[Rezension] Blade Runner 2019 #2: Off-World – Jenseits der Erde (Comic)

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Mit dem ersten Band der Reihe bin ich nicht so ganz warm geworden. Zwar ist es dem Autoren-Duo Michael Green und Mike Johnson gelungen, eine grundsolide Stimmung zu schaffen und die dystopische Atmosphäre des Blade-Runner-Universums weitgehend einzufangen, aber eine unsympathische Heldin, die unspektakuläre Handlung und eine in weiten Teilen eher unpassende Koloration trübten das Gesamtbild. Kann Band zwei eher überzeugen?

2026: Sieben Jahre ist es her, seit Blade Runner Aahna Ashinam die vierjährige Cleo Selwyn davor bewahren konnte, von ihrem eigenen Vater, dem Industriemagnaten Alexander Selwyn, aufgrund ihrer einzigartigen genetischen Struktur an die Tyrell Corporation verkauft zu werden. Mit dem Kind im Schlepptau floh Ash ins All, legte sich eine neue Identität zu und fand Unterschlupf in einer Minenkolonie, in der Replikanten unter Einsatz ihres Lebens Tag für Tag die heißbegehrten Rohstoffe abbauen.

Für eine lange Zeit geht das Versteckspiel gut – bis Replikanten den Aufstand wagen und Cleo, die ebenfalls eine neue Identität erhalten und die sich mit einem der dort arbeitenden künstlichen Menschen angefreundet hat, mit sich nehmen. Also macht sich Ash, von der Cleo glaubt, sie sei tot, erneut auf die Suche nach ihrer Ziehtochter, wobei sie Unterstützung von der Blade Runnerin Hythe erhält, die den Vorfall in der Kolonie untersuchen soll. Doch schnell merkt Ash, dass ihre Vergangenheit sie längst wieder eingeholt hat…

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[Rezension] Blade Runner 2019 #1: Los Angeles (Comic)

© Panini

Mit Blade Runner ist dem britischen Regisseur Ridley Scott ein dystopischer Science-Fiction-Film gelungen, der in seinem Erscheinungsjahr 1982 zwar gehörig an den Kinokassen floppte, sich aufgrund seiner bildgewaltigen Ästhetik und der sphärischen Musikuntermalung aber dennoch einem ganzen Genre seinen Stempel aufdrückte und viele Künstler inspirierte – und bis heute inspiriert. Dazu zählt u.a. der bekannte Drehbuchautor Michael Green (Alien: Covenant, Blade Runner 2049), der gemeinsam mit Comic-Autor Mike Johnson (Star Trek) und Zeichner Andrés Guinaldo mit Blade Runner 2019 dem von Scott geschaffenen Universum ein weiteres Kapitel samt eigenständiger Geschichte hinzufügen möchte.

Los Angeles, 2019: Aahna Ashina, kurz »Ash« genannt, gehört zu den ersten Officers einer Spezialeinheit des Los Angeles Police Department, die zu Replikantenjägern ausgebildet wurden. Denn jene sind zum Zeitpunkt der Geschichte – entsprechend der filmischen Vorlage – als illegal eingestuft worden und dürfen sich auf der Erde nicht mehr blicken lassen.

Ash erhält von ihrer Vorgesetzten den Auftrag, Frau und Tochter des schwerreichen Großindustriellen Alexander Selwyn aufzuspüren, da beide während der Geburtstagsfeier der Vierjährigen plötzlich spurlos verschwunden sind. Im Zuge ihrer Ermittlungen, bei denen sie fast einem Attentat zum Opfer fällt, erfährt die recht einsilbige Ash, dass es sich bei Selwyns‘ Tochter Cleo um ein ganz besonderes Kind handelt, das augenscheinlich in die Hände einer Gruppe von Replikanten gefallen zu sein scheint…

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ARTE: Blade Runner – Ein tiefer Einblick (neue Doku)

ARTE, ja dieser Fernsehsender, welcher immer wieder cooles nerdiges Zeug ausstrahlt, hat nun eine neue Blade Runner Doku im Angebot.

Bei „Blade Runner: Ein tiefer Einblick“ handelt es sich um eine Dokumentation von Boris Hars-Tschachotin (D 2020, 53 Min).

Dazu heißt es:
Ridley Scotts Kultfilm „Blade Runner“ ist einer der einflussreichsten Science-Fiction-Filme überhaupt. Seine Vision eines Los Angeles im Jahr 2019 ist auf beklemmende Weise aktuell: Klimakatastrophe, Überwachung, übermächtige Konzerne und künstliche Intelligenz sind heute Teil unserer Wirklichkeit. Die Dokumentation zeigt, wie „Blade Runner“ vom Kassenflop zum Kultfilm wurde…. (LINK)

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Hörspiel „Poke: Tod im Cyberspace“ als Download

Der WDR Hörspielspeicher hält mit „Poke: Tod im Cyberspace“ ein knapp 50 minütiges Krrimihörspiel, welches sich um die Auswirkungen von Viren/Scadsoftware dreht, parat.

Das 2008 produzierte Hörspiel hat so seine Momente und man kann es sich ruhig geben. Allerdings hat es über die Jahre auch ein wenig Staub angesammelt, wenn man z.B. Computerstimmen nimmt, welche so heute nicht mehr klingen und man dann weiß, dass das Hörspiel in der Nahen Zukunft spielt. Auch die Dialoge sehe ich in einem solchen Setting doch etwas anders.

© WDR Hörspielspeicher

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[Rezension] Wasteland (Roman, SF)

© Droemer Knaur

© Droemer Knaur

Judith und Christian Vogt sind schon seit einigen Jahren im Steampunk und der Fantasy unterwegs. 2018 erschien mit „Roma Nova“ ein Science-Fiction Roman, welcher auch auf der ein oder anderen Shortlist einiger deutscher Buchpreise auftauchte. Nun tauchen die Vogts mit „Wasteland“ ins Endzeitgenre ein und bringen uns in eine teils düstere europäische Zukunft.

INHALT
Wir schreiben das Jahr 2064. Die Welt ist nicht mehr wie sie war. So wurde die Menschheit durch mehrere Kriege und das Aufkommen des Wasteland-Viruses arg gebeutelt und dezimiert. Mittlerweile haben sich Ödlande verbreitet, welche von skrupellosen Gangs, nach ihren eigenen Weltanschauungen, beherrscht werden. In diesen aufreibenden Zeiten heißt es einfach nur überleben.

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Cyberpunk Documentary PART 1 | Neuromancer, Blade Runner, Shadowrun, Akira

Danke der deutschen Shadowrun-Facebook-Seite drauf gestoßen. Sollte man sich reinziehen. Wobei jeder Nerd wohl eine etwas andere Auffassung davon hat, wie das Cyber in den Punk kam. Da streiten sich teils sogar die Beteiligten. Aber das ist ein ermüdende Diskussion.

Und da ja 2020 vor der Tür steht, finde ich, die Doku sollte hier geteilt werden…

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Country Roads but it’s CYBERPUNK/INDUSTRIAL/SCI-FI wtf

Im aktuell noch stattfindenden Philip K. Dick Jahr und ganz nah am hochgelobten Cyberpunk-Jahr 2020 treibt das Netz seine Blühten. So haut John Denver ein verwurstelte Version von „Country Roads“ raus. Frei nach dem Motto: man nehme ein Lied, welches den meisten Konsumenten aus den Ohren hängt, haut viel Synthies drüber und mischt das Video mit einigen Coolness-Elementen wie Sonnenbrillen und Neonfarben. Dann noch die Worte Cyberpunk/Industrial und fertig ist der Hirntod.

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Blade Runner – es war einmal…

Seit ein paar Tage haben wir November 2019 – nerdgeschichtlich gesehen, den Blade Runner Monat schlechthin.

Man was liebe ich diesen Film (und ja, auch seinen Nachfolger) und erst einmal den Roman (hier aber eher die alte Übersetzung).

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Gewinne das Neue „under the black rainbow“

Hamburg, 2069.
Die zerstörte Klimakuppel überspannt die Stadt wie ein schwarzer Regenbogen. In den Straßen herrscht das Gesetz des Stärkeren. Eine fiebernde Welt, in der die einen dem Traum der Verschmelzung von Mensch und Maschine folgen, während die anderen um ihr nacktes Überleben kämpfen.

Chill verlässt die Zone, ein heruntergekommenes Randgebiet, und sucht sein Glück im Neon der Stadt.

Alya handelt als Chip-Dealerin mit den Träumen anderer.

Jed schlägt sich als Grubenkämpfer mit Skateboard und Krallenhandschuh durch.

Alle drei stellen fest, dass ihre Wege miteinander vernetzt sind.

Während sie einer Spur von toten Hackern, geheimen Datenknoten und unberechenbaren Soldaten folgen, stürzen Giftwolken und Stromausfälle die Stadt ins Chaos.

Trägt womöglich einer von ihnen die Schuld daran?

Es sind die Tage, in denen es beginnt, Elektrostatik zu regnen.

Der erste Schritt in die Welt der Buchreihe „Neon Samurai“

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