda.

Klappentext:
1268 Reichsstandardzeit (RSZ) im Lukeanischen Reich … und eigentlich müsste die benachbarte Welt des Reichsplaneten Lukea eine autonome Kolonie sein. Doch der Senat des Reiches weigert sich hartnäckig, Auda erneut alle Freiheiten der Autonomie zu gewähren. Daumenschraube und Rache für den vor rund einem Jahrhundert angezettelten Unabhängigkeitskrieg, unter dessen Folgen die teilautonome Reichskolonie Auda ohnehin auch heute noch leidet. Mit der nach dem Krieg installierten Künstlichen Intelligenz (KI) WÄCHTER hat MUTTER einen gnadenlosen Repräsentanten, der die KINDer des Reiches auf Auda ohne Nachsicht mehr verwaltet als behütet. Doch WÄCHTERs Arm reicht meist nicht weiter als bis an die Grenzen der wenigen wirklich großen Städte. Schuld daran ist Audas Hintergrundstrahlung in Kombination mit den Experimental-Kampfstoffen, die während des Bürgerkrieges Verwendung fanden. So ist Auda längst das geheime Fanal gegen die sonst allgegenwärtige KI MUTTER, denn nirgends sonst können sich selbst KINDer auch nur für eine Sekunde lang straflos der sonst lückenlosen Überwachung entziehen. Von Lukea werden die niedrigen Kreditlevel als Versager nach Auda ausgewiesen und nach dem Aufstand und der Anerkennung der Genesis der Generation 8+ mussten diese den Reichsplaneten ebenfalls verlassen. Auf Auda, dem Sprungbrett und weit offenstehenden „Tor zu den Kolonien“, spielen sich jeden Tag die Dramen des Lebens und Überlebens ab … Lukeaner sind hier fast schon in der Minderheit. Durch den im Orbit Audas befindlichen Weltenrat ist die älteste Kolonie des Reiches längst auch Magnet für Freund und Feind aus dem gesamten Themis Rho Cluster geworden, während die ungezählten nicht gechipten „Wahren Audaner“ ihren Kampf für ein freies Auda rücksichtslos aus dem Untergrund weiterführen.   Das Kolonie-Handbuch verschafft eine Übersicht über die Städte, Bezirke und Bewohner dieser vor nicht allzulanger Zeit schwer durch einen verbissen geführten Bürgerkrieg gebeutelten Welt. KINDer des Reichs, Glücksritter und Versprengte aus anderen Welten sind hier auf der Suche nach Erfolg, Ruhm oder zumindest ein bisschen Glück – andere fechten noch immer im Untergrund den Kampf nach Freiheit aus. Zusätzlicher Inhalt: Eine neue spielbare Spezies, neue Spezieskräfte, Kreaturen und Monster, neue Gegenstände und Kontakte … und natürlich jede Menge Hinweise für die Gestaltung eigener Abenteuer!

Was wird geboten:
Uns erwartet in diesem Band ein Überblick über eine einzelnen Kolonie im Sternensystem von ULTIMA RATIO. Diese Kolonie liegt seit dem vor knapp 100 Jahren stattgefundenen Krieg immer noch in einer Art Befreiungskampf. Die Besetzer haben WÄCHTER, eine KI zum Einsatz gebracht, wobei dieses System in den Ballungsräumen zum Einsatz kommt und nicht auf der gesamten Fläche, was Spielräume lässt. Diese Spielräume bzw. Systemschlupflöcher haben sich herumgesprochen und sorgen dafür, dass sich in AUDA eine Art Auffangbecken für alle Arten gesellschaftlicher Verstoßener gebildet hat.

Im weiteren bekommt man einen Überblick über die politische Lage, das Rechtssystem, dem Handel, der Kriminalität usw. Dabei wird nur ab und an in die geschichtliche Tiefe gegangen und mehr oder weniger der Ist-Zustand geboten. Wenn es in die Tiefe geht, sprudeln die Fakten nur so aus dem Buch heraus.

Daneben bekommen die Spieler einige neue Ausrüstung präsentiert. Außerdem findet eine neue Rasse den Einzug ins Spielsystem. Weiterhin gibt es einige Abenteuerideen bzw. Kurzszenarios.

Mein Fazit:
Brauchte ich nach dem Regelwerk noch verschreibungspflichtige Medikamente um den Stuhlschubser von Mutter zu lindern, kann ich beim Kolonie-Handbuch Auda auf Painkiller verzichten. Es macht zwar nicht durchgehen Spaß sich den Hintergrund zu Gemüte zu führen, denn dafür fehlen mir einfach an einigen Stellen mehr Details bzw. Fluff. Auch weiß man nicht so ganz wohin Ultima Raio nun steuert oder möchte, denn auf der einen Seite findet man Cyberpunk, auf der anderen Seite dann SciFi. Die Kombination ist nicht meins, denn wenn man schon in die Tiefen des Alls vorgedrungen ist, so sollte man ggf. auch über die Entwicklung von Transhumanismus nachdenken. Weiterhin hätte man in diesem Buch nicht schon mit neuer Ausrüstung kommen müssen, die braucht man einfach (noch) nicht.
Ich für meinen Teil stehe ULTIMA RATIO immer noch kritisch gegenüber, da konnte das Kolonie-Handbuch Auda nichts daran ändern. Mir stellt sich immer noch die Frage, warum man sich das kaufen sollte, da es ausgereifteres zum selben Preis auf dem Markt gibt.

Mein Bewertung:
3 von 5 Koloniebesucher


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