[Rezension] Black Ice

Autor: Frank Lauenroth
Verlag: Begedia Verlag
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 254
Erschienen: Okt. 2014
ISBN: 9-783957-770127
Preis: 12,50 Euro

von: Moritz

Black Ice?!? Ein klarer Fall für Cybertech-Kram. Da habe ich Bock drauf!

Klappentext:
Seit Jahren ist Frankie mit seinem Raumfrachter CORONA allein im Overstream unterwegs. Er arbeitet hart und achtet die allzu wandelbaren Gesetze der Planeten in den äußeren Systemen.

Als sich beim Anflug auf Clarion Prime jemand auf sein Raumschiff portiert, ahnt Frankie noch nicht, dass sich durch diesen Fremden sein gesamtes Leben ändern wird.

Vielleicht hätte er die Ladung BLACK ICE – eine perfekte, wunderbar nebenwirkungsfreie Droge – nicht stehlen sollen. Auf der Flucht vor Duistermach, dem weithin gefürchteten psychpatischen Vollstrecker der mächtigen Handelsgesellschaft, gewährt er nach und nach mehreren Verfolgten Auf seiner CORONA Zuflucht.

Als sich Duistermach auch noch Kopfgeldjäger anschließen, versucht Frankie mit seiner stetig wachsenden Crew das Geheimnis des BLACK ICE zu lüften und so – vielleicht – ihr aller Leben zu retten.

Zum Inhalt:
Überraschung! Wir haben es trotz des Titels mit keinerlei Gibson oder xyz-Shadowrun zu tun, sondern das „Black Ice“ ist die tollste Droge des Universums und davon hat der Frachterkapitän Frankie, ein „ehrbare Halunke“, der auch „Hans Olo“ heißen könnte, plötzlich den kompletten Frachtraum voll und einer der fiesesten Kerle des bekannten Universums ist ihm auf den Fersen. Er beschließt, dass die einzige Möglichkeit, sein Überleben zu sichern, der Angriff ist und versucht alles, um dem Ursprung seiner Fracht auf den Grund zu gehen. So weit die Handlung, die im Laufe des Romans immer verworrener wird und sich im Endeffekt als komplette Nebelkerze herausstellt. Und, das Beste – eine waschechte Wendung am Schluss, mit der der erfahrene Leser allerdings irgendwie schon gerechnet hatte…

Seine stärksten Momente hat der Roman aber, wenn er in bester Kurosawa-Manier dem Einzelgänger Frankie eine extrem merkwürdige, aber im Endeffekt dann doch schlagkräftige Crew an die Seite stellt. Anders als beispielsweise bei den „Glorreichen 7“, wo wir es mit einem Superpistolero, einem genialen Planer, einem Sprengstoffexperten… zu tun haben, die sich nach und nach finden und durch die Umstände zu einer Einheit zusammengeschweißt werden, sammelt Frankie nach und nach ein zum Leben erwachtes mit DNA kombiniertes Sexspielzeug, einen kleinen Holzmenschen, eine dreibrüstige unfassbar attraktive Empathin und schlussendlich sogar seinen eigenen Klon ein. Hört sich in Kurzfassung vielleicht verrückter an, als es tatsächlich ist, denn der Roman schafft es, diese Freak-Show halbwegs organisch einzuführen und zu etablieren.

Mein Fazit:
Nette Lektüre mit ein paar ungewöhnlichen Ideen und einem absolut sympathischen Helden. Eher klassische Sci-Fi oder Space Opera mit einem Hauch Han Solo als der vom Titel her zu erwartende Shadowrun-Roman. Aber in dem Bereich habe ich schon deutlich Schlimmeres gelesen, denn alleine schon die merkwürdige Heldentruppe ist für ein paar Schmunzler gut und trägt die etwas verworrene Geschichte im Alleingang.

Meine Wertung:
3 von 5 „glorreiche 7“

[Hörspiel-Rezi] Mark Brandis – Sirius-Patrouille 1+2

Verlag: Folgenreich

Format: jeweils 1 Audio CD / oder als MP3 Download

Erschienen: beide März 2012

ASIN Teil 1: B006HIYNWU

ASIN Teil 2: B006HIYQUE

von: Knödelchen

Mark Brandis neuster Auftrag führt ihn auf den schweren Raumkreuzer INVICTUS. Dort soll er als Repräsentant der VEGA (der Venus-Erde-Gesellschaft für Astronautik) den abschließenden Testflug überwachen. Mit an Bord gegangen ist Martin Seebeck, ein renommierter Journalist, der einen „Reisebericht“ über den anstehenden Testflug und die damit verbundenen Ereignisse schreiben soll.

Doch der Flug ist viel mehr als nur ein Standardfunktionstest der Bordsysteme. In Wahrheit ist dieser Flug eine geheime Patrouille, welche zum Zweck hat auf der festgelegten Route Raumpiraten aufzuspüren und das Verschwinden von mehreren unbemannten Sonden aufzuklären.

Zwischen Brandis, dem die tatsächliche Mission der INVICTUS bekannt ist, und Major Degenhart gibt es unterschiedliche Ansichten über die Vorgehensweise. Während Brandis mit Geduld und Besonnenheit an die Sache herangeht, verfolgt Degenhart eine aggressivere Vorgehensweise, wobei er die verschiedensten Grenzen, wie zum Beispiel auch die der Folter, überschreitet.

Als Brandis in Begleitung von Martin Seebeck, in Raumanzügen, von einer Untersuchung eines Wracks zurückkehren, wird die INVICTUS angegriffen. Brandis befiehlt Seebeck vor ihm die rettende Schleuse ihres Schiffes zu betreten, womit er dem Reporter das Leben rettet, jedoch dadurch selbst von einem großen Trümmerteil getroffen wird und schwerste Verletzungen davonträgt.

Durch diese Ereignisse und Brandis Verletzung, wittert Degenhart seine Chance die Mission auf seine Weise fortzusetzen. Somit macht er kurzerhand Jagd auf den Angreifer. Das Gesuch von Dr. Rebecca Levy, der Bordärztin, – Kurs auf eine Raumstation zu setzen, um das Leben des schwer verletzten Mark Brandis zu retten, lehnt Degenhart ab.

Somit bleibt Levy nichts weiteres übrig, als Commander Brandis mit den spärlichen Mitteln der INVICTUS zu versorgen und darauf zu vertrauen, dass Degenhart ihrer Bitte bald Folge leisten wird.

Bei der Sirius-Patrouille handelt es sich um einen Zweiteiler, was aufgrund der guten Story und den ausführlichen, für die Stimmungen wichtigen, Detailbeschreibungen auch erforderlich ist.

Mein Fazit:

Sirius-Patrouille setzt die Reihe um Mark Brandis in bester Tradition der vorangegangenen Folgen fort. Die aus den anderen Teilen bekannte Atmosphäre aus gelungenen Dialogen, guten Sprechern, sowie der gut gelungene musikalischen Untermalung runden das ganze ab.

Wer die gute SciFi und die Mark Brandis Reihe im Besonderen mag, für den ist dieses Hörbuch eine gute Kaufempfehlung. Nicht nur um die Bibliothek zu füllen, sondern um sich gut unterhalten zu lassen.

Meine Wertung:

Von mir mit einer glatten Punklandung: 5 von 5 Sternenkreuzer