[Rezension] Spaceship Unity – Season 1.1 (Brettspiel, kooperatives Aktionsspiel, SF)

© Pegasus

Als es 2022 auf der Spielemesse Essen das erste Mal einem ausgewählten Personenkreis vorgestellt wurde, konnte Spaceship Unity unter diesem bereits einen kleinen Begeisterungssturm entfachen. Jetzt ist das Spiel auch offiziell im Handel erschienen – und die Lobeshymnen klingen nicht ab. Was ist dran an dem Sci-Fi-Spiel mit dem ungewöhnlichen Konzept?

DAS SPIELMATERIAL
Was direkt auffällt ist das Gewicht der Box. Knapp drei Kilo bringt der Inhalt des stabilen und schön designten Kartons auf die Waage – mitnichten ein Leichtgewicht also. Wer beim Auspacken nun Dutzende von Kleinteilen befürchtet, kann beruhigt aufatmen: Den Großteil des gewichtigen Inhaltes bilden rund 400 Spielkarten, die in über 300 Storykarten, 39 Systemkarten und in 56 Verletzungs- und Störungskarten aufgeteilt sind. Hinzu kommen noch fünf Storybücher, zwei Sanduhren, sieben Marker, eine Anleitung und ein Logbuch für den Vermerk des Spielfortschritts.

Das Material ist ausnahmslos hochwertig produziert, was auch das Gewicht erklärt. Die Karten sind auf stabilem Karton gedruckt, während für die Storybücher dickeres und somit ebenfalls stabileres (Hochglanz)Papier verwendet wurde. Die farbigen Illustrationen von Eric Hibbeler sind hervorragend und fangen die Atmosphäre des Spiels super ein. Und was die ausmacht, dazu kommen wir jetzt.

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[Interview] Bernd Perplies über Star Trek Prometheus

Seit einiger Zeit ist klar das es eine neue Star Trek TV-Serie geben wird und der Trailer zu „Beyond“ flimmert derzeit auch über die Bildschirme. Damit aber nicht genug, CrossCult bringt nun eine neue Star Trak Romanreihe namens PROMETHEUS auf den Markt. Das Besondere daran ist, das diese aus Deutschland stammt. Bernd Perplies, Autor der ersten geplanten Bände, stand mir nun Rede und Antwort. Dafür an dieser Stelle nochmals „Vielen Dank“. Und nun ohne weiteres Blabla zum Interview. Viel Spaß!

Hallo, Bernd.
Vielen Dank, dass wir dieses Interview führen können. Würdest Du Dich zuerst einmal kurz vorstellen.
Mein Name ist Bernd Perplies, und ich wurde 1977 in Wiesbaden geboren. Dort bin ich auch aufgewachsen. Nach einem Studium der Filmwissenschaft und Germanistik an der Uni Mainz habe ich etwa zehn Jahre beim Deutschen Filminstitut in Frankfurt und Wiesbaden gearbeitet. Gleichzeitig war ich aber auch schon immer als Journalist und Übersetzer im Bereich der Phantastik tätig, etwa für die Zeitschrift SPACE VIEW und für Pegasus Spiele. 2006 kam dann auch das Schreiben dazu, 2008 erschien mein Debüt-Roman „Tarean – Sohn des Fluchbringers“. Und seit etwa drei Jahren bin ich nun ganz selbstständig und Schreiben ist mein Hauptbroterwerb geworden.

Du wilderst als Autor ja im Bereich Phantastik, das reicht von Fantasy-Reihen, über einen BattleTech-Roman, hin zu Steampunk. Wie bist Du zur Schreiberei gekommen?
Ich habe schon immer gerne geschrieben. Früheste Fantasy-Erzählungen datieren bis in die Grundschule zurück, später folgten oft Kurzgeschichten, die von Rollenspiel-Abenteuern inspiriert waren, die ich mit Freunden spielte. Zu einem Roman hat es allerdings nie gereicht, weil ich nicht das Durchhaltevermögen hatte, 300 und mehr Seiten zusammenhängenden Text niederzuschreiben. Durch das Übersetzen habe ich mich dann an größere Projekte herangetastet. Und als ich kurz vor meinem 30. Geburtstag stand, habe ich mich ernsthaft angefangen zu fragen, wo ich eigentlich im Leben hin will. Wie es der Zufall wollte, flatterte mir zu dem Zeitpunkt die Einladung zu einem Schreibwettbewerb ins Haus – und daraufhin habe ich endlich aufgerafft, hingesetzt und mein erstes Werk geschrieben. Ich bin dort zwar schon in der ersten Runde ausgeschieden, aber ich konnte das fertige Buch nutzen, um über eine Literaturagentur einen Vertrag bei einem Verlag zu erhalten. So kam „Tarean – Sohn des Fluchbringers“ auf den Markt.

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