[Rezi] Teutonic Horror

 

Autor: Michael Schmidt

Verlag: SelfPublishing

Format: broschiert, 174 Seiten

Erschienen: März 2013

ISBN 13: 9781483980959

von: Würfelheld

 

Teutonic Horror siedelt sich im Bereich der unheimlichen Phantastik an, von daher auch der Untertitel Unheimliche Geschichten.

Zwischen den Deckel hat Michael Schmidt fünfzehn Kurzgeschichten vereint, die teilweise schon in anderen Publikationen erschienen sind.

Zum Inhalt:

Im folgenden möchte ich kurz ein paar Worte zu einigen Kurzgeschichten schreiben, die aus meiner Sicht die Spannweite der Sammlung gut zeigen.

An Anfang macht „Volldampf voraus“. Darin geht es um die Symbiose zwischen einem Lokführer und seinem dampfbetriebenen Zug. Dabei geht es nicht nur um Arbeit sondern auch um die Verschmelzung ihrer Gefühle.

Weiter geht es mit „Remanenz“. Dabei handelt es sich um eine Zeitreisegeschichte, wobei es auch hier um die Behebung von geschichtlichen Fehlern geht.

„Rhythmus der Angst“ zeigt auf, dass man für sein Tun auch die Konsequenzen tragen muss. Dabei wird die Thematik Flucht als nicht vorhanden bzw. relevant abgetan.

„Abgründe“ vermittelt einem, das die Münze immer zwei Seiten hat und man nicht auf den ersten oder zweiten Blick erkennt wer Jäger und wer Gejagter ist und ob dieses evtl. Überdacht werden muss. Das Ganze wird mit ein wenig Vampirismus gepaart.

„Der Tod ist dir sicher!„ man kennt es, man erlebt manche Sachen immer und immer wieder. Man kommt sich vor, als ob man im Repeat-Modus gefangen ist und es nur einen Ausweg gibt.

Mit „Ein Stein in der Mauer“ geht es dann weiter. Eine Story, die einem an der Wahrheit zweifeln lässt. Aber was ist es dann? Virtualität, überlappende Realität oder harter Stoff.

An dieser Stelle zitiere ich aus meiner HUNGER-Rezi, da die folgende Story in dieser Anthologie enthalten war:

 

Es gibt Tage die sollte man schnell vergessen oder mit viel Alkohol aus dem Gedächtnis tilgen. Was ansonsten alles passieren kann, zeigt uns Michael Schmidt in Der gebrauchte Tag.

In „Maria“ lernen wir eine weitere Spezies der Phantastik kennen, nämlich Werwölfe. Aber damit nicht genug, wir bekommen einen Einblick in die Gefühlswelt und ihrer Fähigkeit sich in Zaun zu halten.

Man kennt es, man trifft sich und möchte schön gemütlich durch die Natur wandern. Aber was passiert, wenn das Geplante von der Wahrheit abweicht und der Wahnsinn die Oberhand erhält, erfährt man in „Ruppert“.

Mein Fazit:

„Teutonic Horror“ bietet fünfzehn spannende und wahnsinnige Geschichten, welche einiges an „schwarzen Humor“, etliche Ironie und viel Horror in sich haben.

Es fiel mir beim lesen der Kurzgeschichten größtenteils schwer ein Ende zu finden und das Buch auch mal für eine Pause beiseite zulegen. Überrascht war ich, als ich bereits am hinteren Buchdeckel angelangt war. Leider konnten mich nicht alle Kurzgeschichten gleich stark überzeugen. Teutonic Horror hinterlässt aber einen guten Eindruck.

Meine Bewertung:

4 von 5 Teutonen

Weitere Informationen:

Michael Schmidt im Netz

 

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