Die Hexenverbrennung

Ich bin soeben über das „Ugly History: Witch Hunt“ Video gestolpert. Das ein oder andere was im 15.Jahrhundert abging, scheint heute auch wieder, unter einem anderen Deckmantel, gesellschaftlich akzeptiert zu sein.

Schau doch mal ins Video und sage mir was Du davon hälst.

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[Rezension] ISHKOR (Roman, Fantasy)

© Peter Hohmann

Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich „Operation Thule“ von Peter Hohmann gelesen habe. Nun habe ich den ersten Selfpublishing Roman des umtriebigen, Phantastik schreibenden Paukers reingezogen. Ein mächtiger Klopper den Hohmann da geschrieben hat. Er bleibt dabei seinen Leisten treu und bedient erneut die Fantasy

INHALT
Mona, eine junge Geschichtsstudentin, welche derzeit noch ein wenig mit ihrer Abschlussarbeit hadert, da sie das Besondere, nämlich das Rätsel um einen Hexer bis jetzt nicht wirklich lösen konnte. Damit Mona sich später nicht mal dafür ins Knie schiesst, beschließt sie, da noch Zeit bis zum Abgabetermin ist, den Mysterium um den Hexer nochmals Zeit zu widmen und vielleicht über Hinweise zu stolpern die ihr bis dato verborgen geblieben sind.

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[Messe] In einer Woche ist RPC!

© RPC-Germany

Die meisten von Euch dürften diesen Termin sowieso auf dem Schirm haben, und für die Unwissenden sei hier an dieser Stelle daran erinnert und hingewiesen, das am nächsten Wochenende (12.05. – 13.05.2018) ein großes Nerdtreffen stattfindet. Also schleppt Euren Hintern zur Messe Köln und besucht die Role Play Convention!

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[Rezension] A Game of Thrones – Das offizielle Kochbuch

Autor(en): Chelsea Monroe-Cassel & Sariann Lehrer
Verlag: Zauberfeder Verlag
Auflage: 4 Auflage 2014
Format: Hardcover
Seitenzahl: 224
ISBN: 978-3-938922-43-9

von: QuackONaut

A Song of Ice and Fire gehört zweifellos zu den erfolgreichsten Fantasy-Sagen der modernen Literatur. Dank der Detailliebe und Mitwirkung von George R.R. Martin wurde auch die TV-Umsetzung, A Game of Thrones, zu einem grandiosen Erfolg der jeden Zuschauer begierig der nächsten Staffel entgegen fiebern lässt. Da überrascht es wohl niemanden das die Spielindustrie nicht lange gezögert hat um A Game of Thrones auf diversen Plattformen umzusetzen.

Was dagegen doch schon überrascht, ist die Tatsache das es sogar ein offizielles Kochbuch zu A Game of Thrones gibt. Ich muss ehrlich zugeben das ich sehr skeptisch war. Meine Fantasie malte sich hanebüchene Rezepte aus, die man zwar in einer Fantasy-Reihe wohl erwarten darf, aber sich vor dem inneren Auge eher unappetitlich abzeichnen. Wenn es dann doch essbar ist, so sind es meist irgendwelche Standardgerichte die einfach nur einen neuen Namen bekommen und vielleicht die eine oder andere Zutat dazu bekommen haben.

Aber ich wurde überrascht, warum, dass könnt ihr hier nun lesen.

Nimmt man das Kochbuch in die Hand wird schon vor dem Aufschlagen klar, dass der Zauberfeder-Verlag auf Wertigkeit setzt. Goldene Schrift auf matt-schwarzen Hintergrund mit glänzend Schwarzen Ornamenten auf dem Front-Cover.

Auf der Rückseite folgt nach einem ebenfalls in goldener Schrift verfassten Leitsatz, ein kurzer Einleitungstext der einen auf das bevorstehen Thema einstimmen soll.

Schlägt man das Buch auf, wird klar das Zauberfeder ein zum zeitlichen Hintergrund der Rezepte passendes Design gewählt hat. Auf den im Pergament-Design gestylten Seiten präsentiert sich ein ansprechendes Schriftbild.

Nach den obligatorischen Verlagsinformationen wird einem das Zweiseitige Inhaltsverzeichnis, in dem nicht weniger als 70 Gerichte aufgelistet werden, präsemtiert. Was hierbei sofort auffällt ist, dass diese Gerichte nach den Regionen aus A Game of Thrones gruppiert wurden. Auf diese Weise wird einem die Speisekarte der jeweiligen Regionen feil geboten.

Auf den nun folgenden drei Seiten bekommt man als Aperitif das Vorwort, das niemand geringeres als George R.R. Martin höchstpersönlich geschrieben hat, serviert. Dieser amüsanten Anekdote folgt eine Erklärung der beiden Autorinnen, wie sie auf die Idee zu diesem Buch kamen.

Damit man eine Chance hat die mittelalterlichen Gerichte auch nach kochen zu können, offerieren uns die beiden Autorinnen auf den nächsten Seite eine Auswahl an Ersatz-Zutaten, sollten wir das eine oder andere nicht bekommen können. So wird sicher gestellt, dass der ambitionierte Hobbykoch nicht vor der unlösbaren Aufgabe steht die notwendigen Zutaten aufzutreiben. Zudem kann man die Gerichte so ein klein wenig variieren oder Zutaten die einem nicht zusagen ersetzen.

Hat man dann die Zutaten beisammen, wird man erst einmal mit den notwendigen Grundlagen vertraut gemacht. So werden einem verschiedene Gewürzmischungen, Soßen und Teigarten, welche in der mittelalterlichen Küche Verwendung gefunden haben,erklärt und beschrieben.

Nachdem wir nun mit den Grundlagen vertraut sind bekommen wir auf den nächsten Seiten eine Übersicht über Westeros. Nicht nur als nett gestaltete Karte, sondern vielmehr mit einer Beschreibung der einzelnen Schauplätze (Regionen), jeweils mit einer kurzen Beschreibung und den Informationen über die Essgewohnheiten ergänzt. Diese Beschreibungen können genutzt werden um den eigenen Geschmack und die damit verbundenen Rezepte schneller im Buch ausfindig zu machen. Hat man diese charmante Navigationshilfe hinter sich gelassen geht es auch schon mit der ersten der genannten Regionen „Die Mauer“ weiter.

Unter dem Namen der Region, und das gilt für alle regionalen Abschnitte, gibt es eine kleine Auflistung der Gerichte die uns im Abschnitt erwarten.

Ich möchte nun nicht auf jedes einzelne Gerichte eingehen, sondern vielmehr anhand eines den Aufbau des Kochbuches näher beschreiben.

Jedes Gericht wird auf einem anspruchsvoll arrangiertem Foto abgebildet. Die Augen essen schließlich mit, wie es so schön heißt. Und tatsächlich machen die Bilder der Gerichte einen durchweg appetitlichen Eindruck. Die Rezepte selbst sind alle nach dem gleichen Schema aufgebaut, was dazu führt, dass man sich leicht zurecht findet. Unter dem Namen des Gerichtes gibt es stets einen kleinen Textauszug aus A Game of Thrones. Direkt darunter, farblich gut abgesetzt, gibt es eine kurze Information über Portionsgröße, Vorbereitungs- und Zubereitungszeit sowie Empfehlungen anderer Gerichte aus dem Kochbuch, die hervorragend zu diesem Gericht passen. So lässt sich sehr leicht ein mittelalterliches Menü aufstellen.

Was zudem sehr nett gelungen ist, ist eine kurze Beschreibung des Gerichtes, was Konsistenz, Geschmack, Duft und der gleichen angeht. Ungefähr so, wie man es von einer Weinverkostung her kennt. Die Zutatenlisten sind ebenfalls farblich abgesetzt, so dass man sie schnell findet um seine Einkaufsliste vorbereiten zu können. Die Zubereitungsanleitung sind detailliert aber dennoch einfach beschrieben und so auch für den Kochmuffel leicht nachzuvollziehen.

Wer gerne mal einen Vergleich zwischen dem mittelalterlichen und dem modernen Rezept der vorhanden Gerichte machen möchte, braucht sich dazu nicht extra ein zweites Kochbuch zu kaufen. Für fast alle Gerichte wird das mittelalterliche und das moderne Rezept geliefert, so dass man sich die Zubereitungsart auch noch aussuchen kann.

Damit das Essen zu einem Erlebnis wird, gibt ganz hinten im Buch noch einen Abschnitt der sich mit der richtigen Atmosphäre und der passenden Tischdekoration beschäftigt. So sollte es ein leichtes sein für die kredenzten Speisen ein angemessenes Ambiente zu schaffen.

Abschließend gibt es noch einen Index, in dem die Gerichte Thematisch, also nach Frühstück, Fleisch oder Salatgerichte, Suppen und dergleichen gruppiert werden.

Mein Fazit:
Meine anfängliche Skepsis diesem Kochbuch gegenüber hat sich zum Glück als unbegründet erwiesen. Ich habe das eine oder andere Gericht nach-gekocht und kann sagen das es mir vorzüglich gemundet hat. Was mir neben den guten Rezepten gefällt, ist die Detailliebe die bei der Umsetzung des Buches durchgängig zu spüren ist. Da ist die Karte von Westeros, die kleinen Textausschnitte, das Pergament-Design, die Gruppierung der Gerichte nach Region, die Grafiken an der oberen Seitenkante und den unteren Ecken und vieles mehr. Auch die Idee neben der mittelalterlichen auch die moderne Variante der Rezepte zu präsentieren hat mich begeistert.

Ein sehr gutes Kochbuch, auch wenn leider Lesebändchen fehlen, verpackt in einem ansprechend schlichten, aber sehr elegantem Cover. Hier hat der Zauberfeder-Verlag bewiesen das er das Rezept für ein gutes Kochbuch besitzt und durch die Verwendung der richtigen Zutaten ein ansprechendes und schmackhaftes Buchstabensüppchen zu kredenzen weiß.

Wer einen Faible für mittelalterliche Küche hat, ein Fan von A Game of Thrones ist oder einfach nur ein schönes Accessoire zu Dekorationszwecken in der Küche haben will, für den ist dieses Buch ein Must-Have.

Meine Wertung:
4,75 von 5 Holzkochlöffel

[Rezension] Chaos & Hexenzauber

as-ChaosUndHexenzauberAutor: Nicholas Hall
Verlag: Bohmeier Verlag
Format: Softcover, A5, 160 Seiten
Erschienen: Juli 1993, inhaltlich unveränderte 3. Auflage 2014
ISBN-10: 3890942660
ISBN-13: 978-3890942667

von: Christel Scheja (kris)

Magie ist ein weites Feld und spricht vor allem die Männer und Frauen an, die ohnehin an das Übersinnliche glauben oder durch spannende mystische Romane neugierig darauf geworden sind, so dass sie es selbst ausprobieren wollen. Daher findet man in der esoterischen Bücherecke sehr viele Werke zum Thema, oft nur geschrieben, um normalen Hausfrauen Nervenkitzel zu verursachen, aber ansonsten nicht viel zu bewirken. Aber es gibt auch Bücher, die aus Überzeugung und mit Ernst geschrieben wurden, wie „Chaos und Hexenzauber“ von Nicholas Hall.

Hall gehört in der übersinnlichen Szene zu den bekanntesten und eifrigsten Verfechtern der sogenannten Chaos-Magie, die sich keinen strengen Regeln oder Dogmen unterwirft, sondern stattdessen bewusst in der Grauzone bewegt, um Kräfte heraufzubeschwören, die sowohl Gutes als auch Böses bewirken könnten und damit die Balance in der Welt aufrecht erhalten.
Nach einem Vorwort und einer entsprechenden Einleitung hält er sich nicht lange mit weiteren Erklärungen auf, sondern kommt gleich zur Sache.
In unterschiedlichen Kapiteln beschäftigt er sich zunächst mit den „Werkzeugen der Magie“, zu denen neben dem Stab auch der Chaosstern, Amulette und Fetische gehören.
„Die Techniken der Hexerei“ beginnen mit Meditation und Visualisierung, können über „Geste und Tanz“ bis hin zur „Besessenheit“ führen.
„Böswillige Puppenmagie“ und „Wohltätige Puppenmagie“ zeigen, dass die gleiche Technik unterschiedlich verwendet werden kann und gerade von Voodoo-Priestern abwechselnd eingesetzt werden, um ihre Ausgeglichenheit zu bewahren.
Und schließlich dreht sich alles um das „Worte weben“, die Zaubersprüche, ehe er noch einmal auf „Chaos & Hexenmagie“ im Allgemeinen eingeht.

„Chaos und & Hexenmagie“ ist kein Buch mit Anleitungen, die man zum Spaß „mal ausprobieren“ kann. Sowohl Autor als auch Übersetzer machen deutlich, dass sie es sehr ernst nehmen und haben über das Impressum eine Warnung gesetzt, die kein Leser außer Acht lassen sollte. Denn tatsächlich werden in diesem Buch Kräfte heraufbeschworen, die einen starken und unerschütterlichen Geist brauchen, um sie zu beherrschen.
Natürlich bleibt es jedem selbst überlassen, inwieweit er an die Macht der Magie glauben soll – aber es ist nie gut, leichtfertig mit Ritualen umzugehen, die gerade in anderen Kulturen oder in der Vergangenheit eine Bedeutung hatte.
Nicholas Hall mischt Voodoo mit schamanistischen Vorstellungen, verbindet die Vorstellungen und Rituale der verschiedensten Schulen miteinander, so dass man sehr schnell merkt, dass er sich nicht in ein Schema pressen lassen will. Seine Texte sind aus Überzeugung geschrieben und strahlen schon deshalb eine ziemliche Kraft aus. Zudem bewegt er sich in einer Grauzone, die viele schon als Ausflug in die Schwarze Magie bezeichnen könnten. Immerhin entschärft er durch seine Ernsthaftigkeit jeden Eindruck, dass dies alles nur aus Geldmacherei aus den Fingern gesogen ist, denn man hat eher das Gefühl, er fasst hier eigene Erfahrungen und Erlebnisse zusammen, die teilweise unter die Haut gehen.
Alles in allem richtet sich das Werk bewusst an Leser und Leserinnen, die sich wirklich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen und um die Gefahren wissen, die sie durch unbedachte Nutzung damit wecken könnten.

Daher ist „Chaos & Hexenzauber“ nichts für Laien, die zwischendurch „mal eben ein bisschen Zaubern“ lernen wollen, um ihren LARP oder Cosplay-Charakter auszugestalten oder einfach nur Spaß zu haben. Das Handbuch ist sehr ernst gemeint und wagt sich in Bereiche, die gerade auch bei unsicheren Lesern Alpträume auslösen könnten.

Meine Bewertung:
3 von 5 Chaossternen

[Mittelalter] Wie die Stadt Meßkirch ihre Zukunft in der Vergangenheit sucht

Am gestrigen Abend, 23. August 2013, strahlt das ZDF eine weitere Ausgabe des Magazines ASPEKTE mit Tobi Schlegel aus.

Unter anderen ging es in einem Bericht um das Mittelalter-Projekt welches die Stadt Meßberg verwirklichen möchte, und zwar den Bau einer Mittelalter-Stadt unter den damaligen Bedingungen und Begebenheiten, gepaarrt mit der Sicherheit des 21. Jahrhunderts.

 

aspekte Teaser:

Nahe der südbadischen Stadt Meßkirch soll der berühmte Klosterplan von St. Gallen umgesetzt werden – gut 1200 Jahre nach seiner Entstehung und ausschließlich mit dem Handwerkszeug des 9. Jahrhunderts. Eine ganze Stadt soll so in die Höhe wachsen, von den Latrinen der Mönche bis hin zur mächtigen Klosterkirche. Der Weg ist das Ziel. Das gilt für die beteiligten Wissenschaftler, die sich von dem Projekt die Klärung strittiger Fragen erhoffen, wie für die Besucher, die ganz in die Welt des frühen Mittelalters eintauchen sollen.

HIER gehts zu weiteren Informationen zur Sendung. Darunter findet sich auch das Video!

 

[CD-Rezi] Herokon Online Soundtrack

Künstler: Erdenstern

Genre: Spielesoundtrack

Länge: 79:46

Anzahl Tonträger: 1

Veröffentlichung: 10/2012

EAN: 0609224512186

Die Aufmachung

Mit dem Soundtrack zu Herokon Online bringt Erdenstern frisch zur SPIEL 2012 bereits ihren zwölften Silberling auf dem Markt. Die Silberscheibe gibt ihre zwanzig musikalischen Klangarrangements in 79:46 Minuten zum besten. Sollte die CD sich mal nicht im Player drehen, kann man diese im schön gestalteten Pappschuber verstauen. Dieser beinhaltet neben dem Platz für den Silberling auch ein zwölfseitiges Booklet, welche gespickt mit Spielszenen, weitere Informationen zu den einzelnen Tracks enthält, sprich man bekommt per Schlagwörter einen Stimmungsvorgeschmack.

Die Tracks

Die zwanzig enthaltenen Tracks sind in vier Kategorien eingeteilt, so dass man sich auch Thematisch durch den Silberling hören kann. Die erste Kategorie trägt den Namen „zu Hause“. Den Anfang beschreitet hier „Das Buch Herokon“, ein erwartungsvolles Stück welches Freude und Amüsement ausstrahlt. Dafür greift Erdenstern auf einige Streich- und Blasinstrumente zurück und setzt die Drums in den Hintergrund. Weiter geht’s mit „Willkommen in Aventureien“. Dieser Song ist als Einleitung oder aber in hektischen Szenen hervorragend geeignet. Schnelligkeit und Gesang untermalen dieses. Den dritten Song in dieser Kategorie mimt „Das ist unsere Heimat“.Ein Stück was beruhigend folkloristisch daherkommt und für ruhige Szenen hervorragend geeignet. Das vierte Stück in dieser Kategorie ist Track 20 „Zeit der Abenteuer“. Dieser episch anmutende Track sorgt am Ende des Silberlings für den Wunsch nach mehr bzw. für das wiederholte drücken auf >play<.

Kategorie zwei dreht beschäftigt sich mit „Reise“. So beginnt das ganze mit „Goldenes Herbstlaub“, einen Track der sowohl Melancholie als auch Reiselust versprüht und dabei auf großes Getrommel verzichtet. Weiter geht’s mit „Über die weite Ebene“, ein Song der die Weite durch seine vielseitg eingesetzten Instrumente und über seine Rhythmen zur Geltung bringt. „Dichtes Unterholz“ versprüht Angst, sprich man kommt auf seiner Reise vom Träumen ab und wird vorsichtig. Wer hier aber schrille Klänge erwartet liegt falsch, dieser Track lebt durch seine Ruhe, selbst bei seiner leichten Tempoerhöhung. Anschließend wird „Durch den Morast“ an die Ohrmuschel gebracht. Hier entsteht ein leicht drückendes Gefühl, wobei sich auch Traurigkeit und Abschied hervorragend als Bild für diesen Song nennen lassen könnten. Wer der Reise noch nicht überdrüssig ist, wird nun mit „Meterhoch Schnee“ in die Kälte geschickt. Hervorragend schafft es dieser Track einen die Frostbeulen auf den Körper zu zaubern. Zum Abschluss der Reise wird einem Element welches einem Reisenden stets begleitet (starken Druck) ein Lied gewidmet, die Rede ist von „Der Wind steht günstig“. Man verspürt das Verlangen die Reise fortzusetzen.

Nachdem nun die Hälfte hinter uns liegt, wird es Zeit sich dem Kapitel „Orte“ zu widmen. Den Anfang macht hier „Spielt die alten Lieder!“. Ein ruhiger fröhlicher Auftakt für dieses Kapitel, der viel verspricht. Mit Kraft die durch und durch geht, werden wir anschließend beglückt. „Unser Tempel“ lässt einen direkt in einen solchen eintauchen, bevor uns „In dunklen Ecken“ mit bedrohlichen Klängen, die hervorragend in Waldszenen oder verlassenen Gebäuden zum Einsatz finden könnten aus diesen wegreist. Nach diesem horrablen Sound werden wir in eine „Spelunke“ entführt, wobei hier die Musizierenden schon kräftigst zugeschlagen haben müssen. Wenn der Kater verklungen und der Wein vergessen ist, geht es in „Die Magierakademie“. Hier wird’s verspielt. Klangreihenfolgen tanzen und versprühen Fröhlichkeit. Der Abschluss vom dritten Abschnitt auf der Silberscheibe bildet „Das Portal des großen Tempels“. Dieser Song knüpft nahtlos an „Unser Tempel“ an und versetzt einen wieder in alter kalte Tempelgemäuer.

Den Abschluss macht „Kampf“. Rhythmisch geht’s in „Hauen und Stechen“ los. Ein schneller Rhythmus der einen sofort die letzten Kampfbilder wieder hervorruft. Heldenhaft wird es dann in „Für den König und für das Volk“, den hier bekommt man die Fröhlichkeit von nach gewonnenen Schlachten in den Gehörgang geliefert. „Haltet die Anhöhe“ ist ein Schlachtbrecher. Hier gibt es im wahrsten Sinne des Wortes Schlachtenklänge um die Ohren. Hervorragend um sich in Kampfstimmung zu bringen. Den endgültigen Abschluß bildet „Krieger bis zum Horizont“. Man stelle sich vor das Schlachtfeld ist mit Leichen übersät um am ringt selbst nach Luft. Als der Blick nach oben schweift erkennt man das Nachrücken des Gegners… unendliche Helme, Rüstungen und Schilde die in der Sonne glänzen. Die dazu passende Untermalung findet sich in diesem Track.

Mein Fazit

Den Erdensternen ist mit diesem Silberling eine hervorragende Mischung aus Ruhe, Rhythmus und Kraft gelungen. Die Silberscheibe eignet sich hervorragend auch abseits vom Herokon Online, wie etwa als Lesemusik. Die gebotenen Länge und die Abwechslung die die Einzelstücke bieten, sind eine hervorragende Mischung fürs Kopfkino. Der Silberling erweist sich als Fundstück, so findet man auch nach mehrmaligen Hören wieder und wieder neue Überraschung bzw. Eintauchmöglichkeiten. Für mich ist dieser Soundtrack eine absolute Empfehlung! Tolles Stück!

5 von 5 Abenteuerreisen!