[Rezension] Star Wars – Imperial Assault

Verlag: Heidelberger Spieleverlag (FFG)
Autor: Justin Kemppainen, Corey Konieczka, Jonathan Ying
Spieleranzahl: 2-5
Altersempfehlung: 14+
Spieldauer: 60-120 Minuten
EAN: 4015566021716
Preis: 89,95 Eur

von: Greifenklaue

Spätestens nach Star Wars Episode VII ist meine Lust auf Star Wars nochmal deutlich eskaliert und neben Runden in den drei Rollenspielsystemen, einer kooperativen X-Wing-Kampagne und einigen Testspielen zum Star Wars LCG stand damit auch an, mal eine Kampagne zu Star Wars – Imperial Assault – „Das Imperium greift an“ (deutscher Untertitel) zu zocken, die aktuell zur Hälfte durch ist. Also schauen wir mal aufs Spiel:

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[Rezension] Wie STAR WARS das Universum eroberte (Sachbuch)

Verlag: Heyne Verlag
Autor: Chris Taylor
Format: broschiert
Seitenzahl: 768
Erschienen: Nov. 2015
ISBN: 978-3-453-31709-3
Preis: 14,99 Euro

von: Würfelheld

Man kann die Macht, die in wenigen Stunden über die Kinoleinwände fließen wird, schon förmlich in den Adern kribbeln fühlen. Episode VII, steht nicht nur unter Druck, sondern es wird erwartet, dass es der erfolgreichste Film aller Zeiten werden soll. Weiterhin sind wohl auch viele Zuschauer und Fans gespannt, ob Darth Vader wirklich keine Mickey Mouse Ohre an seinem Helm angetackert bekommen hat. Damit die letzten Tage vor dem Leinwandspecktakel aber schnell vorbeigehen, habe ich mir mal diesen Wälzer aus dem Heyne Verlag geschnappt. Irgendwie hatte ich einen kleinen Yoda im Ohr der mir zuflüsterte: „Lesen Du musst!“ Also möge die Lesemacht mit mir sein.

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[RPG-Rezension] Star Wars: Am Rande des Imperiums Einsteigerset

AS-SW-AmRandedesImperiums-EinsteigersetVerlag: Heidelberger Spieleverlag
Autoren: Daniel Lovat Clark, Chris Gerber
Sprache: deutsch
Spieleranzahl: 2 – 5
Altersempfehlung: ab 12
Erschienen: Juli 2013
Inhalt: 1 Abenteuerheft, 1 Regelheft, 1 Einführungsboge,
1 Plan, 4 Charaktermappen. 14 Spielwürfel, 8 Schicksalsmarker,
35 Charaktermarker, 5 Raumschiffmarker
EAN: 4015566 018105
Preis: 19,99 Euro

von: Kris

Es war nur eine Frage der Zeit, dass auch zu „Star Wars“ ein neues Rollenspielsystem erscheinen würde, nachdem bereits andere große Franchises wie „Der Herr der Ringe“ es vorgemacht haben. Immerhin ist eine neue Zielgruppe herangewachsen, die bereits durch Comics und Zeichentrickserien in das Universum hinein gewachsen sind, und nun vielleicht nicht mehr nur vor dem Computer sitzen oder in Verkleidung durch die Siedlung rennen wollen.

Für diese Teenager und jungen Erwachsenen, natürlich aber auch für die altgedienten Fans erscheint nun „Star Wars: Am Rande des Imperiums“. Damit auch Laien, die bisher mit keinem „Pen & Paper“-Rollenspiel in Berührung gekommen sind, gibt es nun das „Einsteigerset“, das die grundlegenden Spielmechanismen anhand eines kleinen Abenteuers ansprechend erklärt.

Über zwanzig Jahre hat das Imperium unangefochten über die Galaxis regiert, haben der Imperator und Darth Vader mit eiserner Hand gezeigt, wie wenig sie mit sich spaßen lassen. Doch nun hat die Zerstörung ihrer mächtigsten Waffe durch die Rebellenallianz für erstes Chaos gesorgt.

In den Grenzgebieten des Reiches ist davon allerdings noch nicht ganz so viel zu merken. Hier, am Rande des Imperiums denken, Gauner und Schmuggler, Gangsterbosse und Kopfgeldjäger, aber auch Heimatlose und Flüchtlinge ohnehin in erster Linie an ihr Überleben und versuchen so angenehm wie möglich durch ihr Leben zu kommen.
Tatooine ist ein bekannter Schmelztiegel für diese Art von Leuten, egal ob sie humanoid oder nicht sind, denn die heimlichen Herrscher der Welt, die Hutts, machen keine Unterschiede.
Unangefochtener Boss der Raumhafen-Stadt Mos Shuuta ist deshalb auch Teemo der Hutt. Wer immer seinen Unmut weckt, bekommt Ärger, so wie die vier Schicksalsgefährten, die vor seinen Handlangern und Schergen auf der Flucht ist. Werden sie es schaffen, den Frachter des galaktischen Sklavenhändlers Trex an sich zu bringen und Tatooine mit der „Krayt Fang“ ungehindert verlassen zu können? Oder glauben auch andere noch mitmischen zu können?

Man merkt sehr genau, wie sehr das Einsteigerset die Spielmöglichkeiten heruntergeschraubt hat, und das liegt nicht nur an der zeitlichen und örtlichen Einordnung. Wer gehofft hatte, bereits einen Jedi oder wenigstens Machtsensitiven spielen zu dürfen, wird bitter enttäuscht. Diese Bereiche sind ganz ausgeklammert und man ist auf ganz normale Charaktere beschränkt, die eher aus der Welt von Han Solo und Chewbacca stammen.

Die Helden dürfen nämlich gerade einmal in die klassischen Rollen schlüpfen, die man bereits als Nebenfiguren aus der Filmreihe kennt – es gibt natürlich gleich den zwielichtigen Schmuggler, den Wookie-Kameraden, die Kopfgeldjägerin und einen Droiden, der hier auch die Funktion des Arztes übernehmen kann. Alle sind mit einer kurzen Hintergrundgeschichte versehen, damit man sie sich besser vorstellen können.

Letztendlich macht das auch Sinn, sind Kampfregeln doch meistens viel einfacher erklärt, als alles andere und können gerade Einsteiger so die zusätzlichen Talent- und Fähigkeitenregeln viel besser lernen. Die vorgegebenen Charaktere machen es auch gleich möglich mit dem Spielen zu starten, da das Abenteuerheft die Regeln im Spiel für Spieler und Spielleiter gleichermaßen erklärt. Alleine der Spielleiter muss sich etwas vorbereiten – alle anderen können sofort starten.
Das prädestiniert die Runde, um spontan auf einem Treffen oder an einem verregneten Nachmittag eingesetzt zu werden.

Anders als bei vielen anderen „Pen & Paper“-Rollenspielen benutzt man hier allerdings nicht die üblichen durchnummerierten vier- bis zwanzigseitigen Würfel, sondern ganz eigene, auf denen verschiedene Symbole zu sehen sind: Begabungs-, Verstärkungs- und Trainingswürfel stehen gegen Schwierigkeits-, Komplikations- und Herausforderungswürfel. Der Machtwürfel wird hier nur dazu benutzt um Glück und Unglück zu beeinflussen.

Das Spiel arbeitet mit Talent- und Fertigkeitsproben, um den Verlauf der Geschichte spannender zu gestalten. So sind auf der Flucht vor den Handlangern des Hutts zum Beispiel durchaus manchmal Heimlichkeits- und Verstecken-Proben notwendig, wenn man einerseits Kämpfen ausweichen oder sich einen Vorteil verschaffen will. Die Bögen geben genau an, welche Würfel man dabei einsetzen, und wie man sein Glück noch beeinflussen kann. Auch die Kämpfe laufen nach einen ähnlichen Schema ab.
Tatsächlich werden sich altgediente Rollenspieler im „Einsteigerset“ eher langweilen, da es klassische Anfängerszenarien durcharbeitet, und sollten gleich nach den Grundregelwerken greifen, wenn sie Lust darauf haben, sich im Star Wars Universum zu bewegen, da sie dort gleich mehr Möglichkeiten und Variationen an der Hand haben.
Das Set ist tatsächlich für Neueinsteiger konzipiert, die so erst einmal auf kostengünstige Weise und recht unkompliziert herausfinden können, ob sie überhaupt mit einem „Pen & Paper“-Rollenspiel zurecht kommen oder wie viel Spaß sie dabei haben. Wenn ja, dann hilft das Regelheft dabei, noch einige weitere Szenarien auf und jenseits von Tatooine zu erfinden und durchzuspielen, auch wenn man dabei irgendwann an seine Grenzen stößt. Allerdings ist es auch nicht möglich, sich eigene Figuren auszudenken, da bereits die Blanko-Charakterbögen fehlen und auch die Auswahl an Talenten und Fertigkeiten eher begrenzt ist.

Die Charaktermappen, Pläne und Regelhefte sind schön illustriert, so dass man sich gleich im Spiel zu Hause fühlen kann, so dass keine Wünsche offen bleiben.

Mein Fazit:
Alles in allem rentiert sich das „Star Wars: Am Rande des Imperiums“-Einsteigerset wirklich nur für Fans des Universums, die sich erstmals in der Welt der „Pen & Paper“-Rollenspiele bewegen, oder für Gruppen, die pflegeleichtes Material für eine spontane Runde suchen. Denn hat man bereits Erfahrung stößt man schnell an die Grenzen des doch sehr begrenzten Sets.

Meine Wertung:
3 von 5 Spaceballs

[Rezension] Star Wars – Darth Maul: In Eisen

Autor: Joe Schreiber
Verlag: Blanvalet
Reihe: Star Wars
Format: Taschenbuch, 461 Seiten
Erschienen: September 2014
ISBN: 978-3-442-26983-9

von: Moritz

Schick, schon der zweite Star Wars-Roman, den ich besprechen darf. Langsam groove ich mich ein…

Klappentext:
Vielleicht nicht der mächtigste Diener der dunklen Seite – aber der coolste!

Der finstere Sith Lord Darth Sidious entsendet Darth Maul auf eine todbringende Mission. Sein Schüler soll ein geheimes Gefängnis infiltrieren. Und während er dort in einer illegalen Arena gegen die brutalsten Kriminellen der Galaxis antritt, muss er zugleich den heimtückischen Plan seines Meisters vorantreiben. Sollte Darth Maul Erfolg haben, sind die Sith ihrer Rache an den Jedi-Rittern einen Schritt nähergekommen. Sollte er scheitern … Nun … Versagen ist keine Option!

Die Story:
Auf den ersten Blick erscheint alles total eindimensional. Darth Sidious schickt seinen Schergen in ein Gefängnis, wo dieser den legendären Waffenhändler Iram Radique ausschalten soll, der von dort aus seine Geschäfte abwickelt. Das wäre nun aber nicht sonderlich aufregend und auch völlig vorhersehbar, deswegen gibt es im Dutzend billiger Intrigen und überraschende Wendungen auf den unterschiedlichsten Ebenen. Neben den sehr liebevoll und auch recht brutal geschilderten Kämpfen stellen diese Finten und Gegenfinten, Intrigen und Gegenintrigen,… das Herz des Romans dar. Sowohl im Inneren des Gefängnisses als auch auf Verwaltungsebene und auch noch weiter „oben“ bei Darth Sidious, dem Auftraggeber, ist nicht alles so, wie es auf den ersten Blick erscheint.

Um ganz ehrlich zu sein, am Ende war ich nicht mit allen Auflösungen komplett zufrieden und habe als Leser das „große Ganze“ immer noch nicht so ganz überblicken können, aber vielleicht wird ja so auch nur geschickt ein Folge-Band vorbereitet.

Das Setting:
Wirklich toll. Ich bin ja sowieso Gladiatoren-Fan, aber hier wird alles auf die Spitze getrieben. 95% des Romans spielen auf einem künstlich erschaffenen Gefängnisplaneten, der von einer intriganten Direktorin immer wieder neu konfiguriert werden kann und sich dann auf mechanische Art und Weise komplett verändern kann. Das Gefängnis ist riesig und düster und es gibt nur eine Regel – die Gefangenen müssen zu einem bestimmten Zeitpunkt in ihrer Zelle sein. Sind sie das nicht, so wird eine kleine Sprengladung gezündet, die in ihr Herz eingepflanzt wurde. Ansonsten steht ihnen frei zu tun und zu lassen was sie wollen. Auch wurde das Gefängnis nie komplett fertig gestellt, sodass es auch jetzt immer noch Dinge zu entdecken gibt, da viele Teile nicht – oder zumindest nicht offiziell – genutzt werden. Prima Setting, toll geschildert, dazu Kämpfe und Intrigen bis zum Abwinken. Wie begann ich den Abschnitt doch gleich? Wirklich toll!

Die Charaktere:
Wenn man bei diesem Roman von einem Schwachpunkt sprechen möchte, dann ist dieser hier zu finden. Darth Maul, der ja fast die komplette Handlung trägt, ist ein Teflon-Abziehbild, von dem man in jedem Moment weiß, dass ihm nix passieren kann und dass er alle Probleme locker lösen kann. Da hilft es ihm auch nicht, dass er ab und zu mal verletzt wird, wenn das schon im wenige Minuten später erfolgenden nächsten Kampf komplett vergessen ist. Auch die komplette Ebene außerhalb des Gefängnisses ist personentechnisch komplett uninteressant – einzig ein paar Gefängnisinsassen wie der mysteriöse Zero und die fiese, aber doch irgendwie sympathische, Direktorin Sadiki Blirr sind Lichtblicke von interessanten oder irgendwie geheimnisvollen Personenzeichnungen. Als alter Jabba-Fan hat es mich natürlich gefreut, dass der Schlawiner zumindest zwischendurch mal auftaucht und gegen Ende einen Kurzauftritt in Hologrammform hat. Aber als interessante Romanfigur fällt auch er durch’s Raster, anders als seine Gegnerin Komari Vosa, Darth Mauls „Endgegnerin“ des Romans, um mal in Videospielsprache zu verfallen, die dafür sorgt, dass es nicht nur auf Handlungsebene, sondern auch auf Personenebene mal eine faustdicke Überraschung gibt.

Mein Fazit:
Herrschaftszeiten! Der Roman rockt wirklich schon ganz ordentlich! Darth Maul ist ein toller Protagonist (auch wenn er irgendwie unterschwellig etwas zu „gelackt“ für meinen Geschmack ist), die Kämpfe sind knackig und die Handlung bietet so die eine oder andere Überraschung. Das Ganze noch garniert mit einem interessanten Hintergrund, dem sich immer wieder neu konfigurierenden Gefängnis, und fertig ist ein wirklich gelungener Star Wars Roman „von der dunklen Seite“. Stört man sich nicht an den wirklich expliziten Kampfszenen (oder steht sogar drauf) und daran, dass, abgesehen vom Hintergrund, auch ein Jedi dieses Abenteuer erleben könnte und die dunkle Seite irgendwie nur am Rande wichtig ist, so sollte man hier unbedingt zugreifen und sich ein paar nette Herbst-Abende mit einem „guten Buch“ gönnen.

Meine Wertung:
4 von 5 Arena-Kämpfen

[Rezension] Aufstieg der Jedi-Ritter – Ins Nichts

Autor: Tim Lebbon
Verlag: Blanvalet
Reihe: Star Wars
Format: Taschenbuch, 398 Seiten
Erschienen: Juni 2014
ISBN: 978-3-442-26982-2

von: Moritz

Die Story:
Wie schon im Klappentext angekündigt, muss sich die junge Jedi-Rangerin Lanoree auf die Suche nach ihrem Bruder machen, der droht am Kopf einer Art Sekte die „Welt wie wir sie kennen“ zu zerstören, oder zumindest ordentlich auf den Kopf zu stellen, indem er mit Hilfe schwarzer Materie ein Sternentor zu öffnen.

Das können die Je’daii natürlich nicht zulassen und Lanoree nimmt, unterstützt vom kriminellen Twi’lek Tre und ihrem Roboter Eisenholg (saugeiler Name, mal so ganz nebenbei), der sich in ihrer Abwesenheit um ihren Kreuzer der Friedenshüter-Klasse kümmert, die Spur des Totgeglaubten auf.

Der Plot ist clever gewoben und erzählt zwei Stränge parallel, einmal die aktuelle Suche nach dem Bruder, zum anderen die Geschichte ihrer Reise (zur Jediwerdung), die sie gemeinsam mit ihrem Bruder begangen hat und deren Ende jener allem Anschein nach nicht lebend erreichte. Witzigerweise ist der aktuelle Handlungsstrang im Präteritum erzählt, die Geschichte der beiden Heranwachsenden im Präsens. Gewöhnungsbedürftig, aber eigentlich ganz clever gemacht.

Der Roman besteht dann aus einer atemlosen Hetzjagd, immer dicht auf der Spur von Dal, dem „bösen“ Bruder. Mehrfach stoßen die Geschwister aufeinander und die ersten Male ist immer Dal siegreich, verpasst es allerdings, seine Verfolgerin einfach abzuknallen, aber das kennen wir ja auch aus anderen Reihen *hust* James Bon *hust*!

Wenn man zwischen den Zeilen liest, ist sogar das Ende, trotz – natürlich – abgewendeter Katastrophe, noch halbwegs offen. Ja, da könnte glatt eine Fortsetzung am Horizont zu erkennen sein.

Das Setting:
Cool! Ich habe es hier mit einem sehr geschichtsträchtigen SW-Roman zu tun, denn in der vorne im Buch abgedruckten Timeline ist deutlich zu erkennen, dass dies beinahe der „älteste“ Roman der ganzen Reihe ist und 2013 CSY spielt. Die Orte – zumindest in den gefährlicheren Situationen – finde ich dann auch wirklich die gelungensten Elemente des Romans. Zuerst geht es nach Kalimahr, wo gerade der Turm, in dem sich Lanoree und Tre mit Mara treffen, echt gut geschildert ist und ganz sicher eine denkbare Location ist. Mein Favorit ist dann allerdings die Schilderung von Nox, das nach einer kurzen Visite in einem Tempel angesteuert wird. Ein von Kriegen und einer feindlichen Atmosphäre geplagter Planet, wo man unter großen Kuppeln leben muss. So hat „Grünwald, der Name der Siedlung, die die beiden Hauptpersonen aufsuchen müssen, schon eher einen sarkastischen Touch.

Die Charaktere:
Hmmm… Die Charaktere finde ich eher schwach gezeichnet. Es wird zwar viel über sie erzählt und angedeutet, aber man fühlt sich ihnen irgendwie nie sonderlich nah.

Auch die Reisegeschichte aus der Vergangenheit schildert zwar großartig wie junge Je’daii ausgebildet werden, aber Lanoree und Dal bleiben irgendwie blass. Man weiß genau worauf alles hinausläuft.

Auf etwas Interesse trafen bei mir aber die Nebenfiguren. Tre, der Ti’lek ist eine Art Westentaschen-Han Solo und kommt zu Beginn hart und unnahbar daher, wird aber immer zugänglicher und scheint am Ende gar das Herz am rechten Fleck zu haben. Keine Ahnung wodurch diese Entwicklung begründet sein soll, aber immerhin gibt es eine Entwicklung.

Mara war aber wirklich mal nicht von der Stange – eine scheinbar ehemalige Je’daii, die nun völlig fett auf einen Schwebegleiter zurückgreifen muss, um sich bewegen zu können. Sie finanzierte die Gruppe um Dal und ist dann am Ende des Romans mit ein paar Getreuen verschwunden. Hey, ich hoffe echt, dass sie die wahre Drahtzieherin hinter dem ganzen Stress war, und in einer zukünftigen Fortsetzung wieder auftaucht.

Mein Fazit:
Tja, mein erster Star Wars-Roman nach vielen, vielen Jahren (die letzten dürften vermutlich von Timothy Zahn in den 90ern gewesen sein) und doch so viele klassische Star Wars-Klischees. Fühlt sich irgendwie wie Heimkommen an.

Augenscheinlich wird eine gewaltige, weltenumwälzende Bedrohung abgewendet (die ich bei Star Wars unterschwellig immer erwarte), aber insgesamt liest es sich doch eher wie eine absolut klassische, kleine „coming of age“-Geschichte mit dem Konflikt zweier Kinder, die sich auseinandergelebt haben und nun „damit leben müssen“.

Schön sind die beiden ineinander verwobenen Erzählebenen, aber so ein richtiger Kracher war das noch nicht. Aber was soll’s? Ich habe ja noch einen weiteren Star Wars-Roman auf dem Nachttisch liegen…

Meine Wertung:
3 von 5 Ur-Je’daii

[Rezi] Scott Bradley: Blondinen, Blobs & Blaster-Sch+üsse

scott_bradley_cover_ebook_800Autor: Andreas Winterer u.a.

Verlag: evolver Books

Format: broschiert, 213 Seiten

Erschinen: Mai 2011

ISBN-13: 978-3950255836

von: Würfelheld

Sie kennen Hautjob-jagende Polizisten die Androiden mit dem Voight-Kampf-Test auf die Schliche kommen wollen. Halbkybernetische Police Officers die einen unter Mordverdacht stehenden Roboter verhören und dabei blöde Sprüche reißen. Schwarzgekleidete Helmträger mit Asthma, die Todessterne kommandieren und ihre Offiziere erwürgen. Sowie diesen Martini saufenden Frauenheld der immer bis zur letzten Sekunde wartet, bevor er endlich die Welt rettet.

Wenn ihnen auch unglückliche Firmenfussionen internationaler Fahrzeughersteller und als Bars getarnte, mit dem Blut von Kropzeug verschmierten Schlachthöfe und fürchterlich in die Hose gegangene Weltraummission ein Begriff sind, dann vergessen sie diese Pussys und Weicheier.

Den alles das haben sie von Scott Bradley gelernt bzw. von diesem berichtet bekommen!

Scott Bradley, die Hauptfigur dieser Missionssammlung ist das, was man sich unter einem Superhelden bzw. der Evolutionserfüllung vorstellt.

So erlebt man in diesem Heiligen Buch, in sechszehn Missionen, den Beginn und den Aufstieg des Scott Bradley. Vom Soldaten, hin zum Special Forces, zum Spion, zum Überläufer, zum Imperator, und so weiter und so fort.

Auf eine Story möchte ich etwas genauer eingehen. Und zwar „Seminar für Eroberer und Imperatoren“. In dieser muß Scott als Seminarleiter, Leuten wie Darth Vader, Darth Maul und Fantomas beibringt, wie man sich „als Böser“ gegenüber „den Guten“ verhält und welche Fehler man niemals machen sollte. Das Ganze wird dann durch Rollenspiele praxisorientiert dargestellt und beleuchtet, wobei Bradley sowohl mal die Guten als auch mal die Bösen gibt.

Mein Fazit:

Ich muss sagen, das Scott Bradley: Blondienen, Blobs & Blaster-Schüsse mit seinem Protagonisten, genau das ist, was ich mir unter einem satirischen SF Buch vorstelle. Nicht nur, das Nerd-Größen und Kultfiguren wie Darth Vader oder Filme wie Blade Runner ihren Arschtritt bekommen und einem die Lachmuskeln trainieren lassen. Nein, auch das man in jeder Zeile bzw. auf jeder Seite mit der nächsten Kopfnuss oder einem Schienbeintritt rechnen kann, machen das ganze zu einem Leseereignis.

Dieses Buch hat es geschafft, mich von vorne bis hinten, mit seinen sechszehn Missionsberichten, hervorragend zu unterhalten. Selten habe ich so einen unangepassten Protagonisten erlebt, der auf alle Konventionen und Regeln „kackt“. Jaaa, so muss man es wirklich schreiben, denn das ist Scotts Style, wenn er sich zurückhält!

Für mich war es sehr erfrischend zu sehen, das es Autoren gibt, die es schaffen in der Science-Fiction frei von der Leber weg zu schreiben und ihre Romanfiguren auch ihre Ecken und Kanten zu lassen.

Wer also was sucht, was politisch unkorrekt ist, was viel Action hat und was klasse unterhält, ist hierbestens bedient!

Ein kleine Imperatorenbeleidigung habe ich dann aber gefunden, Es gibt, zwar weniger als eine handvoll Gags bzw. Gemeinheiten die man zu früh kommen sieht.

Ich wünsche mir mehr davon!

Meine Wertung:

4,75 vom 5 Lesebefehlen

Weitere Informationen:

Scott Bradley im Netz

ScottBradleyBBuBS_ASkora_Leseprobe99-101_2013-10

Scott Bradley @ Facebook

Scott Bradley bei evolver Books inkl. Leseproben

[Video] Unboxing Star Wars Einsteigerbox

Tequilla hat sich mal die zur SPIEl`13 erscheinende Einsteigerbox von Star Wars – Am Rande des Imperiums aus dem Hause Heidelberger vorgenommen.