[Rezension] YIYA 1 + 2 (Comic, Zeitreise)

© Bunte Dimensionen

Es ist schon eine Weile her das ich mir die Comics der Arctica-Reihe aus dem Bunte Dimensionen Verlag zu Gemüte geführt habe. Da ich von der Reihe durchweg begeistert war, dachte ich, ich schaue mir noch ein oder zwei weitere Comics an. Eine der anderen Comic-Reihen von Bunte Dimensionen hat den Titel Yiya. Also aufgeklappt und reingeschaut.

INHALT
In einem arktischen Wintersturm landet ein beschädigtes Kleinflugzeug in der nähe eines Fischerdorfes. Der einzige Insasse, der alte Shun eilt aus dem Flugzeug direkt in die Kneipe. Aber nicht um sich dort auszuruhen, oder volllaufen zu lassen, sondern um eine Transportmöglichkeit zur Insel Obre zu finden. Während keiner der Fischer bereit ist ihn bei dem Sturm über das Meer zur mit Riffen umgebenen Insel zu bringen, erklärt sich die junge Yiya bereit zu helfen. Sie bringt Shun zu ihrem „Verlobten“ Rogo und überredet diesen Shun zur Insel zu bringen.

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[Rezi] Sherlock Holmes und die Zeitmaschine

 

Autor: Ralph E. Vaughan

Verlag: Blitz Verlag

erschienen: 2012

Reihe: Die neuen Fälle des Meisterdetektivs Sherlock Holmes

Formar: broschiert, 204 Seiten

ISBN: 978-3898403238

von: Christel Scheja

Siebzig Jahre nach dem Tod von Sir Arthur Conan Doyle ist es Autoren und Verlagen nun möglich, die literarische Figur des Sherlock Holmes ungestraft mit neuen Abenteuern zu versehen, sind die Copyright-Rechte doch weitestgehend erloschen.

Daher nehmen seit dem Jahr 2000 die Geschichten zu, in denen der britische Meisterdetektiv eine Hauptrolle spielt, da sein Name immer noch zieht. Neben Krimiautoren hat auch die Phantastik den Helden für sich entdeckt, wie man an „Sherlock Holmes und die Zeitmaschine“ gut erkennen kann.

Sherlock Holmes und Dr. Watson haben wenig zu tun, da es kaum neue Klienten gibt, die an ihre Türe klopfen und wenn doch, die Fälle eher Lappalien zu sein scheinen., Dafür müssen sie sich mit Oberst Moran herumärgern, der mittlerweile ganz und gar in die Fußstapfen seines Meisters und Vorbildes Moriarty getreten, dem aber immer noch nichts nachzuweisen ist.

Seit einiger Zeit verschwinden allerdings vermehrt Menschen in den dunklen Gassen von London. Eigentlich besteht keine Verbindung zwischen ihnen, aber Sherlock Holmes ahnt, dass mehr dahinter steckt als das Wirken dunkler Kulte oder gar die Taten eines einzelnen Serienmörders.

Er geht den wenigen Spuren nach und trifft so auf den Schriftsteller H. G. Wells, der ihnen einen entscheidenden Hinweis gibt. Denn ganz offensichtlich sind die Erzählungen, auf denen sein neustes Buch „Die Zeitmaschine“ beruht, wahr.

Als Holmes und Watson endlich den Zeitreisenden finden, müssen sie erfahren, dass die Utopie bittere Wirklichkeit geworden ist, denn die Morlocks sind im Begriff, London zu erobern und so die Menschheit in den Abgrund zu stürzen.

Es ist nicht unbedingt abwegig, große Werke aus der selben Epoche miteinander in Verbindung zu bringen und den Meisterdetektiv mit dem Inhalt eines der Klassiker der Science Fiction zu konfrontieren – aber die Umsetzung ist leider nicht gelungen. Ralph E. Vaughan setzt zu sehr auf die vordergründigen Horrormomente und viel Action, leider kommen dabei die Vorzüge der Werke von Doyle viel zu kurz.

Holmes ist hier nur bedingt der Denker und Stratege, der den Fall mit messerscharfer Beobachtung und klugen Kombinationen löst. Statt dessen mutiert er zu einem Kämpfer, der auch schon einmal Klingenwaffen und Pistolen in die Hand nimmt, weil den Morlocks offensichtlich nicht anders beizukommen ist.

Die Gegner sind bloße Monster – die Gesellschaftskritik an der spätviktorianischen Epoche und dem Imperialismus, der langsam auf den nächsten Krieg zusteuert, beides Dinge, die in „Die Zeitmaschine“ im Hintergrund anklingen leider völlig verloren, auch wenn sie sogar erwähnt werden.

Alles in allem bietet Vaughan zwar ein rasantes und kurzweiliges Science Fiction Abenteuer, es hätte aber nicht unbedingt eines Sherlock Holmes bedurft, um den Gegnern beizukommen. Vom Charakter her ist der Meisterdetektiv nur bedingt zu erkennen, da seine hervorragendsten Eigenschaften nur selten genutzt werden. Auch die anderen Charaktere gehen wie die Handlung selbst nicht sonderlich in die Tiefe.

Damit ist „Sherlock Holmes und die Zeitmaschine“ für Fans desselben eher eine Enttäuschung, wenn auch ein grundsolider Abenteuer-Roman mit Science Fiction und Horrorelementen, den man gut auf einer Busfahrt oder am Strand lesen kann.

 

Meine Bewertung:

2,5 von 5 Lupen

Weitere Informationen:

Sherlock Holmes und die Zeitmaschine beim BLITZ Verlag

 

[Rezi] Der Funke des Chronos

https://i1.wp.com/www.piper-verlag.de/media/9783492266512.jpgAutor: Thomas Finn

Verlag: Piper

Format: kartoniert, 412 Seiten

Erschienen: 2008

ISBN 13: 978-3-492-26651-2

von: Würfelheld

Thomas Finn liefert mit diesem Roman einen Abstecher in die Zeitreise-Thematik ab, wobei das ganze mit Thriller-Elementen gespickt wird. So werden die über vierhundert Seiten mit einem thematisch passenden Cover umhüllt.

Zum Inhalt:

Medizinstudent Tobias, der seine Kindheit im Waisenhaus verbringen musste und dessen Beziehung nun kurz vor Weihnachten in die Brüche gegangen ist, wurde gerade durch seine Nachbarin ein Paket, welches diese dankenswerterweise angenommen hat, übergeben. Diese Päckchen erhält Tobias nun schon einige Jahre, wobei er bis dato nicht herausfinden konnte, wer ihm diese Päckchen zuschickt. Doch dieses Päckchen ist anders, es enthält, so wie es den Anschein macht, Hinweise auf Tobias früheres Leben bzw. seine Herkunft. Dieses zugesandte Geschenk führt Tobias nach einiger Zeit in einen Uhrladen und von dort direkt in ein unerwartetes Abenteuer. Als ihm der Uhrmacher erklären möchte was das ganze mit seinen leiblichen Eltern zu tun hat, betritt ein Unbekannter das Ladenlokal. Kurz darauf kommt es zu Tumult im Ladenlokal. Während dieses Tumults fallen Schüsse und als Tobias seine Gedanken einigermaßen zu ordnen versucht, erklärt ihm der Uhrmacher das er weg muss und das es nur eine Möglichkeit gibt. So wird Tobias in eine Zeitmaschine gesteckt und landet in Biedermeierischen Hamburg des 19. Jahrhunderts, wobei nur auf den ersten Blick, denn es herrscht Hysterie und Chaos. Doch auch hier läuft für Tobias nicht alles rund, den Tobias fällt hier wie ein bunter Hund auf. Schnell wird Tobias wegen seiner Andersartigkeit zum Hauptverdächtigen in einer Mordserie, in der ein bis dato Unbekannter seinen Opfern den Kopf aufschneidet und ein Sekret entnimmt.

Um seine Unschuld zu beweisen, was sich als sehr schwierig erweisen tut, da eine ganze Stadt auf der Jagd nach ihm ist, erhält Tobias unerwartet Hilfe. So trifft er auf Heinrich Heine. Zusammen versucht das ungleiche Paar Tobias Unschuld zu beweisen und tritt dabei einigen unangenehmen Zeitgenossen auf die Füße. Als ob das aber noch alles nicht genug ist, muss dann auch noch die Zeitmaschine gesucht werden, den Tobias möchte in seine Zeit zurück und sich dort der Dinge die auf ihn warten stellen.

Mein Fazit:

Thomas Finn haucht einer geschichtlichen Gegebenheit durch die Verknüpfung mit modernen Elementen und der Thematik Zeitreise neues bzw. erneutes Leben ein. Man hat zur jeder Zeit das Gefühl, das man an der Seite von Tobias durch dessen Leben bzw. mit ihm durch das hanseatische Hamburg des 19. Jahrhunderts zieht. Dabei überrascht einen Thomas Finn immer und immer wieder, den durch die gute Recherche, die einem beim Zug durch Hamburg geboten wird, so trifft man auf historisch nachweislich anwesende Persönlichkeiten, befindet sich das Kopfkino unter Volllast und produziert hervorragende Sinneseindrücke.

Leider wird der Kopfkinofilm durch einige Mehrfachnennung im Text etwas zum stolpern gebracht, so muss ich nicht öfters darüber informiert werden, welche Haarfarbe der Protagonist hat, oder das er Student ist. Und die Zeitmaschinenherkunft wird mir zu kurz abgehandelt. Da steht man schnell vor Fakten. Nichtsdestotrotz haben mich die gebotene Story und die darin befindlichen Details, die Wendungen und der Spannungsbogen gut unterhalten, wobei noch einwenig Luft nach oben ist.

Meine Bewertung:

4,5 von 5 Zeitmaschinen