[Rezension] Riyria #6 – Die verborgene Stadt Percepiquis

© Hobbit Presse

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Autor: Michael J. Sullivan
Verlag: Hobbit Presse – Klett-Cotta
Reihe: Riyria
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 635
ISBN: 978-3608960174
Preis:  Euro

von: kris

Die „Riyria“-Serie von Michael J. Sullivan neigt sich im letzten Band nun endlich dem Ende zu. Für das Finale hat sich der Autor noch einmal einiges an dramatischen Wendungen ausgedacht, um die Helden und die Leser heraus zu fordern.

Klappentext:
„In dieser epischen Fantasy zeigt sich der Aufstieg eines Meistererzählers.“ (Library Journal)

Die aufziehende Gefahr – der Vormarsch der Elben.
Die einzige Hilfe in höchster Not – aus einer versunkenen Stadt.
Der wahre Herrscher – ein alter Bekannter.

Zum letzten Mal liegt alles an Hadrian und Royce, das Schicksal auf die richtige Seite zu zwingen.

Die Story:
Noch immer ist nicht ganz klar, wer eigentlich der Erbe ist, der Nachfahre des Imperators, den die Kirche Nyphrons so fieberhaft sucht, um ihn nach dem Gutdünken der Inquisitoren und Anführer zu lenken, nachdem das mit Modina nicht ganz so gut klappen wollte.

Und noch immer ist man auch hinter den beiden Dieben her, die schon so viel Ärger machten und ihnen ein Dorn im Auge sind. Doch Hadrian wie auch Royce lassen sich nicht unterkriegen, wissen sie doch, dass die Gefahr inzwischen aus einer anderen Richtung kommt.

Denn die Elben haben sich entschlossen, nun endlich die Menschen niederzuringen und ihr abgeschiedenes Reich zu erweitern. Die Gründe dafür sind nicht ganz ersichtlich, aber durchaus ernst zu nehmen, denn nach und nach fallen mehr der kleinen Reiche. Bestehen kann man also nur, wenn man sich zusammenrauft – oder eine andere Lösung findet.

Die nämlich scheint in einer vergessenen Zuflucht zu liegen, die schon lange nicht mehr betreten worden ist. Auch wenn sie verfolgt und bedroht werden, der Weg, der vor ihnen liegt, steinig ist, Roye und Hadrian wagen zusammen mit ihren Freunden die gefährliche Reise in die verborgene Stadt Percepliquis.

Das Setting:
Nun versteht man, warum die Saga eigentlich der High Fantasy zugerechnet wird, denn erstmals haben die Elben ihren Auftritt, auch wenn sie letztendlich eine gesichtslose Masse bleiben, aus der nur ganz wenige hervor stechen. Bis auf ihre Langlebigkeit unterscheiden sie sich eigentlich gar nicht von den Menschen. Aber sie haben trotzdem Spuren in der Welt hinterlassen, wie die Entdeckungen in der alten Stadt beweisen werden.

Ansonsten bleiben Magie und exotische Element eher im Hintergrund, das Setting bleibt weiterhin mittelalterlich und wagt keine besonderen Experimente um der Welt noch etwas mehr Eigenständigkeit zu verleihen. Das mag sie durchaus zu einem der vielen Nachahmer machen, die derzeit auf der „Game of Thrones“-Welle schwimmen.

Die Charaktere:
Hadrian und Royce rücken erneut in den Mittelpunkt der Geschichte, während der Rest wieder mehr oder weniger in den Hintergrund rückt. Denn immerhin müssen jetzt auch noch die letzten Geheimnisse der beiden aufgedeckt werden, was aber leider auch zum Knackpunkt der Geschichte wird.

Hadrian bleibt jetzt auf seiner Entwicklung stehen, hat er doch seine Aufgabe und das Vermächtnis seiner Familie verstanden und wundert sich am Ende auch nicht, als der Erbe und sein Geheimnis zum Vorschein kommen.

Royce hingegen wirkt etwas bockig, scheint sich mit seinem Schicksal nicht so ganz abfinden zu wollen, auch wenn erfahrene Leser sicherlich schon ahnen, worauf alles hinaus läuft.

Andere Figuren strampeln sich frei und finden ihre Rolle in der Welt, der Autor gönnt ihnen das Happy End, dass sich vermutlich auch viele wünschen werden. Am Ende sind sogar die Gefahren gebannt, die den Helden so zugesetzt haben, die Magie darf wieder ein Teil der ganzen Welt werden und nicht verhasst bleiben.

Mein Fazit:
Ohne die anderen Bände zu kennen wird man diese abschließende Geschichte nicht verstehen und auch nicht wissen, wie die Figuren und warum zueinander stehen. Noch einmal gibt es ein spannendes Abenteuer zu bestehen, das die Helden dazu zwingt das volle Ausmaß ihrer Fähigkeiten zu zeigen und nicht damit hinter dem Berg zu halten.

Sympathieträger der Serie bleiben bis zum Ende die beiden Gauner, denen man ihr Happy End gönnt, auch wenn das ein oder andere etwas zu sehr an den Haare herbeigezogen wird. Wie immer wird die Hauptheldin mit einem der anderen Charaktere verkuppelt, so dass auch diesem Klischee Genüge getan wird.

Die Auflösung des ganzen ist freilich nicht so überraschend wie man meint, war es für erfahrene Leser doch schon früh zu erkennen, dass einer der Helden eine Schlüsselrolle spielt und das durchaus zu ahnen scheint. Grade wenn derjenige sich besonders bedeckt gehalten hat, war das ziemlich auffällig.

Alles in allem bereut man aber den Kauf nicht, da die Handlung dennoch recht unterhaltsam und abwechslungsreich ist, die Charaktere einem durchaus ans Herz gewachsen sind, so dass man ihnen den angenehmen Abschluss gönnen kann.

Meine Wertung:
4 von 5 Dieben

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