[Rezension] Greystar: Hinter dem Schattentor (Spielbuch, World of Lone Wolf)

© Mantikore Verlag

„Greystar – Der junge Magier“ spielt in der gleichen Welt wie die Abenteuer von „Lone Wolf“ und erzählt wie diese Spielbuch-Reihe auch eine fortlaufende Geschichte. Erschienen ist diese Reihe damals bei Goldmann unter dem Titel „Silberstern“. Der Mantikore Verlag legt diese noch einmal neu auf und fügt dem ganzen noch ein weiteres und neues Abenteuer hinzu.

INHALT
Greystar ist ein Findelkind, das von den Magiern einer uralten Rasse aufgezogen wurde, weil sie darauf hoffen, dass er der Auserwählte einer Prophezeiung ist. Sie, die Shianti, selbst haben bisher nicht die Macht gehabt, den finsteren Nekromanten und Zauberer Shasarak zu besiegen, der seinen Schatten immer weiter über die bekannte Welt wirft.

Dem jungen Mann ist es gelungen, Angriffe des Feindes zu überleben und erste Erfolge zu verzeichnen. Doch nun kommt die schwerste aller Aufgaben auf ihn zu, er muss das Schattentor durchschreiten, um dort in der Dimension der Engel und Dämonen das Artefakt zu finden, mit dem Shasarak zu besiegen ist.

Im Bonusabenteuer nimmt es ein verwegener Freibeuter mit den Schergen Shasaraks auf, um sie daran zu hindern, einen strategisch wichtigen Hafen zu verlassen. Er ist selbst gerade erst zum Kapitän geworden und das scheint mit Hilfe der Magier die beste Chance zu sein um sich Ruhm und einen Namen zu schaffen.

MEDIADATEN

…Autor: Ian Page, Joe Dever, Alexander Kühnert, Vincent Lazzari
…Übersetzung: Alexander Kühnert
…Reihe: World of Lone Wolf: Greystar #03
…Verlag: Mantikore Verlag
…Format: broschiert
…Seiten: 412
…Erschienen: Juni 2019
…ISBN: 978-3961880508
…Preis: 14,95 EUR (eBook: 9,99 EUR)

MEINE MEINUNG
Die Mechanismen der Fantasy-Spielbücher sind den eingefleischten Fans schon bekannt, wer mit diesem Band neu einsteigt, wird fein säuberlich eingeführt, auch wenn es bei dieser Saga vermutlich ratsamer ist ganz zu Anfang einzusteigen, da dieses Abenteuer schon ein wenig komplexer und gefährlicher ist als die ersten.

Anstelle von Kampffertigkeiten rücken bei Greystar natürlich die Zauberfähigkeiten in den Mittelpunkt. Ansonsten ist alles beim alten, denn auch hier gehört eine große Portion von Geschick und Taktik mit etwas Glück dazu. Zum Spielen braucht man mehr oder weniger nur ein Blatt Papier, einen Stift, Zufallszahlen werden anhand einer Tabelle am Buchende ermittelt.

Seine Fähigkeiten, seine Ausrüstung und andere Dinge trägt man in das Aktionsblatt ein, Konfrontationen werden in ein Kampfprotokoll eingetragen. Und natürlich kann man immer wieder neu anfangen, wenn man seinen Charakter zu einem „toten Ende“ geführt hat. Und das kann diesmal leicht passieren, das es hinter dem Schattentor meistens sehr bedrohlich zugeht und man sich auch nicht all zu sehr auf die Güte der engelsgleichen Gestalten verlassen sollte. Beendet man das Abenteuer erfolgreich trägt man jetzt immerhin etwas bei sich, das immens wichtig für den großen Showdown im kommenden Band ist.

Man merkt dem klassischen Abenteuer von Joe Dever und Ian Page durchaus an, dass es den Klischees der 1980er Jahre folgt und damit auch keine großen Probleme hat, die bekannten Handlungsmuster wiederzukäuen, während der Bonus doch schon etwas frischer wirkt und mit der ein oder anderen verblüffenden Idee aufwartet, die ein bisschen Pfiff in das Spiel bringt.

Letztendlich muss man aber schon in Laune sein, um Spaß an dem Soloabenteuer zu haben, denn die ersten Male können durchaus enttäuschend werden, auch sollte man nicht erwarten, die Geschichte sofort durchspielen zu können.

Alles in allem ist die Idee aber immer noch nett und kann vielleicht den ein oder anderen Lesefaulen an Fantasy-Abenteuer in Textform heranführen.

„Hinter dem Schattentor“ ist schon etwas anspruchsvoller als die ersten beiden Bände der Reihe „World of Lone Wolf: Greystar“. Man kann das Buch zwar ohne Vorkenntnisse spielen, spannender wird es aber, wenn man schon die anderen Teile kennt. Wie immer wird solide, wenn auch nicht herausragende Fantasy-Kost geboten, die wenigstens interaktiv zu unterhalten weiß und passionierte Gamer auch einmal in einer Situation ablenken kann, in denen kein Netz und so weiter vorhanden ist.

MEINE WERTUNG
3,5 vom 5 Einsamen Wölfen

von: kris

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