[Rezension] 00:01 (Roman, Tech-Thriller, Nerd)

© CSW-Verlag

Jawollja! Unser deutscher Nerd-Autor Nummer 1 hat wieder zugeschlagen und menschliche Nulpe/Retro-Computer-Ass Schröder ist wieder im Einsatz. Ich wette ich brauche keine drei Tage, um das zu verschlingen…

INHALT
Ja, Schröder hat es übel erwischt seit seinem letzten Abenteuer. Mit Freundin Harriet ist es aus und seinen Job hat er auch verloren. Das selbstmitleidige Abhängen zu Hause hat aber ein jähes Ende, als Harriet sich bei ihm meldet (ein Schritt, der ihr sicher nicht leicht gefallen ist) und ihm die goldene Uhr eines Mordopfers zur Untersuchung vorbeischickt.

Nun dauert es nicht mehr lange, bis alles drunter und drüber geht und die beiden sich inmitten eines gewaltigen Industriespionagenuklearwaffenschmuggelschurkenstaat-Fall wiederfinden.

Im Speicher der Old-School-Uhr findet sich eine Telefonnummer, die dann endgültig die Handlung anstößt  und zuerst den alten Kumpel Leine, und dann auch Harriet und Schröder (Wie zum Henker heißt er eigentlich mit Vornamen???) nach Thailand verschlägt.

Mit vielen Computer- und Handy-Tricksereien und der Unterstützung der Regierung der Vereinigten Staaten (klar, immer direkt in die höchsten Kreise…)  kommen die drei dem Atomschmuggel auf die Spur und bringen das Ganze zu einem befriedigenden Abschluss.

Als sowohl Schröder als auch die Leserin dachte, dass nun alles in trockenen Tüchern sei, wird der Protagonist via Harrier-Senkrechtstarter nochmal für knapp 40 Seiten nach Indonesien ausgeflogen, um an Bord eines Frachters vor der indonesischen Küste sowohl die Welt als auch sein eigenes Leben (denn, der Frachter würde zu Klump geschmolzen, wenn die sich darauf befindliche Rakete starten würde) zu retten. Dabei steht ihm netterweise Harriet zur Seite, die schon einmal in diesem Band deus ex machina-Style sowohl die Handlung wie auch die Leben von Leines und Schröder gerettet hat. Zusammen sollten die beiden das doch wohl hinbekommen…

Bei einem Insider-Gag bin ich mir nicht einmal sicher, ob er als solcher geplant ist – denn an einer Stelle verschlägt es unseren Helden auf den Frachter Karaboudjan. So hieß auch das Schiff, das Kapitän Haddock im Tim und Struppi-Band „Die Krabbe mit den goldenen Scheren“ befehligte. Aber ich denke schon, dass der Name so ungewöhnlich ist, dass der Autor das nicht durch Zufall drauf gekommen ist.

Ein weiterer ist zwar schön Retro, hat aber nichts mit Technologie zu tun. Den hätte sogar meine Frau als Loriot-Fan mitbekommen. Ich sage nur: North Cotheslstone Hall.

… ach ja – natürlich habe ich keine drei Tage gebraucht. Nach zwei vielleicht zweistündigen Sofa-Sitzungen war der Roman abgefrühstückt. Wirklich sehr schmackhaft, dieser Retro-Snack.

MEDIADATEN

…Autor: Constantin Gillies
…Verlag: CSW-Verlag
…Format: Taschenbuch
…Seiten: 315
…Erschienen: Dezember 2018
…ISBN: 978-3-941287-63-1
…Preis: 16,95 EUR (alternativ eBook 11,99 EUR)

MEINE MEINUNG
Wie immer wird der männliche Retro-Nerd zwischen 35 und 45 wieder perfekt mitgenommen (also ich, ja, ich weiß). An jeder Ecke steht ein Easter Egg und winkt fröhlich, das Personal ist bestens aufgelegt, die Handlung verrückt, aber nicht zu verrückt – es ist angerichtet…

MEINE WERTUNG
4,25 von 5 Nerd-Anspielungen

von: Mo

 

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