[Rezension] FAAR – Das versinkende Königreich: Blinde Wächter (Roman, Fantasy)

© Amrun Verlag

FAAR ist ein sterbender Kontinent, auch wenn noch nicht viel zu erkennen ist. Aber das gebeutelte Land droht auf der einen Seite in den Fluten zu versinken oder von der wilden und ungezügelten Natur verschlungen zu werden. Gerade erst hat man es geschafft, auch eine Invasion der Meermenschen abzuwenden, aber die Spuren bleiben.

INHALT
Gerade in der mächtigen und uralten Stadt Alaris greift die Bruderschaft hart durch, um die Reinheit der Menschen zu bewahren, denn immer mehr Menschen tragen das Mal des Ozeans und drohen sich in den Feind zu verwandeln.

Aus diesem Grund halten sich auch die Helden nicht mehr länger in der Metropole auf. Hyron und Syuk suchen Zuflucht in der verruchten Stadt Kath und versuchen dort zwischen Gladiatorenkämpfen und alten Tempeln ihr Glück zu machen, aber so recht will ihnen das auch nicht gelingen, denn sie kommen unangenehmen Geheimnissen auf die Spur.

Alix kämpft derweil damit, dass auch sie das Mal des Ozeans trägt und es wegzuschneiden versucht, gleichzeitig sind Gaben in ihr erwacht, von denen sie bisher noch nichts wusste, und die unangenehmes Interesse wecken könnten. Gemeinsam mit Gor und Harmis, die ebenfalls ihr Kratzen haben, macht sie sich zur Ablenkung auf die Suche nach dem jungen Kartographen und Freund Gormar, der schon seit einer ganzen Weile verschwunden ist. Das weckt das Interesse der „Blinden Wächter“, die den Weltenbruch genau im Auge behalten.

MEDIADATEN

…Reihe: FAAR – Das versinkende Königreich
…Autor: Christian Günther
…Verlag: Amrun Verlag
…Format: Klappbroschur
…Seiten: 232
…Erschienen: März 2018
…ISBN: 978-3958692985
…Preis:  12,90 EUR (eBook: 3,99 EUR)

MEINE MEINUNG
Christian Günther hat mit „FAAR“ eine durchaus interessante Welt erschaffen. „Das versinkende Königreich“ ist eben keine Welt voller Saft und Kraft, die durch ein paar Helden und epischen Schlachten gerettet werden kann, sondern eher eine sterbende Welt, die mit Invasionen verschiedenster Art und der daraus resultierenden Veränderung in der Gesellschaft fertig werden muss, was zu brutalen und fanatischen Auswüchsen führt.

Die Helden sind typische Abenteuer, die an nichts und niemanden außer vielleicht ihren ebenfalls herumwandernden Freunden, gebunden sind, nirgendwo eine Familie und Besitz zurücklassen, das macht sie unabhängig, erinnert aber durch Zusammensetzung und Fähigkeiten ziemlich an so manch eine Rollenspielgruppe, die zwar einen Auftrag hat, aber zunächst nicht so recht weiß, wie sie das Problem lösen sollen.

Der Autor nutzt die Suche nach dem kartographierenden Freund, um weitere Facetten des Landes und seiner Bewohner vorzustellen, schafft es dadurch allerdings nicht so gut den roten Faden straff zu halten, so dass man sich als Leser schon gelegentlich fragt, welche Informationen die Helden überhaupt weiter bringen.

Die Handlung schlägt ein paar Haken, Action lockert das Geschehen auf, allerdings ist die Spannung nicht so greifbar wie in „Die Aschestadt“.

Dennoch ist die Geschichte gut geschrieben und flüssig zu lesen, so dass zumindest in dieser Hinsicht keine Längen aufkommen. Gerade wer abenteuerliche Questen in exotischen Welten lesen will, ist hier gut aufgehoben.

MEINE WERTUNG
3,75 von 5 Wächter

von: Kris

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