[Rezension] Badass: Eine Cyberpunk Hommage (Roman)

© Tredition

Falk Hummel verrät natürlich nichts über sich, lässt lieber seine Geschichte sprechen, die sich als Hommage an das Cyberpunk-Genre sieht. Aber „Badass“ hat allein schon von den Beschreibungen schon mehr von „Shadowrun“, einem „Pen & Paper“-Rollenspiel, dem er vermutlich nur all zu gerne gefrönt hat.

INHALT
Black City im Jahr 2066. Alabama ist ein waffengeiles Miststück, eine Bitch, die gerne herumballert und sich von niemandem etwas sagen lässt. Bonecrusher ist ihr Partner, ein hammerharter Ork-Fiesling. Sie bilden den Kern des Teams „Badass“, das im Moment noch in der zweiten Liga spielt.

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[Rezension] BORN (Hörbuch, Dystopie)

 © Argon Verlag

In den letzten Wochen kann man am eigenen Leib wieder miterleben, was es bedeutet, wenn der Klimawandel zuschlägt. Wirft man einen Blick nach Frankreich oder Italien trifft man auf eins der großen Probleme, nämlich Wassermangel, Dieses Problem wird sich in Zukunft noch verschärfen. Mit BORN kann man nun in eine drohende Dystopie abtauchen. So könnte es in naher Zukunft aussehen. Wobei dabei immer im Hinterkopf behalten, es ist nur Science Fiction – aber diese hatte uns ja schon des Öfteren eines Besseren belehrt.

INHALT
Willkommen in Deutschland nach den Sandkriegen. Einem Konflikt der die Welt grundlegend erschüttert und verändert hat. So hat sich die Menschheit in große Megaplexe zusammengerottet. Wobei es hier extremste Klassenunterschiede gibt, sprich die gesellschaftliche Spaltung hat sich verschärft. Außerhalb der Megacitys prägen Landwirtschaftliche Großfarmen, in denen so gut wie alles gepflanzt und produziert wird, das Bild. Zu den produzierten Erzeugnissen, haben die unterschiedlichen Schichten, nicht den selben Zugang, so dass Konflikte mehr oder minder immer wieder aufkeimen. Großunternehmer spielen so ihre Macht aus. Wobei die Vermischung mit religiösen Ansichten dabei nicht irrelevant ist. Ein Marionettenspiel was seines Gleichen sucht.

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[Rezension] Cyberpunk RED: Grundregelwerk (Rollenspiel)

© Truant Spiele

Was war das damals, anno 2012, für eine Ankündigung: Das Warschauer Entwicklerstudio CD PROJEKT RED, das kurz zuvor erst sehr erfolgreich den zweiten Teil ihrer The Witcher-Videospieltrilogie, die auf der gleichnamigen Romanreihe des polnischen Autors Andrzej Sapkowski basiert, veröffentlicht hatte, konnte sich auch die Lizenz des Pen-and-Paper-Rollenspielklassikers Cyberpunk 2013 bzw. Cyberpunk 2020 sichern. Als nur wenige Monate darauf ein erster Teaser des Cyberpunk 2077 getauften Spiels im Internet veröffentlicht wurde, der auf das Kommende einstimmen sollte, schien die Vorfreude grenzenlos. Erst recht, als 2013 (!) bekannt gegeben wurde, dass niemand Geringeres als Mike Pondsmith, der Autor der Rollenspielvorlage, hauptverantwortlich für die Story des Spiels sein würde.

Die Zusammenarbeit zwischen R. TELSORIAN GAMES und CD PROJEKT RED trug allerdings noch weitere Früchte: Man nahm die Entwicklung von Cyberpunk 2077 zum Anlass, zusätzlich auch eine neue, an das Spiel angepasste Edition des Cyberpunk-Tischrollenspiels zu kreieren, die, wie auch das Videospiel, 2020 (!!) endlich das Licht der Welt erblickte. Der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte: Das sehnsüchtig erwartete Cyberpunk 2077 enttäuschte viele Spieler*innen weltweit und das Image von CD PROJEKT RED als Liebling der Community und Quasi-Heilsbringer der Videospielbranche erhielt reichlich Kratzer und Dellen. Das hielt TRUANT SPIELE jedoch nicht davon ab, die Cyberpunk RED benannte Edition rund ein Jahr später ins Deutsche zu übersetzen. Wie schlägt sich das Rollenspiel gegenüber seinem Videospiel-Pendant?

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Trailer zu Cyberpunk: Edgerunner

Netflix produziert ja bekanntlich eine Anime-Serie zum Cyberpunk 2077 von Projekt RED. Vergessen wir einmal das Videospiel mehr als nur ein Problem hatte. Allerdings kann man mittlerweile sehr gut den Controller quälen und unzählbare Stunden mit dem Spiel verbringen. Wem das nicht reicht, der kann ja auch auf das Cyberpunk 2077 Rollenspiel (deutsche Ausgabe von Truant) zurückgreifen. Oder aber ab und an die Nase in die Comics stecken.

Jetzt heißt es noch bis September warten…

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[Rezension] GASLANDS – Strategiespiel für postapokalyptische Straßenkämpfe (Tabletop)

© Mantikore Verlag

Hmmm… Das macht mich ja mal gar nicht an. Mir sind Autos schnuppe, ich habe schon lange keine Kinder mit Spielzeugautos mehr und Basteln ist so gar nicht mein Ding. Da sollte mir doch „Gaslands – Tabletop-Strategiespiel für postapokalyptische Straßenkämpfe“ ganz weit irgendwo vorbeigehen. Aber auf der Titelseite prangt ein VW-Käfer mit metallenem Hahnenkamm und ner riesigen angeflanschten Wumme, da bin ich zumindest milde interessiert.

Lesen wir doch mal direkt rein.

Sehr schön. Intro und Basis-Regeln sind bis Seite 36 erledigt. Das heißt, es wird nicht fürchterlich komplex – alles andere kann ich mir nachher in Ruhe ansehen.

Wir befinden uns im Jahr 2018, die TV Show Gaslands existiert mittlerweile seit 10 Jahren. In der Zwischenzeit hat sich die Menschheit auf dem Mars angesiedelt, die Erde ist nur noch da, um das Geschmeiß (so wie etwa uns) zu beherbergen und Siege in der Gaslands-Show könnten für einen Status-Aufstieg, ebenso wie einen Aufstieg zum Mars führen. Das motiviert mich doch, alles zu geben.

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Lesungen: Cyberpunk und Traumfabrik

Auf dem YouTube Kanal der Brennenden Buchstaben gibt es sehr aktuell ein tolles Lesungsvideo. Es gibt Cyberpunk von M.H. Steinmetz, welcher den meisten Rollenspieler*innen durch seine „Totes Land“-Romane ein Begriff sein dürfte. Anschließend gibt es eine Lesung von Sybille Lengauer. Das Ganze wird von Thorsten „Küperpunk“ Küper moderiert.

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[Rezension] Blade Runner 2019 #2: Off-World – Jenseits der Erde (Comic)

© Panini

Mit dem ersten Band der Reihe bin ich nicht so ganz warm geworden. Zwar ist es dem Autoren-Duo Michael Green und Mike Johnson gelungen, eine grundsolide Stimmung zu schaffen und die dystopische Atmosphäre des Blade-Runner-Universums weitgehend einzufangen, aber eine unsympathische Heldin, die unspektakuläre Handlung und eine in weiten Teilen eher unpassende Koloration trübten das Gesamtbild. Kann Band zwei eher überzeugen?

2026: Sieben Jahre ist es her, seit Blade Runner Aahna Ashinam die vierjährige Cleo Selwyn davor bewahren konnte, von ihrem eigenen Vater, dem Industriemagnaten Alexander Selwyn, aufgrund ihrer einzigartigen genetischen Struktur an die Tyrell Corporation verkauft zu werden. Mit dem Kind im Schlepptau floh Ash ins All, legte sich eine neue Identität zu und fand Unterschlupf in einer Minenkolonie, in der Replikanten unter Einsatz ihres Lebens Tag für Tag die heißbegehrten Rohstoffe abbauen.

Für eine lange Zeit geht das Versteckspiel gut – bis Replikanten den Aufstand wagen und Cleo, die ebenfalls eine neue Identität erhalten und die sich mit einem der dort arbeitenden künstlichen Menschen angefreundet hat, mit sich nehmen. Also macht sich Ash, von der Cleo glaubt, sie sei tot, erneut auf die Suche nach ihrer Ziehtochter, wobei sie Unterstützung von der Blade Runnerin Hythe erhält, die den Vorfall in der Kolonie untersuchen soll. Doch schnell merkt Ash, dass ihre Vergangenheit sie längst wieder eingeholt hat…

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[Rezension] Blade Runner 2019 #1: Los Angeles (Comic)

© Panini

Mit Blade Runner ist dem britischen Regisseur Ridley Scott ein dystopischer Science-Fiction-Film gelungen, der in seinem Erscheinungsjahr 1982 zwar gehörig an den Kinokassen floppte, sich aufgrund seiner bildgewaltigen Ästhetik und der sphärischen Musikuntermalung aber dennoch einem ganzen Genre seinen Stempel aufdrückte und viele Künstler inspirierte – und bis heute inspiriert. Dazu zählt u.a. der bekannte Drehbuchautor Michael Green (Alien: Covenant, Blade Runner 2049), der gemeinsam mit Comic-Autor Mike Johnson (Star Trek) und Zeichner Andrés Guinaldo mit Blade Runner 2019 dem von Scott geschaffenen Universum ein weiteres Kapitel samt eigenständiger Geschichte hinzufügen möchte.

Los Angeles, 2019: Aahna Ashina, kurz »Ash« genannt, gehört zu den ersten Officers einer Spezialeinheit des Los Angeles Police Department, die zu Replikantenjägern ausgebildet wurden. Denn jene sind zum Zeitpunkt der Geschichte – entsprechend der filmischen Vorlage – als illegal eingestuft worden und dürfen sich auf der Erde nicht mehr blicken lassen.

Ash erhält von ihrer Vorgesetzten den Auftrag, Frau und Tochter des schwerreichen Großindustriellen Alexander Selwyn aufzuspüren, da beide während der Geburtstagsfeier der Vierjährigen plötzlich spurlos verschwunden sind. Im Zuge ihrer Ermittlungen, bei denen sie fast einem Attentat zum Opfer fällt, erfährt die recht einsilbige Ash, dass es sich bei Selwyns‘ Tochter Cleo um ein ganz besonderes Kind handelt, das augenscheinlich in die Hände einer Gruppe von Replikanten gefallen zu sein scheint…

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ARTE: Blade Runner – Ein tiefer Einblick (neue Doku)

ARTE, ja dieser Fernsehsender, welcher immer wieder cooles nerdiges Zeug ausstrahlt, hat nun eine neue Blade Runner Doku im Angebot.

Bei „Blade Runner: Ein tiefer Einblick“ handelt es sich um eine Dokumentation von Boris Hars-Tschachotin (D 2020, 53 Min).

Dazu heißt es:
Ridley Scotts Kultfilm „Blade Runner“ ist einer der einflussreichsten Science-Fiction-Filme überhaupt. Seine Vision eines Los Angeles im Jahr 2019 ist auf beklemmende Weise aktuell: Klimakatastrophe, Überwachung, übermächtige Konzerne und künstliche Intelligenz sind heute Teil unserer Wirklichkeit. Die Dokumentation zeigt, wie „Blade Runner“ vom Kassenflop zum Kultfilm wurde…. (LINK)

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Hörspiel „Poke: Tod im Cyberspace“ als Download

Der WDR Hörspielspeicher hält mit „Poke: Tod im Cyberspace“ ein knapp 50 minütiges Krrimihörspiel, welches sich um die Auswirkungen von Viren/Scadsoftware dreht, parat.

Das 2008 produzierte Hörspiel hat so seine Momente und man kann es sich ruhig geben. Allerdings hat es über die Jahre auch ein wenig Staub angesammelt, wenn man z.B. Computerstimmen nimmt, welche so heute nicht mehr klingen und man dann weiß, dass das Hörspiel in der Nahen Zukunft spielt. Auch die Dialoge sehe ich in einem solchen Setting doch etwas anders.

© WDR Hörspielspeicher

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