[Rezension] Für die Königin (Kartenspiel)

© System Matters

Kartenspiele sind immer dann gefragt, wenn ihr unterwegs seid oder schnell mal eine kleine Runde mit Freund*innen, Familie etc. spielen möchtet. Sie sind kompakt und kurzweilig. Das beginnt beim klassischen Kartenspielen (ohja habe ich „Feuer“ geliebt, besonders wenn es die Hände der Mitspieler betraff 🙂 ) über Quartett (da gab es echt tolle, wie z.B. LKWs, Landmaschinen,…) bis hin zu Sammelkartenspiele . Das man aber auch eine Geschichte mit Karten erzählen kann, ist eher selten. Also haben wir uns mit „Für die Königin“ ein solches Storytellinggame geschnappt und losgelegt.

DAS SPIEL
Wenn man die handliche Rubinrote Box öffnet, wird schnell klar, hier gibt es nicht viel komplexes Spielematerial, sondern einfach nur einen recht umfangreichen Kartenstapel in einer Banderole aus Craft Papier.

Nimmt man den Kartenstapel in die Hand merkt man zum einen das recht ungewöhnliche, große Format und erkennt das einfache wenn auch ansprechende Gestaltung der Karten.

Direkt oben auf, oder unten, je nachdem wie man den Kartenstapel hält, gibt es zwei Karten, die im eigentlichen Spielverlauf nicht benötigt werden. Zum einen ist das die Impressumskarte und zum anderen die Zusammenfassungskarte auf welcher kompakt aber ausreichend detailliert die Anleitung steht.

Ihr braucht die Anleitungskarte aber nicht, denn der Stapel mit den Grünen Karten ist die Spielanleitung, der besondere Kniff, jede/r Spieler*in muss reihum eine Anleitungskarte ziehen und vorlesen, bis ihr am Ende der Anleitung angekommen seid, so muss nicht einer allein vorlesen und es ist sichergestellt das jede/r sich mit der Anleitung „beschäftigen“ muss.

Die Karte Aufbau & Inhalt hat eine Doppelfunktion, sie beschreibt kurz und knapp die Spielvorbereitung und ist gleichzeitig (umgedreht) die X-Karte auf die ich später zu sprechen komme.

Ist der Stabel mit den Anleitungskarten durch und hat man alle Anweisungen befolgt. („Die Königin wird angegriffen – Verteidigst Du sie?“-Karte wurde eingemischt und die x-Karte für alle gut erreichbar platziert, sowie eine Königinnen Karte als Inspiration ausgewählt), dann geht es auch schon mit dem eigentlichen Spielgesehen los. Ein/e beliebige/r Spieler*in zieht die erste Inspirationskarte, ließ die Frage laut vor und formuliert seine Antwort. Die anderen Spieler*innen können ihn weitere Fragen stellen oder Vorschläge machen, die der/die jeweilige Spieler*in nach Belieben beantworten, mit einbauen oder ignorieren kann. Hat der/die Spieler*in keine Idee, oder mag er /sie die Frage auf der Karte nicht beantworten kann er/sue entweder auf die X-Karte tippen, um eine neue Karte zu ziehen oder sie reihum weitergeben. Die Weitergabe kann solange erfolgen, bis ein/e Spieler*in die Frage beantwortet oder die x-Karte antippt. Das Spiel geht so lange bis ein/e Spieler*in die eingemischte „Die Königin wird angegriffen – Verteidigst Du sie?“-Karte gezogen hat. Diese Frage muss von allen Spieler*innen beantwortet werden.

Jetzt fragt ihr Euch bestimmt: „Und wer gewinnt?“

Die Antwort ist: „Alle!“

„Für die Königin“ ist ein Koop-Spiel, bei dem es nicht darum geht Punkte anzuhäufen, sondern zusammen mit den anderen Spieler*innen eine gute Geschichte zu erzählen.

MEDIADATEN

…Entwickler: Alex Roberts
…Verlag: System Matters Verlag: (Evil Hat Production)
…Alter: 13+
…Spieler: 2 – 6 Spieler
…Spieldauer: 30-120 Minuten
…Preis: 19,95 EUR

MEINE MEINUNG
Ein kooperatives Kartenspiel bei dem man die Anleitung als Teil des Spiels vorlesen muss und über das Einstecken einer bestimmten Karte in den Zugstapel entscheiden kann, wann ein Spiel endet bzw. wie lange es dauern soll?! – Was strange klingt stellte sich als simple und clevere Idee heraus.

Die Idee das die Spieler*innen die Anleitung gemeinsam vorlesen müssen ist eine schöne Idee, um zum einen das Interesse aller an den einfachen Spielregeln zu wecken, aber gleichzeitig auch eine Aufwärmrunde für den eigentlichen Spielverlauf.

Das Spiel ist superschnell aufgebaut, die unterschiedlichen Königinnen sprechen die emotionale Seite an und lassen bei der „Dämonenkönigin“ andere Antworten zu als bei der lieblichen Schönheit, was für Abwechslung sorgt.

Das Spielprinzip und das schöne, wenn auch schlicht gehaltene Kartendesign machen Spaß. Ein gemütliches, Stressfreies Spiel, bei dem es nur Gewinner gibt und Alle Spaß haben.

MEINE WERTUNG
4,75 von 5 Königinnen

von: Quack-O-Naut

L I N K S

2 Kommentare zu „[Rezension] Für die Königin (Kartenspiel)“

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