[Rezension] Riyria #6 – Die verborgene Stadt Percepiquis

© Hobbit Presse
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Autor: Michael J. Sullivan
Verlag: Hobbit Presse – Klett-Cotta
Reihe: Riyria
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 635
ISBN: 978-3608960174
Preis:  Euro

von: kris

Die „Riyria“-Serie von Michael J. Sullivan neigt sich im letzten Band nun endlich dem Ende zu. Für das Finale hat sich der Autor noch einmal einiges an dramatischen Wendungen ausgedacht, um die Helden und die Leser heraus zu fordern.

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[RPC 2016] Flying Games wurde beklaut!

FGLogo_webAm letzten Wochenende waren die Kölner Messehallen der Treffpunkt für die Rollenspieler unter uns. Auch Flying Games stellte dort aus, u.a. ihre Neuheit UltraQuest. So wie Markus Still mir mitteilte lief das Spiel super! Die Demotische waren permanent voll und es lag Begeisterung in der Luft.

Leider gab es aber auch Schatten…

Markus Still teilte soeben per Facebook mit:

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[Rezension] Der Thron von Melengar – Riyria #1 (Hörbuch)

Verlag: der hörverlag
Autor: Michael J. Sullivan
Sprecher: David Nathan
Format: MP3 CD
Dauer: 10 Stunden 59 Minuten
Erschienen: 2014
ISBN: 978-3-453-31589-1
Preis: 16,95 Euro

von: Moritz

Na mal was anderes zum rezensieren als Baum. Hörbücher, auch gut für beim Joggen geeignet. Und ich muss sagen – es gibt schlechtere Unterhaltung als Royce und Hadrian, die beiden Spitzbuben…

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[Rezension] Riyria #5 – Das Fest von Aquesta (Roman, F)

Autor: Michael J. Sullivan
Verlag: Hobbit Presse – Klett-Cotta
Reihe: Riyria
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 440 Seiten
ISBN: 978-3608960150
Preis: 16,95 Euro

von: Kris

Langsam aber sicher wird es ernst in der „Riyria“-Serie von Michael J. Sullivan, denn im fünften Band werden bereits ordentlich die Messer gewetzt und die Weichen für das Finale gestellt. Wieder sind die Diebe Hadrian und Royce Mittelpunkt des Geschehens, aber nicht nur sie müssen diesmal um ihr Leben fürchten.

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[Rezension] Riyria #4 – An Bord der Smaragdsturm (Roman)

Verlag: Hobbit Presse – Klett-Cotta
Autor: Michael J. Sullivan
Reihe: Riyria
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 440
ISBN: 978-3608960150
Preis: 16,95 Euro

von: Kris

Mit dem vierten Band „An Bord der Smaragdsturm“ nähert sich die Geschichte um die beiden Diebe Hadrian und Royce langsam aber sicher dem Finale, auch wenn noch mindestens zwei Bände in der „Riyria“-Reihe zu erwarten sind. Aber die Situation spitzt sich jetzt nicht nur für die beiden Schurken zu.

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[Rezension] Der Aufstieg Nyphrons (Riyria 3)

as-DerAufstiegNyphrons-Riyria3Autor: Michael J. Sullivan
Verlag: Hobbit Presse – Klett-Cotta
Reihe: Riyria
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 448 Seiten
ISBN: 978-3608960143
Preis: 16,95 Euro

von: Kris

Abenteuerliche Fantasy-Geschichten in einem weniger phantasievollen und mehr mittelalterlichem Umfeld sind seit dem Erfolg der Fernsehserie „Game of Thrones“ ziemlich beliebt. Auch der Klett-Cotta-Verlag versucht, auf der aktuellen Welle mitzureiten und hat sich deshalb der „Riyria“-Serie von Michael J. Sullivan angenommen, von der im Original bereits sechs Bände existieren. Hier ist nun mit „Der Turm von Avempartha“ der zweite Band des Zyklus erschienen.

Klappentext:
„Eines der besten klassischen Fantasy-Epen, die gegenwärtig publiziert werden.“ (Fantasy Book Critic)

Die Bedrohung – ein neues Imperium.
Die geheime Macht – die Kirche Nyphrons.
Zwischen allen Fronten – Hadrian und Royce.
Die Welt von Elan sieht sich der größten Gefahr seit Jahrhunderten gegenüber.

Die berüchtigten Diebe mit Namen Riyria übernehmen einen Auftrag als Spione des Königs von Melengar, während sich das kleine Königreich verzweifelt im Kampf gegen das Neue Imperium wehrt.

Die Story:
Schon im zweiten Band wurde deutlich, dass an dem Mord am König von Melengar mehr steckte als nur der Wunsch eines Ursupatoren, an die Macht zu kommen. Denn ganz offensichtlich hat die Kirche Nyphrons ihre Hände im Spiel, will sie doch eine alte Prophezeiung dazu nutzen, die Macht im ganzen Land Elan an sich zu reichen. Sie haben ihr eigenes Kirchenoberhaupt zur Erbin des Titels und Throns des ersten Kaisers gemacht, auch wenn diese im Moment gar nicht so recht bei sich ist und wie eine Wahnsinnige behandelt werden muss.

Doch die Verantwortlichen schüren weiterhin die Unruhe im Land, wiegeln die Putschisten weiter auf und unterstützen sie nach Kräften, um einen König nach dem anderen zu stürzen. In Melengar hat man die Gefahr erkannt und sich dagegen gewehrt, weiß aber auch, dass man sich alleine im Endeffekt nicht halten kann.

Deshalb wagt Prinzessin Arista im Namen ihres Bruders die Flucht nach vorne und durchreist die anderen Königreiche, um Verbündete zu finden. Doch schon bald muss sie feststellen, dass sie vielleicht auf verlorenem Posten steht, denn die Putschisten haben in einigen Ländern bereits zugeschlagen und knechten das Volk mit Gewalt und Willkür.

Zwar nimmt sie Royce und Hadrian mit sich – aber die beiden sind nur zwei Männer gegen Mächte, die sich bereits seit tausend Jahren gegenüber stehen und ein enges Geflecht an Intrigen geschlossen haben. Aber die beiden Abenteurer wissen schon lange, dass sie sich nicht mehr aus dem Konflikt heraus kommen, sind ihr Schicksal und ihr Leben doch bereits enger mit allem verknüpft als sie dachten – vor allem das des aufrechten Schwertkämpfers. In Aryn kommt es schließlich für alle zur Bewährungsprobe.

Das Setting:
Das Setting hat sich natürlich nicht sehr geändert. Noch immer spielt die Romanreihe in einem mittelalterlich anmutenden Setting. Der Konflikt zwischen der Kirche Nyphrons und den einzelnen Reichen kommt einem seltsam vertraut vor, ist dieser doch auch nicht so selten in der Fantasy anzutreffen.

Mittlerweile hat die Kirche die Oberhand gewonnen und spielt ihre Fanatiker gegen die Königreiche aus. Royce und Hadrian, die die Wahrheit inzwischen besser kennen müssen sich zusammen mit Arista durch krisengeschüttelte Länder bewegen und all ihre Kenntnisse und Fähigkeiten ausspielen, um gegen den Terror, der auf sie einstürmt, anzukommen. Und auch die junge Prinzessin lernt weitere Lektionen fürs Leben.

Elfen und Zwerge soll es zwar geben, die Geschichte spielt aber überwiegend unter Menschen, zeichnet das Intrigenspiel zwischen Adligen und Kirche weiter, unter dem vor allem die einfachen Leute leiden müssen, wie die Leser zusammen mit den Helden erfahren müssen.

Die Charaktere:
Lag im letzten Band der Fokus eher auf Royce und seinen Geheimnissen wendet sich der Autor diesmal wieder Hadrian zu. Er hat zwar bereits erfahren, wie eng er mit der Prophezeiung über den Erben des Kaisers verstrickt ist, aber ist das wirklich alles? Aus diesem Grunde sucht er nach Spuren seines Vaters in der alten Heimat, die er nicht ganz grundlos verlassen hat und erfährt doch mehr an anderer Stelle.

Royce kann die neuen Abenteuer gelassener sehen, muss er sich doch nun nicht mehr so sehr hinter seinen Geheimnissen verstecken und kann seinen Ruf ausspielen. Er wird zum ruhenden Pol in der Geschichte, an dem sich alle anderen orientieren können.

Auch Arista steht nun wieder etwas mehr im Mittelpunkt und muss sich neuen Bewährungsproben stellen. Dabei darf sie auch einmal kurz die Liebe kennenlernen, was aber weder stört noch aufgesetzt wirkt und der Geschichte ein wenig Leben gibt.

Während die Mitglieder der Nyphron-Kirche weiterhin sehr blass bleiben, entwickeln einige der Nebenfiguren aus der direkten Umgebung der Helden noch mehr Profil. Auch dort scheinen einige hinter den Kulissen ihre Netze zu spinnen und die Helden bewusst einzubinden – etwas was die Spannung aufrecht erhält.

Mein Fazit:
Mittlerweile ist es unabdingbar geworden, auch die Vorgängerbände zu kennen, denn Michael J. Sullivan bezieht sich immer wieder auf Ereignisse daraus, die er nicht mehr weiter erklärt. Das Abenteuer verläuft weitestgehend konventionell – Royce und Hadrian lassen sich wieder einmal in die Pläne aus Melengar einbinden und geraten dadurch natürlich mehr als einmal in Gefahr.

Der Autor nimmt sich sehr viel Zeit den Terror der Putschisten in Szene zu setzen und deren Auswirkungen auf das einfache Volk zu beschreiben, was die Handlung zunächst nur langsam voran treibt. Aber glücklicherweise merkt man mit der Zeit, dass es auch in den ruhigeren Teilen viele Hinweise zum wahren Hintergrund des Konflikts gibt.

Gerade Hadrian ist mehr in die ganze Sache verwickelt als ihm lieb ist, und das macht ihm ziemlich zu schaffen, zeigt er doch anders als Royce Schwäche und Unsicherheit – der Leser wird ihn dadurch doch noch sympathischer finden.

Auch Arista kommt nun glücklicherweise wieder eine größere Rolle zu. Sie reist nicht mehr nur durch die Länder und versucht die anderen Könige mehr schlecht als recht zu überzeugen, sich mit Melengar zusammen zu tun, diesmal ist sie auch dazu gezwungen, in einem Konflikt deutlich Partei zu ergreifen und die Waffen in die Hand zu nehmen.

All das wurde in eine flüssig geschriebene und unterhaltsame Handlung gepackt, mit der sich vor allem Fans von Rollenspielen und epischen Geschichten wohl fühlen können. Der Autor präsentiert eine gut durchdachte Geschichte mit einem immer dichter werdenden Hintergrund und ständig wechselnden Wahrheiten, die die Handlung immer unvorhersehbarer machen und dadurch die Spannung bewahren, auch wenn es nicht immer schnell voran geht.

Meine Wertung:
4 von 5 Dieben

[Rezension] Der Turm von Avempartha (Riyria 2)

Autor: Michael J. Sullivan
Verlag: Hobbit Presse – Klett-Cotta
Reihe: Riyria
Format: Klappbroschur, 394 Seiten
ISBN-10: 3608960139
ISBN-13: 978-3608960136

von: „Kris“ (Christel Scheja)

Abenteuerliche Fantasy-Geschichten in einem weniger phantasievollen und mehr mittelalterlichem Umfeld sind seit dem Erfolg der Fernsehserie „Game of Thrones“ ziemlich beliebt. Auch der Klett-Cotta-Verlag versucht, auf der aktuellen Welle mitzureiten und hat sich deshalb der „Riyria“-Serie von Michael J. Sullivan angenommen, von der im Original bereits sechs Bände existieren. Hier ist nun mit „Der Turm von Avempartha“ der zweite Band des Zyklus erschienen.

Klappentext:
„Keine von Menschenhand geschaffene Waffe kann dieses Ungeheuer töten.“

In einem Turm – ein uraltes Geheimnis.

Das Problem – ein Ungeheuer.

Die Rettung – zwei Diebe.

Hadrian und Royce möchten eigentlich nur ein paar Bauern in einer armen Gegend helfen. Doch plötzlich haben sie einen gefährlichen Auftrag am Hals und sind in die undurchschaubaren Pläne des Zauberers Esrahaddon verwickelt.

Die Story:
Nachdem in Melengar wieder Ruhe eingekehrt ist und der junge Herrscher Adric mit Hilfe seiner Freunde und Verbündeten seine Macht zu festigen versucht, ziehen Royce und Hadrian, die beiden Abenteurer wieder ihrer Wege und genießen die freie Zeit ohne Gefahren, denn sie wissen, die kann schnell wieder vorbei sein.

Schon bald werden sie von dem einfachen Bauernmädchen Thrace angesprochen. Deren Dorf wird schon eine ganze Weile von einem Ungeheuer überfallen, dass immer nur Nachts auftaucht, so dass niemand wirklich weiß, wie es aussieht. Ein Fremder, der seit einer Weile bei ihnen lebt, hat ihr geraten, sich an Royce und Hadrian zu wenden.

Vor allem Royce ahnt, dass bei der ganzen Sache etwas ziemlich gegen den Wind stinkt und bleibt skeptisch, aber Hadrian sagt aus Ritterlichkeit zu, denn der Auftrag scheint nicht so gefährlich zu sein. Doch schon bald muss auch er erkennen, dass weitaus mehr hinter der ganzen Sache steckt. Denn Esrahaddon, der einstmals mächtigste Zauberer der Welt, den sie selbst aus einem Kerker befreit haben, hat wieder seine Finge mit im Spiel.

Er deutet an, dass hier erneut Kräfte aus der Vergangenheit wirken, die eng mit seiner Mission und den Geheimnissen des untergegangenen Kaiserreichs verbunden sind und nun nicht nur ihn, sondern auch erneut die Kirche des Novron mit all ihren Intrigen und Machenschaften auf den Plan rufen.

Derweil versucht auch Prinzessin Arista nach der Thronbesteigung ihres Bruders einen Platz im Leben zu finden. Dieser besteht für sie allerdings nicht darin, mit einem möglichen Bündnispartner verheiratet zu werden, sondern selbstbestimmt durch die Lande zu ziehen – als Botschafterin Melengars.

Das Setting:
Wie auch schon der erste Teil ist der zweite in einer mittelalterlich anmutenden Welt angesiedelt. Die Schatten des vor gut tausend Jahren untergegangenen Imperiums werfen noch immer ihre Schatten über das Land, so dass der rote Faden weitergesponnen wird. Noch immer sind die Kirchenfürsten auf der Suche nach dem „Erben“, um ihn zur Marionette ihrer eigenen Interessen zu machen – und dazu bereit auch falsches Spiel zu treiben.

Auf der anderen Seite stehen wie immer die Adligen – Herrscher wie Fürsten, die natürlich nicht bereit sind, ihre Macht aus der Hand zu geben. Mittendrin steckt wie immer die einfache Bevölkerung in den Städten und Dörfern, die einzig und allein darauf hoffen, irgendwie überleben und ein halbwegs nettes Leben führen zu können.

Elfen und Zwerge gibt es zwar auch, sie führen aber eher ein Schattendasein und wurden von den Menschen entweder zu Sklaven und Handlangern gemacht oder ins Abseits gedrängt. Nur einige wenige bekommen überhaupt Gesicht und Stimme.

Anders als im ersten Band bewegen sich die Helden diesmal überwiegend zwischen den einfachen Leuten und müssen sich mit deren Ängsten und Aberglauben herumschlagen. Die höfische Ebene ist diesmal fast ganz auf Prinzessin Arista verlagert, die nach der Thronbesteigung ihres Bruders nun ein eigenes Ziel im Leben sucht.

Die Charaktere:
Wie immer stehen Royce und Hadrian im Mittelpunkt der Geschichte. Nachdem der Leser im ersten Band einen guten Eindruck von ihren Kenntnissen und Fähigkeiten bekommen hat, nutzt der Autor diesmal die Gelegenheit, ein wenig den Mantel der Verschwiegenheit über der Vergangenheit der beiden zu lüften. Das macht sie trotz der offen zur Schau gestellten Überlegenheit doch immer noch interessant genug, um ihr Schicksal weiter zu verfolgen. Immerhin dürfen sie – gerade Hadrian – gelegentlich auch noch Schwächen, wie Naivität zeigen, was sie nicht all zu sehr zu Superhelden macht und sympathisch bleiben lässt.

Man merkt ebenfalls, dass Thrace in einfachen Verhältnissen aufgewachsen ist – das Bauernmädchen hat zwar einen wachen Verstand und Träume, aber es kommt dabei doch nicht über einen gewissen Grad an Bildung heraus. So bildet sie einen gewissen Gegensatz zu den beiden Abenteurern, wird aber auch zur Mittlerin zwischen diesen und den Dorfbewohnern.

Auch Arista darf sich zunächst weiterentwickeln, bleibt dann aber in ihrer Entwicklung stehen, da sie nicht wirklich auf eigene Faust agiert, sondern sich immer noch ziemlich von den Männern in ihrer Umgebung, vor allem Esrahaddon und den Kirchenoberen lenken lässt.

Dazu kommt eine Vielzahl an Nebenfiguren, die nur so weit charakterisiert werden, wie es für die Handlung notwendig ist. Alles in allem bleiben die Charaktere von den Helden über die Schurken bis hin zu den Stichwortgebern relativ oberflächlich und sind eher dem Fluss der Geschichte untergeordnet als dass sie diesen bestimmen.

Mein Fazit:
Auch wenn die Hintergrundgeschichte weitergesponnen wird, lässt sich das Buch doch weitestgehend ohne die Kenntnis des ersten Bandes lesen, auch wenn es immer wieder entsprechende Anspielungen gibt. Viele, wenn auch nicht alle sind aber immerhin selbsterklärend.

Große Teile der Geschichte drehen sich um die Sorgen und Nöte des Dorfes und der einfachen Menschen, die von einem geheimnisvollen Monster bedroht werden, dessen Geheimnisse erst nach und nach ans Licht kommen. Die Handlung ist daher weitestgehend vorgezeichnet und dementsprechend leider gerade für erfahrene Leser keine besondere Überraschung.

Was die Spannung aufrecht erhält sind eher die Details, die kleinen Enthüllungen bezüglich des Monsters oder Esrahaddons Plänen, die Vergangenheit von Royce und Hadrian, die auch schon im ersten Band angerissen wurde und nicht zuletzt die Machenschaften des Adels im Hintergund, die in enger Verbindung zu den Ereignissen des ersten Bandes stehen.

Schwach dagegen ist die Handlungsebene um Arista, auch wenn nachvollziehbar ist, dass sie nach ihren letzten Erlebnissen noch nicht so recht weiß, was sie will und um ihren Platz in der adligen Gesellschaft kämpfen muss. Hier hat man gerade am Anfang eher das Gefühl, dass es sich nur um Füllszenen handelt.

Insgesamt lässt sich das Buch sehr gut lesen, ist unterhaltsam und flott geschrieben, lässt keine Langeweile aufkommen – aber man sollte keine all zu großen Überraschungen erwarten. Der Autor schafft es zwar hin und wieder die Leser auf eine falsche Fährte zu führen, wenn dann aber dann nicht für lange.

Auch wissen die gegnerischen Parteien überraschend viel voneinander, was zwar deren Aufeinandertreffen vereinfacht – aber auch viel von der Spannung nimmt.

Immerhin ist die Mischung angenehm abwechslungsreich – Enthüllungen wechseln sich mit Action oder längeren Dialogen ab, die Beschreibungen sind angemessen aber nicht erdrückend, so dass derjenige, der bei seiner Lektüre vor allem ein unterhaltsames und glatt gebügeltes Fantasy-Abenteuer sucht auf seine Kosten kommt, nicht aber der Leser, der ausgefeilte Charaktere mit Ecken und Kanten oder einen komplexen Hintergrund vorzieht.

Meine Wertung:
3,5 von 5 Dieben