[Rezension] Transmission (Roman, SF)

© Atlantis Verlag

Nachdem ich letztlich meine Nase in „Vektor“ gesteckt hatte und für mich feststellen konnte, das Korens Geschichte mich von hinten durchs Kreuz, voll ins Hirn getroffen hatte, war es klar, dass ich mir auch den Nachfolgeband „Transmission“ zu Gemüte führen wollte. Also schnell wieder in die nahe Zukunft eingetaucht und auf das Wiedersehen mit einigen Figuren gefreut.

Wir schreiben das Jahr 2070. Alpha und Kit haben ihrer ehemaligen Heimat, einer Raumstation auf der es meist sehr alltagsroutiniert zuging, den Rücken gekehrt und befinden sich nun im Ruhrgebiet. Dort hat Aloha einen Job im Universitätsklinikum angenommen und Kit ebenfalls eine Beschäftigung verschafft.

Der Arbeitsalltag hat Alpha schnell eingeholt und sie reist eine Schicht nach der anderen ab. Da ist es gut dass ihre alte Freundin Nina ebenfalls hier arbeitet. So kommt es dann, dass an einem drückenden Sommertag beide zu einem Fall in die Psychiatrie gerufen werden. Ein Patient, welche merkwürdige Symptome aufweist. Es stellt sich schnell heraus, das etwas mit seinen Implantaten nicht wirklich stimmt. Dies weckt in Alpha den Drang mehr zu erfahren, welchen sie sich aber erst vollkommen hingibt, als der Patient aus der Psychiatrie verschwunden ist.

Neugierig macht sich Alpha auf die Suche nach ihren verlorenen Patienten, schließlich ist ihr Verlangen, mehr über die Implantate herauszufinden geweckt. Nach einigen hin und her bekommt Alpha den ersten vielversprechenden Kontakt, in eine Welt, welche ihr nicht wirklich bekannt ist. ohne zu wissen, dass sie in ein Hornissennest gestochen hat und sich nach und nach ein Netz von  Widrigkeiten bildet, welche vieles erklärt.

MEDIADATEN

…Autorin: Jo Koren
…Verlag: Atlantis Verlag
…Format: Taschenbuch
…Seiten: 184
…Erschienen: April 2020
…ISBN: 978-3864027179
…Preis: 12,90 EUR (eBook: 6,99 EUR)

MEINE MEINUNG
Mit „Transmission“ schafft es Jo Koren mir ein düsteres und zukünftiges Ruhrgebiet, von Köln bis Essen, zu präsentieren welches ich als alter Cyberpunker und Schattenläufer gerne mal näher erkunden würde. Teils sind es Kleinigkeiten, welche durch einen Satz einfach nebenbei fallen (Crowdfunding für den Dom), manchmal wird sich dem Setting etwas länger gewidmet, Dies macht aber den Reiz aus und als Pottkind schlägt mein Herz da schneller. Davon will ich einfach mehr lesen..

Die Figuren, wie Alpha und Kit sind ja bereits aus „Vektor“ bekannt und werden hier einfach weiter mit Leben gefüllt. Das gelingt gut und die Handlungen sind nachvollziehbar. Neue Figuren führt Koren unaufgeregt in die Story ein – so dass man sich nicht zu lange an ihnen reibt.

Die Story ist gut, allerdings habe ich nach dem Schließen der Buchklappen, den Eindruck das etwas fehlt. Ich kann es nicht ganz greifen und das Gefühl bleibt auch nach dem zweiten Konsum vorhanden. Ich glaube das ich einfach mehr will.

Wenn ich nun mit einigen Abstand das Buch Revue passieren lasse, dann war es ein gelungener Lesespaß . Für mich ist nach „Vektor“ und „Transmission“ klar, dass ich beim nächsten Werk von Jo, hoffentlich aus diesem Setting, zugreifen werde – einfach um unaufgeregt SF zu genießen.

MEINE WERTUNG
4 von 5 verlorenen Transmissionen

von: Würfelheld

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