RPG-Blog-O-Quest #041: Blut und Stahl

Die Februar-Queste wurde von Nerd-Gedanken gestartet. Okay, ich gebe zu, als ich die Überschrift gelesen habe, habe ich mir so gedacht „gut, kann ich alles rund um die Antho „Blutroter Stahl“ beschreiben“. Warum? Na die lief seinerzeit unter diesem Arbeitstitel und wer sie noch nicht kennt, sollte das nachholen. Also dann mal ein wenig in mich gehen und die Fragen beantworten. Viel Spaß.

EIN PAAR WORTE ZUR QUEST
Was ist die RPG-Blog-O-Quest?
Hier stellen sich Rollenspielblogger gegenseitig im Monatswechsel jeweils fünf Fragen zu ihrem Lieblingshobby. Ursprünglich organisiert von Greifenklaue und Würfelheld, sind inzwischen auch andere Blogger zu Fragenstellern geworden und geben entweder im Lückentext die Möglichkeit, eigenes zu ergänzen, oder konkrete Fragen zu beantworten

Wer kann teilnehmen?
Jeder, der Lust hat, die gestellten Fragen zu beantworten und in seinem Blog, Podcasts, Vlogs oder ähnlichem mit einem Verweis auf den Ursprungstext zu beantworten, damit die Leser auch bei anderen Teilnehmern stöbern können

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RPG-Blog-O-Quest #11 Speis & Trank (Fragen)

001Nachdem wir in den letzten beiden Monaten unsere Fragen zu den Themen Science-Fiction und Fantasy gestellt hatten, wird es Zeit sich von den Genres wegzubewegen und den Blick über Euren Tellerrand schweifen zu lassen.

Wie die Überschrift schon verrät, will ich mich in dieser Ausgabe unseren Treibstoff widmen und bin mal gespannt, wie gesund wir doch alle sind. Und noch eins kurz vorweg, ich habe in diesem Monat die Fragenzahl um +1 erhöht.

Na dann mal los!

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[Con] Meine FeenCon 2016

profilbild_180Am vergangenen Wochenende war es mal wieder soweit. Die Stadthalle Bad Godesberg öffnete ihre Tore und somit fand, bei annehmbaren Termperaturen, die mittlerweile 31. Ausgabe des FeenCon statt.

Am Anfang stand dann Händeschütteln, Quatschen und Kaufen auf dem Programm. Damit waren dann schnell die ersten Stunden ins Land gezogen und der Rucksack musste das erstemal geleert werden.

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Media Monday #221 (Shadowrun)

Wochenanfang heißt Media Mondoy vom Medienjournal. Also los geht`s!

1. Als ich Anfang der 1990 das erste Mal Shadowrun gezockt habe, einen Rigger, ja den aus dem 2.01D Basisbuch, hat es mich einfach gepackt und Shadowrun ist bis heute mein Setting, auch wenn ich nicht mit allem einverstand bzw. zufrieden bin. Aber wo ist man das schon 🙂

2. Sollte es jemals wieder deutschsprachige Shadowrun Romane geben, werde ich mir diese auf jeden Fall zulegen und hoffe der Kopfkinotürsteher macht mir keinen Strich durch meine Denkark.

3. Auch nach den miterlebten Editionwechseln von Shadowrun bleibt/blieb zumindest alles beim Alten, Aufträge die mit Wasser zu tun hatten, also sowas wir Schiffe kapern, Hafenpiers überwachen usw. gehen/gingen zu 99% schief. Und diesem Fluch wird fast schon gehuldigt!

4. Die erste miterlebte RatCon, ja noch in der Stadt, woher die Ratte ihren Namen herhat, war eine unglaubliche Erfahrung, einfach weil eine kleine spielesüchtige Ansammlung an Rollenspielern, die einfach ihrem Hobby nachgingen und den Alltag ausschalteten. Und dort dann durch eine „offizielle“ Runde noch tiefer in den Sumpf gezogen worden.

5. Obwohl ich auf Conventions oft genug in Shadowrun Runden mitgespielt habe, indem die Spielercharactere bis aufs letzte poliert waren , bin ich ja der Meinung, dass man den Schatten erst richtig versteht wenn man Low Level gezockt hat. Das kann richtig viel Spaß machen, den dann merkt man erst richtig, was einem Kleinigkeiten wie etwas Bartschloss knacken, oder Schleichen oder einfach wegrennen, so für Schwierigkeiten machen können. Somit Leute spielt mehr Punks!

6. Alles in allem ist Shadowrun in der ADL einfach ein Muss, denn immerhin hier sind die wahren Runner zuhause.

7. Zuletzt habe ich einen Buchpodcast gehört in dem „Pesadillas“ von Maike Hallmann besprochen wurde und das war sehr schräg, weil der Podcast zwar früher Rollenspieler war, aber Shadowrun ist bis dato an ihm vorbeigegangen, allerdings ist er SciFi-Fan und so kamen einige Ausspracheböcke wie etwa „K I Adept“ anstelle von „Ki-Adept“ zustande. Aber sein Fazit und die Herangehensweise waren wirklich gut.

[Interview] Verleger Torsten Low

Logo_mit centeredTypoHallo Torsten,
vielen Dank das Du Dir die Zeit für dieses Interview freigeschaufelt hast. Würdest Du Dich kurz vorstellen.
Torsten Low, biologisches Alter 40, gefühltes Alter seit Verlagsgründung konstant 20, Frau, Kind, Haus, kein Hund, keine Katze.

Von Montag bis Freitag 8-20 Uhr bin ich ein ganz normaler arbeitstätiger Familienvater. Ich bringe jeden Tag meine Tochter in den Kindergarten, gehe danach meinem Brotjob in der IT-Branche nach, komme Abends nach Hause, schaue mit meiner Tochter gemeinsam 2-3 Folgen Wickie oder Bob, der Baumeister (meine Tochter hat einen guten Geschmack), spiele und kuschle mit ihr. Danach geht sie ins Bett – und mein Zweitleben kommt an die Oberfläche.

Nein, ich bin kein Geheimagent, kein Superheld und ich gehe auch nicht auf die Pirsch.

Ich bin einfach nur ein ganz normaler Kleinverleger (wobei das „normal“ von vielen bezweifelt wird).

Du bist der Mann hinter dem Vorlag Torsten Low. Was hat Dich dazu bewogen einen Kleinverlag zu gründen?
Ach, das war eigentlich ein Versehen.

Ich habe seit meinem 5. Lebensjahr geschrieben. Haufenweise Kurzgeschichten, haufenweise Romananfänge. Als mir 2002 mein damaliger, langjähriger Arbeitgeber mit einem Tritt in den A…llerwertesten zu verstehen gegeben hat, dass ich überflüssig bin und mein nächster Job ein 600-km-Pendeljob wurde, schrieb ich meinen ersten Roman. Als dann der 1. Teil von „Dunkel über Daingistan“ fertig war, hörte ich mich um, redete mit anderen unveröffentlichten Autoren und las einen Pseudoratgeber für neue Autoren. Das alles brachte mich zu der Annahme, dass ich eh keine Chance hätte. Ich schickte also das Manuskript nicht an einen Verlag. Und weil wir im Jahre 2000 das Buchbinden in einem Kurs gelernt haben, wollte ich 2 Exemplare produzieren – eines für mich, eines für eine gute Freundin. Bei meinen Recherchen zum Thema Veröffentlichen bin ich dann über die ISBN gestolpert. Für unter 100 Euro bekam man eine Nummer, die man auf sein Druckwerk draufpappen durfte und womit man sich die Berechtigung und Pflicht zur Abgabe der Bibliotheksexemplare erwarb. Für unter 100 Euro zum deutschen Kulturerbe zu gehören – das klang stark, das wollte ich. Gesagt, getan.

Dummerweise oder zum Glück kam dann die erste Bestellung rein. Zu einem in echt gar nicht existierenden Buch!
Wir wollten natürlich alles richtig machen, es uns mit Gewerbeamt und Finanzamt nicht verscherzen. Wir fragten nach, bekamen erklärt, dass wir ein Gewerbe anlegen müssten und schwupps, schon gab es den Verlag Torsten Low.

Dein Hauptaugenmerk liegt ja auf der Phantastik. Hat das einen speziellen Grund?
Die Phantastik ist meine bevorzugte Leserichtung. Ich liebe die Phantastik in allen Spielarten, bin damit aufgewachsen. Bei mir stehen „Frankenstein“ und „Dracula“ neben „Dämonenland“ und „Macabros“, Asimov neben „Perry Rhodan“, „Der ewige Held“ neben „Mythor“.

Daher bilde ich mir ein, mich dabei recht gut auszukennen (bzw. mich bis zur Verlagsgründung damit gut ausgekannt zu haben – eines der großen Nachteile eines eigenen Verlages ist tatsächlich, dass man nur noch selten dazu kommt, Bücher zu lesen, die schon fertig sind). Ich war früher auch im Fandom aktiv, war eine Zeitlang Mitglied eines Perry Rhodan Clubs, habe für Fanzines geschrieben, jahrelang bei einem der ersten, großen, deutschen Play-by-Email-RPG mitgeschrieben, war sogar mal auf einer Convention.

Ich ging einfach davon aus, dass ich dank dieser Vorgeschichte meine Zielgruppe kenne.

Auch in diesem Jahr sind einige Bücher aus Deinem Portfolio für den einen oder anderen Preis nominiert worden. Wie stehst Du zu den Preisen und deren Vergabe?
Du spielst jetzt auf den Vincent-Preis und den Deutschen Phantastik Preis an. Nun, ich bin der Meinung, dass solche Preise notwendig sind. Nicht wegen des Geldes (beide Preise sind ja undotiert). Und auch nicht wegen der Mehrverkäufe (die sind im Gegenteil sehr überschaubar – da bringt jede 3-zeilige Buchvorstellung in der „Haus & Garten“ ein Vielfaches).

Nein, aber diese Preise zeigen Autor und Verleger, dass sie Bücher für echte Leser herausgeben, dass sie sich nicht von ihrer Basis entfernt haben. Dass sie etwas machen, was gern gelesen wird.
Das ist für mich der Beweis, dass wir viel richtig gemacht haben.

Und ja, es macht mich stolz, wenn ich sehe, dass unsere Anthologien 6 Jahre in Folge für den Deutschen Phantastik Preis nominiert wurden.

Mit „Dampfmaschinen und rauchende Colts“ ist ein Steamwestern erschienen. Was steckt dahinter und wie kam es zu diesem Projekt?
Da stecken zwei Personen dahinter: Stefan Cernohuby und Wolfgang Schroeder. Nachdem die beiden schon bei der Horror-Western-Anthologie „Der Fluch des Colorado River“ mit mir zusammengearbeitet haben, lag es nahe, auch bei einem Steampunk-Western zusammenzuarbeiten. Beim „Fluch“ hatten wir das Thema schon ziemlich stark eingegrenzt, haben eine Grundsituation definiert und die Autoren wirklich schon stark in eine bestimmte Richtung gelenkt. Das Ergebnis war schon sehr gut, aber eben eine ganz klassische Anthologie. Bei den „Dampfmaschinen“ sollte nicht nur die Ausgangssituation definiert sein, sondern sich ein echter Handlungsfaden durch alle Geschichten ziehen. Man könnte auch sagen, dass es eigentlich ein kompletter Roman ist, der jedoch von 12 Autoren gemeinsam in Form von 13 Kurzgeschichten niedergeschrieben wurde. Ein – wie ich finde – ganz großartiges und innovatives Konzept, welches sich die beiden Herausgeber haben einfallen lassen.

Aktuell kamen z.B. „Arkland“ und „Wasser“ heraus. Könntest Du dazu ein paar Worte sagen?
Beide Romane waren für mich so etwas wie eine Rückkehr in die Vergangenheit, aber auf komplett unterschiedliche Art und Weise.

So erinnerte mich „Arkland“ an die Bücher von Michael Moorcock. „Elric“ und „Der Herzog von Köln“ waren einfach Figuren, die nicht eindimensional waren. Figuren, die manchmal richtige Arschlöcher waren, die nicht immer alles richtig machen mussten und es auch gar nicht wollten, die nicht einfach gut oder böse waren. Moorcocks Bücher waren Anfang der 90er mein Einstieg in das Fantasy-Genre – und sie haben mich einfach bis heut nicht losgelassen. Umso mehr freute ich mich, dass Holger M. Pohl mit „Arkland“ einen Roman geschrieben hat, dessen Protagonisten ebenso vielschichtig waren, wie die Moorcockschen Originale.

„Wasser“ weckte in mir ganz andere Empfindungen. Dieses Buch ist einfach eine Zeitreise in meine Kindheit und Jugend, brachte die Erinnerung an das Budenbauen auf der Loberaue und das Rumstrolchen in Abrisshäusern wieder zurück. Wir haben ziemlich viel Blödsinn angestellt – und oft genug mussten wir als angehende Jugendliche mit unseren „Problemen“ alleine klarkommen. Nicht, weil die Eltern nicht geholfen hätten. Nein, weil damals nur ein Turnbeutelvergesser seine Probleme von Mama und Papa lösen ließ.

Es gibt ja die „Story-Olympiade“. Daraus ist bereits „Stille“ erschienen und die aktuelle Ausschreibung findet man auf Deiner Website. Wie ist die Olympiade entstanden, wer wertet die Storys aus und letztendlich wer trifft die Entscheidung der Veröffentlichung?
Die Story-Olympiade existiert mittlerweile seit gut 16 oder sogar mehr Jahren. Über ein Jahrzehnt lang hat sie Ernst Wurdack – eines meiner großen Vorbilder in der Verlagsszene – betreut. Dann ging sie für 2 Jahre zu den Verein „Die Phantasten“ und 2013 habe ich meine Bereitschaft bekundet, als Schirmverlag die Story-Olympiade zu übernehmen. Mir hat einfach dieses Konzept zugesagt, dass bislang unveröffentlichte Autoren eine Chance bekommen, die ersten Schritte im Buchmarkt zu machen. Deswegen wollte ich auch nach der Auflösung der „Phantasten“ dieses großartige Projekt unbedingt weiterunterstützen.

Es gibt eine Vorjury und eine Hauptjury, die in mehreren Durchgängen aus allen (anonymisierten) Einsendungen die Geschichten mit Punkten versieht. Mittels dieser Punkte wird dann eine Reihenfolge festgelegt. Am Ende entscheide ich, wie viele Seiten das Buch maximal haben darf, um noch verkäuflich zu bleiben.

Die Juroren sind oftmals Teilnehmer der früheren Jahrgänge, aber auch Lektoren finden sich darunter.

Du tingelst ja auf die eine oder andere Convention, u.a. auch auf Spieleconvention wie dem RatCon. Wie ist die Resonanz dort und wie steht man den Kleinverlagen gegenüber?
Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Conventions gemacht. Auch wenn die Spieler nur spärlich die Lesungen besuchen (Klar – sie sind ja auch für die Spielrunden da), aber wir haben wahnsinnig viele vielseitig interessierte Rollenspieler kennengelernt, die auch gerne mal zu einer Anthologie greifen, um sich Inspiration fürs nächste Abenteuer zu holen. Da Rollenspieler oftmals auch schreiben, ist es nicht selten, dass wir unsere Autoren auf solchen Veranstaltungen treffen.

Dazu kommt, dass wir auf solchen Cons halt den direkten Draht zu unseren Lesern und Käufern haben. Die sagen uns gleich, wenn ihnen mal ein Buch nicht so gefallen hat. Und die aufbauenden Gesprächen mit kreativen Menschen, die sich – ähnlich wie wir – ungern als „normal“ beschimpfen lassen, sind einfach wahnsinnig motivierend, aufbauend und inspirierend

Dieses Konzept des Tingelns funktioniert ganz sicher nicht für alle Verlage – aber für uns funktioniert es.

Was muss ein Manuskript haben um Dich zu packen und Dein Interesse zu wecken, so dass es auch bei Dir den Weg zur Veröffentlichung schafft?
Nun, im Moment tue ich mich irgendwie schwer, Interesse an einem Manuskript zu haben. Unsere Planung steht bis 2018, Verträge über 2018 hinaus zu schließen, erscheint mir nicht sinnvoll. Wenn man ganz genau weiß, dass man nicht mehr machen kann, dann lässt man Einsendungen häufig auch einfach ungesehen liegen.

Aber unter normalen Umständen müsste der Autor zuerst zwei meiner Testleser überzeugen. Danach müsste ich beim Lesen von Expose und Leseprobe zum einem vom Plot, zum anderen von der Schreibe begeistert sein. Dazu gehört auch, dass der Autor sein Handwerk beherrscht. Die Geschichte sollte zumindest mehrfach selber überarbeitet und mit dem Duden-Korrektor gecheckt worden sein. Erst dann werde ich das komplette Manuskript anfordern. Und dann wird sich zeigen, ob das Manuskript hält, was Leseprobe und Expose versprechen.

Könntest Du uns einen Blick in die anstehenden Projekt gewähren?
Eigentlich wollte ich schon seit einer kleinen Ewigkeit das neue Buch von Mara Laue draußen haben. Aber durch diverse Widrigkeiten ist der erste Teil der neuen „Sukkubus“-Reihe immer noch nicht fertig.

Dann steht demnächst ein Kurzgeschichtenband von Oliver Plaschka an. Neben den vielen Geschichten, die bereits in unserem Verlag erschienen sind, kommen Nachdrucke aus Anthologien anderer Verlage sowie auch einige komplett neue Geschichten. Für Fans von Oliver sicher ein Fest.

Das „Ungeziefer“ soll genauso im Oktober erscheinen wie der 3. Teil der „Auf den Spuren H.P.Lovecraft“-Reihe. Zudem wird auch ein neuer „H.P.L.“-Comic herauskommen.

Fans von Vincent Voss werden sich sicher freuen, dass das Sequel zu „Faulfleisch“ bereits im Lektorat ist.
Und dann stehen da noch einige Projekte auf meinem Plan, die einfach der Oberhammer sind und über die ich leider noch gar nichts sagen darf.

So ein paar kurze Fragen mit der Bitte um kurze Antworten.
Dein Lieblingsautor?
Das kann ich so gar nicht sagen. Ich liebe das Lesen und habe irrsinnig viel Favoriten.  Ob nun Klassiker der Phantastik wie Poe, Verne und Lovecraft oder aktuelle Autoren wie Heitz und George R.R. Martin oder Autoren, die so schräges Zeug machen wie Carlton Mellick III. Da möchte ich mich wirklich nicht festlegen.

Dein Lieblingsbuch?
Das, bei welchem ich gerade in dem Moment an der Veröffentlichung arbeite.

Wenn ich gerade ein neues Buch-Baby in die Welt entlasse, dann ist es mein absolutes Lieblingsbuch – bis zum nächsten Buch-Projekt.
Ansonsten gilt dasselbe wie für den Lieblingsautor. Ich mag alles, was aus der Phantastikecke kommt, Comics oder Sachbücher, die sich mit deutscher Geschichte (explizit die beiden Weltkriege) beschäftigen.

Wenn ich lese brauche ich … ?
… ein gemütliches Sofa und eine Tasse Tee oder ein Glas Wein.

Als nächstes lese ich?
Meine Emails – Outlook hat sich nämlich gerade zu Wort gemeldet.
Ach so – nächstes Buch meinst du …

Den neuen „Walking Dead“-Comic und Ian Kershaws „Das Ende“.

Vielen Dank für Deine Zeit. Die letzten Worte gehören Dir.
Unabhängige Studien haben festgestellt, dass Vielleser im Durchschnitt oftmals über ein höheres Nettoeinkommen verfügen, als Nichtleser oder Wenigleser. Und da die meisten Menschen ja gerne mehr Geld in der Tasche hätten, möchte ich einfach einen Rat in die Runde werfen:
Lest mehr Bücher!

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[Rezension] Wasser

as-wasserAutor: Vincent Voss
Verlag: Verlag Torsten Low
Format: broschiert,
Seitenzahl: 315
Erschienen: März 2015
ISBN: 978-3940036315
Preis: 13,90 Euro

von: kris

Vincent Voss lebt selbst im Norden von Hamburg, an den Schauplätzen seiner Geschichte „Wasser“. Der Vater von drei Kindern und studierte Kulturwissenschaftler, schreibt nun schon seit 2008 und hat seitdem unzählige Romane und Kurzgeschichten veröffentlicht, die alle mehr oder weniger dem Horror-Genre verhaftet sind. So wie auch diesmal.

Klappentext:
Die Sommerferien stehen vor der Tür. Am letzten Schultag bringt ein Gewitter den Regen mit, der nicht aufhören will. Das Wasser steigt im norddeutschen Henstedt-Ulzburg an und mit ihm ereignen sich mysteriöse Ereignisse. Paul, Mark, Dirk, Sasch und Lucie wollen in den Ferien ein neues Baumhaus bauen. Fast keine Kinder mehr und auch noch keine Jugendlichen – so erobern sie die Plätze der »Großen« und machen dabei eine grausame Entdeckung. Sie wollen Hilfe von den Erwachsenen holen, aber stellen fest, dass ihnen bereits etwas folgt … Mit dem Wasser kommt das Böse!

Zum Inhalt:
Endlich Sommerferien! Paul, Mark, Dirk, Sasch und Lucie haben schon einen Plan für die freie Zeit, denn sie wollen sich ein Baumhaus bauen. Doch ausgerechnet am letzten Schultag setzt ein Gewitter ein, dass Regen bringt, der nicht mehr aufhören zu wollen scheint. Das Wasser steigt und seltsame Dinge geschehen in Henstedt-Ulzburg. Dann landet auch noch Paul, der unangefochtene Anführer der Gruppe überraschend im Krankenhaus, so dass die anderen auf sich allein gestellt sind.
Schon bald machen sie eine schreckliche Entdeckung, die sie nicht mehr los lässt. Außerdem haben sie das Gefühl, dass sie von nun an irgendwie verfolgt werden. Das diffuse Gefühl bleibt, als sich die Menschen in ihrem Umfeld verändern und auch noch Leute verschwinden. Die Erwachsenen, an die sie sich wenden, spielen die Sache herunter, so dass Mark, Dirk, Sasch und Lucie ganz auf sich allein gestellt sind.
Vor allem Mark geht der Sache intensiv nach und macht in den Archiven seiner Heimatstadt eine überraschende Entdeckung, die nicht nur ihm die Augen öffnet. Denn diese Vorfälle ereignen sich nicht zum ersten Mal …

Mein Fazit:
Man merkt sehr schnell, dass „Wasser“ nicht in der Gegenwart spielt, sondern in den frühen 1980er Jahren. Diejenigen, die in der Zeit aufgewachsen sind, werden die entsprechenden Bilder schnell vor Augen haben und keine Probleme haben sich zu erinnern.
Dem ein oder anderen dürfte auch der Plot ein wenig bekannt vorkommen – tatsächlich ist der Roman als Hommage an Stephen Kings „Es“ gedacht. Genau wie dort lauert das Böse erst einmal in den Schatten und bricht langsam aber sicher in die Normalität ein, um sich dann immer mehr auf eine bestimmte Gruppe zu konzentrieren.
Die Helden sind Jungen und ein Mädchen, die sich auf der Schwelle zum Erwachsenwerden befinden. Sie merken recht schnell, dass sich etwas verändert, dass man sie belügt und nehmen die Ermittlungen in die eigene Hand, besonders einer tut sich dabei hervor – aber kann sie das retten?
Es braucht jedenfalls keine plakativen Schockeffekte, um Grauen im Leser zu wecken. Allein die Andeutungen, das da etwas nicht stimmt und sich zielgerichtet auf die sympathischen Protagonisten zubewegt, jagen schon Schauer über den Rücken.
Die Figuren sind gut ausgearbeitet, gerade Leser im Alter des Autors werden die Gruppe und ihre gleichaltrigen Gegenspieler und auch die Erwachsenen sofort vor Augen haben. Zudem ist man froh, dass sie ihre Entdeckungen so gut verdauen und nicht gleich größeren psychischen Schaden nehmen. Das Kleinstadt-Ambiente stimmt ebenfalls und bringt zusätzliche Atmosphäre, so dass die Geschichte von Anfang bis Ende spannendes Lesevergnügen ohne all zu große Abstriche bietet.

Gerade weil „Wasser“ eher leise Töne anschlägt, wirkt die Geschichte um so intensiver. Vermutlich werden aber vor allem ältere Leser ihren Spaß an der Story haben, weil sie sich nicht nur in ihre eigene Jugend versetzt fühlen werden, sondern auch die Hommage an einen modernen Klassiker der Horror-Literatur zu schätzen wissen.

Meine Wertung:
4 von 5 Wassertropfen