[Rezension] Für die Königin (Kartenspiel)

© System Matters

Kartenspiele sind immer dann gefragt, wenn ihr unterwegs seid oder schnell mal eine kleine Runde mit Freund*innen, Familie etc. spielen möchtet. Sie sind kompakt und kurzweilig. Das beginnt beim klassischen Kartenspielen (ohja habe ich „Feuer“ geliebt, besonders wenn es die Hände der Mitspieler betraff 🙂 ) über Quartett (da gab es echt tolle, wie z.B. LKWs, Landmaschinen,…) bis hin zu Sammelkartenspiele . Das man aber auch eine Geschichte mit Karten erzählen kann, ist eher selten. Also haben wir uns mit „Für die Königin“ ein solches Storytellinggame geschnappt und losgelegt.

DAS SPIEL
Wenn man die handliche Rubinrote Box öffnet, wird schnell klar, hier gibt es nicht viel komplexes Spielematerial, sondern einfach nur einen recht umfangreichen Kartenstapel in einer Banderole aus Craft Papier.

Nimmt man den Kartenstapel in die Hand merkt man zum einen das recht ungewöhnliche, große Format und erkennt das einfache wenn auch ansprechende Gestaltung der Karten.

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Vorab reingehört: Der nerdige Trashtalk Spinoff-Folge #31: BattleTech & Mecha-RPGs

Es ist schon einige Jahre her das ich die tonnenschweren Mechs in diverse Schlachten geführt habe, bzw. mir Duelle auf der Feen- und RatCon angeschaut habe. Nun hat sich Philipp in seiner aktuelle Folge Daniel Isberner (u.a. BattleTech Autor) geschnappt und mit ihm etwas ausführlicher gequatscht.

Den Anfang, nach der kurzen Vorstellung, macht der Getränketest. Diesmal mit einem Tee.

Weiter geht es mit dem Thema vor dem Thema. Hier geht es um Selfpublishing. Hier im speziellen um die Preisgestaltung von eigenverlegten Werken.

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[Rezension] Fiasko – Das Kartenspiel

© Pro Indie

Fiasko war für mich damals um das Jahr 2010 rum eines der ersten reinen Erzählspiele, mit denen ich in Kontakt kam. Ganz nebenbei sollte ich hier noch auf die tolle Fiasko-Runde von Wil Wheaton und seinen Tabletop-Gäst*innen hinweisen – schaut sie euch an. Und jetzt gibt es das Ganze als kleine Box mit Spielbrett und Karten, wodurch es noch einen kleinen Schritt auf den Brettspielmarkt zu macht. Mal schauen, ob es das Potential hätte, auf der ganz großen Bühne, bei Müllers oder im Kaufhof, mitzuspielen.

INHALT
Die kleine Box enthält ein 24 seitiges Regelheftchen und ein kleines Spielbrett, auf dem sich die Spielenden durch den Spielverlauf hangeln können. Dazu gibt es noch 5 kleine Übersichtskarten, ein Regeldeck mit 54 Karten und 3 Kulissendecks, die ebenfalls jeweils 54 Karten haben.

Das kurze Regelwerk ist gut übersetzt, erklärt den Spielablauf mit etlichen Beispielen und – was mir gut gefallen hat – bemüht sich sehr um inklusive Sprache. Gut gefallen mit auch die „Bitte nicht!“-Karten. Schön, dass sich im Jahr 2021 Sicherheitsmechanismen langsam weiter verbreiten. Sowohl im Regelwerk als auch auf dem Spielbrett und den Karten werden alle Mechanismen gut durch Symbole und Zeichen unterstützt. Sehr wichtig, wenn die Brettspiel-Szene ins Visier genommen werden soll. Sagte ich Brettspiel-Szene? Sowohl auf der Box als auch im Regelheft finden sich die klassischen Angaben: ab 14 Jahren – Dauer 2 Stunden – 3-5 Mitspielende. Dann wollen wir doch mal mit meiner Mittwochs-Brettspielrunde loslegen…

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[Rezension] MicroMarco: Crime City (Brettspiel, Krimispiel)

© Pegasus Spiele

Wer kennt sie nicht die Wimmelbilder die meist als Kinderbuch existieren oder aber in unzähligen Varianten als digitale Spiele auf Handy und Tablets ihren Siegeszug hatten. Hard Boiled Games hat eine Brettspiel-Variante entwickelt, bei der es gilt 16 unterschiedliche Kriminalfälle in verschiedenen Schwierigkeitsstufen zu lösen. Die Kriminalfälle sind in unterschiedlich viele Karten aufgeteilt, welche auf der Vorderseite eine Fragestellung und auf der Rückseite die passenden Antworten enthalten. Im Prinzip sind dies die Hinweise, falls man als Spieler*in mit dem Rätsel nicht weiterkommt.

Auf einem 110 x 75 cm großen Spielplan, der in 4 x 7 Felder aufgeteilt ist, findet das Gewimmel bzw. das Geschehen statt.

WAS IST IN DER SPIELBOX
1 knackig kurze Anleitung
1 großer Spielplan in der Abmessung 75 x 110 cm
1 Lupe für die kniffligen Details
120 Karten
16 Pergamentumschläge für die Karten

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[Rezension] Die Firmenfeier: Das letzte Fest des Oliver Borgmann (Krimispiel)

© Magnificum

In den letzten Jahren ist das Angebot der Krimispiele / Detektivspiele immer größer und teils auch unübersichtlicher geworden. Da fällt es schon schwer das richtige zu finden. Also braucht es Schlagwörter auf die meine Mitspieler*innen und ich anspringen und neugierigwerden. So auch bei dieser Firmenfeier, wo sich Rätseln und Schokolade treffen und das nerdische Kaloriengrab füttern und wachsen lassen.

DAS SPIEL
Die Schokoladenmanufaktur Edelberger feiert ein rundes Jubiläum. Während dieser Feierlichkeiten wird der Mitarbeiter Oliver Borgmann, welcher sich unter seinen Kolleg*innen einen zweifelhaften Ruf erarbeitet hat, ermordet. Die Ermittlungsbehörden handeln schnell und findet im Unternehmensjunior Ferdinand einen hervorragend geeigneten Verdächtigen, welcher umgehend in Untersuchungshaft landet.

Daraufhin wendet sich der Unternehmenspatron Horst Edelberger schnell an eine Detektei, welche sich umgehend mit den Ermittlungsarbeiten befasst. Doch die Detektei kommt nach einiger Zeit nicht wirklich weiter, so geht man getrennte Wege. Horst Edelberger, fest davonüberzeugt das sein Sohn unschuldig ist, und sich  bisherigen Ermittlungen nicht abfinden kann wendet sich an die Spieler*innen (Eure Detektei), und bittet Euch den Fall anzunehmen. Um Euch bestmöglich zu unterstützen übergibt er Euch die bisherigen Ermittlungsergebnisse und alles was ihr braucht um den Fall zu lösen.

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[Rezension] Europe Divided (Brettspiel)

© UGG

Was ist denn das? Ein mit großem Aufwand und schicker großer Box produziertes Zwei-Personen-Kriegsspiel, das nicht bei Frosted Games erschienen ist? Was hat mich denn da schon wieder erreicht? „Ein Wettlauf um Einfluss in Europa nach dem Kalten Krieg“? Okay, hört sich interessant an.

DAS SPIELMATERIAL
Machen wir die Box doch mal auf. Hossa. Ein wirklich gut produzierter aufklappbarer Spielplan mit einem in risikoähnliche Regionen unterteilten Europa. Außerdem in der linken unteren Ecke eine bis 20 gehende Kramerleiste – oben findet sich eine weitere bis 20 gehende Leiste, die scheinbar den Spielfortschritt in Form von „Schlagzeilen“ festhält. Als nächstes fällt mir eine riesige Tüte mit 36 Würfeln in rot, blau und gelb auf. Dann gibt es einen ganzen Haufen auszupöppelnder Papp-Token und 40 größere und 60 kleinere Spielkarten. Neben der 20 Seiten starken Anleitung finden sich noch 2 Spielerhilfen in der Box, deren Gestaltung mir in ihrer Einfachheit und dem Grundton schwarz ohnehin schonmal gut gefällt.

Ach, ja. Die 10 Plastikbeutelchen zum Verstauen der Komponenten will ich nicht unterschlagen. Ich habe alles verstaut und sogar noch drei Beutelchen übrig. Läuft bei mir.

Ich würde sagen, der erste Eindruck wurde mit Bravour bestanden, mache ich mich doch mal an das Regelheft und zwinge meine nur sehr wenig spieleaffine Frau, am Tisch Platz zu nehmen.

Die Anleitung mag ich schonmal sehr. Auf der ersten Seite bekomme ich das Material gezeigt, jeweils mit der Bezeichnung und auf den nächsten anderthalb Seiten wird der Spielaufbau mit Bild und Nummerierung genau erklärt. Genau so muss das.

DAS SPIELPRINZIP
Das Grundprinzip ist schnell erklärt. Über 20 Züge (Runden) versuchen Westeuropa (Nato plus EU) und Russland ihren Einfluss zu vergrößern und am Ende das größte Prestige zu haben – welches sich wiederum aus  Schlagzeilen, Dominanz und Vorteilskarten ergibt.

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Meine Braille Würfel

Ich war Anfang März über diesen Artikel gestolpert. Sehr cool, also teilte ich diesen. Kurz darauf meldet sich Michael von jaegers.net bei mir und meinte „Der erste Testdruck läuft…“.

Kurzerhand fragte ich Michael, ob er mir vielleicht auch einen Satz ausdrucken und zusenden würde. Es vergingen ein paar Tage und pünktlich zu meinem Geburtstag lag dann ein Satz Braille Würfel, gut verpackt, in meinem Briefkasten.

An dieser Stelle nochmals VIELEN LIEBEN DANK MICHAEL !!!

Die Würfel machen einen sehr guten Eindruck und ich freu mich schon auf den ersten vorsichtigen Einsatz. Ich glaube ich werde den kleinen Teilen einen besonderen Platz suchen.

Hier mal ein paar Fotos:

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[Rezension] Crazy Driver (Brettspiel)

© Rudy Games

Da erfüllt mir der Würfelheld doch glatt einen Kindheitstraum – als Lehrerkind gab es natürlich früher keine Carrerabahn, sondern „nur“ eine Dardabahn, Und jetzt, gute 40 Jahre später bin ich endlich stolzer Besitzer einer Carrerabahn, und das ganz ohne die Gefahr, an verbogenen Kontakten oder untr den Schrank geschlidderten Bolliden zu scheitern.

Da kann es nur heißen: „Gib Gas, lieber Michael Schuhmacher!“ Singt alle mit!

DAS SPIELMATERIAL
Stabile Box, die so gut aufgeteilt ist, dass nichts darin hin- und herfällt, egal, wie herum ich die Box ins Regal stelle. Das ist immer mein erster Pluspunkt, da wurde mitgedacht.

In der Box findet sich jede Menge Kleinkram: 32 Rennstreckenteile mit Verbindern, 6 Sonderfeldmarker, 1 Sprungschanze, 4 Plastikrennwagen, 4 Schalthebel, 4 Spielertafeln, 37 Holzmarker, 4 Charakterkarten, 1 Bewegungswürfel, 1 Fähigkeitenwürfel, 4 Aktionsmarker, 4 Checkpointmarker, 21 Speed-Limit-Marker, 1 Zielbogen, 1 Siegerpokal und 1 Quick-Start-Guide.

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[Rezension] The Longest Trench (World War I CoSim-Kartenspiel)

© UGG

Oooookay, was hat der Würfelheld mir denn da geschickt? Ein Kartenspiel, bei dem zwei (oder mit leichter Krücke vier) Spieler*innen die bekanntesten Schlachten des Ersten Weltkriegs nachspielen? Weiß der Kerl denn nicht, dass ich zwar Rollenspiele und Strategiespiele sehr liebe, aber mit „echtem Krieg“ oder CoSim wirklich nicht viel anfangen kann? Aber na gut, er wird sich etwas dabei gedacht haben…

DAS SPIELMATERIAL
Okay, was haben wir denn hier? Einen Spielplan mit 20 unterschiedlichen Feldern (Schlachten) und einer Siegpunktleiste. Dazu zwei Counter – einen für die Siegpunktleiste, die das Hin- und Herwogen  des Kriegsverlaufs darstellt und einen, der anzeigt, welche Schlacht gerade geschlagen wird. Dazu gibt es sechs Würfel und zwei 40er Kartendecks und zwei Übersichtskarten.

© UGG

Dazu gibt es noch eine Spielanleitung, die in 11 Schritten die Regeln wirklich gut erklären und anschließend noch einige Varianten bieten, wie das Spielen zu viert, eine Art Draftingvariante zu Beginn, eine historische Variante sowie eine Variante, die die Ressourcen gegen Ende hin verknappt, um die wahren Gegebenheiten besser darzustellen. Auch sehr angenehm finde ich die Anmerkungen von Arno und Frederic die etwas über ihren persönlichen Zugang zum 1. Weltkrieg erzählen. Ich mag ja solche zusätzlichen Infos immer sehr.

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[Rezension] Quiz it (Brettspiel, Quizspiel, App)

© rudy games

Auf der Suche nach einem Spiel für die Denkmurmel bin ich auf „Quiz it“ gestoßen. Also geschnappt, ausgepackt und ab dafür.

DAS SPIELMATERIAL
Wir haben es hier mit einem klassischen themenfreien Quizspiel zu tun, was sich ja immer in einem eher nüchternen Layout zeigt. Das ist auch hier der Fall, aber da immer mit den gleichen 4 Farben, denen sich sich Spieler*innen zuordnen können, gearbeitet wird, ist das farblich okay und alles sieht so aufgeräumt aus, dass man sich direkt problemlos zurecht findet. An „wirklichen“ Komponenten enthält die Box 4 Spielplanteile, die einen kreisrunden zu absolvierenden Kurs ergeben, 4 Spielertafeln, 40 Bietkarten, 4 Spielsteine, einen Q-Stein, 12 Jokersteine, 4 Aktionssteine, 4 Aktionsmarker, einen Quick Start Guide (der auch wirklich so heißt) und ein Blatt für die Registrierung der App.

App? Jau. Der größte Teil des Spiels findet auf einem Smartphone – oder noch besser einem Tablet – statt. Die 149 MB sind schnell runtergeladen und lassen sich problemlos installieren. Damit bin selbst ich klar gekommen. Äh! Nachdem ich das Icon auf meinem Tablet gesehen habe, muss ich doch den Mut des Verlages Bewundern, denn das weiße Q auf hellblauem Untergrund erinnert doch wirklich mehr als nur ein wenig an das Logo eines der wohl größten Online-Quizspiele, bei dem man Duelle gegen andere menschliche Gegner*innen ausfechten kann. Mutig, mutig!

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