[Rezension] Die Firmenfeier: Das letzte Fest des Oliver Borgmann (Krimispiel)

© Magnificum

In den letzten Jahren ist das Angebot der Krimispiele / Detektivspiele immer größer und teils auch unübersichtlicher geworden. Da fällt es schon schwer das richtige zu finden. Also braucht es Schlagwörter auf die meine Mitspieler*innen und ich anspringen und neugierigwerden. So auch bei dieser Firmenfeier, wo sich Rätseln und Schokolade treffen und das nerdische Kaloriengrab füttern und wachsen lassen.

DAS SPIEL
Die Schokoladenmanufaktur Edelberger feiert ein rundes Jubiläum. Während dieser Feierlichkeiten wird der Mitarbeiter Oliver Borgmann, welcher sich unter seinen Kolleg*innen einen zweifelhaften Ruf erarbeitet hat, ermordet. Die Ermittlungsbehörden handeln schnell und findet im Unternehmensjunior Ferdinand einen hervorragend geeigneten Verdächtigen, welcher umgehend in Untersuchungshaft landet.

Daraufhin wendet sich der Unternehmenspatron Horst Edelberger schnell an eine Detektei, welche sich umgehend mit den Ermittlungsarbeiten befasst. Doch die Detektei kommt nach einiger Zeit nicht wirklich weiter, so geht man getrennte Wege. Horst Edelberger, fest davonüberzeugt das sein Sohn unschuldig ist, und sich  bisherigen Ermittlungen nicht abfinden kann wendet sich an die Spieler*innen (Eure Detektei), und bittet Euch den Fall anzunehmen. Um Euch bestmöglich zu unterstützen übergibt er Euch die bisherigen Ermittlungsergebnisse und alles was ihr braucht um den Fall zu lösen.

Somit können sich die Spieler*innen am Anfang schnell einen Überblick über die Ereignisse machen, denn die von Horst Edelberger zur Verfügung gestellten Unterlagen umfassen unter anderem einen detaillierten Gebäudeplan des Unternehmenssitzes, etliche digitale Überwachungskameraaufnahmen (Rechner wird benötigt), Visitenkarten, Fotos, Tankquittungen, Vernehmungsprotokolle der zuständigen Behören und vieles mehr. Weiterhin erhalten die Spieler*innen Zugriff aufs Edelberger-Intranet und einige weitere Webseiten bzw. Digitale Medien.

MEDIADATEN

Verlag: MAGNIFICUM
Spielmaterial: Karten. Fotos, Schreiben, USB-Stick, digitaler Content
Spieler: 1–6
Alter: ab 14 Jahren
Spieldauer: 2-4 Stunden
Erschienen: 2021
Preis: ca. 25 EUR

MEINE MEINUNG
„Die Firmenfeier: Das letzte Fest des Oliver Borgmann“ kommt am Anfang schlicht daher. Wobei wenn man sich dann die Ermittlungsakte vornimmt und sich die bereits getätigten Ermittlungsergebnisse genauer anschaut, stellt man schnell fest, dass die vorher beauftragte Detektei gute Arbeit geleistet hat. Man findet alles was man braucht, und muss im Vergleich zu anderen Krimispielen nicht noch von A nach B nach H nach Z und zurück hetzen um Ergebnisse zusammenzutragen. Man muss sein Hirn ankurbeln und die einzelnen Fäden zu entwirren und in die richtige Reihenfolge bringen. Hierbei muss man genau achten, dass man nicht den ein oder anderen gebotenen Content vergisst oder in der Vielzahl übersieht.

Das gebotene Spielmaterial weiß zu begeistern. Ob analog oder digital. Beim analogen Spielmaterial findet man nicht einfach nur Ausdrucke vor, sondern die Entwickler*innen haben sich die Zeit genommen für einzelne Papiere unterschiedliches Papier, gelungenen Grafiken bis hin zu gelungenen Farbdesign und Details zu nehmen.

Der digital gebotene Content befindet sich u.a. auf einen USB-Stick. Dieser muss aber nicht benutzt werden, da man den Content auch online wiederfindet (Sicherheit). Der weitere Content, ob u.a. Vernehmungen, das Unternehmensintranet, usw. sind genauso detailreich und toll aufgebaut wie oben schon bei analogen Content erwähnt.

Die im Ermittlungsfall verwobenen Charaktere sind aus meiner Sicht gut ausgearbeitet und weisen für den Fall genügend Tiefe auf. Auch das Netz, welches sich so über die einzelnen Verstrickungen und Gepflogenheiten legt, ist ordentlich ausgearbeitet und realistisch.

Unser Spiel verlief mit 3 Stunden sehr gut, wobei die erste Stunde alleine mit der Sichtung der vorhandenen Materialien ausgefüllt war. Wir hatten uns dann auch schnell auf einen Verdächtigen festgelegt. Kurz vor der Lösung kam dann nochmals Würze in unsere Ermittlungen und wie das ab und an so ist, wurde alles über den Haufen geworfen. Aber das war die richtige Entscheidung, denn der Täter wurde entlarvt.

Zum Schluss muss ich sagen, mich haben die Feierlichkeiten sehr gut unterhalten. Auch das man dieses Spiel mehrfach nutzen kann, da man keine Spielmaterialien „zerstören“ muss, ist lobenswert und nicht unbedingt die Regel bei Krimispielen.

MEINE WERTUNG
5 von 5 Schokoladenträume

von: Würfelheld

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