Mit Cape und Maske geboren. Das Supers! Interview

Die deutschsprachige Ausgabe von Supers! kann nun seit einigen Tagen käuflich erworben werden. Somit war es für mich an der Zeit, mit mein Cape anzuziehen und meine Superkraft zu aktivieren um mit den Verantwortlichen zu sprechen. Also nehmt Euch ein wenig Zeit.

Viel Spaß!

© Pro Indie

Hallo Dominik, Carsten und Werner,
vielen Dank für eure Zeit. Würdet ihr euch bitte kurz vorstellen?

Dominik: Vater Level 4, Vollgas Metalhead und Rollenspieler. Exil-Bajuware, der schon richtig viel gemacht hat. Einer, der nach Teneriffa ging, traf dort die Liebe seines Lebens. Den es genau deswegen wieder nach Deutschland, ins Rheinland, verschlug.

Mediengestalter am Tag. Des Nächtens mache ich Rollenspielkram.

Ich bin sarkastisch, aber nett, zynisch und positiv, abweisend und freundlich, Gottlos jedoch nicht ohne Glaube, einsam unter vielen, anders als die meisten … und doch wie alle anderen!

Ich bin zu faul für den Nobelpreis, zu arrogant, um von jedem gemocht werden zu wollen, zu intolerant um jeden Scheiß gutzuheißen, zu tolerant, um für jeden Scheiß in den Krieg zu ziehen und auch zu kreativ, um in Depressionsphasen zu versauern. Bin  immer noch zu verliebt um unglücklich zu sein!

Ich bin ein Typ der Malmsturm-Horde, Oberpropeller der deutschen Fate Core-Redaktion im Uhrwerk Verlag und verantworte dort die Linie. Zudem leite ich die Entwicklerschar zum Relaunch des Rollenspiels Engel in der dritten Edition. Außerdem habe ich einen Narren am Rollenspielsystem Supers! RED von Hazard Studios gefressen, das ich als Chefredakteur bei Pro Indie platzieren und mit einer Superheldengruppe als Supers– Deutsche Ausgabe realisieren konnte.

Ich war Teil des Projekts Kopfkino (Ratten!, Funky Colts) und habe deutsche Versionen der Rollenspiele wie Savage Worlds (Gentleman’s Edition, Sundered Skies) und Scion: Hero als Art Director und Layouter betreut.

Ich war nicht ganz unbeteiligt, als die Lizenz zu Jim Butchers Romanreihe Dresden Files – Die dunklen Fälle des Harry Dresden von Droemer Knaur zu Feder & Schwert wechselten und konnte im selben Verlag auch Richard Kadreys Sandman Slim positionieren. Beides nun bei blanvalet. Und auch sonst platzt mein Kopf vor Ideen und Projekten.

Ich arbeite immer wieder an diversen kleineren Projekten, einfach so oder für verschiedene Verlage. Streckenweise für System Matters und Ulisses Spiele. Manches erscheint, manches davon auch nicht.

Will sagen: Ich bin eigentlich für jeden Scheiß zu haben … Hau mich an.

Carsten: Alles trifft sich im Rheinland – ich komme als Norddeutscher aus der entgegengesetzten Richtung und lebe mit meiner Familie in der Nähe von Köln. Vater? Check! Metalhead? Check! Kreativ? Check!

Beruflich bin ich Projektleiter für Softwareprojekte, und stecke recht tief im Thema agiler Entwicklung. Das macht Spaß und ist sehr abwechlungsreich, aber eher technisch spannend als inhaltlich. Privat läuft dann der inhaltlich spannende Teil, bei dem es dann um Rollenspiele geht. Kreativ ist beides, auf unterschiedliche Weise.

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[Rezension] Batman – Equilibrium (Comic)

© Panini

Und nochmal Superhelden. Batman – mal nicht in Gotham City, sondern in Europa: England, Frankreich und Belgien sind seine „Reiseziele“.

Mal sehen, wen der olle Fledermausmann noch so dabei hat…

INHALT
Wie? Nicht Gotham City? Ja, ein Flugzeug ist abgestürzt und Batman untersucht die Unfallstelle in Lancashire. Dort erwartet ihn schon eine neue Squire – eine sehr junge Squire. Schnell zeigt sich, dass irgendwer Menschen umbringt, die irgendwann einmal von Batman gerettet worden sind. Dabei scheint es sich um eine Frau zu handeln, die sich in ein batman-artiges Gewand, aber in weiß, kleidet und jede Menge Schergen dabei hat, die ihr bei ihren Anschlägen helfen. Sie nennt sich Equilibrium – „Gleichgewicht“, wie wir alten Lateiner*innen wissen. Aha. Es scheint also etwas ins Gleichgewicht gebracht zu werden.

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[Rezension] Infinite Frontier – Nightwing: Der Sprung ins Licht [Comic]

© Panini

Schon wieder einen Superhelden-Comic könnte ich nun so frei Schnauze sagen. Aber derzeit ist mal wieder die Phase, wo es von Spandextragenden Personen nicht genug geben kann. Okay, mal sehen, was Ex-Robin und aktueller Nightwing Dick Grayson zu bieten hat.

INHALT
Blüdhaven. Heute. Dick Grayson ist unverrichteter Dinge steinreich, da er nach dem Tode von Alfred ordentlich geerbt hat. Unterstützt von Barbara Gordon versucht er in der Stadt Recht und Ordnung aufrecht zu erhalten.

Dabei stehen ihm Verbrecherboss Blockbuster, die neue Bürgermeisterin Melinda Zucco und ein lange Zeit unbekannter Bösewicht, der nur „der Herzlose“ genannt wird, im Weg.

An mehreren Stellen erfahren wir etwas über Dicks Hintergrund, über zwei unerwartete Verwandte sowie seine Eltern.

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[Rezension] DC Infinite Frontier: Batman #60 (Comic)

© Panini

Ich gestehe, mit Ausgabe 59 war ich nicht wirklich zufrieden. Trotzdem habe ich zu diesem Heftchen gegriffen, schließlich wollte ich dann doch wissen wie sich die Storys weiterentwickeln. Vorweg, mit dieser Ausgabe bin ich zufriedener als mit ihrem Vorgänger. Warum und wieso, lest selbst.

INHALT
Batman: Das Feige Pack, Kapitel 5 & 6
Als wir unseren zuletzt gesehen haben, war er gerade im Kampf auf Leben und Tod mit Peacekeeper-01 alias Sean Mahoney verwickelt. Simon Saints labile Marionette dessen Auftrag es ist Batman ein für alle Mal auszuschalten. Und es sieht böse für Batman aus, Peacekeeper-01’s Hight-Tec Panzerung scheint ihm einen Vorteil über Batman zu geben und Batman muss all sein Können aufbieten, um sich zu verteidigen. Doch Batman gelingt es mit Hilfe eines kühnen Plans und der Hilfe von Ghost-Maker zu entkommen.

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[Rezension] DC Infinite Frontier: Batman #59 (Comic)

© Panini

Comics hatten es schwer als eigene Form der Literatur bzw. Kunst anerkannt zu werden. Nicht zuletzt durch die Mangas hat sich dieses Bild geändert. Doch für uns späten Kids, und Nerds, die nie richtig erwachsen geworden sind, waren und bleiben Comics etwas Wundervolles. Bebilderte Geschichten in mehr oder weniger schlanken Heften die einen mal eben in eine andere Welt entführen. – Nach Jahrzehnten der Comic Abstinenz ist es mal wieder Zeit einen Abstecher in diese Welt zu machen. Welcher Held könnte da besser für sein als Batman?

INHALT
Batman: Das Feige Pack Kapitel 4
Batman hat schwere Zeiten hinter sich. Im Joker-Krieg musste er so einiges opfern. Sein Anwesen, seine Bat-Höhle. Nun fristet er sein Dasein mitten in Gotham City mit neuen Verbündeten aber auch mit neuen Feinden, die ihm und vor allen den Bürgern in Gotham City da Leben schwer machen. Einer der Gegner ist der Gründer und CEO von Saint Industries, der sich den Anschein eine Philantropen gibt, doch von dem Batman annimmt mit Scarecrow gemeinsame Sache zu machen. Als er ihn schließlich stell, kommt es zu einem Ereignis das alles in einen etwas anderem, weitaus gefährlicheren Licht erscheinen lässt.

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[Rezension] Der Batman der lacht #2 – Der Pakt mit dem Todesritter (Comic)

© Panini

Tja, auf der Erde-22 hat Batman den Joker getötet, dem hochkonzentriertes Joker-Gift in Gasform entwich und von Batman aufgenommen wurde. Bruce Wayne von Erde-22 ist nun ein „jokerisierter Psycho-Bat“. Mit einem weiteren Alternativwelt-Batman, dem Todesritter, drang er dann in Band 1 in das Arkham Asylum der echten Welt ein und verletzte den Joker schwer. Dieser wurde schlussendlich in der Batcave angespült. Tat in Batmans (der echte TM) seinen vermeintlich letzten Atemzug und setzte so auch in dieser Welt das Joker-Gift frei, wodurch Batman grotesk verändert wurde.

Wir starten in diesen zweiten Band mit einer OP-Szene mit viel Blut und Instrumenten – die finde ich ja sowieso immer unerfreulich. Hä? Warum operiert Alfred den Joker? Okay, er scheint noch zu leben. Und Batman sieht wirklich nicht gut aus. Das hat der Intro-Text nicht gelogen. Tja, echt ärgerlich, wenn man den Joker nicht sterben lassen kann.

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[Rezension] Harleen – Band 1 (Comic, Antiheldin)

© Panini

Da ich keinen Alkohol – und schon gar keinen Whisky – trinke  und wenig Kontakt zu gedruckten Comics habe, ist dies mein erstes „Black Label“. Wie der Titel schon verrät, befasst sich Sejic hier mit der Vorgeschichte von Joker-G’spusi Harleen Quinzell, wodurch diese vom simplen Anhängsel zu einer eigenständigen Figur des DC-Universums wird. So haben wir es hier mit einer moderneren Version des 1993er Krachers Harley Quinn: Mad Love von Dini/Timm zu tun. Aber beginnen wir doch ganz vorne…

Harley Quinzells Geschichte beginnt zünftig in einem Alptraum. Sie beschützt einen Patienten (am grünen Haar unschwer als der Joker zu erkennen) vor einem riesigen teufelähnlichen Wesen, aber sie ist sich der Tatsache bewusst, dass sie die Bestie von Patienten nicht „heilen“ kann, dass dieses Märchen nicht gut enden kann. Schade eigentlich. Danach blenden wir sofort an den Anfang ihrer Geschichte. Harley ist eine junge Psychologin, die danach trachtet, eine Methode zu erforschen, mit der man Soziopathen früh erkennen kann. Nach einer Kneipentour hat sie ihre erste Begegnung mit dem Joker, der ihr schon die Wumme an den Kopf hält, sie aber aus unerfindlichen Gründen verschont. Gerade diese Doppelseite ist wirklich gut gemacht. So sehen wir Harley auf der einen Seite, den Joker auf der anderen mit dem Revolver im ausgestreckten Arm, der bis auf die andere Seite hinüber reicht. Dazwischen spielt sich eine Szene ab, die uns den Charakter von Harley besser verstehen lässt. Wie im Zeitraffer wird ihre Kindheit, Jugend und Studienzeit erzählt. Vom Wunsch Psychologin zu werden über die Affäre mit Professor Collins, die im Positiven dazu geführt hat, dass sie ihren Job erhielt, im Negativen dazu, dass ihr nun ein gewisser Ruf vorauseilt, gegen den sie in der Folge niemals mehr so richtig ankämpfen kann. Hier wird auch erklärt, woher der Name „Harley“ stammt.

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[Rezension] Harley Quinn: Greatest Hits (Comic, Antiheldin)

© Panini

Ursprünglich wurde Harley Quinn Anfang der 1990er Jahre für die damalige „Batman“-Zeichentrickserie als lustiger und noch verrückterer Sidekick für den Joker erdacht, erwies sich aber schon bald als Charakter mit Potential, der nicht als dumme Clownsprinzessin und Anhängsel eines anderen Schurken versauern sollte.

Schon bald emanzipierte sich Harley daher von ihrem Schöpfer und Herrn und wurde erst zu einer Gaunerin, dann einer Antiheldin aus eigenem Recht. Wie Poison Ivy und Catwoman hat auch sie irgendwo tief drin ein gutes Herz.

Im Laufe der Geschichte erhielt sie mehrere eigene Serien, die erfolgreichste war wohl die von Amanda Conner und Jimmy Palmiotti, die 2014 startete. Passend zum Film fasst Panini nun die „Greatest Hits“ dieser Saga noch einmal in einem Sammelband zusammen.

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Karneval der Rollenspielblogs: Und was kommt danach? Der Tod und das Sterben im Rollenspiel (Februar 2020)

Die Februar-Ausgabe des Karneval der Rollenspielblogs wird von Infernal Teddy von Neue Abenteuer geleitet. Den Startpost findest Du HIER und im RSP-Blog-Forum.

Ja logo gehört der Tod und das Sterben zum Rollenspiel dazu. Sei es, wie bei mir am Anfang bei DSA, einfaches umherziehen und Orks den Erdboden gleichmachen. Oder bei den unzähligen Schattenläufen, einfach zur falschen Zeit den Kopf in eine Bleiumlaufbahn zu stecken. Da gab es viele heroische, einige lächerliche und auch einige Tode die nichts für die Öffentlichkeit sind (ist halt so!).

Hier nun ein kleiner Rückblick in meine Shadowrun-Karriere. Da gab es über die Jahre die ein oder andere Situation, welche ich hier niedertippe. Ob diese so cool ankommen wie am Spieltisch sein dahingestellt, allerdings waren sie es 🙂 Weiterlesen „Karneval der Rollenspielblogs: Und was kommt danach? Der Tod und das Sterben im Rollenspiel (Februar 2020)“

Batman – (Fast) die ganze Wahrheit

Zur Zeit treibt der Joker landesweit, oder besser sogar weltweit, sein Unwesen. ARTE nimmt dieses zum Anlass und hat mal in seinen Archiv geschaut und hat ein kleines feines Filmchen gefunden.

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