[Rezension] Der Weg der Maga

23. Mai 2015

as-DerWegderMagaAutor: Arndt Waßmann
Verlag: Verlag Torsten Low
Format: broschiert
Seitenzahl: 401 Seiten
Erschienen: März 2015
ISBN: 978-3940036308
Preis: 14,90 Euro

von: kris

Arndt Waßmann wurde in einem kleinen Dorf im Westen Sachsens geworden und interessierte sich schon früh für phantastische Welten. Er begann bereits in jungen Jahren zu schreiben, da ihn vor allem die Möglichkeiten der Science Fiction und Fantasy begeisterten. Mittlerweile hat er schon mehrfach den „Weltentor“-Kurzgeschichten-Wettbewerb gewonnen und über zwei Dutzend Kurzgeschichten veröffentlicht. Mit „Der Weg der Maga“ legt er sein erstes langes Werk in Romanform vor.

Klappentext:
Eine Magierin. Eine Suche. Eine Stadt, die ihr Leben verändert. Kaum hat Serana Meridan ihre Ausbildung an der Akademie beendet, stellt das Leben sie bereits vor neue Prüfungen, härter und gnadenloser als jedes Examen. Freunde und Feinde treten in ihr Leben, um es für immer zu verändern. Und über allem schwebt stets der Schatten eines drohenden Krieges, der bald näher kommt, als sie es je befürchtet hätte. So beschreitet Serana einen Weg, von dem es kein Zurück mehr gibt – den Weg der Maga.

Zum Inhalt:
Serana Meridian stammt aus einfachen Verhältnissen, hat aber aufgrund ihrer Begabung den elterlichen Bauernhof und das abgelegene Dorf verlassen können, um an der Akademie von Kantstein zu studieren.
Doch was soll sie nach der bestandenen Abschlussprüfung mit sich anstellen? Anders als viele andere hat sie alle Möglichkeiten offen, da sie nicht an die Wünsche ihrer Familien oder sonstige Verpflichtungen gebunden ist.
So beschließt sie, sich in nach Kendar, in die Hauptstadt des Reiches, zu begeben, weil dort die Möglichkeiten für eine interessante Karriere größer sind. Doch schon auf dem Weg dorthin, lernt sie Gefahren kennen, auf die sie in der geschützten Umgebung der Akademie nicht vorbereitet wurde – den Angriff von Banditen und die daraus resultierenden Folgen. Weil sie einem Kaufmann das Leben rettet, gewinnt sie dessen Freundschaft und so die Möglichkeit, sich weitaus gelassener in der Stadt umzusehen, als sie dachte.
Noch beachtet sie die immer konkreter werdenden Nachrichten bezüglich eines drohenden Krieges mit dem Nachbarland wenig, dann aber bringt sie ein für sie einschneidender Zwischenfall in den dunklen Gassen Kendars zu einem Sinneswandel und auf einen neuen Lebensweg …

„Der Weg der Maga“ ist einer der Romane, die in sich geschlossen sind und nicht gleich wie der Auftakt zu einer ganzen Saga wirken, Das liegt daran, dass sich Arndt Waßmann auf ein Einzelschicksal konzentriert, auf wenige Monate im Leben einer Frau, die aus einer behüteten Umgebung entlassen wird, nur um dann nach und nach mit den dunklen Seiten des Daseins konfrontiert zu werden.
Es fällt angenehm auf, dass Serana keine bisher unerkannten Gaben in sich trägt oder die Erwählte des Schicksals ist. Tatsächlich ist sie ein ganz normales junges Mädchen, das trotz der guten Ausbildung nicht alles weiß und mehr als einmal in die Falle tappt.
Sie mag zwar immer wieder Freunde finden, die ihr selbstlos helfen – aber diesen Trick des Autoren nimmt man ihm nicht lange Übel, hilft es doch dabei, die schlimmsten Folgen der Probleme auszubügeln, in die sie sich teilweise selbst hinein manövriert hat. In einem Punkt mag er es sich wirklich zu einfach machen – aber eine tiefer gehende Analyse ihres seelischen Zustands hätte nicht so ganz in das Buch gepasst.
Alles in allem liest sich das Buch sehr flüssig, bietet immer wieder kleinere Überraschungen trotz einiger unangenehmer Klischees und findet einen angemessenen Abschluss, der sich immerhin auch noch ein Hintertürchen für weitere Geschichten offen lässt. Und die könnten durchaus interessant werden, wenn dem Autoren das Richtige einfällt.

Mein Fazit:
„Der Weg der Maga“ ist ein interessanter Fantasy-Roman, der ohne epische Schlachten und düstere Schicksale auskommt. Auch wenn es sich der Autor gelegentlich einfach macht, so überzeugt doch das Gesamtkonzept und beitet ein unterhaltsames Abenteuer, dass genau die richtige Mischung an Magie, Action und Charakterentwicklung besitzt, die den Leser am Ende zufrieden zurück lässt.

Meine Wertung:
4 von 5 Maga


[News] Dresden Files bei Prometheus Games

20. Mai 2015

Ein paar Gerüchte gab es ja schon, aber seit gestern prangt es nun auch auf der Prometheus Seite. In Zusammenarbeit mit Feder&Schwert wird der Evil Hat Titel ins deutsche gebracht und somit erhält Harry endlich eine passende urbane deutsche Verlagsheimat.

Weiter Infos finden sich HIER und HIER .

 

 


[Rezension] The Team – Staffel 1 (TV Serie)

19. Mai 2015

Darsteller: Lars Mikkelsen, Jasmin Gerat,
Veerle Baetens, Carlos Leal, Nicholas Ofczarek
Studio: Edel Germany
Sprache: Deutsch
Format: DVD
Anzahl Discs: 4
FSK: 16
Laufzeit: 503 Minuten
Erschienen April 2015
EAN: 4029759102038

von: Quack-O-Naut

Wenn es um europäische Kriminalfilme und Serien geht, so haben neben den Engländern meist die skandinavischen Länder ein Händchen dafür, so war ich dieser Serie gegenüber nicht abgeneigt. Also Silberling in den Player und ab dafür.

Klappentext:
Kriminalität macht nicht an Grenzen Halt. Aus diesem Grund wurde ein Joint Investigation Team gegründet. Harald Bjørn (Lars Mikkelsen) aus Dänemark, Jackie Mueller (Jasmin Gerat) aus Deutschland und Alicia Verbeek (Veerle Baetens) aus Belgien ermitteln europaweit und bekommen es dabei mit Terrorismus, Drogen- und Waffenschmuggel, Korruption, Auftragsmorden und Menschenhandel zu tun.
Als in Dänemark, Deutschland und Belgien drei Frauen brutal und nach dem gleichen Muster ermordet werden, scheint schnell klar zu sein, dass es sich um denselben Täter handelt. Doch dann stellt das Team eine Verbindung zu einem vierten Mordfall her, der sechs Jahre zurückliegt. Und es sieht so aus, als stünden noch mehr Leben auf dem Spiel. Sehr viele mehr. Ihre Suche nach der abscheulichen Wahrheit führt sie in Abgründe von Tod und Zerstörung und fordert hohe persönliche Opfer.
Ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit beginnt, der die Ermittler quer durch Europa führt und auf die Spur einer international weitverzweigten Verbrecherorganisation bringt.

Zum Inhalt:
Kurz aufeinander folgend, werden drei Prostituierte in Berlin, Antwerpen und Kopenhagen ermordet und zwar alle auf dieselbe Art und Weise. Für die Ermittlungsbehörden ist klar, dass es sich um einen Europa agierenden Serienmörder handeln muss. Um den Täter dingfest zu machen, stellt Interpol eine „Joint Investigation Team“ zusammen. Diese besteht aus dem dänischen Hauptkommissar Harald Bjørn (Lars Mikkelsen), der belgischen Ermittlerin Alicia Verbeek (Veerle Baetens) und der deutsche BKA Kommissarin Jackie Mueller (Jasmin Gerat). Nicht unbedingt die beste Zusammenstellung, denn Jackie Mueller und Harald Bjørn kennen sich mehr als nur von einem gemeinsamen Fall. Die beiden hatten ein Verhältnis vor einigen Jahren, was das jeweilige Privatleben der beiden belastet. Da bleiben Spannung und Ärger mit den Ehepartnern nicht aus, als diese vom erneuten Zusammentreffen und der engen Zusammenarbeit der Beiden erfahren. Aber auch Alicia Verbeeck hat es nicht einfach. Ihre Chefin ist korrupt, hält nichts von Verbeeck und setzt ihr eine Laus in Form eines verhassten Kollegen, der Frauen als Ermittler für einen Fehler hält, in den Pelz um sie zu sabotieren. Bei ihren Ermittlungen, die sie an verschiedene Lokationen in Europa führen, kommen die drei Ermittler dem international tätigen Verbrecher Marius Loukauskis auf die Spur. Der entpuppt sich im weiteren Verlauf als kriminelles Schwergewicht der ganz besonderen Art.

Mein Fazit:
Wenn ich am Anfang noch gedacht habe:“Yippi endlich mal eine geniale Idee, ein Ermittlerteam quer durch Europa ermitteln zu lassen und Schwung in das Genre zu bringen!“, ist genau der nicht vorhanden.
Die Handlung schaffte es einfach nicht wirklich Fahrt aufzunehmen, denn immer wenn das Ganze Fahrt aufnehmen sollte, war die Luft schwupps wieder raus und die Story lag mit einem Platten am Straßenrand und wartete auf den Pannendienst. Es gab keine Szene die ich als actionlastig bezeichnen könnte, höchstens als „nicht langwierig“. Die Phasen dazwischen wollte man mit dem Versuch nutzen, den Charakteren Tiefe und Leben einzuhauchen, doch das hat nicht funktioniert und meistens nur für Kopfschütteln gesorgt. Teils zu abstrus waren die Lebensgeschichten der Hauptdarsteller bzw. deren Angehörigen. So wirken die Charaktere auch nach der achten Folge noch immer Hölzern. Es gelang einfach nicht eine Beziehung zu den Protagonisten aufzubauen. Wenngleich es sich bei den Hauptdarstellern um verdiente Schauspieler handelt, welche in anderen Produktionen geglänzt haben, so machten sie bei „The Team“ eher den Eindruck als wüssten sie nicht wie man eine Rolle zum Leben erweckt.
Was mich bei „The Team“ zudem geärgert hat, ist diese planlos wirkende Ermittlung. Die Spuren und Beweise fallen den Dreien eher zufällig in die Hände als durch logisch nachvollziehbare Ermittlungsarbeit. Dazu passt dann auch das unsere Ermittler, egal an welchem Ort sie sich gerade befinden, stets den besten Handyempfang haben, enorme Datenmengen in der Zeitspanne eines Wimpernschlags ausgetauscht werden können und ein Computer wie in Grimms Märchen alle Fragen beantworten kann, wenn man nur ein paar Bilder hochlädt und einmal die Maus hin und her bewegt. Da lässt der Realismus zu wünschen übrig. Da fühlt man sich in einer ansonsten sehr humorlosen Produktion, die nicht mal einen einzigen dummen Spruch beinhaltet, veralbert.
Was mich an „The Team“ aber wirklich genervt hat ist der Umstand, dass eine an sich wirklich sehr gute Idee, nämlich ein international besetztes Ermittlerteam einen in ganz Europa mordenden Irren auf die Fersen zu heften getötet wird. Die Grundidee hatte aus meiner Sicht großes Potenzial, welches leider verschenkt wurde. Da hilft es auch nicht den Bösewicht Marius Loukauskis zu einem Superschurken im Sinne eines „Ernst Stavro Blofeld“ zu stilisieren. Solche Super-Schurken sollte man besser James Bond überlassen.

Doch bei allem Gemecker hat „The Team“ auch seine guten Seiten. Zum einen wie eingangs erwähnt die sehr gute Grundidee, aus der was hätte werden können. Zum anderen die großartigen Aufnahmen von den Drehorten, gerade die Szenen in den Bergen wirken sehr beeindruckend.

Meine Wertung:
2 von 5 Schurken


[Netz] TIEFRAUMPHASEN in der Late Nerd Show

18. Mai 2015


[RPC] Fundstück: Nerdcube

18. Mai 2015

Das Ding habe ich am Wochenende auf der RPC am Mantikore-Stand gefunden und mitgenommen. Vom Prinzip her “die Wundertüte für den Rollenspieler”.

Was der Nerdcube eindeutig kann, ist Autmerksamkeit schaffen. So viele dumme Gesichter und Nachfragen, das war lustig und da wars dann auch nicht schlimm, dass das Ding nicht in die Einkauftüte gepasst hat :-)

Weitere Infos finden sich -> H I E R <-

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[Rezension] Cadriths Rückkehr

13. Mai 2015

as-WizardKing1-CadrithsRückkehrAutor: Chad Corrie
Verlag: Mantikore-Verlag
Reihe: Wizard King Trilogie, Band 1
Format: Paperback
Seitenzahl: 416 Seiten
Erschienen: Sep. 2014
ISBN: 978-3939212768
Preis: 14,95 Euro

von: kris

Der amerikanische Autor Chad Corrie wurde in Minnesota geboren, wo er auch noch heute lebt. Mit zwölf Jahren entdeckte er seine Liebe zum Schreiben, die ihn bis heute nicht mehr los ließ. So machte er sein Hobby schließlich auch zum Beruf, verfasst seither Romane, Kurzgeschichten. Theaterstücke und Skripte für Graphic Novels. Der Manticore Verlag hat sich nun seiner Werke angenommen und veröffentlicht nun „Cadriths Rückkehr“, den ersten Band seiner „Wizard King“-Trilogie (im Original übrigens „Seer’s Quest“ aus der „Divine Gambit Trilogy“).

Klappentext:
Dunkle Mächte erheben sich im Lande Tralodren. Einst in den Höllenschlund verbannt, droht der dunkle Magier Cadrith aus den Tiefen seines Exils zu entkommen. Auch ist er nicht der Einzige, der nach neuer Macht strebt! Was führt der Zauberer Valan im Schilde? Welche Pläne verfolgen die kriegerischen Elfen? Eine mutige Gruppe Sterblicher will Widerstand leisten. In der mystischen Ruinenstadt Talatheal stellen sie sich ihrem Schicksal…

Zum Inhalt:
Die Zeit der Magierkönige von Tralodren ist lange vorbei. Cadrith der letzte von ihnen fristet seit seiner Verbannung sein untotes Leben im Höllenschlund, hat es aber nie aufgegeben, an einer Rückkehr zu arbeiten.
Diese scheint jetzt zu nahen, hat er doch in Valan einem anderen Magier ein geeignetes Werkzeug gefunden. Allerdings wird dieser selbst irgendwann zu einem Problem, denn nachdem er einen uralten Tempelkomplex besetzt und einen Hobgoblinstamm versklavt hat, kostet er zu viel von der Macht der Geheimnisse, die ihm Cadrith überlassen hat und ist nicht mehr ganz so einfach zu kontrollieren.
Doch der untote Magerkönig gibt die Hoffnung nicht auf, hat er doch noch ein Ass im Ärmel. Er weiß, das Valans Treiben nicht unbemerkt bleiben wird, vor allem nicht von den Göttern …
Derweil kämpft der Gladiator Dugan in der Arena um sein Überleben. Seit fünf Jahren dient er der Belustigung seiner Elfenherren, doch damit soll endlich Schluss sein. In der Stunde der Not rettet ihn ausgerechnet eine Elfe, die undurchsichtige Bogenschützin Alara vor seinen Verfolgern und ermöglicht ihm die Flucht aus der Sklaverei. Obwohl er zuvor schon von einem Gott berührt wurde, schließt sich der Ex-Gladiator nun ihr und ihrem Gefährten, dem blinden Seher Gilban an.
Später stoßen andere, ziemlich ungleiche Gefährten wie der nordmännische Krieger Rowan, der Zwerg Vinder und die Magierin Cadrissa dazu. Gemeinsam kommen sie im Dschungel dem schrecklichen Geheimnis auf die Spur.

Der Manticore-Verlag hat sich ganz und gar dem Rollenspiel verschrieben, aus diesem Grund passt auch „Cadriths Rückkehr“ gut in das Verlagsprogramm. Denn man wird als Leser das Gefühl nicht los, in eine typische Kampagne einzusteigen.
Da ist der böse Magier, der sich mit seinen Zaubern und Experimenten an der Schöpfung vergeht, und so die Götter auf den Plan bringt. Allerdings wird er natürlich von einer noch größeren Macht kontrolliert.
Auf der anderen Seite formiert sich nach und nach eine Heldentruppe, die mehr oder weniger freiwillig den dunklen Ahnungen nachgeht. Wir haben den barbarischen wirkenden Gladiator, der als Gegengewicht zu dem eher seinem Kodex verpflichteten Nordmann stehen soll. Elfen und Zwerge, und natürlich eine verbündete, wenn auch zwielichtige Magierin, die ganz offensichtlich auch eigene Interessen hat.
Die Geschichte ist zunächst in viele Handlungsebenen aufgespalten, um die einzelnen Figuren in ihrem Umfeld vorzustellen, so weit es dem Autor wichtig und richtig erscheint. Dabei steht vor allem das Schicksal Dugans im Vordergrund, der offensichtlich noch viel mehr ist, als die anderen denken.
Die Geschichte ist in mehr oder weniger aufeinander aufbauende Episoden aufgespalten – schlägt sich dabei mit den für das Rollenspiel so typischen Situationen herum – ärgerlichen Verfolgern, wilder Natur und den Schrecken des Dschungels und eines Dungeons, in den sich die alte Tempelanlage verwandelt hat.
Das Buch findet einen vorläufigen Abschluss, man merkt aber sehr genau, dass es nur das Abenteuer zum Aufwärmen war, in dem der Leser die Helden kennenlernen konnte, und die Weichen für die richtige Geschichte gestellt wurden.
Alles in allem bietet der Autor eine klassisch-epische Fantasy-Geschichte mit allen Klischees und Versatzstücken, die dazu gehören. Die Handlung ist nach dem Baukastensystem gestaltet und bietet immer dann Action, wenn die Spannung nachlässt. Auch die Figuren entwickeln leider nicht sonderlich viel Profil, bleiben eher ihren Archetypen treu. Auch die Völker verhalten sich meistens so, wie man es von ihnen erwartet, auch wenn diesmal die dekadente Zivilisation nicht von Menschen sondern von Elfen bestimmt wird.
Der Stil ist nicht ganz so flüssig wie man es sich wünschen könnte, gerade am Anfang behindern sehr lange Sätze das Verständnis und den Lesefluss. Zum Ende hin wird es besser, aber auch da mit man noch einiges an Geduld mitbringen.

Mein Fazit:
„Cadriths Rückkehr“, der erste Band der „Wizard King Saga“ ist ein solider Fantasy-Roman, der vor allem die Fans klassischer Rollenspiele ansprechen dürfte. Wer ein Abenteuer ohne sonderliche Überraschungen vor einer exotischen Kulisse und mit vertrauten Helden mag, wird zufriedengestellt werden, höhere Erwartungen an die Handlung und die Figuren sollte man an die Geschichte allerdings nicht stellen.

Meine Wertung:
3 von 5 Rückkehrer


[Rezension] Ritter Dunklen Rufs

13. Mai 2015

Autor: David A. Gemmell
Verlag: Blanvalet
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 511
Erschienen: 2013 (1989)
ISBN: 978-3442269617
Preis: 9,99 Euro

von: Moritz

Standard-Fantasy. Laaaangweilig!

Klappentext:
Sie sind böse, feige und brutal – doch sie sind die letzte Hoffnung der Menschen

Einst waren die neun Ritter der Gabala strahlende Verfechter der Gerechtigkeit. Doch in ihrem Stolz sind sie dem Bösen verfallen und terrorisieren nun das Reich. Nur Manannan, der schwächste von ihnen, glaubt noch an ihre alten Werte. Ausgerechnet seine Feigheit hat ihn vor der Finsternis bewahrt. Um seinen alten Gefährten entgegenzutreten, will er eine neue Gabala gründen. Doch als zukünftige Ritter stehen ihm nur Diebe, Mörder und Ausgestoßene zur Verfügung. Manannan weiß, dass er keine Chance hat. Und dennoch muss er es versuchen!

Zum Inhalt:
Dem Roman liegt das klassische Fantasy-Trope vom bösen König und den guten Rebellen zugrunde. Erfreulicherweise wird dieses immer wieder gebrochen und so entfernen wir uns immer weiter von dieser eher öden Grundannahme. Gemmell zerbricht das Klischee in viele kleine Teile und setzt sie neu wieder zusammen. Das ist nicht innovativ, aber doch immer wieder überraschend, an einigen Stellen sogar von überraschender Tiefe.
Die Handlung ist wirklich schwer zusammenzufassen, da es nicht „den einen Protagonisten“ gibt, dem man im Verlauf des Romans folgt, sondern wir haben es mit etlichen Erzählsträngen zu tun, die im Laufe des Romans kunstvoll miteinander verflochten werden, um am Ende komplett zusammenzulaufen und geschmeidig aufgelöst zu werden.
Würde mich jemand zwingen, die Handlung kurz zusammenzufassen, würde ich vielleicht schreiben, dass im Herzen der Geschichte ein Herzogtum und ein großer Wald stehen. Dort lernen wir etliche Personen auf beiden Seiten des Gesetzes kennen und um Llam Gyffes und Grunzer bildet sich eine Rebellen-Zelle, die sich zwar scheinbar gegen den Herzog richtet – es stellt sich aber schnell heraus, dass der wahre Gegner der König ist, hinter dem irgendeine unheilvolle Macht zu stehen scheint.
Die Rebellen beleben einen alten Ritterorden neu und stellen sich so dem König und seinem Heer – aber vor allem seinen geheimnisvollen roten Rittern entgegen.

Das ist nur die Ultrakurzversion, denn in einer kurzen Rezension würde ich nur verwirren, wenn ich auch nur die Namen der wichtigsten Rebellen nennen und sie kurz beschreiben würde. Okay, okay, es gibt neben den beiden Gesetzlosen noch Manannan, einen Ritter des alten Ordens, Nuada, einen Barden, Ollathair, den Waffenmeister des Ordens, Elodan, einen Ritter des Königs, Arian, eine Bogenschützin, Sheera, eine Schwester auf Rachefeldzug, Gwydion, einen Heiler, Lamfhada, ein junger Mann, der eine enge Beziehung zur Magie hat…

Seht ihr, was ich meine? Ihr kapiert nur Bahnhof – und, um dem abzuhelfen, solltet ihr euch das Buch unbedingt irgendwo organisieren und selber drei bis vier nette Tage in Gesellschaft der merkwürdigen Ritterschaft verbringen…

Mein Fazit:
Überraschend! Die ersten 50 Seiten waren etwas dröge und schmerzten etwas beim Lesen, aber dann nahm die Geschichte Fahrt auf, ließ sowohl die Sieben Samurai als auch die Glorreichen Sieben immer mehr erblassen und tötete in bester George R. R. Martin-Manier (fast) ohne jegliche Vorwarnung sowohl Gut als auch Böse rechts und links des Weges. Respekt! Eine tolle Fantasy-Geschichte voller ausgefallener Ideen (und auch Klischees), voller echter Helden und überraschender Wendungen.

Meine Wertung:
4 von 5 rote Ritter


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