Kurzfilm: The Blind-Walking Dead #SerienMalAnders

Heute komme ich mal mit einem Netzfundstück, welches ich bei Aktion Mensch gefunden habe, um die Ecke. Und schon Stirnrunzeln? Ehrlich, ich htte es am Anfang als ich die PM, welche mich auf dieses Video hinwies, gelesen habe.

Aber dann kamen zwei Sachen zusammen, welche das Ding einfach Anders machten. Zum einen der Nerdfaktor durch „Walking Dead“ und zum anderen die Thematik „Blindheit“. Ja, wenn Du diesen Blog verfolgst, muss ich wohl nicht mehr viel erklären.

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[Buch] Philip Bösand liest „Blutspuren von Christian Günther“ (Zombies)

„Jenseits der Felder war das nächste Dorf fünf Kilometer entfernt – Wiegersen war vor einigen Monaten schon gefallen, kurz bevor sie hier den Wall verstärkt hatten. Eine streunende Horde hatte das Dorf nachts heimgesucht. Sie waren in Häuser und Scheunen eingedrungen und hatten die Bewohner gnadenlos angegriffen. Die meisten waren ihnen zum Opfer gefallen und fanden sich jetzt wahrscheinlich in den Reihen der Untoten wieder, während nur wenige sich in den Wald hatten flüchten können.“

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[Rezension] Wo ist das Gehirn? (Brettspiel)

Verlag: Truant Spiele (Cheapass Games)
Autor: James Ernest
Spieler: 3-8
Spieldauer: 15 Minuten
Alter: 12+
EAN: 978-3-934282-69-8
Preis: 14,95 Euro

von: Greifenklaue

Ein kleines Zombie-Spielchen, rund um deren Hauptnahrungsmittel. Na mal sehen was uns da erwartet.

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[Rezension] Die Zuflucht (Totes Land 2)

as-DieZuflucht-TotesLand2Autor: M. H. Steinmetz
Verlag: Manticore Verlag
Format: Paperback
Erschienen: Oktober 2014
ISBN-10: 3945493021
ISBN-13: 978-3945493021

von: Christel Scheja (kris)

Mit „Die Zuflucht“ setzt Mario H. Steinmetz seine Trilogie „Totes Land“ fort. Bereits in „Ausnahmezustand“ führte er in eine Welt ein, die durch eine Seuche unbekannten Ursprungs in eine Katastrophe führte.

Marcus hat in einem Live-Rollenspiel bei Berlin ein genau solches Szenario nachgestellt und wollte zunächst gar nicht glauben, dass aus dem Spaß bitterer Ernst geworden ist. Dennoch hat er sich mit seinen Freunden auf den sechshundert Kilometer langen Weg durch ein Land gemacht, dass ins Chaos gestürzt ist.
Teilweise auch von den anderen getrennt ist Marcus durch apokalyptische Landschaften und Städte gereist, in denen an jeder Ecke Gefahr lauern kann. Denn die durch die Krankheit entstandenen Zombies fallen jedes lebende Wesen an. Und auch Weggefährten verwandelt sich schneller als befürchtet in Monster.
So hat der junge Mann mehr als einen schmerzhaften Verlust hinter sich, als er schließlich mit seinen Freunden Frankfurt erreicht. Noch immer hofft er darauf, seine Frau Annette in Speyer lebend wieder zu sehen, aber wenn er sieht, wie die Streitkräfte und noch Gesunden mit Kranken und Infizierten umgehen, wenn er sieht, wie weit sich die Monster ausgebreitet haben, scheint die Chance immer kleiner zu werden.
Immerhin gelingt es ihm schließlich an sein Ziel zu gelangen – aber damit fängt der Kampf erst richtig an …

Diente „Ausnahmezustand“ noch dazu, das Szenario von „Totes Land“ aufzubauen und den Helden einzuführen, so hofft man nun, dass „Die Zuflucht“ richtig los legt. Der Anfang lässt darauf hoffen. Die Helden können sich zwar einen Moment erholen, erleben aber auch mit, was die Apokalypse aus vielen Menschen gemacht hat. Und da sie selbst einige Blessuren am Leib tragen müssen sie entsprechend vorsichtig sein.
Die Geschichte konzentriert sich nun ganz auf die Gruppe um Marcus. Nur noch in wenigen Blitzlichtern erfährt man, was anderenorts passiert oder wie die Seuche überhaupt entstanden sein könnte. Wie immer wird die Handlung flott erzählt … aber doch kommen im Mittelteil Längen auf, weil die Helden einerseits nur noch wenig Wegstrecke zurücklegen müssen und sogar Hilfe bekommen, die ihnen Stress erspart, und die Begegnungen mit den Zombies nach bereits bekanntem Schema ablaufen.
Zwar würzt eine Tragödie das ganze Szenario, aber auch diese folgt nur den aus vielen anderen Zombie-Endzeit-Geschichten bekannten Klischees, die diesmal eher unangenehm wirken als die Atmosphäre vertiefen. Als erfahrener Leser hat man in diesem Teil der Trilogie mehr erwartet als man letztendlich bekommt.
Auch die Figuren stagnieren, vor allem Marcus, der aus den neuen Erfahrungen nichts mehr zu lernen scheint. Und die Nebencharaktere sinken mehr denn je in den Status von Stichwortgebern herab und bleiben einem nicht einmal mehr im Gedächtnis hängen. Das Ende wartet dann auch noch mit einem Cliffhanger auf, dessen Auflösung sich auch schon erahnen lässt.
Letztendlich leidet der Roman deutlich darunter der Mittelteil einer Trilogie zu sein, denn der Autor hält sich mit der Spannung zurück, um auch im letzten Buch noch etwas bieten zu können.

Alles in allem fällt „Die Zuflucht“ deutlich gegenüber „Ausnahmezustand“ ab, lässt sich aber immer noch recht kurzweilig lesen, wenn man sich nicht an den zunehmenden Klischees und offensichtlichen Entwicklungen stört. Auch diesmal werden Zombie-Endzeit-Fans genau das bekommen, was sie von ihrer Lektüre erwarten: Action und Horror, gepaart mit ein paar dramatischen Momenten.

Meine Wertung:
3,5 vom 5 Zombies

Beschreibender Text eines E-Books mit Rezensionshintergrund! Dirty Nerd – Texte von der dunklen Seite des Nerdtums

Autor: David Grashoff
Illustration: Timo Grubing
Format: ebook (Mobi)
ASIN: B00N869IXI5

von: QuackOnaut

Wer kennt sie nicht, diese Betamännchen. Meist bebrillte Typen von in der Regel schmächtigem Körperbau deren einzig schlechte Note die sechs in Sport ist. Die für Mädels schlichtweg nicht Existent sind und als ständiges Opfer für die Schulraudis herhalten müssen. In der Schule verspottet, als Hacker gefürchtet und von der NASA einbestellt wenn es gilt die Welt zu retten. – NERDS!

Doch Nerds sind nicht immer die unschuldigen, naiven Eierköpfe die wir aus dem Fernsehen kennen. Nein Nerds haben durchaus auch eine dunkle Seite und eben diese dokumentiert David Grashoff sehr amüsant und treffend in seinem Buch „Dirty Nerd – Texte von der dunklen Seite des Nerdtums“. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von insgesamt 36 SLAM-Texten und drei Kurzgeschichten.

Doch Zappen wir mal durch die Texte:

Den Anfang macht „Don’t fuck with Bludbadbitch69!“ indem eine Programmiererin anlässlich der Kritik ihres Chefs eine Schimpftirade am Telefon loslässt, die nerdiger nicht sein könnte und mir persönlich ein paar gute Ideen für eventuelle Diskussionen mit meinem Chef mitgegeben hat.

In „Ein Sommer in den Achtzigern“ begleiten wir drei pubertierende Jungdetektive die sehr interessante Lösungsmethoden für die Aufklärung des Falls eines verschwundenen Haustieres entwickeln, um die Belohnung abzugreifen.

Freunde von Roadtrip-Movies kommen in „Das Leben ist kein Schlager von Roberto Blanco oder wie das Karma mich dafür bestraft hat, dass ich einmal ein Jesus-Lebt-Plakat durch ein K erweitert habe.“ auf ihre Kosten. (Oh Man ist das ein gehämmerter Titel 😉 )
In der unser Protagonist einen Selbstfindungstrip der ganz besonderen Art beschreibt.

Wer sich jetzt mit der Flachen Hand vor die Stirn schlägt und meint das es nicht noch bekloppter und überdrehter abgehen könnte, wird mit „Mein Gemüse“ an den Rand des Wahnsinns geführt. Hier erfahren wir mehr über den letzten wahren Action-Helden, dem Supermacho und wirklichen Master of the Universe – Zack Boner!

Ruhiger aber nicht minder unterhaltsam geht es mit „Schreiben ist an sich keine Zauberei, wenn man nicht ständig abgelenkt … oh mein Gott, was macht die Frau denn da mit der Lavalampe?“ weiter. Dieser Text ist definitiv der Beweis dafür warum Nerds keine Tagebücher schreiben sollten.
Wenn doch, dann bitte veröffentlichen.

Wer Rollenspieler und regelmäßig auf Con’s anzutreffen ist, wird sich in „Ein ganz normaler Tag aus dem Leben eines Rollenspielers“ wiederfinden. Das ganze ließt sich wie ein Tatsachenbericht bei dem man die ganze Zeit denkt: „Kenn‘ ich!“

Doch hast Du nicht auch schon des öfteren Mal mit dem Gedanken gespielt, eine Antwort auf diese in grottenschlechten Deutsch verfassten Werbebotschaften zu Antworten die dein E-Mailpostfach und die Internetleitung verstopfen? In „Email von Julia_x“ erfahren wir wie es richtig geht.

Zwar nicht wegen SPAM aber trotzdem gewarnt sein, wer eine blühende Phantasie sein eigen nennt. Die sollten sich gut überlegen ob sie „Wie die Drogen Jack Wolfsskin davon abhielten den Rock’n’Roll zu töten.“ wirklich lesen wollen. Ich bekomme die Bilder eines Nackten, nur mit einer Spongebob-Socke über sein bestes Stück gestülpten, um einen Scheiterhaufen aus brennenden Jacken tanzenden, Champignons verzehrenden Irren nicht mehr aus dem Kopf!

Wer als Nerd zu Schulzeiten gehänselt, verdroschen und einfach nur jede verdammte Sekunde gedemütigt wurde, kennt sie, die Rachephantasien wie sie in „Das Nerdperium schlägt zurück“ beschrieben werden. Wer sich zu passenden Racheaktionen noch nichts hat einfallen lassen, sollte hier ein paar gute Ideen abgreifen können.

Sollte der geneigte Leser jetzt noch immer nicht wissen, was ein Nerd ist oder sich fragen warum es so viele unterschiedliche Nerds gibt, der bekommt mit „Die Nerdklassen“ eine kleine Einführung in die unterschiedlichen Nerdtypen zum besseren Verständnis vermittelt. Jede einzelnen Nerdklasse wir in einem recht kurzen aber treffenden Text beschrieben was ein wenig an die Charakterbögen eines Rollenspiels erinnert.

Nachdem wir nun über die Nerdklassen ausreichend informiert wurden, wird es zeit das neu erlangte Wissen sacken zu lassen. Wer wissen will wie man in der Disziplin der korrekten Entspannung zum Meister wird, für den ist „Entspannt bis zum bitteren Ende“ der perfekte Leitfaden. Denn nur die Entspannten überleben.

„Alles kann nichts muss“ ist die Devise einer recht amüsanten Dokumentation über einen neuen aufstrebenden Star in der Swinger-Szene. Hier muss der Leser gute Nehmerqualitäten unter Beweis stellen, standhaft sein und eine Menge einstecken, denn es wird verdammt hart für die Lachmuskeln.

Wer einen Zockerabend dem Besuch in einem Swingerclub vorzieht, wird in eben dieser Geschichte „Der Zockerabend“ auf seine Kosten kommen und so nebenbei noch einen guten Hinweis bekommen.

Falls man eher zur Samstag-Abend-Fernsehen-Fraktion gehört, mag man sich des öfteren mal über die Qualität des Fernsehprogramms der hiesigen Sendeanstalten seine Gedanken gemacht haben. In „Ich kann gar nicht so viel Fernsehen gucken wie ich kotzen möchte“ teilt David Grashoff seine Einschätzung des Programms mit.

Vielleicht mag diese Einschätzung auch von dem Umstand ausgelöst worden sein das die gute heile Fernsehwelt in den letzten Jahren gelitten hat. In „Vampire sind die neuen Pferde“ erfahren wir zumindest, warum im Sonnenlicht glitzernde, anstelle unter Schmerzensschreien in Flammen aufgehende Vampire uncool sind.

Wer sich jetzt berufen fühlt einen neuen Roman zu schreiben um der Flut an schlechter Literatur entgegenzuwirken, aber verdammt nochmal keine Ahnung hat wie es geht, sollte sich auf das Wesentliche konzentrieren. Nehmt Euch ein Beispiel an „Eine Zombie-Wimmelbuch-Geschichte“.
Hier hat sich Grashoff ganz auf das wesentliche Konzentriert. Keine im Sonnenlicht glitzernde Vampire, keine tiefgreifende philosophische Erklärung über den Sinn des Lebens oder komplizierte Liebesgeschichten. Es geht schlicht um eine Unmenge an Zombies und den Fakt das wir alle am Arsch sind, wenn die Zombiekalypse ausbricht.

Ich gebe zu das mag für dein einen oder anderen ein Zombie zu viel gewesen sein und man mag sich Fragen was aus den Helden der Kindheit geworden ist. Wer eine Antwort auf diese quälende Frage sich wird sie in „From Hero to Zero“ bekommen.

Die Antwort mag schockieren, aber keine Sorge, denn wer jetzt gestresst sein sollte für den hält Grashoff ein Hausmittel zur Entspannung bereit. In „Die Masturbation ist der Puff des kleinen Mannes!“ werden wir über die Therapeutische Wirkung der Masturbation, der Auswahl der richtigen Vorlagen und einem recht pragmatischen Ansatz für anstehende Aufklärungsgespräche informiert.

Wer sich stattdessen lieber abreagieren und seiner kriminellen Energie freien lauf lassen möchte, für den hält „Auf die Bremse treten oder auch Breaking Bad“ eventuell die richtige Antwort bereit.

Für alle diejenigen, denen die beiden vorangegangenen Empfehlungen nicht zugesagt haben, können Trost in einer Brieffreundschaft finden. Gute Ansätze findet der geneigte Leser in einem „Brief an Vladimir Vladimirovich Putin“.

Sollten sich die eine oder andere Leserinnen unter uns befinden und ihnen eine Brieffreundschaft nicht ausreichen, so bleibt noch eine persönliche Beziehung mit einem Nerd. Doch auch Nerds haben ihre ganz eigenen Vorstellungen von ihren Partnerinnen. In „Mein kleines Nerd-Mädchen – SciFi-Edition“ erfahren wir, was sich der SciFi-Nerd von Heute unter einer idealen Partnerin vorstellt.

Damit es aber auch von Seiten paarungswilliger Nerds klappt, sollten diese einige Tipps bezüglich ihrer Postings auf sozialen Netzwerken berücksichtigen. Die besten Tipps bekommen wir in „Meine Facebook Erkenntnisse“ vermittelt.

Ist man an dieser Hürde gescheitert, so kann man ja immer noch eine WG mit der „Liga der außergewöhnlichen Mitbewohner“ eröffnen und sich beim Frühstück mit Jesus und dessen Vater über das Thema Frauen unterhalten bzw. sich den einen oder anderen Tipp von Spiderman holen und ihn Fragen wie ihm die Frauen ins Netz gehen.

Verfügt man über genügend Kapital kann man sich das Leben recht durchgeknallt gestalten. Wer diesbezüglich keine Ideen hat sollte sich „Tanzt, Nutten, tanzt!“ durchlesen.

Sollten die monetären Mittel knapp und die Sause nicht nach dem eigenen Geschmack sein, so kann sich das Nerdmännchen von Heute auch Beziehungstipps von seinem besten Stück geben lassen, ganz so wie in „Gute Freund kann niemand trennen (… außer jemand mit einem Messer)“.

Grund zur Verzweiflung sollte sich aber nicht einstellen, denn auch die Idole und Helden eines jeden Nerds haben so ihre Probleme mit dem Verstehen des weiblichen Geschlechts und den Tücken des Alltags. Wer das nicht glaubt sollte einen Blick in das Logbuch des Captains der Enterprise 2.0 werfen. Einen Auszug daraus präsentiert uns „Ein Tag wie jeder andere an Board der U.S.S Enterprise 2.0“

Vielleicht wäre ein Tapetenwechsel auch mal ganz gut, allerdings eignet sich dazu ein Besuch auf dem Lande wohl eher als die nächste Geschichte. „Wie einst Clint Eastwood“. Zwar geht es auch hier um einen Ausbruch, wenngleich nicht aus dem Alltag sondern von Alcatraz, jedoch besteht die einzig therapeutische Wirkung dieses Textes darin, das der Leser sich wohl mit der flachen Hand von den Schädel klatscht.

Sollte es nicht geholfen haben und man noch immer mit Fragen da stehen, könnte das Dr. Sommer-Team eine Hilfe sein, naja zumindest jetzt wo David Grashoff nicht mehr bei der Truppe ist. Warum? – Lest selbst in „Meine Zeit beim Doktor Sommer Team“!

Gegebenenfalls liegt das Problem aber auch ganz wo anders?! – Es heißt zwar oft: „Da steckt man nicht drin“, aber vielleicht ist ja die eigene Pornosucht schuld an der Trennung von seiner letzten Freundin.

Will oder kann man das nicht einsehen, gibt es ja noch die bequeme Möglichkeit die Gesellschaft für alles verantwortlich zu machen, oder sich einfach mal über das zu beschweren, was in dieser Gesellschaft alles so schief läuft. – Was schief läuft? Lest selbst in „Das geht raus an euch!“

Seit ihr dann endlich auch zur Einsicht gekommen was alles mies läuft? So könnt ihr es unserem Grasi gleich tun und als Superhelden dem Bösen und ungerechten dem Kampf ansagen. Wer bezüglich des Superhelden-Daseins, der Auswahl des richtigen Kostüms oder der Erlangung von Superkräften Informationen benötigt, kann dies in „Helden wie mich“ nachlesen.

Alternativ bleibt da natürlich auch noch das Internet mit seinen diversen Suchmaschinen, doch Vorsicht, man soll nicht glauben was teilweise an Suchbegriffe verwandt wird und was sich die Seitenbetreiber daraus alles ableiten. Ihr glaubt mir nicht, dann lest es selbst in „Wer sucht, der findet“ nach.

Durch einen schlecht gewählten Link zum Thema Weihnachten bin ich einmal auf diese Geschichte gestoßen, oder war es doch eher auf einem Poetry-Slam … Von den ganzen Texten bin ich schon ganz konfus. Aber egal wo war ich, ach ja. „Eine kleine Weihnachtsgeschichte oder alles wird besser durch Zombies … sogar Weihnachten“. Diese Weihnachtsgeschichte sollte man den kleinen besser nicht vorlesen.

Wo wir gerade bei Weihnachten sind! Mit „Palmin ist das Ejakulat Gottes“ geht es weiter. Eine Geschichte die zwar nicht viel Gutes über Weihnachten aussagt, dafür aber einen großen Lob an Palmin bereit hält.

Seinen Faible für Listen bring David Grashoff nicht nur auf seiner Facebook Seite gerne mal zum Ausdruck. In „Listen, Listen. Listem!“ findet man die eine ums andere Auflistung der Dinge die man nicht tun sollte, aber Spaß machen würden.

Doch David Grashoff kann nicht nur gute Slamtexte und Listen verfassen, auch seine Kurzgeschichten von denen er gleich drei Stück zu diesem eBook gepackt hat können überzeugen.

In „Zwei wie Pech und Schwefel“ begegnen wir zwei Dämonenjäger die im Ruhrpott für Ruhe und Ordnung sorgen und dadurch ins Visier von zwei Mächtigen Dämonen geraten. Diese planen eine Falle um sich der lästigen Jäger zu entledigen.

Weiter geht es mit „Herrn Sanders“ einem Serienkiller der von einem Dämonen im Auftrag Luzifers für die Hölle angeworben werden soll. Doch wer sich mit dem Teufel auf ein Spielchen einlässt erlebt eine Böse Überraschung.

In „Seelenlos“ erleben wir das auch nach dem Tod nicht alle Probleme erledigt sind und das Vertrauen ein Fehler sein kann. Denn auch nach dem Tod lauern gefahren.

Mein Fazit:
David Grashoff präsentiert das Nerdtum auf eine Weise die durchweg zu unterhalten weiß. Wer wie ich den einen oder anderen Text schon mal live von ihm vorgetragen erlebt hat, wird sich unweigerlich dabei erwischen in Grasi’s Notation zu verfallen. Hätte ich Brille und Schlapphut, hätte ich mir diese aufgesetzt und eine dicke Version von ihm zu mimen, während ich die Text von dem Spiegel laut aufsage. – Nerdstyle.

Grashoff zeigt bei den Texten was er drauf hat, egal ob es tiefsinnig, zum lachen, absolut Abstrus oder einfach nur durchgeknallt ist. Er trifft genau den Punkt und schafft es das selbst Texte wie „Eine Zombie-Wimmelbuch-Geschichte“ unterhalten.
Bei der Auswahl der Titel für die eine oder andere Geschichte frag ich mich zwar wie viel LSD, Koks und Alkohol im Spiel gewesen sein muss und warum ich nix abbekommen habe, aber hey, dass ist künstlerische Freiheit und die Titel machen Neugierig.

Die Anordnung der Text passt, fragt mich nicht warum, es ist einfach so. Sehr schön finde ich das Grashoff bestimmte Themen immer wieder aufgreift, seien es Zombies, das miese Fernsehprogramm oder im Sonnenlicht glitzernde Vampire.

Aber bei allem Lob, und ich habe mich beim Lesen wirklich amüsiert, gibt es auch einen dicken Minuspunkt. Es hätte dem Buch nicht geschadet wenn man nochmal mit der Rechtschreibkorrektur und Grammatikprüfung drüber gegangen wäre. Die teilweise doch recht groben Schnitzer verhageln einem die Freude am Lesen dann doch ein wenig.

Meine Bewertung:
4,5 von 5 Zombie-Nerds

[Rezension] Am Ende der Welt (Graues Land III)

Autor: Michael Dissieux
Verlag: Luzifer-Verlag
Reihe: Graues Land
Format: Klappbroschur, 257 Seiten
Erschienen: 2012
ISBN: 978-3-95835-000-7

von: Moritz

Ha! Nach den kleinen bis mittelschweren Zombie-Werwolfproblemen in den ersten beiden Bänden nähern wir uns nun tatsächlich dem Ende der Welt! Mal sehen, wie das aussehen wird…

Klappentext:
7 Jahre später … 7 Jahre nach Mayfield … Die Welt ist nur noch ein Schatten ihrer selbst, eine stille Hülle, ein Relikt … Wenige Menschen wandeln über diesen unendlichen, von Gott verlassenen Friedhof, noch weniger sind bei klarem Verstand. Das Leben hat seine Werte verloren. Hoffnung ist ein bitteres Wort, bedeutungslos. Daryll ist einer der Überlebenden. Ein Gestrandeter, gezeichnet von Hunger und Furcht. Dennoch sucht er weiter. Er sucht eine Bedeutung in all dieser Sinnlosigkeit … Auf seiner einsamen Reise durch diese verheerte Welt macht er seltsame Bekanntschaften und muss einer schrecklichen Wahrheit ins Auge sehen.

Die Story:
Darryl bleibt wie schon im mittleren Band der Trilogie der Hauptprotagonist, um den sich das gesamte Geschehen dreht. Die Welt hat weitere 7 Jahre auf dem Buckel und die Story des Abschlussbandes ist schnell zusammengefasst. Es geht um das „Mensch sein“. Will man den Inhalt etwas umfassender beschreiben, so lässt sich sagen, dass Darryl seinen Platz in der neuen Welt sucht und um ihn herum immer mal wieder „gute“ und „böse“ Menschen auftauchen – sogar spannenderweise solche aus vorhergehenden Bänden – und mal länger und mal kürzer in seinem Gravitationsfeld bleiben, bis ihr Dasein auf der sterbenden Erde auf die eine oder andere Art und Weise ein Ende findet. Endlich ist auch mal der Titel so richtig gut gewählt, denn gemeinsam mit Darryl stellen wir uns die Frage, was und denn nun am Ende der Welt erwartet. Zuerst vor allem bildlich gesprochen, aber gegen Ende des Romans auch ganz simpel örtlich betrachtet.

Das Setting:
Ähnlich wie in Band 1 haben wir es hier wieder fast mit einem Kammerspiel zu tun, nachdem Darryl 7 Jahre lang gereist ist, findet er nun in der Schule eines kleinen Dörfchens eine Zuflucht. Neben dem Dörfchen spielt nur noch ein kleines abseits gelegenes Herrenhaus eine Rolle – das war es im Großen und Ganzen auch schon an Schauplätzen.
Die Stärken des Autors werden auch hier wieder ausgespielt und träge, ja fast schon lakonisch erzählt, entdecken wir gemeinsam mit dem Protagonisten die düstere, ihre Menschlichkeit immer weiter abstreifende Welt. Als Kontrapunkt werden immer wieder kurze Gewaltausbrüche eingestreut, was dann als anderes Extrem dazu dient, die Welt so darzustellen, wie Michael Dissieux sie uns vorstellen möchte.

Die Charaktere:
Puh! Ich will nicht zu viel verraten, aber Darryl ist von der Persönlichkeit her immer noch so wie wir ihn aus dem zweiten Teil der Trilogie kennen, wobei er natürlich älter, reifer und wohl auch desillusionierter geworden ist – wenn ich kurz darüber nachdenke, erinnert er mich mittlerweile etwas an Harvey, die Hauptperson des ersten Bandes. Wozu auch die Parallele passen würde, dass beide „bis zum Ende“ liebevoll eine dahinsiechende Frau pflegen, die diese Pflege vermutlich gar nicht zu würdigen weiß.
Die ganzen „Bösen“, die wir antreffen, sind allesamt austauschbar und nur die beiden Mosesse (kann man das so schreiben…?) und Jim, der direkt zu Beginn verstirbt, lassen einen noch an das „Gute im Menschen“ glauben, während interessanterweise Mike, mit dem Darryl am Ende des Romans zum „Ende der Welt“ loszieht, als „die neue Generation“ gar nicht mehr in den Kategorien „gut“ und „böse“ zu messen ist. Da lässt sich unschwer ablesen, wie sich der Autor die Zukunft der Menschheit in einer solchen Situation vorstellt und welche „Qualitäten“ ein Mensch besitzen müsste, um in einer solchen Situation zu überleben.

Mein Fazit:
Erneut ein gut geschriebener, sprachlich dem Genre entsprechend schön reduzierter, Roman, den man wirklich gut an einem trüben Herbstabend lesen kann. Die Thematik ist etwas anders als die der ersten beiden Teile, denn mittlerweile verblasst die Bedrohung durch die untoten Kreaturen und wird durch die Bedrohung durch die letzten verbliebenen Menschen ersetzt, aber das ist nur das konsequente Weiterentwicklung der Grundidee und gefällt mir ausgesprochen gut.
Das Ende ist zwar irgendwie „unbefriedigend“ und es riecht etwas danach, als sollte es nicht nur bei einer Trilogie bleiben, aber so schlimm ist das ja nicht, ich würde glatt noch einen vierten Teil durchhalten…

Meine Wertung:
4 von 5 in den Sonnenuntergang marschierende Zombies

[Rezension] Die Schreie der Toten (Graues Land II)

Autor: Michael Dissieux
Verlag: Luzifer-Verlag
Reihe: Graues Land
Format: Klappbroschur, 280 Seiten
Erschienen: 2012
ISBN: 978-3-943408-08-9

von: Moritz

Ich fräse mich gerade durch die Zombiekalypse-Trilogie. Geht flott, lässt sich gut runterlesen!

Klappentext:
Der dreizehnjährige Daryll hat zwei Wochen in einer postapokalyptischen Welt überlebt. Zusammen mit der kleinen Mary Jane machte er sich das Leben so angenehm wie es die Umstände zuließen. Als das Mädchen eines Tages von einer höllischen Kreatur angefallen wird und kurz darauf verschwindet, beschließt Daryll seine Heimatstadt zu verlassen.
Auf seiner Reise trifft er auf andere Überlebende, wie etwa Murphy, einen alten, kauzigen Mann, die zwölfjährige Demi und Wulf, einen Biker, den der Verlust seiner Familie zu zerreißen droht. Sie alle merken schnell, dass sie die Gefahren, die diese tote, nahezu entvölkerte Welt für sie bereithält, nur gemeinsam bestehen können. Und so beschließen sie, eine Militärbasis an der Küste aufzusuchen, in der Hoffnung auf Hilfe und medizinische Versorgung. Als sie nach einer gefährlichen und aufrüttelnden Reise die Basis erreichen, wird der Gruppe auf brutale Weise vor Augen geführt, dass die Welt sich weitergedreht hat.
Und dann ist da noch Meg, das Mädchen von der Straße, das die Schreie der Toten hören kann …

Die Story:
Die teils schon aus Band 1 bekannten Überlebenden der Zombiekalypse machen sich auf die Suche nach „Zivilisation“ und erreichen nach einem Umweg über eine Militärstation „New Eden“, wo sie erstmals seit Ausbruch der Seuche wieder ein Gefühl von Sicherheit genießen können. Es gibt warmes Essen, Liebe, Mauern zum Schutz vor den Untoten…

Doch auch diese Sicherheit ist ebenso trügerisch wie hart erkauft und schnell stellt sich heraus, dass nicht alles so „paradiesisch“ ist, wie es scheint. Für mich als Religionslehrer ganz interessant, ist die Tatsache, dass sich die handelnden Personen Gedanken um die Existenz von Gott machen und dass Fragen gestellt werden, inwiefern und vor allem wie menschliche Wesen mit solchen Schicksalsschlägen umgehen können. Auch die Frage inwieweit der Mensch Gott spielen darf, wird zumindest kurz angeschnitten. Viele interessante Fragestellungen, dafür, dass man in dem Genre sonst eher spritzendes Blut und herausquellende Gedärme (macht euch keine Sorgen, die gibt es auch) erwartet.

Wie schon Band 1 endet auch dieser Nachfolger mit einem ziemlichen Kracher! Lasst euch überraschen!

Das Setting:
Wir befinden uns immer noch in der Umgebung von Devon, aber in diesem Teil der Reihe lernen wir etwas mehr von der Welt kennen – und zwar die Militärbasis Stonington und eine menschliche Enklave in der ansonsten zerstörten Stadt Mayfield.

Ich habe übrigens nach meiner geographischen Verwirrung in Teil 1 etwas recherchiert und festgestellt, dass sowohl Devon, als auch Stonington und Mayfield in Pennsylvania zu finden sind, aber Stonington soll am Meer liegen, das tut zumindest das, was ich gefunden habe, nicht. Allerdings wären all diese Orte von Boston aus per Hubschrauber bequem zu erreichen, ich vermute also, dass ich auf der richtigen Fährte sein könnte.

Die Schilderung des Hintergrundes ist genreüblich schön düster, da gibt es echt nix zu bemängeln.

Die Charaktere:
Wie schon aus Band 1 gewohnt, sollte der Leser sich auch hier nicht unbedingt emotional an bestimmte Charaktere binden, denn wenn es schlecht läuft, sind die schneller wieder aus der Narration „verschwunden“, als man nur Zombie-Biss sagen kann.
Nach Band 1 waren die ersten Helden, auf die man trifft doch eher überraschend. Ich hatte das Ende so gedeutet, dass Harv und sein Sohn überlebt haben würden, und Demi und Murphy ins Gras gebissen hätten – dem ist aber nicht so und so werden, nachdem man den Jugendlichen Darryl und seinen Hintergrund kennen gelernt hat, Murphy und Demi eingeführt. Zu diesem Trio trifft noch der Mann Wulf und gemeinsam macht man sich auf die Suche nach weiteren Überlebenden und nach Sicherheit.
Ziemlich rasch treffen die Überlebenden auch auf eine kleine menschlich bewohnte Enklave „New Eden“, aber über die dort lebenden Personen möchte ich hier nicht viel verraten, lest einfach selber…

Die Personen sind in Band 2 der Trilogie nicht mehr ganz so schablonenhaft und als Leser fängt man fast an, etwas für sie zu empfinden, gerade das Verhältnis von Wulf zu Darryl und von Darrly zu Demi sind hier ganz interessant und es finden nun tatsächlich Entwicklungen statt. Topp!

Meg, die laut Verlagsinfo bei der Betitelung des Buches eine wichtige Rolle spielt, kommt übrigens irgendwie zu kurz – erst steht sie nur katatonisch in der Gegend rum, dann hat sie einen kurzen klaren Moment und erzählt ihre Geschichte und dann ist sie auch schon wieder tot. (Aber wer weiß – vielleicht ist das wieder nur eine Nebelkerze und wir treffen sie im Abschlussband der Trilogie wieder an?)

Mein Fazit:
*träller* „Ein Hoch auf unsern Busfahrer, Busfahrer, Busfahrer…“ *träller*
Schön. Es wird. Orte und Handlung sind gewohnt gut – auch die Personenzeichnung zieht da an Qualität langsam nach. Wenn Band 3 jetzt noch einen draufsetzt, hat sich die Lektüre amtlich gelohnt! Dann lege ich doch mal schnell los…

Meine Wertung:
4 von 5 freundliche Busfahrer