[Rezension] Dungeon Planet (Roman, Science Fiction)

© PIPER

Tobias O. Meißner ist bekannt für zahlreiche originelle Fantasyromane wie „Das Paradies der Schwerter“ und seine Reihe „Im Zeichen des Mammuts“. Darüberhinaus veröffentlichte er bereits mehrere Bände seiner Noir-Reihe „Hiobs Spiel“. Mit „Dungeon Planet“ legt er nun einen reinen Science Fiction-Roman vor.

INHALT
In einem kaum zu überwindenden Verlieslabyrinth warten hinterlistige Fallen und gefährliche Ungeheuer auf die Teilnehmer von »Dungeoncrawler«! Diese einzigartige Gameshow auf dem Planeten Laurel führt hinab in finstere Ebenen, denn nur dort wartet eine lohnende Beute. Um sie zu bekommen, muss man vor allem eins: überleben. Zumindest letzteres ist Jephron Girant vor zwanzig Jahren gelungen. Seitdem zieht er in der Einsamkeit des Weltraums mit seinem Raumschiff seiner Wege. Aber als eine junge Teilnehmerin der neuen Staffel von »Dungeoncrawler« ihn bittet, ihr zu helfen, ist Jephron plötzlich wieder Teil der Show. Und die ist gefährlicher denn je! Wird es ihm auch diesmal gelingen, »Dungeoncrawler« lebend zu verlassen und seine Begleiterin vor dem sicheren Tod zu bewahren? Und vor allem: Schafft er es sogar, die Show zu gewinnen?

MEDIADATEN

…Autor: Tobias O. Meißner
…Verlag: PIPER
…Format: Taschenbuch
…Seiten: 400
…Erschienen: Oktober 2018
…ISBN: 978-3492704878
…Preis: 15,00 EUR (eBook: 14,99 EUR)

MEINE MEINUNG
Um es gleich vorwegzuschicken: Ich bin ein großer Fan von Meißners Fantasy-Romanen, von der sechsteiligen Serie „Im Zeichen des Mammuts“ über die Trilogie „Die Dämonen“ bis hin zu den Einzeltiteln „Das Paradies der Schwerter“, „Die Soldaten“ oder „Die Barbaren“. Sein Stil ist einzigartig, die Geschichten immer ungewöhnlich und überraschend.

So war ich gespannt, wie er sich dem Genre der Science Fiction nähert.

Den Hintergrund bildet ein von Menschen besiedelter Weltraum, in dem dank eines neuartigen Antriebs die gewaltigen Entfernungen kein Hindernis mehr darstellen.

Die Menschheit hat zahllose Planeten kolonisiert, es scheint für jede Religion, jede Weltanschauung, ja schlicht jede Traumwelt den passenden Ort zu geben. Das Ganze ist in knallbunten Farben beschrieben, lebendig und verspielt erinnert der Weltentwurf an „Das fünfte Element“ oder „Valerian“.

So ist es dann auch passend, dass eine Spielshow den Hintergrund der Handlung bildet. 40 Kandidaten kämpfen sich durch ein unterirdisches Labyrinth, begleitet von Kameras. Das Geschehen wird von Milliarden von Menschen gebannt verfolgt – alles sprengt hier den Rahmen, bildet aber eigentlich nur eine vergrößerte Version unserer heutigen Medienwelt ab.

Die Hauptfigur Jephron hat die Show vor etlichen Jahren bereits einmal gewonnen, schlägt sich mittlerweile als Kurierpilot durch. Wenig überraschend kommt es, wie es kommen muss: Sein Weg führt ihn ein weiteres Mal in das Geschehen der Show.

Das Buch und die Welt haben bei mir einen gewissen Sog entwickelt, den ich bei diesem Autor des Öfteren empfinde, obwohl mich einige Dinge nicht überzeugt haben.

Der Verlauf der Handlung und der Aufbau des Buches birgt die eine oder andere Überraschung, dennoch bleiben Konflikte und Spannung auf einem recht harmlosen Niveau. Die Monster, die im unterirdischen Labyrinth auf die Abenteurer warten, wirken wenig originell und man fragt sich recht schnell, wie solche Begegnungen und Kämpfe eine derartige, galaxieweite Begeisterung auslösen können. Überhaupt sind die Ereignisse im Dungeon selbst teilweise relativ zäh und die endlosen Gänge wiederholen sich etwas zu oft – da hätte ich mir spektakulärere Örtlichkeiten und Begegnungen gewünscht. Auch lässt der Modus der Show einige Fragen offen: Warum es unterschiedliche Kategorien von Kandidaten geben muss, erschloss sich mir beispielsweise nicht. Auch der halbherzige Fantasy-Dungeon-Bezug will nicht so recht überzeugen.

Die Figuren sind interessant und sympathisch genug, um ihnen folgen zu wollen. Wer das Gesamtwerk des Autors verfolgt, findet auch kleine Anspielungen auf andere Bücher von ihm, so ist beispielsweise die Welt von Neverwake in diesem Roman Teil der Realität.

Trotz seiner Schwächen habe ich das Buch sehr gern gelesen, die eigentümliche Atmosphäre zog mich in ihren Bann.

MEINE WERTUNG
3,5 von 5 Höhlenplaneten

von: Christian

 

 

von: Christian

 

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