[Rezension] Krieg der Welten 3 von 3 (Hörspiel, Science Fiction)

© Folgenreich

Der zweite Teil endete wie der erste mit einem harten Cliffhanger. So war es klar das dieser Teil keine andere Wahl hatte, als mit der Flucht der Menschen fortzufahren, schließlich gingen die marsianischen Invasoren immer härter vor. Somit auf Play gedrückt und los geht es.

INHALT
Shuster befindet sich immer noch auf der Flucht. Nach einem heftigen Schiffsunfall konnte er soeben gerettet werden. Sei Retter und Shuster beschließen schnell, ihre Flucht gemeinsam fortzusetzen. So verstecken sie sich in einem alten, leerstehenden Haus. Die Wahl ihres Verstecks ist eigentlich aus ganz logischen Gründen gefallen, schließlich sind im gewählten Haus Lebensmittelvorräte vorhanden. So können die beiden Flüchtigen ihre Aufmerksamkeit  ganz ihrer Sicherheit widmen. Doch nach und nach schwindet das Nervenkostüm und es kommt zum großen Knall.

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[Rezension] Krieg der Welten 2 von 3 (Hörspiel, Science Fiction)

© Folgenreich

Nachdem der ersten Teil mit einem gelungenen Cliffhanger endete, war ich schon sehr gespannt wie es Oliver Döring und seinen Sprechern gelingen würde, den Wells`schen Klassiker weiter voran zu treiben; verbunden mit der Hoffnung dass man weiterhin die gelungen Mischung aus Action und Story treffen würde. Also los geht`s.

INHALT
Mittlerweile haben die ersten Gerüchte um die Ereignisse in Ottershaw London erreicht. Allerdings kann man diese nicht genauer spezifizieren, da sowohl die Bahnverbindung als auch die Telegraphen gestört sind. So kann auch Stuart, der jüngere Bruder von Simon Shuster, seinen ältere Bruder nicht erreichen. Deshalb versucht er mit Hilfe einiger Kommilitonen der Sache auf den Grund zu gehen, wobei immer die Option der Flucht im Hinterkopf kreist, denn langsam aber sicher scheinen sich die Gerüchte zu bewahrheiten und bringen eine Welle der Zerstörung und Vernichtung mit sich.

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[Rezension] Krieg der Welten 1 von 3 (Hörspiel, Science Fiction)

© Folgenreich

H.G.Wells hat mit „Krieg der Welten“ wohl einen der bekanntesten Science Fiction Klassiker geschrieben. Unzählige Romanveröffentlichungen, etliche Spielfilme und Hörspiele die sich auf das Werk berufen, sind über die letzten Jahrzehnte erschienen. Hinzu kommen noch viele Veröffentlichungen die durch Wells Werk inspiriert wurden. Nun hat sich Oliver Döring dem Klassiker angenommen und hat aus diesem ein dreiteiliges Hörspiel entstehen lassen.

INHALT
Wir befinden uns Anfang des 20.Jahrhunderts. Wissenschaftler haben vermehrt Explosionen auf der Marsoberfläche beobachtet. Schuster, seines Zeichens Journalist, versucht mit Hilfe von Astronom Ogilvy diesen Ereignissen auf den Grund zu gehen. So kommen sie zu dem Schluss, dass es sich nicht um Explosionen sondern um Raketenstarts handeln muss. Diese Vermutungen bestätigen sich als zutreffend als eines Abends ein merkwürdiger Komet auf einem Feld in der Nähe von Ottershaw einschlägt. Ogilvy‘s Neugier ist geweckt und er versucht sofort mit dem Fremden Kontakt aufzunehmen. Was keiner ahnt, die Marsianer sind den Menschen feindlich gesinnt und verfolgen einen knallharten Eroberungsplan.

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[Rezension] Arctica #7 – Der Bote aus dem All (Comic)

© Bunte Dimensionen

Nachdem es in „Auf der Flucht“ sehr rasant zuging, hinterließ der Band bei mir einige Fragen. Somit kam ich nicht drumherum schnell Band #7 nachzuschieben, schließlich verlangt das Kopfkino Antworten. Und das Ende ist noch nicht nah, wie bei Band 6 angenommen, denn der Verlag hat nachgelegt und das ist auch gut so!

INHALT
Auf der Flucht vor den zahlreichen Parteien sind Mimsy, Luhlah (die kleine blaufhaarige Göre) und Dakota auf einem Segelboot zur „Landestelle“ des vor Jahrtausenden gelandeten außerirdischen Raumschiffs. Luhlah übersetzt derweil den Inhalt des Buchen und berichtet von der Geschichte der Außerirdischen, deren Entscheidung auf der Erde zu bleiben und sich mit den Menschen zu vereinen und von einer geheimnisvollen Aufnahme, welche die Außerirdischen ihren Nachfahren hinterlassen haben.

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[Kurz-Rezension] DC Comics – Das große Superhelden-Lexikon: Über 200 Helden und Schurken (Sachbuch, Superhelden)

© Dorling Kindersley

Verlag: Dorling Kindersley
Format: Hardcover
Seiten: 208
Erschienen: 2017
ISBN: 978-3831030231
Preis: 12,95 Euro

von: Würfelheld

Na was haben meine Augen da entdeckt? Ein Superhelden-Lexikon welches sich rein mit den DC Universum beschäftigt. Somit also mal fleißig geblättert und gestöbert.

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[Rezension] Starship Troopers

Autor: Robert A. Heinlein
Verlag: Mantikore Verlag
Format: Broschiert
Seitenzahl: 383 Seiten
Erschienen: 2014
ISBN: 978-3-939212-48-5
Preis: 14,95 Euro

von: Würfelheld

Der Mantikore Verlag hat in letzter Zeit sich einiger SciFi Klassiker angenommen und so verwundert es nicht, das auch Heinlein mit seinem wegweisendem Werk, aus den späten 1950zigern, den Weg zwischen die Buchdeckel fand. Man könnte aber auch sagen „es wurde Zeit“, denn schließlich war das Buch jahrelang vergriffen und gute gebrauchte Exemplare waren kaum noch zu bekommen und wenn doch, dann zum überteuerten Preis. Also frei nach dem Motto „Nur ein toter Bug ist ein guter Bug!“ ans Lesevergnügen.

Klappentext:
Starship Troopers – Der Klassiker der Science-Fiction-Literatur ist zurück!

„NUR EIN TOTER BUG IST EIN GUTER BUG!“

Der junge Juan Rico tritt der mobilen Infanterie bei und erlebt als Soldat den totalen Krieg gegen die außerirdischen „Bugs“.

Heinleins düstere Vision einer militarisierten Zukunft ist einer der erfolgreichsten und gleichzeitig umstrittensten Werke der Science-Fiction-Literatur. Gewinner des Nebula Award

Zum Inhalt:
Juan Rico ein 18jähriger Normalo meldet sich freiwillig zum Militärdienst. Rico durchläuft viele Einstellungstests und muss fast unzählige Male seine Eignung unter Beweis stellen. Nach den ganzen Schindereien landet er in der Mobilen Infanterie. Ohne Atempause beginnt nun Ricos Ausbildung, wobei sich schnell herausstellt, dass die Schlagzahl nicht umsonst so hoch ist, denn die Menschheit befindet sich unvermittelt im Krieg gegen die Bugs.
Nach der Ausbildung zieht es Juan in seinen ersten Einsatz. Für den Jungen aus reichem Elternhaus eine totale Lebensumstellung.

Als Rico nun im Feld ist, holt ihn schnell die Realität ein und er muss feststellen, das sich Schlacht an Schlacht, Gemetzel an Gemetzel reiht und er hier nur als Bugfutter verheizt wird. Somit beschließt Rico seiner Karriere einen erneuten Anschub zu verleihen und meldet sich zur Offizierslaufbahn.

Dieser Entschluss führt Rico erneut an die Militärakademie um dort wieder die Stiefel seiner Ausbilder im Arsch zu spüren. Nach Beendigung geht es dann in anderer Funktion erneut an die Front. Denn nur tote Bugs sind gute Bugs!

Mein Fazit:
Eigentlich kann man zu diesem Werk nicht viel sagen, außer dass es Pflichtlektüre für Phantastik Fans ist, denn auch wenn man die Hollywood-Umsetzung bereits mehrfach gesehen hat, wird man mit Verwunderung feststellen das dieser Text mehr als nur eine 1:1 Vorlage ist, sondern noch jede Menge Potenzial in sich trägt.

Berücksichtigt man die Zeit in der Heinlein diesen Text verfasst hat, wundern man sich doch sehr, dass er nicht den Weg des Antikriegsromans gegangen ist, schließlich war es die Zeit. Allerdings aus heutiger Sicht war dies genau die richtig Entscheidung.

Heinlein bietet triefenden Patriotismus gepaart mit Nachdenklichkeit die einem in der ein oder anderen Szene doch etwas melancholisch stimmen. Allerdings halten diese Phasen nicht lange an, denn man hat im Nacken das Gefühl, als ob es auf der nächsten Seite erneut zur Eskalation oder Bug Gemetzel kommen könnte.

Leider hapert der Mantikore-Text am Anfang ein wenig und der Satz hätte einen weiteren Blick vertragen. Das reißt die coole Story und das Cover aber vollkommen wieder raus.

„Starship Troopers“ hat mit sehr viel Spaß gemacht und das obwohl ich den Hollywood-Streifen etliche Male gesehen habe. Allerdings ist es mal wieder ein Beweis das Buch und Film nicht konkurrieren können – das Buch ist kein Toter Bug!

Meine Wertung:
4 von 5 toten Bugs

[Rezension] Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes

Autor: Ted Chiang
Verlag: Golkonda Verlag
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 181
Erschienen: 2011
ISBN 13: 978-3942396127
Preis: € 14,90

von: Würfelheld

Nicht erst seit das Buch in „Druck Frisch“ (ARD) von Denis Scheck als Leseempfehlung über den TV Screen flimmerte wollte ich dieses Buch lesen. Das lag u.a. an den vielen Empfehlungen die ich zu diesem Buch erhalten hatte und zum anderen weil es ja ins Beuteschema (SciFi) fällt. Also frisch ans Werk.

Klappentext:
Geschichten, die ein ganzes Universum enthalten: Die Wahrheit über den Turmbau zu Babel; der folgenreiche Erstkontakt mit einer außerirdischen Spezies; die Verzweiflung angesichts des Verlusts eines unersetzlichen Menschen; ein Zeitreiseabenteuer der anderen Art; und ein bestürzender Ausflug an die Grenzen des wissenschaftlich Machbaren … Kein anderer Science-Fiction-Autor hat in den letzten zwanzig Jahren auch nur ansatzweise so viel Begeisterung ausgelöst wie Ted Chiang. Kein anderer Science-Fiction-Autor wurde für ein so schmales Werk mit mehr Preisen ausgezeichnet. Nun liegt endlich auch auf Deutsch ein Auswahlband mit seinen Erzählungen vor. Ausgezeichnet mit dem ›Kurd Laßwitz Preis‹ als bestes ausländisches Werk des Jahres 2012

Zum Inhalt:
Im folgenden möchte ich die fünf beinhalteten Kurzgeschichten ein wenig näher beleuchten.

Den Anfang macht „Der Turm von Babylon“. Der Bau des bekannten Turmes wird nicht von Gott beendet, sondern die Menschheit kann diesen fortsetzen. So ist man nun kurz davor die Himmelspforte zu durchbrechen, was die Erbauer dazu veranlasst hat, Spezialisten herbeizurufen.

„Geschichte deines Lebens“ bringt außerirdische Besucher zur Erde. Die Kommunikation mit dieser Lebensform erschwert sich, da diese einen anderen Ansatz von Schrift, Sprache und Gefühlen haben als die Menschheit und sich sogar Schrift und Sprache von einander deutlichst unterscheiden. Um eine verständliche Kommunikation herzustellen müssen sich viele unterschiedliche Hindernisse überbrückt werden, vor allen auf menschlicher Seite.

Der Glaube, sein Gegenpart der Unglaube, der Himmel und die Hölle sind gesicherte Erkenntnisse der Menschheit. Die Unterschiede sind zwar nicht groß aber vorhanden. “Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes“ dreht sich um ein Pärchen, welches durch den Tot der Frau auseinandergerissen wird. Die Tote fährt schließlich in den Himmel ein und stellt ihren ungläubigen Mann somit vor eine große Herausforderung, da sein Weg eigentlich in der Hölle enden soll. So unternimmt dieser, für sich vor kurzen noch unvorstellbare Dinge, um wieder mit seiner Liebsten zusammenzukommen.

„Der Kaufmann am Portal des Alchemisten“ wirft die Frage von Ursache und Wirkung anhand von Zeitreisen auf den Kopf. So kann man zwar ins vergangene Geschehen eingreifen, wird damit aber keine zukünftigen Ereignisse ändern. Das ganze wird anhand mehrerer Protagonisten erzählt, welche immer eine Beziehung zu einander haben, auch wenn diese nicht sofort zu erkennen ist.

Die Menschheit in einem anderen Hier und Jetzt als wir es kennen wird uns in „Ausatmung“ präsentiert. Im ersten Augenblick hat die Menschheit eine merkwürdige Anatomie und steht auf einer Evolutionsstufe die man Transhuman nennen könnte. Allerdings gibt es derzeit ein Problem, welches schnellsten gelöst werden sollte, sonst geht die Zeit nicht nur langsam zu Ende sondern auch das Leben.

Mein Fazit:
Wahnsinn – was Ted Chiang uns da auf Papier serviert ist weit weg vom Alltagsbrei der Science- Fiction und formt sich seine eigene Dimension.

Besser kann man Short Storys kaum schreiben! Man nimmt alltägliche Fragen, haut diese durch den Wortmixer und spuckt diese mit enormer Gewalt aus. So entsteht eine Dichte an Wortwelten die man gerne öfters lesen würde.

Das Buch nahm ich wie oben bereits geschildert mit viel Vorfreude in die Hand und was soll ich sagen, es ging in einem Rutsch durch, ohne auch nur einmal Langeweile zu versprühen. Man muss sich auf fünf unterschiedliche Herangehensweisen einlassen und sich darüber bewusst sein, das es SF ist, aber dennoch nicht abgehoben!

Die gebotene Storydichte wird durch die gute Aufmachung des Buches hervorragend unterstützt und muss an dieser Stelle auch mal gewürdigt werden.

Die Nominierungen und gewonnenen Preise dieses Werkes kann ich absolut nachvollziehen und kann eigentlich nur sagen „kaufen, genießen und sich erfreuen!“.

Meine Wertung:
5 von 5 babylonischen Türme