[Rezension] Wo ist das Gehirn? (Brettspiel)

Verlag: Truant Spiele (Cheapass Games)
Autor: James Ernest
Spieler: 3-8
Spieldauer: 15 Minuten
Alter: 12+
EAN: 978-3-934282-69-8
Preis: 14,95 Euro

von: Greifenklaue

Ein kleines Zombie-Spielchen, rund um deren Hauptnahrungsmittel. Na mal sehen was uns da erwartet.

Klappentext:
Ihr arbeitet in einer Fastfood-Bude und müsst eine Handvoll täglicher Aufgaben erledigen, bevor ihr nach Hause gehen könnt. Einige dieser Aufgaben sind jedoch so kompliziert, dass ihr ein Gehirn dafür braucht oder besser DAS Gehirn, denn es gibt nur eins.

Wo ist das Gehirn? ist ein einfaches, schnelles Kartenspiel um ein Fastfood-Restaurant und seine Zombiebedienung. Der Spieler gewinnt, der zuerst keine Karten mehr auf der Hand hält. Das Spiel enthält alles, was man benötigt: Spielregeln, 100 farbige Spielkarten und einen sechsseitigen Würfel.

Inhalt
100 Karten, ein W6 und ein Regelblatt.

Das Spiel:
Arme Zombies sind gezwungen in einem Restaurant Fast Food zu verkaufen und alle möchten schnellstmöglich Feierabend machen, vermutlich um sich über die nun wohlgenährte Kundschaft herzumachen. Das Problem, einige Aufgaben erfordern Hirn – und davon gibt es im Zombierestaurant nur eins und das muss sich geteilt werden …

Soweit der Hintergrund, spieltechnisch geht es darum möglichst schnell alle Handkarten, wovon es drei Arten gibt, loszuwerden und so zu gewinnen. Die erste Art sind die blauen Karten, die Auktionskarten. Den mit der Auktion um das Gehirn – repräsentiert durch den W6 – beginnt das Spiel. Jeder darf reihum ein Gebot abgeben in Form einer blauen Karte mit den Zahlenswerten 1-28. Hatte man gerade das Gehirn verwandelt sich die 1-4 in eine 29. Dann wird reihum solange gespielt, bis das Gehirn fallengelassen wird – dann wird erneut geboten, oder jemand hat gewonnen.

Hat man das Gehirn darf man loslegen, das macht man üblicherweise mit der zweiten Klasse, den rosa Karten, den Jobkarten, die ein Gehirn benötigen – und damit ein Würfelwurf. Manche Jobs sind leicht zu erledigen, manche schwer, je nachdem das Würfelergebnis, welches min. erreicht werden muss. Zudem können immer Jobs mit zwei Händen erledigt werden, daher man kann auch zwei einhändige Karten ausspielen. Z.B. gibt es den Mittagsandrang, ein beidhändiger Jobs, der min. eine „5“ erfordert und dann jeder Spieler eine Karte ablegen darf. Oder Brainstorming, ein einhändiger Job, der eine „3“ erfordert und jeder Spieler eine Handkarte auf den Tisch legt, diese gemischt werden und dann jeder eine dieser Karten zieht.

Der Spieler dahinter kann dann nur noch gelbe Karten spielen, also Jobkarten, die kein Gehirn erfordern (und damit automatisch funktionieren).
Bei Gibt`s noch Frühstück? Muss der linke Nachbar eine -karte ziehen, beim Brennenden Grillrost hingegen man selbst. Das ist aber meist immer noch besser als die Alternative: Kann oder möchte man keine Karte ausspielen, muss man eine nachziehen oder seine komplette Hand tauschen mit einer Karte mehr, also z.B. 3 ablegen, 4 aufnehmen. Besonders fiese Karten wie z.B. „Ziehe 2 Karten“ kann man natürlich auch versuchen seinem Nachbarn zu geben oder, auch schön, selbst schön viele Karten auf der Hand haben und die komplette Hand dann tauschen. Kurzum, die Karten sind eigentlich immer in Bewegung …

Dazu kommt noch ein ganzer Haufen Karten, die das Gehirn weiterbewegen (Bei Da! Ein Elefant! erhält man es selbst, bei Hoppla! bekommt es der linke Nachbar, der man natürlich auch selbst sein kann – beides übrigens Ein-Hand-Jobs, um dann gleich noch nen einhändig hinterherzulegen.) oder das Gehirn fallenlassen (Schussel! beendt die Runde und die Auktion startet beim linken Nachbarn, beim Mitarbeiter des Monats beendet man auch die Runde, bekommt aber ohne Auktion das Gehirn, muss dafür aber drei Karten ziehen). Dadurch kann es gerade bei größeren Mitspielerzahlen auch mal sein, dass man „länger“ nicht drankommt, weil das Gehirn fallen gelassen wird, bevor man selbt am Zug war und wer anders die Auktion gewinnt und das Hirn erneut fallen lässst, bevor man dran war … Aber das ist weniger ein Bug als ein Feature und man kann sich erheblich rächen dafür.

Das ganze ist ein kurzweiliges, eher glücksbetontes Spiel, langfristige Strategien haben eher wenig Sinn, da dauernd Karten den Besitzer wechseln, welches gut den Zombiespieleabend einleitet oder die Zombie-RPG-Runde ausklingen lässt. Für 3-4 Spieler stimmt die anvisierte Stunde Pi mal Daumen, manchmal geht es überraschend schnell und manchmal haut mn sich so oft gegenseitig in die Pfanne, dass der Nachzugstapel kaum noch Karten hat.

Mein Fazit:
Für zombieaffine Spieler ein kurzweiliges Kartenspiel, eher zum kurzen Zwischendurch, Auftakt oder Ausklang des Spieleabends den sein Hauptbestandteil, aber eben auch ein Spiel in dem sich jeder schnell rein findet, kein taktisches Geschick braucht und nicht 5 Minuten auf den nächsten Zug warten muss. Dementsprechend auch für den Gelegenheitsspieler geeignet.

Meine Wertung:
3,5 von 5 Zombiehirne

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Eine Antwort zu [Rezension] Wo ist das Gehirn? (Brettspiel)

  1. […] der höchste Einflußfaktor, aber es ist etwas mehr Hirnschmalz erforderlich als z.B. “Wo ist das Gehirn?“, wo es deutlich wilder zugeht. Der Vergleich zum “Russisch Roulette” in […]

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