[Rezension] Almanach der Inspiration: Für Spielleiter von Fantasy-Rollenspielen (Sachbuch)

© T. Sedlmeyr

Der Spielleiter ist Herz und Seele einer Runde. Er hält die Geschichte in den Händen und ist ausersehen, die anderen durch ein spannendes Abenteuer zu führen. Und das ist gerade am Anfang sehr schwer. Deshalb hat sich Thomas Sedlmeyr daran gemacht mit dem „Almanach der Inspirationen“ eine ausführliche Hilfe zu erstellen, die gerade Anfänger bei ihren ersten Gehversuchen unterstützen soll.

Unabhängig von einem System beschreibt er erst einmal, was die Kunst des Meisterns ausmacht, worauf es ankommt, wenn man seine Spieler begeistern will und wie man mit Fehlern umgehen sollte, denn nur so kann auf Dauer eine Runde wirklich zusammenhalten. Dann geht er natürlich auch noch auf die Charaktergestaltung, vor allem der Nichtspielerfiguren ein, ehe er sich mit dem Herzstück beschäftigt – dem Abenteuer selbst. Wie erstellt man eine solche Geschichte, stattet die Handlung mit den entsprechenden Szenarien und Hintergründen aus. Wie können Plots und Motivation der Figuren – sei es nun die Spieler oder die Nichtspieler – aussehen und vor allem wie treibt man das Geschehen voran. Am Ende gibt es auch noch ein paar Tabellen und Anhänge, um gleich zum Beispiel ein paar Namen zur Hand zu haben.

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[Rezension] Super Fantasy Brawl (deutsche Grundbox)

Brettspiele gehören nach wie vor zu den Lieblingsprojekten der Schwarmfinanzierer. Super Fantasy Brawl machte da keine Ausnahme und sammelte in der englischsprachigen Fassung, die über den erfahrenen Publisher MYTHIC GAMES vertrieben wurde (mittlerweile aber nicht mehr zu deren Portfolio gehört), knapp eine halbe Million Dollar ein – bei einem veranschlagten Finanzierungsziel von 30.000 Dollar.
Der gefeierte Taktik-Brawler für zwei Personen (der erst unter Hinzunahme von Erweiterungsboxen auf vier Spielende erweitert werden kann) ist seit kurzem auch in der deutschsprachigen Version erhältlich.

DAS SPIELMATERIAL
Die prallgefüllte Box besteht aus sechs großen, sauber gefertigten und detailliert bearbeiteten Plastikminiaturen – den „Champions“ – nebst deren Eigenschaftskarten, 36 Aktionskarten (je 6 pro Champion), elf Herausforderungskarten, einem Spielplan, vier Spielertableaus und über 80 Zustands-, Schadens- und Fallenmarkern aus stabilem Karton.

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[Preview] Der nerdige Trashtalk #37 – Ist Rollenspiel zu teuer oder zu billig?

Realtalk, ich bin ehrlich beleidigt. Da bespricht Philipp eines der spannendsten & diskussionswürdigsten Themen überhaupt, haut dazu eine der besten Trashtalk-Folgen seit Jahren raus, und dann bin ich einfach nicht mit dabei! Ein Skandal!!!

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Frohes Neues Jahr !

Schwupps und schon wieder ist ein Jahr vorbei. Ein Jahr was nicht wirklich viel Neues gebracht hat, aber trotzdem ereignisreich war. Aber ehrlich, ich will nicht lange zurückblicken, sondern einen kleinen Ausblick auf 2023 wagen.

So werden wohl drei Anthologien, zwei zu Rollenspielen, eine angelehnt an ein Rollenspiel, das Licht der Welt erblicken und auf Euch losgelassen. Bin da erneut gespannt wie diese Euch gefallen werden.

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[Preview] Der niveauvolle Trashtalk #46: Podwichteln 2022 – Vom Umgang mit toxischen Spielgruppen, verfluchten Gegenständen und dominierendem D&D

Euch geht es vermutlich wie mir: Jetzt schon wieder eine Trashtalk-Preview? Tatsächlich, Philipp hat die Podcast-Folge vorgezogen, um sie genau mittig im Podwichtel-Monat zu platzieren. Und er hat diesmal die beste Episoden aller Zeiten mit den besten Gäst*innen aller Zeiten versprochen. Okay, an diesen großen Worten muss er sich messen lassen… Sein erstes Versprechen bricht er gleich mal: Wie kann irgendwas am Trashtalk „beste“ sein, wenn ich nicht dabei bin? *lol*

Scherz beiseite, tatsächlich hat er enorm prominente Szene-Gäst*innen aufgefahren: Carsten Pohl, bekannt für „Call of Cthulhu“ & „FHTAGN“ sowie den „Eskapodcast“, ist ebenso mit dabei wie Moritz Mehlem (den OSR-Papst muss man wohl nicht vorstellen) und die Rollenspiel-Pädagogin bzw. -Therapeutin Kathrin Fischer. Mit ihnen bespricht Philipp gut eineinhalb Stunden lang die ihm zugelosten Themen des 2022er RPG’n’more-Podwichteln: Der „Nerd Life Balance“-Podcast wollte nämlich einmal „Eine Anleitung zum Umgang mit toxischen Spielgruppen“ und fragte dann auch noch „Verfluchte Gegenstände, ja oder nein?“.

Bevor es damit aber losgeht wird erst einmal über den „Goldenen Stephan“ gesprochen. Sicherlich denken sich jetzt treue Leser*innen meines Blogs „aber haben sie das nicht schon in der letzten Folge gemacht?“ und hier lautet die Antwort: JEIN! Denn es geht zwar wieder um den Preis, diesmal jedoch um den Sonderpreis für besondere Verdienste um die Rollenspielszene, dem einzigen Jurypreis des „Goldenen Stephan“. Hier erzählt Philipp kurz über die Hintergründe der Vergabe, bevor Carsten und Moritz für den verdienten diesjährigen Preisträger Mario Truant eine Laudatio halten.

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Im Gespräch mit Eike Franke (Die TriNerdität)

Ab und an verbringe ich meine Freizeit vor Videoplattformen. Bei meinem letzten Streifzug durch die Gemeinde und die von willkürliche Eingabe von Suchbegriffen, bin ich auf den YouTube Kanal „Die_TriNerdität“ aufmerksam geworden. Ein sehr junges nerdiges Projekt, welches ich sehr interessant finde. Also habe ich einfach mal Eike, dem Mann hinter diesem Projekt, angeschrieben um mit ihm ein kleines Interview zu führen. Ich wünsche viel Spaß und schaut mal bei Eike vorbei…

Hallo Eike,
danke da Du Dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Stell Dich doch bitte kurz vor.

Moin Andre. Danke, dass Du mir deine Zeit für das Interview schenkst.
Haha, kurz vorstellen. Ich versuche es. Ende 30, verheiratet, Studium erfolgreich abgebrochen und habe ernsthafte Schwierigkeiten, alle meine Hobbies und Interessen unter einen Hut zu bringen, je älter ich werde. 😃

Vor kurzen ist dein YouTube-Projekt „Die_TriNerdität“ online gegangen.
Worum geht es?

Der Titel ist recht wichtig, da ich mit dem Kanal 3 Interessen, Zocken, Gucken, Lesen, unter einen Hut bringen möchte. Wenn man das weiß, dann ist das Gesamtkonzept auch direkt greifbarer.

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[Preview] Der niveauvolle Trashtalk #45: Alle Themen des RPG`n`more-Podwichteln 2021 durchgesprochen (2/2)

Ich muss gestehen, als Philipp mich bat diese Folge zu besprechen, musste ich erst einmal ganz tief ins Archiv verschwinden um mich an den ersten Teil zu erinnern. Aber stimmt, da war was – so knapp nach Jahresanfang 2022. Also noch gar nicht lange her 🙂 . Man könnte fast davon ausgehen, das Philipp keinen Bock auf diese Podwichtel-Folge hatte, aber da er die Tage Startschuss fürs Podwichteln 2023 gegeben hat, scheint es ein anderes Problem gegeben zu haben. Welches überlasse ich euren Gedankenkino (bitte haut es in die Kommentare 🙂 ) !!!

Zu Beginn begrüßt Philipp dann Teresa Fritsch vom Würfelpech e.V., welche zum wiederholten Male dabei ist, und wir landen auch ohne Uschweife in einem Tee-Getränketest. Salute.

Nach noch nicht einmal 7 Minuten sind Teresa und Philipp auch schon in einer kleinen Medienschau vertieft. Den Anfang macht Teresa mit dem Videospiel „Kena: Bridge of Spirits“. Danach geht es mit Philipp weiter. Dieser wirft einen Blick in das 5. Ausgabe des Dungeonslayer-Fanzines SLAY.

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[Rezension] Würfelhelden (Brettspiel)

© Amigo Spiele

Der amerikanische Spieleentwickler Richard Garfield wird vermutlich einigen Leuten ein Begriff sein, und wenn nicht, dann seine bis dato erschienen Spiele. Darunter fallen u.a. „Magic: The Gathering“, „Netrunner“ und „Robo Rally“. Mit „Würfelhelden“ hat sich Amigo Spiele nun einen Titel von Garfield geschnappt. Ja, ich habe es vor einige Zeit mal in einem Nebensatz gelesen, hatte es aber aus den Augen verloren. Dann hörte ich letztlich einen Podcast und stieß erneut auf dieses kleine Spielchen. Naja, eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass mir Amigo Spiele das Ding ungefragt in die Post haut, aber das war nicht machbar… ABER was nicht war, ist nun so gekommen! Amigo hat mir das Spiel kostenlos zur Verfügung gestellt… was soll ich sagen? Würfelhelden ohne Würfelheld geht ja mal gar nicht!!!

DAS SPIELMATEERIAL
Die Papp Box bringt Spielmaterial für maximale vier Spielende mit sich. So enthält sie 36 Custom Dice in den Farben Weiß, Rot und Gelb. Weiterhin finden sich 8 Steckbriefe, der gesuchten Diebe, in der Box. Außerdem findet man 4 Heldentableau und 48 Münzen darin. Die Spielmaterialien, außer der Würfel, sind durchgehend aus stabiler Pappe.

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[Rezension] Death Valley (Brettspiel)

© KOSMOS

Das Death Valley dürfte den meisten als das im Südwesten der USA liegende Tal des Todes bekannt sein. – Wenn der Groschen noch nicht gefallen ist, beim Death Valley handelt es sich um die Heimatregion des WWE Hall of Famer „The Undertaker“. Aber keine Sorge, bei dem hier, von Kevin Ellenburg vorliegenden Spiel handelt es sich nicht um ein Sportspiel, sondern um eine Reise durch die Wüste, welche erstaunlicherweise mit einigen Sehenswürdigkeiten aufwarten kann.

DAS SPIELMATERIAL
In der 125x98x23 mm großen Pappschachtel sind 24 vollfarbige Spielkarten und eine Spielanleitung enthalten.

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[Rezension] Supers! – Deutsche Ausgabe (Superheldenrollenspiel)

© Pro-Indie

Egal ob große Kinoleinwand oder heimischer Fernseher: Superhelden haben Hochkonjunktur. Mit der überaus erfolgreichen Verfilmung von »Iron Man« im Jahr 2008 wurde eine Lawine losgetreten, die die übernatürlichen Wesen in ihren Spandexanzügen innerhalb der nächsten Dekade gänzlich gesellschaftsfähig machen sollten. Plötzlich waren Namen wie Hulk, Spider-Man oder Aqua-Man nicht nur einer mittelgroßen, nerdigen Bevölkerungsgruppe ein Begriff, sondern selbst Tante Elke und Onkel Werner konnten etwas damit anfangen. Ein gigantischer, milliardenschwerer Markt entwickelte sich, und es ist heute – insbesondere in der modernen Welt der Streaming-Dienste – kaum noch möglich, nicht über Filme oder Serien mit Superhelden im Mittelpunkt zu stolpern.

Doch wo sie auf der einen Seite mittlerweile kaum wegzudenken sind, fristen sie auf der anderen auch 14 Jahre nach dem ersten Iron Man-Blockbuster noch ein Nischendasein, nämlich bei den Pen-and-Paper-Rollenspielen. Dass dieser spezielle Markt hierzulande im internationalen Vergleich noch kleiner und überschaubarer ist, hielt den Independent-Verlag PRO-INDIE jedoch nicht davon ab, dass englischsprachige, narrative Superhelden-RPG SUPERS! ins Deutsche übersetzen zu lassen und zudem nicht nur mit einem überarbeiteten Layout und neuen Illustrationen, sondern auch mit einem extra für diese Version erweiterten Regelwerk zu veröffentlichen – einer erfolgreichen Schwarmfinanzierung sei Dank. Dass ein Interesse an dem Titel besteht, scheint also unbestritten. Aber macht er auch Spaß?

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