[Rezension] Jörg Buttgereits CAPTAIN BERLIN #4 (Comic)

Verlag: Weissblech Comics
Autor: Jörg Buttgereit
Illustrator: Reiner F. Engek u.a.
Herausgeber: Levin Kurio
Format: broschiert
Seitenzahl: 36
Erschienen: Juli 2015
ISBN: 978-3869590356
Preis: 4,90 Euro

von: Würfelheld

Jawohl endlich halte ich den nächsten Teil des einzig wahren deutschen Superhelden in Händen. Hoffentlich wird dem Bösen wieder einmal so richtig in den Hintern getreten. Weiterlesen „[Rezension] Jörg Buttgereits CAPTAIN BERLIN #4 (Comic)“

[Comic-Rezension] Horrorschocker #36

https://weissblechcomics.com/weissblech/bisher_erschienen/horrorschocker

Autor: Levin Kurio et, al.
Verlag: Weissblech Comics
Format: Comic mit Klammerbindung
Seitenzahl: 52
Erschienen: Juni 2014
ISBN: 4-196525-303903-36
Preis: 3,90 €

von: Moritz

Sauber! Zum Jubiläum gibt es 16 zusätzliche Seiten zum gleichen Preis. Mal sehen, ob die sich auch lohnen…

Klappentext:
Zehn Jahre HORRORSCHOCKER, wer hätte das gedacht! Das ist ein Grund zum Feiern! Deshalb haben wir diese Jubelausgabe kräftig dicker werden lassen: Es gibt mehr Inhalt, ein Centerfold unseres werten Fährmannes zum in den Sarg hängen, und der Verleger gewährt sogar erstmals einen Blick hinter die Kulissen, der ganz ohne Bleiwüste und Fotos auskommt.
Das alles gibts zum gleichen Preis wie immer – für bescheidene 3,90 €!

Nebelverhangene Berggipfel verbergen ein düsteres Geheimnis: Die Wolkenstadt des Mumiengottes wartet darauf, entdeckt zu werden!
Diese und andere düstere Horrorgeschichten erwarten Euch in Horrorschocker # 36. Sogar der Verleger selbst gibt sich die Ehre und plaudert aus dem Schatzkästchen der Verlagsgeschichte …

– Der Schatz der Templer
– Die lesenden Toten
– Die Wolkenstadt des Mumiengottes
– Überlebensexperten

Zum Inhalt:
Die Wolkenstadt des Mumiengottes ist ein guter Opener für den Jubiläumsband. Eine sehr laracroftige junge Archäologin sucht ihren Professor in einem Grabmal-Heiligtum des Tocatl. Natürlich findet sie ihn…
Wenn Der Schatz der Templer etwas sorgfältiger gezeichnet wäre, wäre das ganz sicher mein Favorit unter den vier Geschichten, denn ich stehe ja total auf diese ganzen Templer-Grals-wasauchimmer-Geschichten und hier geht es darum, dass die Staatsmacht aus dem Templer Guillaume das Versteck des Schatzes der Templer herauspresst. Schlussendlich muss er klein bei geben, aber wie man es bei Levin Kurio nicht anders erwartet hat, besteht der Schatz nicht nur aus Gold und Geschmeide.
Mein persönlicher Schwachpunkt ist Überlebensexperten – hier irren zwei Touristen durch die Wüst und bis zum letzten Panel geht man davon aus, dass es sich bei ihnen um die titelgebenden Experten handelt – weit gefehlt.
In Die lesenden Toten zeigt sich der Herr Verleger selbstironisch und deckt auf, dass seine Comics auch bei den Untoten der Sümpfe gut ankommen.

Mein Fazit:
Die Horror-Comics können mir gerne weiter ins Haus flattern. Genau das richtige für’s Klo – nicht wegen der Qualität, sondern wegen der Länge der Geschichten. Die sind spannend, etwas mehr als okay gezeichnet und machmal ist der Twist am Ende doch überraschend. Weiter so!

Meine Wertung:
4 von 5 Indiana Jones-Hüte

[Comic-Rezension] Horrorschocker #32

Autor: Levin Kurio et, al.
Verlag: Weissblech Comics
Format: Comic mit Klammerbindung
Seitenzahl: 34
Erschienen: 2013
ISBN: 4-196525-303903
Preis: 3,90 €

von: Moritz

Naja, wenn wir ehrlich sind kann ich für die Reihe „Horror“ gerade noch so durchgehen lassen, aber „Schocker“?!? Ich weiß nicht. So richtig brutal gruselig sind die Geschichten nicht – aber das ist auch gut so, denn meine Ekel- und Angst-Grenze ist schnell erreicht. Die Weissblech-Geschichten sind da alle noch locker im Toleranzbereich, damit komme ich gut klar…

Klappentext:
Aus den Tiefen verfallender Gruften kommt ein extralanger Vampir-Kracher … wir schieben den schweren Vorhang der schwarzen Romantik beiseite und beleuchten, was ist … wenn die Vampire schlafen!
Grausam ist das Schicksal des Harald Morfenson. Ist seine Lebensbeichte etwa mehr als nur eine Warnung? Ein Parasit erwartet Euch!
Und es gibt nach langer Pause wieder eine Geschichte vom schwarzen Fluss: Die Karte des Orpheus weist den Weg … wird Abor Gurun ihn finden?!

Zum Inhalt:
Okay, was erwartet den geneigten Schocker-Leser also in diesem Band? Die erste – und längste – Geschichte ist eine recht klassische Vampirgeschichte: In einer Vampir-Community geht „Der Pfähler“ um und der (Vampir-)Held der Geschichte macht sich auf, um ihm den Garaus zu machen. Das gelingt auch – allerdings mit unabsehbaren Folgen…
Geschichte zwei zeigt einen fies entstellten Typ, der im Fernsehen seine Lebensbeichte ablegen möchte. Er ist von einem Parasiten befallen und steht kurz vor dem Exitus – auch hier kommt die (überraschende?) Wendung wieder auf der letzten Seite frei Haus.
Die letzte Geschichte ist historisch angehaucht (und weist den mir am nächsten stehenden Zeichenstil auf) und der Piratenkönig Abor Gurun will mit Hilfe einer Schriftrolle den Weg zum Fluss Styx finden, um unverwundbar zu werden. Ihr werdet es kaum glauben, da läuft nicht alles so glatt, wie es sich der alte Grieche vorgestellt hat.

Mein Fazit:
Prima! Ich komme immer besser mit den Weissblech-Sachen klar. Die Geschichten können alle was, auch wenn man irgendwann die Wendung in letzter Sekunde doch immer sicherer voraussagen kann. Müsste ich eine Reihung der Geschichten festnehmen, so hätte die „Karte des Orpheus“ knapp die Nase vorne vor „Parasit“ und „Wenn die Vampire schlafen“.

Meine Wertung:
3,5 von 5 Schock-Effekte

[Comic Rezension] Welten des Schreckens 6 – Ist das die Zukunft?

Autor/Zeichner: Levin Kurio et. al.
Verlag: Weissblech Comics
Format: Taschenbuch mit Klebebindung
Seitenzahl: 66
Erschienen: Dezember 2012
ISBN: 978-3-86959-023-3
Preis: 7,80€

von: Moritz

Comics sind nun nicht gerade mein Spezialgebiet, aber immerhin kann ich die Story bewerten und sagen, ob mir der Zeichenstil gefällt oder nicht – besser als gar nichts, oder?

Klappentext:
Die Maya wussten es – und wir zeigen, wie es wird: In WELTEN des SCHRECKENS # 6 kommt die große Alieninvasion!
In grauer Vorzeit verirrte sich der Vertreter einer fremden Zivilisation auf unseren Planeten. Doch es blieb nicht mehr als Legenden von einem Gott, der auf einer gefiederten Schlange in den Himmel ritt und versprach, eines Tages zurück zu kommen …
dieser Tag ist nun gekommen!
Wie wird die Menschheit darauf reagieren, dass plötzlich gierige Glupschaugen begehrlich unsere Welt taxieren? Was, wenn tentakelige Hände nach unserem blauen Planeten greifen? Wird die Menschheit in Einigkeit gegen das grausame kosmische Schicksal aufbegehren? Oder werden wir an unseren Schwächen scheitern?
Erfahrt das und mehr im apokalyptischen Alien-Invasions-Extra von Welten des Schreckens!
– Wenn Toltemeki träumt …
– Tag X
– Sie kommen in Frieden!
– Von Menschen und Göttern
– Widerstand ist zwecklos!
– … Ungeziefer!

Zum Inhalt:
Schon der Alien auf dem Cover hat irgendwie einen Hauch von „Mars Attacks“ und dieses Pulpige zieht sich dann auch wie ein roter Faden durch die Geschichten.
So haben wir es bei Geschichte 1 mit einer klassischen von-Däniken-Nummer zu tun und von einem Außerirdischen, der sich kurz bei den Maya aufhält.
Bei „Tag X“ handelt es sich um einen missglückten Kontaktversuch, der von Archäologen entdeckt wird. „Sie kommen in Frieden“ – zumindest so lange, bis es ein guter deutscher Beamter auf Fehmarn verbockt. Mein Favorit ist aber „Von Menschen und Göttern“. Kukul Kahn, den wir aus der ersten Geschichte noch kennen, taucht wieder auf und öffnet der Menschheit die Augen vor den bösen Faal, die den Planeten unterjochen wollen – aber es ist wohl schon zu spät. In „Widerstand ist zwecklos“ geht der Krieg gegen die Fall weiter und die Erde muss aufgegeben werden. „.. Ungeziefer“ zeigt unterschiedliche Arten von Ungeziefer auf, Nicht allzu ungewöhnlich, aber hinreichend clever für das Pulp-Genre.

Mein Fazit:
Genau das Richtige für eine 30-minütige Zugfahrt. Fünf unterschiedliche Geschichte mit dem gemeinsamen Thema „Einfluss der Außerirdischen auf die Menschen“. Die Qualiät ist auch gleichbleibend hoch und auch wenn ich persönlich mich an den (vor allem in den mittleren Geschichten) sehr flächigen groben Zeichenstil gewöhnen muss, werde ich die Serie ganz sicher weiter verfolgen.

Meine Wertung:
3,5 von 5 auf Hunde genähte Köpfe von Pierce Brosnan

[Comic Rezension] Pater Dracula 1 +2

Autor: Josef Rother
Illustrationen: Donna Barr, Diana Sassé, Domenic Regan
Verlag: Weissblech Comics
Format: A5, geheftet
Seitenzahl: 38 (Band 1) und 26 (Band 2)
Erschienen: 2003 (Band 1) und 2004 (Band 2)
ISBN: –
Preis: 4,00€ (Band 1) und 3,90€ (Band 2)

von: Moritz

„Pater Dracula“? Verdammte Axt, das muss ich mir einfach reinziehen!

Klappentext:
#1:
Weissblech-Comics bringt Euch die Gute Nachricht: Graf Dracula hat sich zum Christentum bekehrt! Der alte Kampftrinker schwört jetzt auf den Messwein, das gewandelte Blut Christi, und arbeitet mit Reverend Van Helsing für die Hand Gottes, den Geheimdienst Seiner Heiligkeit! In unserem ersten Heft tritt ihm ein besonders blasphemischer Gegner entgegen: Sankt Frankenstein, die Lebende Reliquie!
– Das Blut des Lebens
– Pater Dracula in Lebende Reliquien!

#2:
Die Gute Nachricht für Katholiken und andere Zeitgenossen!

PATER DRACULA ist zurück und gibt sich ein weiteres Mal das Blut Christi. In der neuen Ausgabe unseres katholisch-kultigen Comics belehren wir euch über die Gefahren der satanischen Rock-Musik und enthüllen die Wahrheit über Elvis und seinen Pakt mit dem Teufel. Außerdem werfen wir einen Blick auf die Sorgen und Nöte katholischer Seelsorge und berichten von Pater Draculas verzweifeltem Kampf um die Seele einer sündhaften Nonne.
Heavy Metal-Autor Josef Rother hat für diese Traktate gleich vier Zeichner um sich versammeln können: Diana Sassé, Stefan Dinter und Dominic Regan, den Zeichner des schottischen Kult-Comics The Freedom Collective, der in Kürze ebenfalls bei Weissblech erscheinen wird.
– Pater Dracula in Die sündhafte Nonne
– Pater Dracula in Long Live the King

Zum Inhalt:
Müsste ich die beiden Bände mit einem Wort beschreiben, so wäre das wohl „krude“ und zwar nicht positiv, nicht negativ, sondern in erster Linie beschreibend. Sowohl die schwarz-weiß-Zeichnungen als auch die Idee und die vier Geschichten sind mal sowas von krude. Egal, um welchen der Zeichner es sich handelt – wobei Stefan Dinter noch am klarsten zeichnet – der s/w-Stil ist immer auf Skizzen-Niveau, obwohl man phasenweise doch erkennt, dass die Mädels wirklich was können (was sie aber tapfer zu verschleiern suchen). Und die Handlungen sind einfach hanebüchen – und doch irgendwie auf eine schwer fassbare Art und Weise faszinierend.

Let’s go:

– Das Blut des Lebens:
Pater Dracula rettet einen armen sündigen Vampir und wir erfahren, dass Reverend van Helsing ihn mit dem Blut Jesu Christi bekannt gemacht hat und er jetzt etwas gefunden hat, was seinen Blut für alle Ewigkeit stillt. Außerdem gibt es mittlerweile eine große Vampirgemeinde, die ein neues Kapitel der katholischen Kirche aufgeschlagen haben.
Äh, ja – aber es geht noch abstruser:

– Lebende Reliquien:
Die Reliquie „Hand des St. Viktor“ erwacht zum Leben – ein Fall für den geheimnisumwitterten Geheimbund „Manus Dei“, dessen Vertreter Van Helsing schnell auf der Matte steht, kurz darauf unterstützt von seinem Kumpel Vlad. (Kleiner Einschub: Hier ist ein guter Augenblick, um auf die liebevollen bekloppten Ideen dieses Comics zu verweisen, denn der Kreuzkettenanhängerkommunikator von Van Helsing ist ganz großes Herrentennis und nur ein Beispiel für viele liebevolle Details.) Schnell stellt sich heraus, dass außer dieser Hand und dem Gehirn alle anderen Reliquien des Heiligen gestohlen wurden und der Horror-Spezialist weiß sofort, womit er es zu tun hat. Yepp. Natürlich. Dr. Wollstonecraft wollte die wohltätigen Kräfte des Heiligen nutzen, indem er ihn wieder „zusammensetzte“, was aber gründlich in die Hose ging, da sein Gehilfe ihm ein eher zweifelhaftes Gehirn organisiert hat. Nun müssen die beiden Manus Dei-Agenten also einen amoklaufenden zusammengeflickten Heiligen besiegen und die Sache zu ein em guten Ende bringen…
Bekloppt? Sicher, aber in Band zwei wird noch eine Schüppe draufgelegt.

– Long live the King:
Das große Übel der Welt – DIE ROCKMUSIK – wurde ja, wie wir alle wissen, von Elvis Presley über uns gebracht. Das mal nur so, um die Grundvoraussetzungen zu klären, denn die Geschichte beginnt damit, dass Pater Dracula einen armen Sünder in einer Nebengasse rettet, wo gerade etliche Dämonen über ihn herfallen. Dieser ist – klaro – Elvis Presley, der seine Geschichte erzählt von einem Pakt, den er mit dem Teufel eingegangen ist, der ihm als Gegenleistung für seine Seele großen Erfolg versprach. Sei es wie es sei, wir erfahren hier zumindest mal so ganz nebenbei, warum alle Elvis-Imitatoren in der Hölle landen. Pater Dracula hat dann schlussendlich auch eine finale Verwendung für den gefallenen „King“, der so zumindest scheibchenweise die unfassbar schwere Schuld, die er mit dem Erschaffen der Rockmusik über uns alle gebracht hat, abarbeiten kann.
… der grandioseste Gag der beiden Bände findet sich übrigens auch in dieser Geschichte, denn Elvis will ursprünglich Mitglied im Kirchenchor werden, aber der zuständige Geistliche schickt ihn nach dem Vorspielen mit den Worten weg: „… und deine Hüften Junge… vielleicht solltest du das mal behandeln lassen!“ Spektakulär. Alleine dafür hat sich die Lesezeit gelohnt.

– Die sündhafte Nonne:
Pater Dracula hat eine Nonne im Beichtstuhl sitzen, die ihm von der permanenten Hitze in ihrer… (na, ihr wisst schon) berichtet. Alle „Heilungsversuche“ scheitern, bis schließlich zwar sein eigener Leib vom Frevel befreit wird, aber die Nonne nur kurzfristig Linderung findet, bevor sie (von einer äußerst kirchlichen Moral begleitet) in die große weite Welt zieht, wo sie für Gott verloren ist.

Insgesamt finde ich das wohl Krasseste an den Comics, dass die Idee gnadenlos und völlig (VÖLLIG!) unironisch durchgezogen wird – was es wiederum so witzig macht. So ist einfach die Rockmusik der Anfang vom Ende, das ist so und wird nicht hinterfragt, nicht ironisch gebrochen, es wird sich nicht darüber lustig gemacht. Das ist einfach so. Auch die letzte Geschichte und die knallharte Moral am Schluss: „So hütet euch, meine Brüder und Schwestern. Lasst dem Feuer keine Pforte offen. Denn wenn es einmal euren Tempel entweiht hat, dann wird es euch verschlingen…“ werden nicht hinterfragt und bleiben einfach so stehen.

Ohne im Internet zu recherchieren, würde ich schwer vermuten, dass der Autor aus Köln und Umgebung stammt, denn so eine witzige Position zur katholischen Kirche kenne ich sonst nur aus der Stadt der organisierten Narretei.

Mein Fazit:
Es gibt doch nichts, was es nicht gibt. Denn seien wir mal ehrlich, die Grundidee und die Geschichten sind völlig gaga, aber irgendwie kann ich den beiden Comics einen gewissen Reiz nicht absprechen. Ich hätte beide auch dann zu Ende gelesen, wenn ich keine Rezension hätte verfassen müssen, denn auf irgendeiner Ebene, die ich nicht genau lokalisieren kann, war ich gut unterhalten.
Steht ihr also auf zu 95% durchgeknallten Underground-Kram, dann sollte das hier genau der richtige Shit sein, mögt ihr weichgespülte ligne claire wie Tintin, dann rennt um euer Leben und
hofft, dass euch Pater Dracula nicht erwischt“

Meine Wertung:
3 von 5 Messkelche

[Comic-Rezension] Jörg Buttgereits CAPTAIN BERLIN #2

Autor: Jörg Buttgereit
Illustrator: Rainer F. Engel, Martin Trafford, Fufu Frauenwahl
Herausgeber: Levin Kurio
Verlag: Weissblech Comics
Format: broschiert
Seitenzahl: 36
Erschienen: Oktober 2014
ISBN 13: 978-3869590325

von: Würfelheld

Nachdem der mir der erste Teil wirklich sehr viel Freude gemacht hat, musste der Zweite schnell nach geschoben werden. Somit geht es direkt wieder ins Berliner-Superheldenuniversum.

Verlagstext:
In CAPTAIN BERLIN #2 geht es weiter mit der Geschichte des Superhelden … Der grause Germanikus marschiert, wenn Hitler befiehlt: CAPTAIN BERLIN muss sterben!
Außerdem im Heft: Ein Jahrhundert lang war sein Leichnam eine museale Kuriosität … doch nun versuchen geheimnisvolle Mächte sich seiner zu bemächtigen! Was geht vor in London? Erfahrt es in CAPTAIN BERLIN und der Elefantenmensch!

Zum Inhalt:
Der zweite Teil enthält erneut zwei Abenteuer in unterschiedlichen Epochen. Den Anfang macht „Captain Berlin muss sterben“. Nachdem gescheiterten Attentat (Band #1, bzw. geschichtlich ja bekannt) trifft Hitler auf Ilse von Blitzen, eine durchgeknallte, aber geniale Wissenschaftlerin/Ärztin. Diese unterbreitet ihrem Führer ein Hilfsangebot zur Vernichtung von Captain Berlin. So hat sie eine Kampfmaschine zusammengewerkelt, allerdings nicht aus Metall und Elektronik, sondern aus Menschenteilen, aus den besten Teilen die sie bei den Landsern finden konnte. Das Unwesen wird auf den Namen Germanikus getauft und erhält nach erwachen seinen einzigen Auftrag „töte Captain Berlin“.

Das zweite Abenteuer in diesem Band ist: „Captain Berlin und der unglaubliche Elefantenmensch“. Es verschlägt uns nach London, genauer gesagt nach London des Jahres 2009. Einbrecher stehlen das Gebiss von Josef Merrik dem Elefantenmenschen aus dem 19. Jahrhundert. Allerdings hinterlassen sie eine sehr wichtige Spur, nämlich die Visitenkarte von Ilse von Blitzen, der Leibärztin des Führers. Diese hat mit der vorliegenden DNA und einer weitere Substanz erneut eine Entwicklung vor, die es ermöglichen soll den Captain zur Strecke zu bringen.

Aufmachung:
Das vom ersten Teil bekannte A4 Format nimmt auch diesmal die knalligen Panels in sich auf. Man erhält erneut passend poppiges Superheldendesign.

Mein Fazit:
Wer den ersten Teil dieser Serie schon gut fand, wird mit dem zweiten Teil nicht enttäuscht. Unser deutscher Weltretter tritt auch diesmal wieder in zwei unterschiedlichen Epochen in Aktion und rettet uns Unwissenden den Hintern!
Captain Berlin spielt wieder hervorragend mit den typischen Superheldenklischees und haut so richtig in die Spaßkerbe.
Diese Serie beweist eindeutig dass die Welt deutsche Superhelden verkraften kann und braucht – besonders wenn man bestimmten Leuten in den Arsch treten will.

Meine Bewertung:
5 von 5 Superheldengesichtsmasken

[Comic-Rezension] Jörg Buttgereits CAPTAIN BERLIN #1

Autor: Jörg Buttgereit
Illustrator: Rainer F. Engel, Martin Trafford
Herausgeber: Levin Kurio
Verlag: Weissblech Comics
Format: broschiert
Seitenzahl: 36
Erschienen: März 2014 (2. Auflage)
ISBN 13: 978-3869590271

von: Würfelheld

Ich glaube ich trau meinen Sehprozessoren nicht! Captain Berlin! Und das jetzt als Comic. „Wahnsinn“ war mein erster Gedanke, denn die filmische Umsetzung kenne ich und kann mich wieder und wieder darüber erfreuen. Ja ich bin wohl einer der wenigen, die die Limitierte „DogTag“ Edition im Schrank stehen haben. Also ab ans Welt retten …

Werbetext:
Dem körnigen Celluloid eines Super8-Films entsprungen, kämpfte sich Berlins einzig wahrer Superheld durch ein Hörspiel, kam auf die Bühne, wurde wieder Film … um jetzt endlich am Ursprungsort aller Superhelden anzukommen! CAPTAIN BERLIN wird zum Comicheft! In Zusammenarbeit mit Captain Berlin-Schöpfer und Horrorregisseur Jörg Buttgereit sammeln wir erstmalig die bisher entstandenen Captain Berlin-Comics in einem Band. Mit dabei: Operation Untergang (seinerzeit von Levin Kurio und Rainer F. Engel für ein DVD-Booklet geschaffen) und Captain Berlin gegen Fukuda (von Jörg Buttgereit und Martin Trafford)!

Zum Inhalt:
Zuerst widmen wir uns Operation Untergang. Wir schreiben das Jahr 1933, die dunkelste Geschichte Deutschlands beginnt, Hitler kommt an die Macht. Aber der Widerstand schläft nicht. So entwickeln sie, per Genlabor, einen Gegenspieler – Captain Berlin!

Dieser Superheld erhält den Auftrag Hitler aufzuhalten und zu vernichten. So macht sich Captain Berlin an seine Aufgabe. Als die Zeit reif ist, beschließt er, Hitler zu kaschen und an die Alliierten auszuliefern. So treffen die beiden in der Wolfsschanze aufeinander. Aber bevor Captain Berlin seinen Plan umsetzen kann, passiert das bekannte Attentat und der Captain rettet seinem Erzfeind das Leben. Durch dieses Ereignis geschockt taucht Captain Berlin unter und nimmt eine Geheimidentität an.

Weiterhin befindet sich die Story „Captain Berlin vs Fukuda“ zwischen den Deckeln. Dabei werden wir ins Jahr 2011 versetzt. Captain Berlin trifft nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima auf ein dort entstandenes Monster Namens Fukuda. Dieses bedroht irgendwann dann Berlin, was zum Eingreifen des Captains führt. Aber er muss einen außergewöhnlichen Weg einschlagen um Berlin zu retten.

Aufmachung:
Der Comic kommt mit kolorierten Panels in A5 Format mit Klammerung daher. Die Koloration kommt Superhelden-mäßig in knalligen Farbdesign zur Geltung. Das ganze passt, man weiß was Sache ist und die Texte sind leicht lesbar.

Mein Fazit:
Boom! Kwum! Und vieles mehr.

Wie oben bereits geschrieben, kenne ich ja die limitierte Zelluloid Version, welcher ein kleiner Comic beiliegt, welches man hier teils wiederfindet.

Captain Berlin hat seinen eigenen Charme! Das liegt zum einem am politischen Statement und zum anderen an dem einzigartigen Humor! Ich habe die Konsumzeit einfach nur genossen und mich von den Panels treiben lassen.

Deutschland hat eindeutig mehr solcher Superhelden, nicht unbedingt in gelben Spandexanzügen, verdient.

Meine Wertung:
5 von 5 gelbe Superheldenkostüme