[Rezension] Durance – Gefangen! (Rollenspiel)

© Pro Indie

Pro Indie ist mittlerweile eine gute Adresse für kleine Überraschungshits, was quasi mit Fiasko von Jason Morningstar begann. Von genau jenem stammt Durance, welches im Deutschen den Untertitel Gefangen! bekommen hat. Auf 144 Seiten wird das spielleiterlose Spiel im Hardcover rund um einen Gefängnisplaneten (oder genauer: dutzend verschiedene) präsentiert.

WELT- UND CHARAKTERERSCHAFFUNG
Schon die Erschaffung des Settings ist Teil des Spiels. Als erstes folgt die Planetare Einstufung (ATE) mit den Kategorien Atmosphäre, Klima, Geotechnik, Wasservorkommen, Flora und Fauna sowie Intelligentes Leben. Dazu wird ein Bogen reihum gereicht und der/die erste Spieler*in wählt eine Kategorie aus und streicht eine andere, entsprechend die nächsten zwei Spieler*innen. Dadurch entsteht ein Profil, welche 3 Kategorien funktionieren und welche drei Probleme bereiten – 20 unterschiedliche Profile sind möglich – und für alle ein Beispiel eingeführt.

Zwei Beispiele: Jorca Ten hat die Kategorien Atmosphäre, Flora und Fauna sowie Intelligentes Leben, daher sagt das Gutachten: „… fast perfekte Stickstoff-Sauerstoff-Mischung. Endemische Arten … noch nicht über Mehrzeller.“ Doch das alsbald revidierte Gutachten macht darauf aufmerksam: „Kern aus Nickel sorgt für erdrückende Schwerkraft … Wasser gibt es nur an Äquator in schwer erreichbaren Gebiete … von Zeit zu Zeit fegen unberechenbare, kontinentumspannende Megastürme über die Welt.“ Außerdem werden sechs Details geliefert um die Welt zu beschreiben, z.B. ein perfekter Monolith aus Nickel oder elektrische Stürme.

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[Rezension] Blade Runner 2019 #2: Off-World – Jenseits der Erde (Comic)

© Panini

Mit dem ersten Band der Reihe bin ich nicht so ganz warm geworden. Zwar ist es dem Autoren-Duo Michael Green und Mike Johnson gelungen, eine grundsolide Stimmung zu schaffen und die dystopische Atmosphäre des Blade-Runner-Universums weitgehend einzufangen, aber eine unsympathische Heldin, die unspektakuläre Handlung und eine in weiten Teilen eher unpassende Koloration trübten das Gesamtbild. Kann Band zwei eher überzeugen?

2026: Sieben Jahre ist es her, seit Blade Runner Aahna Ashinam die vierjährige Cleo Selwyn davor bewahren konnte, von ihrem eigenen Vater, dem Industriemagnaten Alexander Selwyn, aufgrund ihrer einzigartigen genetischen Struktur an die Tyrell Corporation verkauft zu werden. Mit dem Kind im Schlepptau floh Ash ins All, legte sich eine neue Identität zu und fand Unterschlupf in einer Minenkolonie, in der Replikanten unter Einsatz ihres Lebens Tag für Tag die heißbegehrten Rohstoffe abbauen.

Für eine lange Zeit geht das Versteckspiel gut – bis Replikanten den Aufstand wagen und Cleo, die ebenfalls eine neue Identität erhalten und die sich mit einem der dort arbeitenden künstlichen Menschen angefreundet hat, mit sich nehmen. Also macht sich Ash, von der Cleo glaubt, sie sei tot, erneut auf die Suche nach ihrer Ziehtochter, wobei sie Unterstützung von der Blade Runnerin Hythe erhält, die den Vorfall in der Kolonie untersuchen soll. Doch schnell merkt Ash, dass ihre Vergangenheit sie längst wieder eingeholt hat…

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rudy games: Spielend durch die Krise! (PM)

Mich hat soeben folgende Pressemitteilung von rudy games erreicht. Der Spielverlag hat sich ein wenig Gedanken gemacht und verschenkt 100 Exemplare von Lost Galaxy.

Dazu heißt es:

© rudy games

Wir verschenken 100x LOST GALAXY bei uns im Webshop!

Damit bei den Kids zuhause keine Langeweile aufkommt, haben wir ein spezielles Goodie geschnürt: Von Freitag 09:00 bis Sonntag 24:00 verschenken wir 100 Exemplare von LOST GALAXY kostenlos in unserem Webshop. Natürlich ist kein zusätzlicher Kauf notwendig. Das Angebot gilt solange der Vorrat reicht bzw. erfolgt die Abgabe nur in Einzelstück. Das Angebot gilt exklusive Versandkosten..

Hier geht es zu LOST GALAXY

 

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[Kurzfilm] The Space Wall

Wer kennt das nicht? Man liegt nur so da und lässt seine Gedanken in die Tiefen und Weiten des Weltraums entgleiten. Man besucht die kuriosesten Planeten und Orte, lernt fremde Arten kennen, usw.

Wenn einen dann die Realität einholt, weiß man, dass das All einer der Lebensfeindlichsten Orte überhaupt ist. Schade, aber man kann sich ja dank einiger Filme in ein Abenteuer begeben.

The Space Wall regt da das Oberstübchen hervorragend an. Besticht der Streifen u.a. durch seine S/W-Produktion.

Schaut einfach mal rein. Viel Spaß.

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Karneval der Rollenspielblogs: Der Mond – September 2019 – Ein Blick ins Archiv

Nachdem ich die August-Ausgabe organisieren durfte, was mir sehr viel Freude gemacht hat, ist im September Greifenklaue mit „Der Mond“ an der Reihe.

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Ich werfe zuerst einmal wieder einen Blick ins Archiv. Mal schauen was sich zum Thema „Mond“ so alles angesammelt hat.

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[Rezension] Unternehmen Sagittarius (Roman, SF)

© Umbrella Brothers

Schon der Titel „Unternehmen Sagittarius“ lässt Genrefans aufhorchen und vielleicht ziehen sie auch die richtigen Schlüsse, aber die Geschichte beginnt erst einmal ganz anders und schildert den Alltag der Helden, bis eine Überraschung die ganze Welt aufhorchen lässt – auch ihn. Denn ganz offensichtlich nähern sich Aliens der Erde.

INHALT
Alain hat es wie die vielen anderen Bewohner der Metropole gelernt mit den Terroranschlägen zu leben, die zuletzt den Eiffelturm niedergestreckt haben. Der arbeitslose IT-Spezialist versucht sich irgendwie durchzuschlagen und dennoch das Leben zu genießen.

Doch er ist auch genau so neugierig und aufgeregt, als eine Eilmeldung durch die Nachrichten rast und nicht verstummt. Die Voyager-Raumsonde hat ein atemberaubendes Bild zur Erde gesandt: Ganz offensichtlich nähern sich Außerirdische der Erde.

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[RSP-Karneval] Kapitäne und ihre Schiffe – Ein Blick ins Archiv (Juli `19)

Den aktuellen Karneval der Rollenspielblogs richtet der geschätzte Kollege  Greifenklaue aus.  Da ich Anfang des Jahres versprochen hatte an mehrere Ausgaben teilzunehmen und die letzte Teilnahme der März war, muss ich was dagegen tun. Da sich über die letzten Jahre zu dem genannten Thema doch einiges auf Würfelheld angesammelt hat, werfe ich einfach mal einen kurzen Blick ins Archiv. Somit viel Kilck-Lesespaß bei den verlinkten Artikeln.

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Night into Day… Raketenstartvideo

Raumfahrt liefert aktuell immer wieder tolle und faszinierende Bilder. Dazu zählt aus meiner Sicht auch dieses Video, auch wenn es schlussendlich nur ein Raketenstart ist, aber auch diese sind immer ein Spektakel.

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[Rezension] Coriolis – Der Dritte Horizont (Grundregelwerk, Rollenspiel, Science Fiction)

© Uhrwerk Verlag

Nach „Mutant Year Zero“ veröffentlicht Uhrwerk im Rahmen eines Kickstarters auch das auf der selben Engine laufende und ebenfalls von den Schweden Free League publizierte Coriolis. Dabei verlässt man die heimische Erde und startet in den Weltraum …

Bevor wir uns auf System und Setting stürzen, noch kurz die Versionsgeschichte: Zuerst gab es nämlich Coriolis mit eigenem System, bevor MYZ so viel Erfolg hatte und man merkte, dass auch Coriolis von seiner Kernphilosophie gut zu dem System passen würde (Stichwort: Exploration und Ressourcenverwaltung). Zurzeit wird gerade auch eine Fantasy-Version gekickstartet (sowohl im Original wie jetzt auf Deutsch von Uhrwerk): Forbidden Kingdoms. Letztes System, welches das System in abgespeckter Form nutzt, ist Tales from the Loop, wo man in alternativen, roboterbewehrten 80ern Teenager spielt.

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