[Rezension] Star Trek Kostüme

© Zauberfeder

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Autoren: Paula M. Block, Terry J. Erdmann
Verlag: Zauberfeder Verlag
Format: A4, gebunden
Seitenzahl: 256
Erschienen: 2016
ISBN: 978-3-938922-71-2
Preis: 49,90 Euro

von: Moritz

Wow! Das ist ja mal ein amtlicher Trümmer. Der wird auf dem Couchtisch landen, um ab und an mal einen Blick reinzuwerfen.

Klappentext:
Von den klassischen Uniformen der Sternenflotte und den provozierend gewagten Outfits aus der ersten Serie Raumschiff Enterprise über die fließenden Roben der Vulkanier und die extravagante Ferengi-Mode bis hin zur eindrucksvollen Hochzeitsgarderobe der Klingonen – Star Trek: Kostüme zeigt auf Grundlage des gesamten Franchise (inklusive aller zwölf Filme und sechs Fernsehserien), wie entscheidend diese Designs in den letzten fünf Jahrzehnten dabei mitgewirkt haben, Fans in entfernte Welten und fremde Zivilisation zu entführen. Dabei erkunden die Autoren die Entstehung einiger der eindrucksvollsten Gewänder der Galaxie und verdeutlichen, wie der fremdartige Stil der Kleidung im Laufe der Jahre immer extravaganter wurde.

Das Buch beinhaltet exklusive Fotografien, Standaufnahmen aus der Saga, seltene Concept Arts und viele weitere beeindruckende Bilder. Darüber hinaus befasst sich Star Trek: Kostüme auch mit jenen außergewöhnlichen Menschen, die das Star-Trek-Universum zum Leben erweckt haben, darunter der erste Kostümbildner William Ware Theiss und seine Nachfolger Robert Fletcher, Robert Blackman und jüngst Michael Kaplan. Zahlreiche Interviewpartner, wie etwa J. J. Abrams, LeVar Burton, Jonathan Frakes und Ronald D. Moore gewähren darüber hinaus Einblicke in die Entstehungsprozesse der abgebildeten Kostüme.

Eine fesselnde Hommage an die großartige Designkunst der Star-Trek-Kostüme.

Inhalt:
Tja, was soll ich zum Inhalt sagen?!? Der Band bietet genau das, was er ankündigt: „Fünfzig Jahre Mode aus unendlichen Weiten“. Ich dachte erst er würde damit den Mund zu voll nehmen und sich auf die Uniformen der Enterprise-Besatzung konzentrieren, aber weit gefehlt. Hier gibt es wirklich alles zu bestaunen.

So gibt es Designer-Skizzen, Kostüme auf Schneiderpuppen und Ausschnitte aus den Serien und Filmen, oft komplett und dann nochmal mit Blick auf’s Detail wie zum, Beispiel Rangabzeichen oder Symbole. Sehr schön gelöst – mir gefallen ja besonders die Skizzen, wenn sie mit den umgesetzten Kleidungsstücken kontrastiert werden. Cool, wenn man sieht, wie eine Vision Wirklichkeit wird. Faszinierend auch, dass die teils doch sehr abgefahrenen Kostüme der „Frühzeit“ auch in schwarzweiß wirken. Neben den Kostümen gibt es auch immer informative Texte, die das jeweilige Kleidungsstück in den Kontext der Serie und der Entstehungszeit setzen – zumeist sogar von dem Schauspieler, der den Fummel tragen „durfte“.

Aufgebaut ist der Band clever – zuerst gibt es die Kostüme (vor allem Uniformen) aus der Originalreihe, dann aus den 6 Filmen, der Serie Das nächste Jahrhundert, den Spielfilmen Das nächste Jahrhundert, den Serien Deep Space Nine, Voyager und Enterprise und abschließend den beiden aktuellen Filmen. Neben Uniformen gibt es auch jede Menge anderer Kleidungsstücke – nicht nur der Menschen, sondern auch der Klingonen, Borg, Vulkanier, Ferengi… Und ich sage euch, da ist so einiges Durchgeknalltes dabei – allerdings ist es in all den Jahren irgendwie gelungen, bei aller Übertreibung die Grenze zum Lächerlichen nicht zu überschreiten.

Meine persönlichen Favoriten sind die Flottenuniformen aus „Treffen der Generationen“, wo eine komplette Segelschiffsbesatzung verstartrekisiert wurde sowie einfach alles, was ein Ferengi je getragen hat – die Burschen haben einfach (keinen) Stil. Großartig sind auch viele Außenanzüge. Die wurden auch durch die Jahrzehnte nicht hübscher oder gar zweckdienlicher.

Die Texte sind – völlig unabhängig von den Illustrationen – einfach super. Man lockert einfach jede Konversation auf, wenn man einwirft, dass die Felduniformen in Star Trek V aus einem gestrickten Stoff hergestellt wurden, obwohl zuvor mit Tweed und Gabardine experimentiert wurde. Shatner mochte sie, aber Nimoy mochte Aussehen und Tragekomfort nicht. Tja, die Info soll mal einer überbieten…

Meine Meinung:
Ein tolles Teil, das man immer mal im Wohnzimmer rumliegen haben kann und wo einfach jeder, der vorbeikommt, einfach mal reinblättert. Respekt für den unglaublich hohen Aufforderungscharakter, den dieses Werk hat. Nix, was man am Stück lesen kann, ohne, dass das ästhetische Empfinden des durchschnittlichen Mitteleuropäers schwer verletzt würde, aber um immer mal wieder reinzuschauen ist das Buch genial. Das ist das ultimative coffeetable book und sowohl für Modeinteressierte als auch für Trekkies ein wirklich ausgefallenes und schönes Geschenk.

Meine Wertung:
4 von 5 durchgeknallte Kostümträger

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2 Responses to [Rezension] Star Trek Kostüme

  1. Daniela sagt:

    lol … ich mag deinen Schreibstil 🙂 Witzig und bleibt im Gedächtnis hängen 🙂

    Meine eigene Rezension ist da etwas nüchterner, aber dennoch liebevoll, ausgefallen; ich hab dich hier verlinkt: https://buchvogel.blogspot.de/2017/08/star-trek-kostueme-fuenfzig-jahre-mode.html

    und bleibe gerne als Leser bei dir!

    • wuerfelheld sagt:

      Danke.
      Na und wenn der „Buchvogel“ 🙂 schon so Eigenverlinkung betreibt, veröffentrliche ich diese doch mal 🙂

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