[Rezension] Die neuen Kai Krieger 2: Die Piraten von Shadaki (Einsamer Wolf Spielbuch)

© Mantikore Verlag

Autor: Joe Dever, Vincent Lazzari & Alexander Kühnert
Ilustrationen: Brian Williams, Hauke Koch
Farbkarte: Regis Moulun
Verlag: Mantikore Verlag
Format: broschiert
Seiten: 552
Erschienen: April 2017
ISBN: 978-3945493717
Preis: 14,95 Euro

von: Kris

Vor vielen Jahren startete Joe Dever mit seiner „Einsamer Wolf“- Serie eine weitere Fantasy-Rollenspielbuch-Reihe, die sich nur dadurch von den anderen unterschied, dass man durch jedes Buch im Rang aufsteigen konnte und nicht jedes Mal mit einem neuen Charakter anfing. Inzwischen ist dadurch ein eigener kleiner Kosmos geworden mit der Nebengeschichte um den Magier „Silberstern“.

KLAPPENTEXT
Du wurdest auserwählt …
Als einer der besten Schüler des legendären Kai-Meisters Einsamer Wolf trittst du nun in seine Fußstapfen. Und dein erster Auftrag führt dich zur sagenumwobenen Insel Lorn, um den legendären Mondstein zurück zu den Shianti-Zauberern zu bringen. Die erste Hälfte deiner Reise liegt bereits hinter dir, doch nun musst du die Meere und Landstriche des Südlichen Magnamunds durchqueren, wo es nur so von blutrünstigen Piraten und tödlichen Gefahren wimmelt.

Besitzt du genug Kampfgeist und Scharfsinn, um diese Mission zu einem guten Ende zu führen?

Joe Dever erschuf mit seinen Spielbüchern eine einzigartige Fantasy-Welt, die seit Generationen Fans prägt und begeistert. Setze dein Abenteuer jetzt mit Band 2 der Neuen Kai-Krieger fort.

INHALT
Die alten Helden haben sich mehr oder weniger zur Ruhe gesetzt, Einsamer Wolf leitet den Orden der Kai-Krieger und schickt andere Helden auf Abenteuer aus. Und so ist ein junger Schüler des alten Recken dazu ausersehen, den Mondstein an einen Ort zurückzubringen, an dem er keinen Schaden mehr anrichten kann. Das magische Artefakt mag viel Gutes in den Länder und gegen das Böse bewirkt zu haben, aber das zeigt auch immer wieder Nebenwirkungen, die schlimme Folgen haben könnten.

Das Abenteuer führt den jungen Helden auf eine abenteuerliche Reise an deren Ende die Insel Lorn steht. Doch um den Mondstein dort in die Hände der Shianti Zauberer zu legen, muss er erst eine aufregende und actionreiche Fahrt über ein Meer von Piraten und Monstern hinter sich bringen, die seine Kräfte bis zum äußersten reizt,

Im Zusatzabenteuer „Die Hexen von Shadaki“ ist eine junge Kriegerin und Hexe dazu ausersehen, den verschwunden Magier Silberstern wieder zu finden. Schon bald muss sie feststellen, dass bereits in der Hauptstadt große Gefahren auf sie lauern, weil ihre Gegenspieler viel schlimmere Dinge im Sinn haben. Lügen und Verrat, Intrigen und Kämpfe erwarten sie auf der verzweifelten Suche, die sie einen hohen Preis kosten wird

MEINE MEINUNG
Im Gegensatz zu den meisten frühen Fantasy-Rollenspiel-Büchern hatten die „Einsamer Wolf“-Bände von Anfang an komplexere Regeln, was sie zwar etwas aufwendiger im Spiel machte, dafür aber mehr Spaß und längere Lesefreude bot. Der Erfolg gab dem Autoren recht und ermöglichte es so, bis heute Bücher erscheinen zu lassen.

Fans wird daran sicherlich gefallen, dass die Geschichte der Welt so nach und nach weitergesponnen wird, sie nicht an einem Punkt verharrt, sondern am Ende auf einen komplexen Hintergrund zurück blicken kann.

Die Geschichten selbst sind von der Handlung her natürlich eher schlicht gestrickt, weil sie überschaubar bleiben müssen, Dennoch macht sich der Autor entsprechend viel Arbeit bei der Gestaltung der Intrigen – sie sind manchmal schwerer zu durchschauen als gedacht und durch das Fehlen entsprechender Fähigkeiten ist man als Spieler gefordert, sich doch das ein oder andere einfallen zu lassen. Zudem sind immer wieder genügend Informationen in den ausführlichen Texten versteckt, die einem bei der Lösung eines Problems helfen könnten. Was aber auch bedeutet, dass man sich diese genauer durchlesen und nicht nur überfliegen sollte, da sonst unter Umständen wichtige Hinweise verloren gehen.

Die einzelnen Schritte sind gut durchdacht und logisch, so dass man jeden nachvollziehen kann, ohne ein mulmiges Gefühl dabei zu haben. Auch muss man nicht mehr als einen Stift und ein Blatt Papier bei sich haben, da auf einer der letzten Seiten eine Tabelle mit Zufallszahlen zu finden ist.

Obwohl das Buch in eine Reihe eingebunden ist, kann man es auch komplett ohne Vorkenntnisse spielen, auch wenn der ein oder andere Vorteil bleibt, wenn man bereits entsprechende Kenntnisse und Artefakte mitgebracht hat.

Alles in allem fordert die Geschichte heraus, ohne zu überlasten, so dass Einsteiger wie auch Experten ihren Spaß an den Abenteuern des Kai-Kriegers haben werden. Das alles trifft auch auf das Abenteuer „Die Hexen von Shadaki“ zu, die an einem anderen Ort aber zur gleichen Zeit spielen und diesmal sogar ein wenig für Geschlechtergerechtigkeit sorgen. Der Aufbau ist der gleiche – hier liegt der Fokus aber ein wenig mehr auf der Magie.

Um Klischees sollte man sich hier keine Gedanken machen – die gehören hier einfach mit dazu und erleichtern das Verständnis. Den Spielspaß mindern sie absolut nicht. Und gerade in den Ferien können beide Abenteuer über einen verregneten Tag hinweg trösten, wenn man sich darauf einlassen kann, viel und vor allem aufmerksam zu lesen.

„Die Piraten von Shadaki“ ist ein rundum gelungenes Fantasy-Abenteuer-Spielbuch aus der Welt von „Einsamer Wolf“ und „Silberstern“, dessen Inhalt den Hintergrund beider Reihen unterhaltsam und gelungen weiter schreibt und viele Stunden Vergnügen bietet, wenn man selbst die Handlung einer Geschichte bestimmen möchte.

MEINE WERTUNG
4 von 5 Kai-Krieger

 

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