[Rezension] Die Legenden von Andor (Brettspiel, Fantasy)

© Kosmos

Das kooperative Erstlingswerk von Michael Menzel von 2012 gewann ein Jahr später gleich den Kennerspiel des Jahres-Preis – und nicht nur den: auch in Frankreich, Spanien und den Niederlanden folgten die „großen“ Brettspielpreise. Schauen wir uns erstmal das Spielmaterial des aus dem Hause Kosmos stammenden Spiels an.

DAS SPIELMATERIAL
Die Box ist randvoll und hat keine künstlichen Aussparungen durch eine Pappeinlage. Ein großer, stabiler Pappspielplan ca 56 mal 84 cm mit dem Land Andor schafft schonmal ein gutes Basisgewicht, 5 Stanzrahmen mit Token und Countern lassen sich in die vorbildlich beigelegten Zipp-Beutel einsortieren, ein dünnes Regel- und Begleitheftchen (8 Seiten), eine 4-seitige Losspielanleitung, 16 farbige, kleine Holz-W6, vier Sonder-W6 (mit den Ziffern 6;6;8;10;10;12), etwa ein Dutzend Holzcounter und zahlreiche Plastikstandfüsse. Wäre das Spiel heute entstanden oder würde gekickstartet werden, hätte man vermutlich coole Plastikminis bekommen – nötig sind sie allerdings in der Tat nicht, die Pappminis reichen an sich. Dazu noch zwei Sätze Karten, eine im normalen, eine im übergroßen Format. Insgesamt wirkt das Spielmaterial wertig.

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[vor Ort] Ich war auf der SPIEL`18

© FMV

Fangen wir mit der offiziellen Schlussbericht der 36. Internationalen Spieltage SPIEL ’18 mit COMIC ACTION, welche mich erreicht an.

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Vier Tage lang war die SPIEL ’18 wieder einmal der Nabel der Brettspielwelt. Bereits im Vorfeld konnte die Messe
mit 1.150 Ausstellern (Vorjahr 1.100) aus 50 Ländern und einer nochmals um 11% auf 80.000 qm angewachsenen
Ausstellungsfläche Rekorde vermelden. Gesellschaftsspiele haben sich in den letzten Jahren zum popkulturellen
Mainstream entwickelt und begeistern gleichermaßen Kinder und Erwachsene, Gelegenheits- und Vielspieler.
„Dass wir so viele begeisterte Besucher aus aller Welt anziehen und so viele wunderbare Spiele präsentieren können,
zeigt, dass wir in einem goldenen Zeitalter der Gesellschaftsspiele leben“, sagt Dominique Metzler, Geschäftsführerin
des veranstaltenden Friedhelm Merz Verlags.
Brettspiele bringen Menschen zusammen, erzählen Geschichten, sie schaffen Erlebnisse und faszinierende Welten.
Spiele leisten einen wichtigen Beitrag zu gesellschaftlichem Miteinander und Toleranz. Das zeigt auch ein starker
Trend dieser Messe: Unter den gezeigten 1.400 Spieleneuheiten und Weltpremieren fanden sich auffällig viele kooperative
Spiele, in denen die Spieler gemeinsam gegen das Spiel antreten und das Wir-Gefühl im Vordergrund
steht.

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[Interview] Im Gespräch mit Dirk Blech (Spieleentwickler, Heroes vs Warlords)

Durch den Kollegen Philipp von Nerds-vs-Stephan bin ich auf Dirk und sein Brettspiel aufmerksam geworden. Einen genaueren Blick konnte ich auch schon auf diese Spiel werfen. Somit aber nicht genug. Kurz vor SPIEL`18 konnte ich Dirk noch einige Fragen stellen. Genaueres könnt Ihr aber auf der Messe selbst erfragen! Somit genug von mir – ab dafür!

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Hallo Dirk,
vielen Dank das du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Würdest du dich bitte vorstellen.
Gerne tue ich das. Ich heiße Dirk Blech bin mittlerweile 47 Jahre alt und komme aus dem Großraum Köln. Bin verheiratet und habe 2 Kinder.

Wie bist Du zum Brettspielen gekommen und war der Schritt zum Spieldesigner eine logische Konsequenz oder bist du so rein gerutscht?
Nun das ist eine lange Geschichte. Angefangen habe ich wie die meisten mit den Klassikern (Mensch Ärgere Dich nicht, Spiel des Lebens , Mankomania….) die es früher gab aber die waren mir einfach immer zu langweilig. Dann habe ich eine lange Zeit Risiko gespielt, aber auch das wurde auf die Dauer so das es keiner mehr mit mir spielen wollte, da ich fast immer gewonnen habe. Da dachte ich mit selber mal so was in der Art zu machen wäre eine tolle Sache und habe einfach als Kind schon mit solchen Sachen angefangen.

Zuerst waren es nur Labyrinth spiele aus Lego und Quartetts aber im Laufe der Zeit habe ich mir dann mehr zu getraut und als dann ein damaliger Freund zu mir kam und sagte er habe da ein Fantasyspiel „DSA“ bin ich davon nicht mehr weg gekommen.

Dann habe ich mit ein paar Freunden zusammen Nächtelang im Keller gespielt bis einer meinte man könne so was auch selber herstellen, naja und was soll ich sagen. Jetzt bin ich da wo ich jetzt bin……

Du arbeitest am Brettspiel „Heroes vs Warlords“. Könntest Du dazu bitte mehr erzählen?
„Heroes vs Warlords“ kurz „HvW“ ist ein Fantasy- Strategiespiel mit Rollenspielelementen.

In dem Spiel übernimmt jeder Spieler ein Volk und einen Helden. Mit diesem Helden muss er die Spielwelt erkunden die in jedem Spiel unterschiedlich ist. Da die Spielwelt immer zu beginn gemischt wird und dann umgedreht auf den Tisch gelegt wird. Dadurch haben wir quasi ein „Fog of War“ auf Brett. Dann sind auf der Spielwelt überall Rohstoffquellen versteckt, diese gilt es zu erobern. Das macht jeder Held mit seiner Armee die er am Anfang selber erstellt hat. Gewinnt der Held dieses Gefecht bekommt er Erfahrungspunkte und kann nach einer bestimmten Menge von diesen Aufsteigen.

Dann hat aber auch jeder Spieler eine Ortschaft die es zu verwalten gilt. Dort kann man dann neue Soldaten für die Armee des Helden kaufen oder andere Gebäude um z.b. mehr Gold zu bekommen, besser Handeln zu können oder einfach eine bessere Verteidigung. Falls man Belagert wird……

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[News] Spiel des Jahres 2018 ist…

Heute darf gefeiert werden, denn „Das Spiel des Jahres“ und „Das Kennerspiel“ sind verliehen worden. „Azul“ setzte sich beim „Soiel des Jahres“ durch, sowie „Die Quacksalber von Quedlinburg“ beim „Kennerspiel“.

An dieser Stelle meinen herzlichsten Glückwunsch an die Gewinner.

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[vor Ort] Drei Tage auf der SPIEL`17

Letztes Wochenende fand in Essen erneut die Internationalen Spieltage SPIEL`17 statt. Wie der Abschlusspresseerklärung zu entnehmen ist, pilgerten rund 182.000 SpielerInnen nach Essen und ließen sich in den vier Tagen von rund 1.100 Ausstellern, aus 51 Ländern, in viele unterschiedliche Spieluniversen mitnehmen und begeistern. So auch meine Wenigkeit.

Zuerst sei ein Wort zur Anreise erlaubt. War es 2016 noch eine Katastrophe zur SPIEL zu gelangen, da das Konzept absolut danebenging, war es dieses Jahr das genaue Gegenteil und so konnten wir von Donnerstags bis Samstags ohne große Wartezeit oder Stau zu unseren Parkplätzen gelangen und unserer Spielfreude frönen.

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[Rezension] Captain Sonar (Brettspiel)

® Pegasus Spiele

Autor: Roberto Fraga, Yohan Lemonnier
Verlag: Pegasus Spiele
Spieler: 4 – 8
Spieldauer: 20 – 45 Minuten
Alter: 10+
EAN: 4250231714115
Preis: ca. 35 Euro

von: Würfelheld

Wer kennt es nicht, im Unterricht den karierten Block rausgenommen und schnell ein Spielfeld für „Schiffe versenken“ aufgezeichnet und seine Boote platziert. Oder aber man hat sich eine krasse Version für zuhause, mit Spielbrett, Fernrohr und Nöppel gegönnt. Das Spiel hat fast immer Spaß gemacht und dürfte ohne Zweifel als Klassiker bezeichnet werden. „Captain Sonar“ hievt das altbekannte Konzept nun auf eine neue Stufe, denn es bringt die Sache weg von „versenke die komplette gegnerische Flotte“ hin zu „finde ein spezielles U-Boot und versenke dieses“.

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[Rezension} Jorvik (Brettspiel)

© Pegasus Spiele

Autor: Stefan Feld
Grafik: Marc Margielsky
Verlag: Pegasus Spiele
Spielerzahl: 2-5
Spieldauer: 45-90 Minuten
Spielmotivation: Kenner Wirtschaft, Strategie
Alter: ab 10 Jahren
ASIN: 4250231711244
Preis: ca.  25 Euro

von: Kris

Schon eine ganze Weile stehen die Wikinger hoch im Kurs. Galten sie früher als die brutalen Barbaren aus dem Norden, die nur rauben und plündern konnten, zeichnen moderne Wissenschaftler und Autoren nun ein ganz anderes Bild und zeigen, dass die Gesellschaft der seefahrenden Skandinavier viel differenzierter und kultivierter zu sehen ist und nur ganz wenige von Ihnen wirklich ihren Lebensunterhalt mit Plündern verdienten. Die meisten waren Händler, Handwerker und Bauern in kleinen Dorfgemeinschaften.

Das Brettspiel „Jorvik“ will das Leben in einer solchen Siedlung im Verlauf der Jahreszeiten nachverfolgen, verbunden mit den wirtschaftlichen Aspekten, die das mit sich bringt und der Rivalität zu anderen Stämmen.

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