[Rezension} Ætheragenten #2 – Gregory Ferrington-Roycroft und das Tor nach Xibalba

© Edition Roter Drache

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Autor: Tanja Schierding
Verlag: Edition Roter Drache
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 235
Erschienen: Oktober 2016
ISBN: 978-3946425090
Preis: 12,00 Euro

von: Greifenklaue

Unter dem etwas sperrigen Titel „Gregory Ferrington-Roycroft und das Tor nach Xibalba“ erwartet den geneigten Leser der zweite Teil von „Ætheragenten“, wo Tanja Schierding ihren Auftaktroman „Das Erwachen“ fortsetzt. Hat im letzten Roman sich Gregory noch als Ætheragent beweisen müssen und ist Teil eines Teams von Agenten, denen durch Æther besondere Eigenschaften verliehen wurden, gilt es nun für ihn, sich selbst als Anführer eines kleinen Teams zu beweisen.

Aber eben jenes will so gar nicht klappen. Zuerst klappt die Aufnahme eines neuen Teammitglieds, des belesenen Mantikors Davis, so gar nicht reibungslos, dann muss noch der Chef Arthur aus hochbrissanter Lage gerettet will, darf man sich dann endlich an einem Fall beweisen: den britischen Geheimdienst wird von Sir William Branham gebeten, seinen verschwundenen Sohn Frederic zu suchen. Und da er vom Æther gezeichnet, wird die Spezialeinheit um Gregory auf seine Spur gesetzt. Und eigentlich soll ihr Chef Arthur sie begleiten, wird aber im letzten Moment zurückbeordert, und so geht es unter der Tarnung als Schauspielertruppe über den großen Ozean.

Klappentext.
Der Æther webt ein Netz durch alle Zeiten hindurch

Nach seinem aufregenden ersten Einsatz in China sind dem jungen Ætheragenten Gregory Ferrington-Roycroft nur wenige Wochen innerhalb der sicheren Mauern des SIS Stützpunktes Bamborough vergönnt. Als das ‚Special Operating Team Eagle‘ gerade ein neues Mitglied rekrutieren will, ereilt sie ein Hifleruf: Sir William Branham bittet den britischen Geheimdienst, seinen verschwundenen Sohn Frederic zu suchen.

Beängstigende Spuren und eine rätselhafte Münze führen das Team bis in den tiefsten Dschungel von Mittelamerika. Was hat Frederic mit den Legenden der Maya zu tun? Zunehmend verschwimmt für Gregory die Grenze zwischen Mythos und Realität. Er muss akzeptieren, dass der Æther ihn mehr verändert und ihm mehr Fähigkeiten verleiht, als allen anderen.

Meine Meinung:
Tanja Schierding schreibt ziemlich unterhaltsam, in dem Fall zudem recht episodenhaft: erst Agentenrekrutierung, dann eine Solomission und schließlich erst eine Reise als Schauspielertrupp und schließlich die eigentliche, titelgebende Mission. Ein Leitmotiv ist das Erwachsenwerden von Gregory Ferrington-Roycroft und so legt er sich selbst einie Male mit Arthur an, bockt rum und weiß manchmal selbst gar nicht, was mit ihm los ist. Zudem trägt er nun die Verantwortung für sein Team, was nochmal seine neue Rolle betont, an der er nur zu oft selber zweifelt. Hier wird manchmal etwas dick aufgetragen – weniger wäre manchmal mehr – aber insgesamt ist der Konflikt durchaus recht stimmig dargebracht.

Natürlich wird auch die Ætherwelt von Anja Bagus weiter ausgebaut, also das, was die Autorin selbst sowie befreundete Autoren z.B. im Rahmen der Aetherwestern erschaffen, aus jeweils unterschiedlichen Perspektiven, zu unterschiedlichen Zeiten, aber immer als konsistenter Hintergrund. Das ist etwas, was mir gefällt, dass ein facettenreiches Setting aufgebaut wird, wo der Æther überall gleich funktioniert {mit dem Æther, der Mutationen auslöst, hat der Æther in der Ætherwelt ja einen sehr eigentümlichen, markanten Effekt, der ihn von Æther in anderen Romanwelten unterscheidet} und nach und nach Verbindungen gezogen werden.

Die Coverart fand ich schon auf dem ersten Band etwas merkwürdig, jedenfalls wenig das Thema Steampunk in den Vordergrund stellend. Hier geht es mir erneut so, auch wenn einem diesmal die Verbindung zu Xibalba schjon im Titel entgegenspringt.

Durchaus gelungene Fortsetzung aus vielen kleinen Bausteinen, die sich angenehm weglesen lässt, das neue Agententeam etwas ausbaut und zum Ende auch noch einen Twist bereithält.

Meine Wertung:
3,5 von 5 deutschen Ingenieurs-Flugexperimenten.

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Eine Antwort zu [Rezension} Ætheragenten #2 – Gregory Ferrington-Roycroft und das Tor nach Xibalba

  1. […] Gelungene Fortsetzung, hab es für den Würfelhelden rezensiert. […]

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