[Rezension] Vektor (Roman, SF)

© Atlantis Verlag

Mit „Vektor“ veröffentlichte die Autorin Jo Koren im Oktober 2016 ihr Erstlingswerk. Dieses landete seiner Zeit auch auf der Nominierungsliste des Deutschen Science Fiction Preises. In „Vektor“ profitiert die hauptberufliche Ärztin von ihren beruflichen Erfahrungen und greift wie selbstverständlich darauf zurück was der Authentizität sehr zuträglich ist. Vorweggeschoben, keine Sorge ist kein Ärztesprechbuch.

INHALT
Die Ärztin Alpha Novak, welche auf der Erde Probleme mit den Behörden hat, verpflichtet sich für einen Job auf einer Mars-Raumstation. Hier ist sie, in einer neueingerichteten Ambulanz, die erste Ansprechpartnerin für alle Arten von Verletzungen und Krankheiten. Es scheint ein simpler Job zu sein, welchen sie die nächsten Jahre über routiniert abspulen kann.

Eines Tages behandelt Novak einen neuen Patienten, welcher nicht genau sagen kann, was ihn belastet, außer das er down ist. Novak findet schnell heraus dass mit einem seiner Implantate etwas nicht stimmt. Das Problem ist schnell gefunden und der Fehler entsprechend zügig behoben, jedoch tritt das Problem nach kuzer Zeit erneut auf. Bei genauerer Betrachtung kann Novak einen unbekannten Virus lokalisieren. Dies scheint zur Zeit der Entdeckung ein lokales Problem zu sein, doch um sicher zu gehen holt sich Noval trotzdem Hilfe, nichtsahnend das sie Ereignisse in Gang gesetzt hat, welche bis dato bei keinem der Raumstationsbewohner im Ansatz denkbar waren.

MEDIADATEN

…Autorin: Jo Koren
…Verlag: Atlantis Verlag
…Format: Taschenbuch
…Seiten: 190
…Erschienen: Oktober 2016
…ISBN: 978-3864024290
…Preis: 12,90 EUR (eBook: 6,99 EUR)

MEINE MEINUNG
„Vektor“ ist für mich ein gutes Beispiel dafür, dass der Klappentext einen am Anfang zwar vieles verrät aber einem doch nur etwas vormacht. Erst kam der Gedanke „das ist schnelles Popcorn-Kino“ und so wirkte es auch zuerst. Aber beim genaueren Betrachten von „Vektor“ und somit den wahrnehmen der verschiedenen Handlungsebenen, stellt man fest, dass die Klappen eine wirklich gute Story zwischen sich tragen.

Die Story merkt wieder und wieder mit kleinen Details auf, wie etwa der futuristischen Ruhrpottstadt Essen, über die  Implantattragenden Menschenaffen bis hin zum quasi Arztpraxisgeruch, was insgesamt der Lesefreude sehr zuträglich war.

Aber wo Licht ist, ist auch ein wenig Schatten. So fand ich die Fluchtszene von Menschaffen, im Backpacker-Rucksack etwas zweifelhaft. Zum einen ob Novak das Gewicht tragen kann, zum anderen das dies nicht wirklich auffällt?!. Das überzeugte mich nicht so ganz.

Wer dazu bereit ist, sein Kopfkino voll auf Empfang zu stellen um sich von einer Story unterhalten zu lassen, der ist bei „Vektor“ gut bedient. Wer es dann auch noch mag wenn Storys nicht Weltumgreifend bzw. Menschheitsrettend sind, der sollte zugreifen.

MEINE WETUNG
4 von 5 Schrittmacher

von: Würfelheld

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