[Rezension] Unternehmen Sagittarius (Roman, SF)

© Umbrella Brothers

Schon der Titel „Unternehmen Sagittarius“ lässt Genrefans aufhorchen und vielleicht ziehen sie auch die richtigen Schlüsse, aber die Geschichte beginnt erst einmal ganz anders und schildert den Alltag der Helden, bis eine Überraschung die ganze Welt aufhorchen lässt – auch ihn. Denn ganz offensichtlich nähern sich Aliens der Erde.

INHALT
Alain hat es wie die vielen anderen Bewohner der Metropole gelernt mit den Terroranschlägen zu leben, die zuletzt den Eiffelturm niedergestreckt haben. Der arbeitslose IT-Spezialist versucht sich irgendwie durchzuschlagen und dennoch das Leben zu genießen.

Doch er ist auch genau so neugierig und aufgeregt, als eine Eilmeldung durch die Nachrichten rast und nicht verstummt. Die Voyager-Raumsonde hat ein atemberaubendes Bild zur Erde gesandt: Ganz offensichtlich nähern sich Außerirdische der Erde.

Um Panik einzudämmen machen die Amerikaner klar, dass das Schiff noch gut zwanzig Jahre brauchen wird, um den grünen Planeten zu erreichen. Aber sie schicken zwei Astronauten in einem Schiff mit einem neuartigen Antrieb los.

Zusammen mit seinen Freunden verfolgt Alain das Geschehen und beginnt zu spekulieren, vor allem als der Erstkontakt in einem Debakel endet. Doch das ist noch nicht das Ende vom Lied, denn der junge Mann – auch wenn seine Fachrichtung eine ganz andere ist, beginnt immer mehr aufzuhorchen und beschließt einzugreifen, denn er hat da ein ganz bestimmtes Gefühl … vor allem als ein Freund auch noch überraschend stirbt.

MEDIADATEN

…Autor: Umbrella Brothers
…Verlag: Umbrella Brothers
…Format: broschiert
…Seiten: 361
…Erschienen: Dezember 2018
…ISBN: 978-1790848126
…Preis: 12,90 EUR

MEINE MEINUNG
Ein großer Teil des Romans dreht sich darum, wie wohl die Weltöffentlichkeit bei einer solchen Nachricht reagieren würde – mit Panik oder Neugier, frohen Erwartungen oder Angst. Da man das ganze Geschehen auch nur aus der Sicht von Menschen erlebt , die nicht mehr sind, als der Leser selbst, fühlt sich vieles vertraut und echt an – inklusive der Gedankengänge, die sich der junge Mann macht, der unterschwelligen Ängste, die auch bei ihm vorhanden sind.

Genau so wie viele andere spekuliert auch er und wundert sich, warum die Amerikaner auf einmal einen tollen neuen Antrieb aus den Ärmeln schütteln können, der wohl fast Lichtgeschwindigkeit erreicht.

Und da er sich auf einem höheren Niveau mit der ganzen Sache beschäftigt, auch Freunde hat, die sich ein wenig besser mit der Technik auskennen, kommt er schon bald zum Nachdenken und aufhorchen.

Es ist spannend zu sehen, wie der junge Mann langsam aber sicher aktiv wird, wer einen bestimmten Film kennt, wird ahnen, in welche Richtung die Geschichte am Ende läuft und auch nicht enttäuscht werden.

Das Buch ist eine Hommage an einen heute fast vergessenen Film-Klassiker, spielt mit den entsprechenden Verschwörungstheorien und verpackt das alles in eine unterhaltsame und kurzweilig geschriebene Thrillerhandlung ohne Längen, die letztendlich keine Wünsche offen lässt. Ein paar überraschende Wendungen lassen auch den Leser immer wieder aufhorchen und am Ende sogar schmunzeln, denn so abwegig sind manche Gedanken, die im Roman aufkommen heute nämlich nicht mehr

„Unternehmen Sagittarius“ schafft es erfolgreich den Leser auf eine falsche Fährte zu locken und am Ende dennoch zufrieden sein zu lassen, denn die Handlung nimmt eine angenehm frische Wendung, die sich zugleich vor einem alten Spielfilm verbeugt, an den sich heute kaum noch Leute erinnern.

MEINE WERTUNG
3,75 von 5 Klassikeranlehnungen

von: Kris

 

 

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