[Rezension] Kollaps – Das Imperium der Ströme #1 (Roman, SF)

14. November 2017

© FISCHER Tor

Es ist schon einige Jahre her, dass ich den ersten Roman von Hugo Award und Kurd-Laßwitz-Preisträger John Scalzi gelesen habe. Dabei handelte es sich dann auch direkt um die „Krieg der Klone“-Trilogie, wobei die anderen Veröffentlichungen aus dieser Reihe, zwar nicht ungelesen blieben, aber die Bedeutung für mich nicht so hoch war. Nun hat FISCHER Tor den Auftaktband „The Collapsing Empire“ auf Deutsch herausgegeben. Da musste ich einfach zugreifen und die Nase über die Seiten wandern lassen.

Den Rest des Beitrags lesen »

Advertisements

[Rezension] Die Sinistra

4. September 2014

Autor: Tom Daut
Verlag: Oldigor Verlag
Format: Taschenbuch, 402 Seiten
Erschienen: März 2014
ISBN 13: 978-3945016367
ASIN: B00IPOPLDY (eBook)

von: Würfelheld

Auf der diesjährigen RatCon hatte ich mich in die Lesung von Tom geschlichen. Gelesen wurde zwar Der gefallene Prophet – was zu gefallen wusste und somit war klar, dass ich den unabhängigen Vorgänger, nämlich dieses Werk hier, einfach konsumieren muss.

Klappentext:
Die Sinistra – eine Kommandobrigade, die in den Straßenschluchten Trentagons gnadenlos Jagd auf die Kräfte des Okkulten macht …
Während sich der Dynast des Stadtstaats mit einem schrecklichen Krieg an der Nordgrenze konfrontiert sieht, wird seine Regentschaft durch unablässige Machtkämpfe in den eigenen Reihen bedroht. Einzig die Kämpfer der Sinistra stehen loyal zum Herrscher.

Auch Caron Salvador, der junge Sohn des Dynasten, verpflichtet sich zum Dienst in der Sinistra. Doch er muss erkennen, dass ein Rivale seines Vaters kurz davor steht, die Herrschaft über Trentagon an sich zu reißen. Dunkle Magie und Intrigen sollen dem Dynasten und seiner Sinistra den Untergang bringen.

Können Caron Salvador und seine Kameraden das Netz der finsteren Machenschaften zerschlagen?

Die Story:
Trentagon eine stark religiös angehauchte Dynastie, die mit den Sinistra eine Sonderheit im Kampf gegen das Böse, wie etwa Damönen oder aber auch zum Schutz des Herrschers unterhält. Eines Tages beschließt der Dynastensohn und Thronfolger Caron sich den Sinistra anzuschließen und sich der Ausbildung zu stellen.

So geht sein Wunsch in Erfüllung und Caron befindet sich schneller als gedacht im Ausbildungszentrum wieder. Dort wird er Capitan Adamato unterstellt. Sein Trupp umschließt weitere fünf Personen.

In der Ausbildung erlebt Caron sowohl Höhen als auch Tiefen, allerdings wächst er an beiden. So kommt es beim ersten Außeneinsatz zum Eklat und Caron findet sich vorm Kriegstribunal wieder. Sein Leben steht auf dem Spiel. Dank seines Trupps und einer Verschwörung findet er aber einen Fluchtweg aus seiner Lage.

Als ob das jedoch noch nicht genügend Probleme für Caron wären, haben sich auch Felis Lagun und Jayd Kessler, die Töchter des mächtigsten Industriellen des Landes in ihn verliebt und kriegen sich am laufenden Meter in die Haare.

Capitan Adamanto warnt Caron vor und mahnt ihn an für klare Verhältnisse zu sorgen, denn das was auf sie zukommen wird, duldet keinerlei Ablenkung.

Nach diesem Zwischenfälle geht es weiter mit der Ausbildung. Den Sinistra-Kadetten wird einer der größten Feinde Trentagons vorgestellt. Gleichzeitig sprechen die Ausbilder eine Aufgabe aus, die die Kadetten zu erfüllen haben. Diese scheint fast unlösbar zu sein.

Als es dann zu einem Ritualmord vor dem Sinistra-Stützpunkt kommt, webt sich ein Netz um Caron, welches ein Ausmaß annimmt, das man so nicht erwartet hat.

Das Setting:
Das Buch spielt im 26. Jahrhundert und die Menschen haben sich in verfeindete Gruppierungen geordnet. Zum einen gibt es da Trentagon, die Heimat der Sinistra, welche einen gläubigen Codex nacheifern, der seines gleichen sucht.

Auf der anderen Seite gibt es Magie, Damönen, Hexen- und Zirkelmeister. Magie kann u.a. auch gegen Technik eingesetzt werden, ist aber nicht unbesiegbar.

Der dritte große Aspekt ist die Technik. Diese hat sich sehr stark weiterentwickelt. So finden heutige Entwicklungen wie Pads in Form von Datenbewahreren noch den Einzug in die Welt, auf der anderen Seite findet man Hilfs- und Kampfroboter.

Die Charaktere:
Das Buch rückt Caron Salvador in den Mittelpunkt des Geschehens, das ist verständlich, denn spielt er doch eine gewichtige Rolle in der Thronfolge von Trentagon. So trifft man im Fortschreiten des Buches doch immer wieder auf die Charaktere die Caron umgeben, so z.B. auf seinen Ausbilder Adamanto oder aber seiner Sinistra Gruppe den Aracas. Die Charaktere machen dabei alle einen guten Job, sprich – man fühlt sich direkt mit Ihnen verbunden oder kann sie zum verrecken einfach nicht leiden und hofft das sie schnell wieder verschwinden. Der Autor gibt hier genügend Infos an die Hand, sodass sich entsprechende Charaktere aufbauen und entwickeln können.

Mein Fazit:
Da liest man den Prolog und denkt sich „Wow! – Das fängt fast wie der ein oder andere Shadowrun Roman an“ und somit schon mal einen Stein im Brett.

Dann liest man weiter und stößt immer durchs ganze Buch hindurch auf Szenen oder Personen die einem unheimlich bekannt vorkommen, aber ohne das dies für Kopfschüttler oder Fluchanfälle sorgt. So trifft man auf Capitan Adamato der einen stark an den Ausbilder aus Starship Troopers erinnert. Weiterhin trifft man auf die DMKs, welche einen an Doctor Whos Cyberman erinnern. Oder als drittes Beispiel noch angeführt sei Roscoe Venlak der so sehr an Private Paula aus Full Metal Jacket erinnert, dass es vor lachen weh tut.

Außerdem findet man aus einigen anderen Universen (Pen & Paper Rollenspiele) wie z.B. Shadowrun, Warhammer 40K oder Engel Ansätze wieder. Darunter fällt auch die Magie, die hier ebenfalls Einzug erhalten hat und durch Gesten dargestellt wird, was aber durch ihre Dramatik und Auswirkungen keinesfalls altbacken oder lächerlich wirkt.

Auch die Verschmelzung von Magie und Technologie eröffnet der Story gute Möglichkeiten die auch klasse genutzt werden.

Das „große Netz“ um Caron Salvador ist sehr weitreichend und lange Zeit aufgebaut worden, das es für mich an dieser Stelle, ein wenig unglücklich erscheint. Auf so lange Zeit, ein so großes Komplott mit so vielen Beteiligten vor seinen Feinden, in dessen eigenen Wohnzimmer geheimzuhalten, ist mir etwas zu sehr herangezogen.

Alles in allen hat mich Tom mit seiner Story eingefangen, gefesselt und unterhalten das ich es bereue, dass das Buch schon zu Ende ist.

Meine Wertung:
4,75 von 5 Herzen der Wahrheit – Viva Verdad!


[Rezi] Scott Bradley: Blondinen, Blobs & Blaster-Sch+üsse

15. Oktober 2013

scott_bradley_cover_ebook_800Autor: Andreas Winterer u.a.

Verlag: evolver Books

Format: broschiert, 213 Seiten

Erschinen: Mai 2011

ISBN-13: 978-3950255836

von: Würfelheld

Sie kennen Hautjob-jagende Polizisten die Androiden mit dem Voight-Kampf-Test auf die Schliche kommen wollen. Halbkybernetische Police Officers die einen unter Mordverdacht stehenden Roboter verhören und dabei blöde Sprüche reißen. Schwarzgekleidete Helmträger mit Asthma, die Todessterne kommandieren und ihre Offiziere erwürgen. Sowie diesen Martini saufenden Frauenheld der immer bis zur letzten Sekunde wartet, bevor er endlich die Welt rettet.

Wenn ihnen auch unglückliche Firmenfussionen internationaler Fahrzeughersteller und als Bars getarnte, mit dem Blut von Kropzeug verschmierten Schlachthöfe und fürchterlich in die Hose gegangene Weltraummission ein Begriff sind, dann vergessen sie diese Pussys und Weicheier.

Den alles das haben sie von Scott Bradley gelernt bzw. von diesem berichtet bekommen!

Scott Bradley, die Hauptfigur dieser Missionssammlung ist das, was man sich unter einem Superhelden bzw. der Evolutionserfüllung vorstellt.

So erlebt man in diesem Heiligen Buch, in sechszehn Missionen, den Beginn und den Aufstieg des Scott Bradley. Vom Soldaten, hin zum Special Forces, zum Spion, zum Überläufer, zum Imperator, und so weiter und so fort.

Auf eine Story möchte ich etwas genauer eingehen. Und zwar „Seminar für Eroberer und Imperatoren“. In dieser muß Scott als Seminarleiter, Leuten wie Darth Vader, Darth Maul und Fantomas beibringt, wie man sich „als Böser“ gegenüber „den Guten“ verhält und welche Fehler man niemals machen sollte. Das Ganze wird dann durch Rollenspiele praxisorientiert dargestellt und beleuchtet, wobei Bradley sowohl mal die Guten als auch mal die Bösen gibt.

Mein Fazit:

Ich muss sagen, das Scott Bradley: Blondienen, Blobs & Blaster-Schüsse mit seinem Protagonisten, genau das ist, was ich mir unter einem satirischen SF Buch vorstelle. Nicht nur, das Nerd-Größen und Kultfiguren wie Darth Vader oder Filme wie Blade Runner ihren Arschtritt bekommen und einem die Lachmuskeln trainieren lassen. Nein, auch das man in jeder Zeile bzw. auf jeder Seite mit der nächsten Kopfnuss oder einem Schienbeintritt rechnen kann, machen das ganze zu einem Leseereignis.

Dieses Buch hat es geschafft, mich von vorne bis hinten, mit seinen sechszehn Missionsberichten, hervorragend zu unterhalten. Selten habe ich so einen unangepassten Protagonisten erlebt, der auf alle Konventionen und Regeln „kackt“. Jaaa, so muss man es wirklich schreiben, denn das ist Scotts Style, wenn er sich zurückhält!

Für mich war es sehr erfrischend zu sehen, das es Autoren gibt, die es schaffen in der Science-Fiction frei von der Leber weg zu schreiben und ihre Romanfiguren auch ihre Ecken und Kanten zu lassen.

Wer also was sucht, was politisch unkorrekt ist, was viel Action hat und was klasse unterhält, ist hierbestens bedient!

Ein kleine Imperatorenbeleidigung habe ich dann aber gefunden, Es gibt, zwar weniger als eine handvoll Gags bzw. Gemeinheiten die man zu früh kommen sieht.

Ich wünsche mir mehr davon!

Meine Wertung:

4,75 vom 5 Lesebefehlen

Weitere Informationen:

Scott Bradley im Netz

ScottBradleyBBuBS_ASkora_Leseprobe99-101_2013-10

Scott Bradley @ Facebook

Scott Bradley bei evolver Books inkl. Leseproben


[Video] Unboxing Star Wars Einsteigerbox

14. Oktober 2013

Tequilla hat sich mal die zur SPIEl`13 erscheinende Einsteigerbox von Star Wars – Am Rande des Imperiums aus dem Hause Heidelberger vorgenommen.

 

 

 


[Rezi] Aufstieg – WH40K – Der Große Bruderkrieg 1

23. Dezember 2012

Autor: Dan Abnett

Verlag: Heyne

Format: broschiert, 448 Seiten

Erschienen: 209

ISBN 13: 978-3-453-52535-1

von: Jaguarrr

Dan Abnett nimmt uns in die grimmige und dunkle Zukunft des 41., äh, 31. Milleniums zu Zeiten des Grossen Kreuzzuges im Warhammer 40k Universum mit. Das Cover zeigt uns Luna Wolves die auf eine Befestigung zustürmen.

Zum Inhalt:

Den größten Teil der Ereignisse schaut der Leser Garviel Loken über die Schulter. Die Geschichte beginnt auf der Welt 63-19, die in das Imperium eingegliedert werden soll. Auf Terra wurde die Entscheidung getroffen das die Legionen der Astartes von so genannten Memoratoren begeleitet werden sollen. Memoratoren sind Poeten, Dokumentaristen und Fotografen deren Aufgabenbereich eher an Barden als an Kriegsberichterstatter erinnert. Loken ersetzt Hastur Sejanus, welcher auf 63-19 fiel, im Mournival. Als einer von vier Astartes dient er nun Kriegsmeister Horus als Berater, Ratgeber und auch politisches Instrument. Auf 63-19 ist die Imperiale Armee derweil damit beschäftigt die Eingliederung zu vollenden und hat Schwierigkeiten in den Flüsterspitzen, einer Gebirgskette. Horus entsendet Loken und die 10. Kompanie um die Sache zu beenden. Es endet allerdings damit das sich Sergeant Xavyer Jubal verwandelt und gegen seine Waffenbrüder wendet. Nur mit großer Mühe und unter vielen Verlusten konnte Jubal besiegt werden.

Bestürzt und im Glauben in seinen Pflichten versagt zu haben kehrt Loken mit seiner Kompanie zur Flotte zurück. Horus eröffnet Loken in einem privaten Gespräch was Jubal dazu gebracht hat sich gegen seine Brüder zu wenden und auch um Loken zu versichern, das er keineswegs versagt hat. Doch was hat dieses Medallion zu bedeuten das Loken beim Ausräumen von Jubals Räumlichkeiten findet?

Mein Fazit:

Loken als Hauptcharakter gefällt mir sehr gut, es ist gleichzeitig schade und interessant das man fast nur seinen Erlebnissen folgt. Man hat das Gefühl man verpasst viele wichtige Ereignisse die sich im Hintergrund abspielen. Die Wahl die Geschichte aus der Ich-Perspektive zu erzählen hätte diesem Abhilfe geschaffen. So wirkt das Kapitel (1. Teil, 5. Kapitel) in dem der Leser Ignace Karkasy, einen Poeten der Memoratoren, verfolgt wie ein misslungener Versuch einen anderen Blickwinkel der Geschichte zu erzählen. Alles was ich aus diesem Kapitel mitnahm ist das die Bewohner von 63-19 nicht besonders glücklich über ihre zerbombte Stadt sind und das Memoratoren die besoffen durch die Straßen ziehen und über die Vergänglichkeit von allen Dingen ,auch dem Imperium, lamentieren von imperialen Gardisten todgeprügelt werden. Ein Kapitel das ich als überaus irritierend empfand bis zu dem Zeitpunkt als Ignace Karkasy später wieder auftauchte. Ich dachte mir „Oh. Er lebt… Warum? Wozu? Was soll dieses Kapitel?“

Die Einblicke in die Zeit als alles noch in Ordnung war, naja… relativ in Ordnung, ist interessant. Lokens Abenteuer weiterzuverfolgen wird mir Spaß machen, auch wenn er wohl ein tragisches Ende haben wird.

Die deutsche Übersetzung ist korrekt, wobei das nicht immer eine gute Sache ist. Battlebrother mit Schlachtenbruder zu übersetzen ist… korrekt, hat aber nicht den gleichen eindeutigen Klang wie Waffenbruder. Schlachtenbruder klingt so nach Metzgerei Horus & Söhne. Wenn (und ich sage WENN) man Titel, Ränge und Eigennamen übersetzt so sollte stimmungsvoll übersetzt werden, 1-zu-1-Übersetzungen werden häufig ungewollt komisch. Ja, dieser Absatz richtet sich an den Verlag.

Das Buch liest sich gut und ist dahingehend geschickt das ich weitere Bände lesen möchte. Es fixt an und das ist was ein erster Band einer Reihe tun sollte.

Meine Bewertung:

3,25 von 5 verprügelten Memoratoren


[Rezi] Warhammer 40K Deathwatch – Der Imperator beschützt

18. November 2012

Verlag: Heidelberger Spieleverlag

Format: Hardcover, 176 Seiten

ISBN 13: 978-3-942857-06-2

Preis: 34,95 €

von: Jaguarrr

Der Imperator beschützt ist ein Abenteuerband für Warhammer 40K Deathwatch. Das Buch kommt im üblichen Hardcover daher. Die Verarbeitung der Buchbindung verspricht stabil zu sein. Das Cover zeigt einen Space Marine.

Zum Inhalt:

Nach dem Inhaltsverzeichnis kommt eine Einleitung die einen kurzen Abriss über die drei Abenteuer in diesem Band bietet. Neben dem Hintergrund der Kampagne und der einzelnen Abenteuer, sind auch Ratschläge wie sich diese in eine laufende Kampagne einbinden lassen, genauso wie Erklärungen zu optionalen und bedingten Begegnungen enthalten. Ebenfalls sind auch die wichtigsten Gegenspieler kurz beschrieben.

Allgemeines zu den einzelnen Kapiteln/Missionen

Der Aufbau der einzelnen Kapitel folgt einem Schema. Einer Übersicht für den SL über die Lage und Ereignisse die im Laufe des Abenteuers stattfinden werden, ein Abriss über Konsequenzen innerhalb des Abenteuers und den folgenden. Eine Hinweis-Box gibt Auskunft wie man das Abenteuer allein stehend leiten kann. Danach folgen die einzelnen Akte des Abenteuers beginnend mit der Einsatzbesprechung für die Waffenbrüder inklusive einer Auflistung der Missionsziele und damit einhergehende Requirierungspunkte. Vorzulesende Abschnitte sind in weiß unterlegten Boxen formatiert. Eingestreut an den richtigen Stellen sind Hinweis-Boxen zu wichtigen Personen, Orten und Handouts.

Ab und an finden sich die so genannten optionalen Begegnungen die an bestimmten Zeitpunkten eintreffen können in den Abenteuern wieder. Diese können sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf den Verlauf des Abenteuers haben und sind für das Erreichen der Primärziele nicht unbedingt erforderlich.

Im Abenteuer-Epilog finden sich Ideen für weitere Missionen mit direktem Bezug auf das gerade abgeschlossene Abenteuer wieder(z.B. wenn es nicht ganz so erfolgreich abgeschlossen wurde wie gewünscht) Weiterhin werden auch Konsequenzen für folgende Abenteuer der Kampagne dargelegt.

Im Anhang finden sich alle NSCs mit Spielwerten und evtluellen Verweise, wo sich genauere Informationen finden lassen, wie z.B. auf die Hinweis-Box des Kapitäns der die Waffenbrüder zum Einsatzplaneten verschifft, wieder.

I. Der Preis der Hybris

Das Exterminatorteam reist auf die Urzeitwelt Aurum . Der Planet eignet sich hervorragend als Nahrungsproduzent für den Kreuzzug. Das stolze Kriegervolk das den Planeten bewohnt zeigt sich allerdings unbeeindruckt von dem was es bisher vom Imperium gesehen hat und nur die Adeptus Astartes geben Hoffnung das der Planet friedlich dem Imperium beitritt und nicht als weitere Kriegszone endet. Hinzu kommt eine verstorbene Adepta Sororitas und der Verdacht das Xenos auch ihre Griffel im Spiel haben.

II. Steinerner Schlaf

Die Deathwatch schickt das Team auf den Planeten Karlack, Dreh- und Angelpunkt des Achilus-Kreuzzuges, ein Agrarplanet und wohl ein Blick in die Zukunft was Aurum bevorsteht. Ein Inquisitor ist verschwunden der Untersuchungen über eine geheimnisvolle Stadt unter dem Meer unternommen hat. Des weiteren hat der Planet schwer mit Xenoskulten zu kämpfen.

III. Das wachsame Schwert

Es geht nach Samech, einer Welt in der Hand des Chaos. Alles was die Waffenbrüder bisher erreicht und herausgefunden haben führt sie nun hierher. Mitten im Herz des Feindes ist das Exterminatorteam die beste Hoffnung die aufgedeckte Verschwörung scheitern zu lassen und die ganze Jericho-Weite vor einer Katastrophe zu bewahren.

Zusätzlich zum üblichen Aufbau finden sich übersichtliche Tabellen die die Konsequenzen aus Der Preis der Hybris und Steinerner Schlaf noch mal aufführen sowie deren spieltechnische Auswirkungen.

Mein Fazit:

Dies ist mein erster WH40K-RPG Abenteuerband und ich muss sagen, ich bin beeindruckt. Nachdem ich mir andere Abenteuerbände aus Schattenjäger und Freihändler kurz angesehen habe, weisen alle die selbe übersichtliche Struktur auf. Der Verlag hat ein Format gefunden mit dem ich mich sehr gut zurechtfinde.

Das Cover welches von Michael Phillippi gezeichnet worden ist, ist von gewohnt hoher Qualität. Ich hätte aberr doch lieber eines gesehen das mehr Bezug zum Inhalt hat, als einfach einen knieenden Space Marine. Ein gedritteltes Bild mit typischen Szenen der einzelnen Planeten wäre eindrucksvoller gewesen.

Ein Lesebändchen würde das Bedürfnis nach Post-Its für z.B. den NPC-Anhang negieren. Mir fehlt es einfach.

Die Handouts sind im allgemeinen sehr schick, einzig der Brief des Inquisitors auf Seite 72 fällt negativ auf. Der Schrifttyp ist bei der gewählten Schriftgröße sehr schwer zu lesen. Abhilfe hätte da sicherlich eine größer Schrift geschafft.

Gut sind die markierten Proben die sich in den Texten befinden, im Stile von „sehr schwerer (-30) Tech-Gebrauchs-Wurf„. Ddiese fallen im Text schnell auf. Leider wurde es verpasst dies auch für vergleichende Proben zu tun.

Schick sind die optionalen, und im späteren Verlauf, die bedingten Begegnungen. Mangelt es an Spielzeit kann man diese locker überspringen. Ein roter Hering war meiner Ansicht nach keiner von diesen. Üblicherweise machen sie das Leben der Spieler leichter weil z.B. im Verlauf weniger Feinde auf einmal auftauchen.

Ein kleines Fazit zu den Abenteuern ist schwierig, da ich nichts verraten möchte. Von daher halte ich mich nun ein wenig vage.

Der Preis der Hybris wird viel mit der Geduld der Charaktere hadern. Die Bewohner von Aurum haben zu viel Stolz, und auch Unwissen, um sich einzugestehen wie tief sie im Dreck stecken. Von der Kultur her wird sich ein Storm Warden sehr verbunden mit dem Volk fühlen. Ich persönlich sehe hier ein „Dorf das die Neuankömmlinge nicht mag“-Szenario. Ein Szenario wo ich mich immer in Geduld üben muss um nicht brennende Trümmer zurückzulassen.

Steinerner Schlaf bietet auch so sein Klischee, dem Prinzen im hemmungslosen Luxus. Zumindest weiß er wie er den Charakteren (echt) hilfreich sein kann. In diesem Abenteuer gibt es eine Überraschung der sich die Spieler wohl recht bald gewahr werden. Steinerner Schlaf ist wohl mein Favorit der drei Abenteuer.

Das wachsame Schwert bildet einen epischen Abschluss der Kampagne. Es geht auf eine vom Chaos gehaltene Fabrikwelt. Der Erfolgsdruck auf die Charaktere ist noch größer als bei Steinerner Schlaf. Neben den Waffenbrüdern gibt es nur eine handvoll imperialer Sympathisanten. Besonders gefällt mir der Einfluss den die vorherigen Einsätze haben, dies äußert sich in bedingten Begegnungen und auch spieltechnischen Vorteilen.

Gut ist die Möglichkeit die Abenteuer für sich als allein stehend zu leiten. Statt selbst die Notwendigen Details selbst zu entfernen finden sich die entsprechenden Infos was man weglassen sollte in einer Hinweis-Box wieder. Danke an die Autoren die sich die Mühe gemacht haben. Die Kampagne lässt sich problemlos in eine laufende einstreuen, vorausgesetzt natürlich die andere ist entsprechend kompatibel. Dies ist besonders für Runden mit wechselndem SL komfortabel.

Im Abschluss kann ich nur sagen ein guter Abenteuerband. Dem Spielleiter ist damit ein Werkzeug von hoher Qualität gegeben. Es liegt nun an der Spielgruppe es ein klasse Erlebnis werden zu lassen. Ich freue mich darauf es zu leiten.

Meine Bewertung:

4 von 5 brennenden Ketzern


FeenCon 2012 – Lesung von David Grashoff

22. Juli 2012

Es ist nun gut eine Woche her, da fand in der Stadthalle von Bad Godesberg die FeenCon 2012 statt. Am Samstag, 14.07.2012 lies es sich David Grashoff nicht nehmen einiger seiner Texte vorzutragen.

Dank David ist es mir hier nun möglich Euch die Lesung zu präsentieren.

Das ganze wurde in sieben Teile geschnitten, damit ich es Euch ohne Probleme zur Verfügung stellen kann.

Viel Spaß!!!