[Rezension] Starship Troopers

Autor: Robert A. Heinlein
Verlag: Mantikore Verlag
Format: Broschiert
Seitenzahl: 383 Seiten
Erschienen: 2014
ISBN: 978-3-939212-48-5
Preis: 14,95 Euro

von: Würfelheld

Der Mantikore Verlag hat in letzter Zeit sich einiger SciFi Klassiker angenommen und so verwundert es nicht, das auch Heinlein mit seinem wegweisendem Werk, aus den späten 1950zigern, den Weg zwischen die Buchdeckel fand. Man könnte aber auch sagen „es wurde Zeit“, denn schließlich war das Buch jahrelang vergriffen und gute gebrauchte Exemplare waren kaum noch zu bekommen und wenn doch, dann zum überteuerten Preis. Also frei nach dem Motto „Nur ein toter Bug ist ein guter Bug!“ ans Lesevergnügen.

Klappentext:
Starship Troopers – Der Klassiker der Science-Fiction-Literatur ist zurück!

„NUR EIN TOTER BUG IST EIN GUTER BUG!“

Der junge Juan Rico tritt der mobilen Infanterie bei und erlebt als Soldat den totalen Krieg gegen die außerirdischen „Bugs“.

Heinleins düstere Vision einer militarisierten Zukunft ist einer der erfolgreichsten und gleichzeitig umstrittensten Werke der Science-Fiction-Literatur. Gewinner des Nebula Award

Zum Inhalt:
Juan Rico ein 18jähriger Normalo meldet sich freiwillig zum Militärdienst. Rico durchläuft viele Einstellungstests und muss fast unzählige Male seine Eignung unter Beweis stellen. Nach den ganzen Schindereien landet er in der Mobilen Infanterie. Ohne Atempause beginnt nun Ricos Ausbildung, wobei sich schnell herausstellt, dass die Schlagzahl nicht umsonst so hoch ist, denn die Menschheit befindet sich unvermittelt im Krieg gegen die Bugs.
Nach der Ausbildung zieht es Juan in seinen ersten Einsatz. Für den Jungen aus reichem Elternhaus eine totale Lebensumstellung.

Als Rico nun im Feld ist, holt ihn schnell die Realität ein und er muss feststellen, das sich Schlacht an Schlacht, Gemetzel an Gemetzel reiht und er hier nur als Bugfutter verheizt wird. Somit beschließt Rico seiner Karriere einen erneuten Anschub zu verleihen und meldet sich zur Offizierslaufbahn.

Dieser Entschluss führt Rico erneut an die Militärakademie um dort wieder die Stiefel seiner Ausbilder im Arsch zu spüren. Nach Beendigung geht es dann in anderer Funktion erneut an die Front. Denn nur tote Bugs sind gute Bugs!

Mein Fazit:
Eigentlich kann man zu diesem Werk nicht viel sagen, außer dass es Pflichtlektüre für Phantastik Fans ist, denn auch wenn man die Hollywood-Umsetzung bereits mehrfach gesehen hat, wird man mit Verwunderung feststellen das dieser Text mehr als nur eine 1:1 Vorlage ist, sondern noch jede Menge Potenzial in sich trägt.

Berücksichtigt man die Zeit in der Heinlein diesen Text verfasst hat, wundern man sich doch sehr, dass er nicht den Weg des Antikriegsromans gegangen ist, schließlich war es die Zeit. Allerdings aus heutiger Sicht war dies genau die richtig Entscheidung.

Heinlein bietet triefenden Patriotismus gepaart mit Nachdenklichkeit die einem in der ein oder anderen Szene doch etwas melancholisch stimmen. Allerdings halten diese Phasen nicht lange an, denn man hat im Nacken das Gefühl, als ob es auf der nächsten Seite erneut zur Eskalation oder Bug Gemetzel kommen könnte.

Leider hapert der Mantikore-Text am Anfang ein wenig und der Satz hätte einen weiteren Blick vertragen. Das reißt die coole Story und das Cover aber vollkommen wieder raus.

„Starship Troopers“ hat mit sehr viel Spaß gemacht und das obwohl ich den Hollywood-Streifen etliche Male gesehen habe. Allerdings ist es mal wieder ein Beweis das Buch und Film nicht konkurrieren können – das Buch ist kein Toter Bug!

Meine Wertung:
4 von 5 toten Bugs

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