[4. WOPC] Die Preisübersicht

facebook_logo_2014Der 4. Winter-OPC hat seine Pforten geöffnet. Also ist es an der Zeit Euch die Preise näher zu bringen.

Auch in diesem Jahr werden wir phantastisch unterstützt. Aber seht selbst!

Da sollte es mehr als einen Anreiz geben mitzumachen!

 

 

 

1x ABOREA das Tischrollenspiel (2te Auflage)
** 1x Traveller Pocket Grundregelwerk

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Anrun schw trans

3x Überrschungspaket bestehend aus jeweils 4 Büchern

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*** 1x 3 eBooks nach Wahl aus dem Verlagsprogramm

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erdenstern

1x CD „A N N W N“Eine Reise durch keltische Mythologie
1x CD „DSA Herokon Online“ Soundtrack

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2x Finsterland Grundbuch
** 1x Finsterland Grundbuch

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Golkonda Logo Schatten1x Roman „Kane 1 – Der Blutstein“ von Karl Edward Wagner
1x Roman „In einer anderen Welt“ von Jo Walton

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3x eBooks „Dirty Nerd“ von David Grashoff

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Heidelberger

1x Warhammer Fantasy Rollenspiel Überraschungspaket
1x Warhammer 40.000 Deathwatch Regelbuch
*** 1x Warhammer 40.000 Conquest LCG

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Boris Koch
1x signiertes Taschenbuch „Vier Beutel Asche
1x signierte Ausgabe von „Das Kaninchenrennen“

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** 1x signierten Überraschungsroman

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*** 1x Anthologie „Stille“
1x Anthologie „Dunkle Stunden“
1x Anthologie „Dampfmaschinene und rauchende Colts“

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mantikore logo mit schriftzug sw1x Schnutenbach Grundbuch + 1 Roman nach Wahl
1x zwei Romane nach Wahl
1x einen Roman nach Wahl

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Papierverzierer
1x signiertes „Dunkellicht“
1x signiertes „Wächter der letzten Pforte“

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1x Shadowrun 5 Kreuzfeuer
*** 1x Shadowrun 5 2050
3x Dungeon Roll

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1x Savage Worlds Gentleman`s Edition Revised HC Limitiert
1x Savage Worlds Hellfrost Paket (Spielleiterhandbuch, Spielerhandbuch, Kreaturenbuch)
*** 1x NOVAbasisbuch Neuauflage

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Redaktion Phantastik
1x Master`s Survival Pack 1

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2x Überraschungspakete

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tav logo

1x Hörbuch „Ætherhertz“
** 1x Hörbuch „Alles auf Anfang“
1x Hörbuch „Mystic Wings“
1x Hörbuch „Helagonitis“
1x Hörbuch „Wie verhalte ich mich richtig beim Erstkontakt mit einem Ausserierdischen“

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HeinrichTüffersVerlag3x Ultima Ratio Im Schatten von Mutter Pakete bestehend aus jeweils einem Grundregelwerk, einem Kolonie-Handbuch: Auda und einem Handbuch: Das Lukeanische Reich

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Uhrwerk Verlag Logo 2014 4c

**1x Wege nach Myranor
*** 1x Splittermond Regelwerk
1x Myranischen Monstren Limitiert
1x Der Eine Ringe Grundregelwerk
1x Der Eine Ring – Hobbit-Geschichten aus dem grünen Drachen
1x Lord of the Five Rings Grundregelwerk Limitiert

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Ulisses Logo gross
*** 1x Kochbuch „Das schwarze Auge – Culinaria Aventurica“
1x Quellenbuch „Pathfinder – Monsterhandbuch II“
* 1x „1 DSA PDF“ + „3 ePub nach Wahl“ aus dem Sortiment von Ulisses-eBooks
* 3x „1 DSA PDF nach Wahl“ aus dem Sortiment von Ulisses-eBooks
* 3x „2 Romane nach Wahl“ aus dem Sortiment von Ulisses-eBooks
* 1x „Pathfinder Abenteuerpfad nach Wahl“ aus dem Sortiment von Ulisses-ebooks
* 1x Iron Kingdoms PDF Paket (Grundregeln, Könige, Nationen und Götter)

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Anmerkungen zu den Preisen:

* = Registierung erforderlich
** = dieser Preis wird im Rahmen des „Schnellstarterpreises“ vergeben
*** = dieser Preis wird im Rahmen des „Weinachtspreisees“ vergeben

[Rezension] Dunkle Stunden

Autor: Kaiser & Lohwasser (Hrsg.)
Verlag: Verlag Torsten Low
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 421 Seiten
Erschienen: Oktober 2014
ISBN: 978-3-940036-26-1
Preis: 14,90€

von: Moritz

Mal wieder ’ne Anthologie. Drückt mir die Daumen, dass die Geschichten was können. Bei der Recherche habe ich herausgefunden, dass es sich bei dieser Sammlung um das Ergebnis eines gewaltigen Aufrufes handelt. Im „Deutschen Schriftstellerforum“ wurde dazu aufgerufen Geschichten zu einer Anthologie beizutragen und insgesamt kamen wohl 296 bei den Herausgebern an. Klasse. Da sollte genug Qualität dabeigewesen sein, um die etwas über 400 Seiten (mit 25 Geschichten) zu füllen.

Ich zitiere mal aus dem Aufruf: „Was wir wollen: Geschichten voller Düsterkeit, voller Schmerz und Verzweiflung, voller Grauen und Entsetzen, genauso gerne aber auch solche voller Phantasie, Melodie, Wunder und Geheimnis.

Die Geschichten dürfen zum Gruseln und Fürchten sein, zum Staunen und Nachdenken, und auch zum Sehnen und Hoffen. Ebenso willkommen sind ganz eigene Interpretationen der „Dunklen Stunden“, vielleicht sogar jene mit einem Licht am Ende des Tunnels.

Vor allem aber suchen wir Geschichten, die Atmosphäre atmen, die im Gedächtnis bleiben, an die man sich erinnert – gerne oder mit einem (angenehmen) Schaudern im Nacken.

Die Geschichten dürfen mit einer Prise (aber bitte nur einer Prise!) düsteren Humors gewürzt sein, und besonders gerne lesen wir niveauvolle und kluge Geschichten. „

Hört sich gut an, dann mal los!

Klappentext:
Dunkelheit. Ratten, die diese bevölkern. Dazwischen ein einzelner Mensch, dem nichts anderes geblieben ist als zu hoffen …

Ein finsteres Verlies. Etwas ist darin eingesperrt und wartet auf seine Abholung. Doch seine Wärter trauen sich nicht hinab, sie verhandeln miteinander, vielleicht losen sie. Der mit dem kürzesten Strohhalm muss hinuntersteigen …

Ein Professor für Quantenphysik, der sich mit seinen Experimenten weit hineingewagt hat in eine Welt jenseits aller Vorstellungskraft – und zu nahe an etwas, das er einmal für Gott hielt …

Diese und weitere packende Visionen aus Düsternis, Grauen und Verzweiflung versammeln sich in der Dunkelheit zwischen den Buchdeckeln und warten darauf, im Licht der Leselampe enthüllt zu werden. Doch auch Nachdenkliches, Verspieltes und selbst eine Prise Humorvolles schlummert verborgen zwischen den Seiten. 25 Geschichten, die Atmosphäre atmen und an die man sich erinnert – mit einem Lächeln auf den Lippen oder mit einem angenehmen Schauer im Nacken.

Mit Geschichten von Oliver Plaschka, Thilo Corzilius, Andreas Gruber, Markus K. Korb, Fabienne Siegmund, Tom Daut u. v. a.

Die Geschichten:
Insgesamt haben es 25 Geschichten von im Schnitt um die 15-20 Seiten in die gedruckte Veröffentlichung geschafft. Und die sind auch alle wirklich blitzsolide. Da gibt es gar kein Vertun. Von der Grundidee her gefällt es mir ausgezeichnet eine Anthologie auszuschreiben, die als verbindendes Element „Dunkelheit“ haben. Was ich aber ursprünglich für eine Stärke hielt, erweist sich in dieser Anthologie dann doch leider als Schwäche, da die Geschichten zwar dieses Thema alle hervorragend aufgreifen, aber auf so unterschiedliche Art und Weise, dass mir als Leser dann doch der rote (oder beim Thema besser: „der schwarze) Faden etwas verloren geht.

Leider gibt es auch keine richtige „Knallergeschichte“. Die Dinger sind alle auf gleichbleibend ordentlichem Niveau, dass irgendwie zwischendurch der Reiz verlorengeht und ich mich durch die letzten Kurzgeschichten fast schon quälen musste. Und das ist echt schade, weil – wie schon öfters erwähnt – keine wirklich üble oder langweilige Geschichte am Start ist. Vielleicht hätte ich selber einee richtig miese Story beitragen sollen, die den Leser etwa bei der Hälfte vor Angstschweiß triefend geweckt und Zeugnis davon abgelegt hätte, wie gut die anderen Beiträge wirklich sind. Ich tue mich auch an dieser Stelle schwer schwache Geschichten rauszugreifen und Anlesetipps zu geben. Was mir noch recht eindrücklich im Hinterkopf herumlungert ist vielleicht noch die Geschichte, in der ein Autor den japanischen Markt mit absolutem Körpereinsatz erobert. Wenn ihr euch einen Eindruck verschaffen wollt, könntet ihr euch also die Geschichte „amazon.jp“ reinziehen. Die hat schon irgendwie einen Reiz, aber wer schonmal beispielsweise Lovecraft gelesen hat, wird dann auch von der Pointe nicht völlig weggeblasen werden.

Mein Fazit:
Sorry! Ich bin dem Verlag ja sehr zugetan und auch die Idee, öffentlich zu einer Anthologie zu einem bestimmten Thema aufzurufen, finde ich schlichtweg grandios. Aber irgendwie hat keine einzige der Geschichten es geschafft, mich richtig zu packen. Sie rasen im D-Zug-Tempo an einem vorbei und schaffen es auch irgendwie einen zu bedrücken, aber sich nach einer Kurzgeschichtensammlung irgendwie mies zu fühlen kann ja auch nicht das Ziel der Chose zu sein. Oder ich bin einfach nicht die Zielgruppe und die Sammlung richtet sich an Menschen, die sich gerne auf Friedhöfen gegenseitig Geschichten vorlesen und versuchen, sich gegenseitig runterzuziehen.

Die Geschichten sind handwerklich allesamt blitzsauber und es gibt absolut keine Ausreißer nach unten, aber leider gibt es auch keinen Ausreißer nach oben, was aber auch zugegebenermaßen einfach dran liegen kann, dass sie haarscharf an meinem Geschmack vorbeigeschrieben sind.

Also nix für ungut, Konzept gut, Autoren gut, aber ich fühle mich einfach nicht abgeholt. Ist in diesem Fall wohl einfach Geschmackssache.

Meine Wertung:
2 von 5 Dunkle Stunden

[Rezension] KRIEGER

Herausgeber: Ann-Kathrin Karschnik, Torsten Exter
Verlag: Verlag Torsten Low
Cover: Timo Kümmel
Format: Taschenbuch, 398 Seiten
Erschienen: Juni 2013
ISBN 13: 978-3-940036-21-6

von: Würfelheld

Diese Anthologie ist mir schon öfters unter die Augen gekommen, zum einem durch die vielen verschiedenen Autorenlesungen oder durch den ein oder anderen Artikel. Nachdem diesjährigen Deutschen-Phantastik-Preis (DPP) und einen genaueren Blick auf die Autorenliste, war klar, ich werde mir diese mal geben. Hiermit ist es nun soweit.

Klappentext:
Actionreich, humorvoll und tiefsinnig – eine spannende Sammlung, die zeigt, wie facettenreich das Thema ist! (Gesa Schwartz) Ihr Versprechen heißt Blut. Ihr Schicksal ist der Tod. Sie sind Retter und Verdammnis, Schützer derer, die sie lieben, Alptraumbringer in den Reihen ihrer Feinde. Sie wandeln in Nebeln, auf Blutpfaden, mitten in unseren Städten. Ihre Orden sind alt, ihre Narben frisch. Ihre Heimat ist das Schlachtfeld. Sie sind Söldner und Legionäre, Gladiatoren, mutige Kämpfer, Schädelspalter und Riesentöter. Sie sind Krieger – und dies sind ihre Geschichten. Mit Beiträgen von Tina Alba, Stefanie Bender, Tom Daut, Susanne Gerdom, Markus Heitkamp, Detlef Klewer, Heike Knauber, Mike Krzywik-Groß, Stefanie Mühlsteph und Moritz Gießel, Sean O’Connell, Thomas Plischke, Bernd Rümmelein, Torsten Scheib, Heike Schrapper, Helen B. Kraft, Nina Sträter, Carsten Thomas, Christian Vogt, Judith C. Vogt, Jonas Wolf, Andreas Zwengel.

Zum Inhalt:
Wie aus dem Vorwort zu erfahren ist, ist Krieger das Endresultat aus 170 eingereichten Storys. So haben die Herausgeber einen großen Kessel Buntes zur Auswahl gehabt. Die oben aufgeführten Autoren haben es dann schließlich mit ihren Interpretationen von Kriegern in diese Kurzgeschichtensammlung geschafft. Bei der Auswahl der Geschichten wurde das Augenmerk nicht auf die Bekanntheit des Autors gerichtet, sondern die Storys selbst standen im Mittelpunkt.

Die Storys verschlagen einen in die unterschiedlichen Fantasy-Hintergründe von Dörfern bis Städte, von Wällen bis Gebirge. Weiterhin wird man von Mythen wie Nebelkrieger oder sagenumwobenen Wesen wie Drachen begeistert.

Krieger kann aber eins besonders gut, die unterschiedlichen Sichten, die Brutalität und die Heldentaten des Krieges beleuchten bzw. der aufzeigen.

So fließt Blut in Strömen oder man sitzt am Lagerfeuer und erfährt mehr übe alte Helden. Weiterhin wird nicht mit Wein, Weib und Gesang gegeizt und das zu jeder erdenklichen Jahreszeit.

Auch der Adel und seine Hinterhältigkeit spielen eine Rolle. Aber auch alte Versprechen werden abverlangt und bringen die Krieger immer wieder in Situationen für welche sie gelehrnt haben und geschaffen wurden.

Mein Fazit:
„Der Tod kommt in Sekunden. Ein neues Leben auszutragen dauert neun Monate. Einen Soldaten heranzuziehen fünfzehn lange Jahre.“ ist nur eines der vielen Zitate die dieses Sammlung mir ins Hirn genagelt hat. Wer Buchstabenaction in Form von muskelbepackten Helden wie Conan oder Kane mag oder wer Spaß an Stahlwaffenhelden hat, ist bei Krieger genau an der richtigen Adresse. Das Buch hat mir von der ersten bis zur letzten Seite einfach Lesevergnügen bereitet. Man muss den Herausgebern ein großes Lob für ihre Story-Zusammenstellung aussprechen. Die Mischung ist ihnen echt gelungen. Auch die kleinen Details machen dieses Buch einfach so lesenswert!

Wer glaubt Fantasy sein mittlerweile abgegriffen und man kennt alles, der sollte hier einen kleinen Blick riskieren – denn man hat selten soviel Krieger auf einen Haufen gesehen!

Ich will mehr davon!

Meine Wertung:
5 von 5 Stahlklingen

[Interview] Tom Daut – Der Gefallene Prophet stellt sich

Ich hatte die Chance an Tom ein paar Fragen zu richten. Lest selbst was er zu antworten hatte.

Viel Spaß!

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Hallo Tom,
vielen Dank, dass du die Zeit für dieses Interview gefunden hast. Würdest du dich zuerst einmal vorstellen?
Hallo zusammen. Ich nenne mich Tom Daut, bin 46 Jahre, bezeichne mich seit 2011 als Autor und grase im Gebiet der Fantastik. Meine beiden Romane DIE SINISTRA und DER GEFALLENE PROPHET vermischen Sci-Fi und Fantasy. Wenn es um Kurzgeschichten geht, fühle ich mich aber auch in allen anderen Subgenres wohl. Ich gehe mittlerweile keinem anderen Job außer der Autorenarbeit nach, weil mir Selbstvermarktung und Lesen, welches neben der Schreiberei meine zweite große Leidenschaft ist, einfach keine Zeit mehr übriglassen.
Auch in meiner Freizeit kann ich die Finger nicht von Fantastischem lassen, sei es nun im Kino, bei Büchern oder Blu-rays. Ich verschlinge alles, in dem es auch nur ein bisschen übernatürlich zugeht und das mir gefällt.

Ich habe ja an der RatCon-Lesung von dir teilgenommen und war überrascht, dass trotz parallel laufender Feuershow so viele „Der gefallene Prophet“-Interessierte den Weg in die Lesung gefunden hatten. Wie fandest du die Resonanz?
Das hat mich schlichtweg umgehauen. Vor allem nachdem mir klar wurde, dass ein Großteil des Publikums extra für den GEFALLENEN PROPHETEN auf die RatCon gekommen war. Und dies für eine Lesung, die um 22:00 Uhr stattfand. Dafür möchte ich mich noch mal vor allen Anwesenden ganz tief verneigen. 🙂

Ich muss sagen, ich war überrascht, da kommt ein Typ, baut ein paar Lautsprecher und Laptop auf, stellt Bücher hin, zieht sich Handschuhe an und erzählt was von „Hörspiel-Lesung“. Wie bist du auf diese Idee, diesen Mehrwert gekommen?
Das hat sich irgendwie ganz von selbst ergeben. Als ich damals mit dem Vorgänger des PROPHETEN, dem kostenlosen Internetprojekt DIE SINISTRA, gestartet bin, habe ich mir vorher die Lesungen der Kolleginnen und Kollegen im Umfeld angeschaut. Leider musste ich ganz oft feststellen, dass mich das Medium Lesung in der Form kaum ansprechen konnte (sorry, sorry, sorry). Dem entgegen gab es aber auch positive Beispiele, wie Markus Heitz und meinen großen Inspirator Torsten Low. Torsten hatte mich bei den ersten Fantasy-Tagen in Iserlohn mit seiner Art, eine Lesung zu präsentieren und durchzuführen, regelrecht geflasht.
Damit hatte ich einen Ansatzpunkt, wohin ich mit meinem Vortragsstil wollte. Nach viel, viel Üben und Überprüfen durch Aufnehmen meines Lesens, fasste ich den Mut, meine Stimme dabei zu verstellen. Meine Güte, was kam ich mir beim ersten Versuch bescheuert vor. Meine Freundin fand die Wirkung jedoch ziemlich gut und steuerte obendrein noch ein paar Anregungen zu den „Spezialeffekten“ bei. Die Idee, Roboter mit einer Blechtasse vor dem Mund zu lesen, stammt zum Beispiel von ihr.

Bei deiner Lesung kam auch Musik zum Einsatz. Würdest du dazu bitte etwas mehr sagen?
Da ich beim Schreiben ganz oft in Filmszenen denke und sowieso recht multimedial veranlagt bin, wollte ich von Anfang an musikalische Unterbrechungen während meiner Lesungen haben, die die Stimmung der vorgetragenen Stellen unterstreichen oder weiterspinnen. GEMA-frei und kostenlos sollte das Ganze auch noch sein. Was soll ich sagen? Große Chancen hatte ich mir bei der Internetsuche nicht ausgerechnet.
Umso überraschter war ich, dass ich recht schnell auf die Seite von Kai Hartwig stieß. Kai ist ein Komponist, der aus der Computerspiel-Szene stammt und seine Musik sowohl GEMA-frei als auch gratis anbietet, sofern kein Gewinnstreben hinter der Verwendung steckt. Obendrein klingen viele seiner Stücke wie von Hans Zimmer. Ich hatte den perfekten Soundtrack zu meiner Geschichte gefunden. Und da DIE SINISTRA zunächst ein Non-Profit-Projekt war, konnte ich mir ohne Gewissensbisse nehmen, was ich brauchte.
Nachdem mich meine Zuhörer nach einiger Zeit davon überzeugt hatten, von der SINISTRA eine kostenlose Hörbuchversion ins Netz zu stellen, habe ich mit Kai Kontakt aufgenommen. Ich weiß noch, wie aufgeregt ich war, als ich meine Mail an ihn geschrieben und ihn darüber informiert habe, so von einem Künstler zum anderen, was ich mit seiner Arbeit aufstelle. Geld konnte ich ihm ja leider nicht bieten, nur Werbung. Er war zum Glück nicht nur so begeistert von meinen Ideen, dass er mir erlaubt hat, seine Musik zu verwenden, sondern mir auch noch eine eigene kostenlose Titelmelodie für DIE SINISTRA komponiert hat. Im ersten Moment konnte ich gar nicht glauben, was ich da las. Einer der Momente im Leben, die ich wohl nicht so schnell vergessen werde.
Aber Kai kann nicht nur Brachiales. Auf http://www.hartwigmedia.com kann sich jeder selbst von seiner Bandbreite überzeugen. Und wenn ihr mal ein Stück für die heimische Videoproduktion oder als Untermalung für den Rollenspielabend braucht, werdet ihr dort garantiert fündig.
Ich verbringe vor meinen Lesungen oft Stunden mit Stöbern. Selbst jetzt noch, wo DIE SINISTRA eigentlich beendet ist und DER GEFALLENE PROPHET auf dem Programm steht.

Wo wir schon einmal bei „Der gefallene Prophet“ sind, könntest du ein wenig mehr dazu erzählen, sprich wie bist du auf die Idee gekommen, was hat dich inspiriert usw.?
Leider nein. Diese Frage muss ich in jedem Interview blocken, weil ich sonst die Leser der ANNO-SALVATIO-423-Serie, deren Auftaktroman DER GEFALLENE PROPHET darstellt, schwer spoilern würde. Aber ich kann Andeutungen machen und kurz erläutern, worum es in den Romanen überhaupt geht.
Anfang der 1990er las ich in einem amerikanischen Comic-Magazin über eine BATMAN-Geschichte, bei der der schwarze Rächer in einer von der katholischen Kirche beherrschten Alternativwelt für Gerechtigkeit sorgte. Das Setting hat mich sehr fasziniert. Mitte der Neunziger fiel mir eine in meinen Augen ungewöhnliche Grundkonstellation zwischen zwei Charakteren und einem Hindernis ein, das diese beiden zu überwinden hatten. Da sagte ich: Wenn ich jemals ein Buch verfasse, wäre dies eine Geschichte, die ich gern schreiben würde. Mit dem tatsächlichen Schreiben hatte ich seinerzeit aber noch nichts am Hut. Wenig später musste ich feststellen, dass „meine“ Idee in einem Film verwertet werden sollten. Leider wurde ich von der Umsetzung dann schwer enttäuscht.
Spulen wir vor bis ins Jahr 2008. Ich hatte mit dem Schreiben begonnen und initiiert durch den Wettbewerb „Schreiben Sie einen magischen Bestseller“ vom HEYNE-Verlag wurde mein erster Roman fällig.
Mittlerweile hatten sich der oben erwähnte Hintergrund und die Charakterkonstellation in meinem Kopf vereinigt. Zwei Roman-Ideen schwebten mir vor, wobei ich der mit dem Arbeitstitel GOTTES STADT (das spätere ANNO SALVATIO 423) den Vorzug gab und loslegte.
Zum Glück fand mein Wettbewerbsbeitrag damals keine Beachtung. So hatte ich Zeit, an meiner Schreibe zu arbeiten und so lange Einfälle an das Grundkonstrukt zu kleben, bis es in seiner Gesamtheit so richtig rund werden konnte.
So ist aus der Geschichte um Desmond Sorofraugh, der als übernatürlich begabter Priester in den finsteren Straßencanyons des Gelobten Landes für die Aufrechterhaltung der neuen Zwölf Gebote sorgt, ein fünfbändiger Zyklus erwachsen.
Mein erster Versuch, das Manuskript zu Teil eins an einen Verlag zu bringen, scheiterte. Also fasste ich den Entschluss, mich mit einem E-Book-Projekt an den Torwächtern der Lektorate vorbei ans Publikum zu schleichen. Dazu habe ich mir die Idee von einem Prequel, in dem Soldaten gegen schwarze Magier kämpfen, aus dem Ärmel geschüttelt, sie kostenlos bei facebook zur Verfügung gestellt und auf Cons Lesungen damit abgehalten.

Ich saß ja wie gesagt in einer dieser Lesungen und mir kam so einiges unheimlich aus z. B. den Rollenspielen Shadowrun, Engel, Warhammer 40K bekannt vor. Allerdings erkannte man immer die Eigenständigkeit. Hast Du einen RPG-Hintergrund, oder wieso genau diese Mischung?
Obwohl ich als Konsument von Kindesbeinen an in der Fantastik unterwegs bin und meine Romane recht rollenspielaffin sind, kannte ich bis auf SHADOWRUN keines der von dir angeführten Universen. Das war auch sicherlich besser so. Denn hätte ich von der Existenz von ENGEL oder beispielsweise dem Vorbild zu PRIEST gewusst, hätte ich mich nie an ANNO SALVATIO 423 gewagt. Das wäre mir viel zu ähnlich gewesen.
Meine Rollenspielerzeit ist seit dem Ende der 1980er vorbei. Danach war ich raus aus der Sache und DAS SCHWARZE AUGE blieb das einzige System, welches ich je gespielt habe. SHADOWRUN nahm ich am Rande wahr und fand, dass die Vermischung von Fantasy und SF in der fantastischen Literaturlandschaft nur unzureichend repräsentiert war, obwohl dies im Kino (z. B. STAR WARS) doch hervorragend funktionierte und auch angenommen wurde.
Da ich außerdem schon immer einen Hang zu Finsterästhetik hatte (Gigers ALIEN, BATMAN, THE CROW etc.) und ich darüber hinaus bemerkenswert fand, dass bislang niemand die christliche Mythologie so richtig als das aufgearbeitet hatte, was sie in Wirklichkeit ist, nämlich Fantasy, nahm ich die Mission auf mich, all dies ändern zu wollen. 😉

Wie wird es nach „Der gefallene Prophet“ weitergehen?
Die nächsten acht Jahre werde ich wohl mit der Fertigstellung von ANNO SALVATIO 423 zubringen. Der Plan ist, die vier Folgebände im Zweijahresrhythmus zu veröffentlichen. Es reifen darüber hinaus auch schon Projekte in meiner Gehirnschublade, über die ich jetzt aber noch nichts verraten möchte. Nur so viel: Es wird nichts mehr aus dem Erzähluniversum von DIE SINSITRA/ANNO SALAVTIO sein.

War es eigentlich schwierig für diese Thematik einen Verlag zu finden und wie kam es zu der Zusammenarbeit?
Wie oben schon angedeutet, wollte zunächst kein Verlag an das Manuskript ran. Als Debütant ein Projekt anzustoßen, das einerseits seitengewaltig ist und sich direkt auf fünf Bände festlegt, ist schon recht schwer unterzubringen. Dann noch nicht mal einen aktuellen Trend zu bedienen und nicht so recht in irgendeine vermarktbare Schublade zu passen, stellt so eine Art Todesstoß dar.
Ich musste zunächst ein Jahr mit DIE SINISTRA durch die Szene tingeln, auf mich aufmerksam machen und ein Publikum generieren. Dann traf ich (nicht ganz zufällig) auf meine jetzige Verlegerin Andrea Wölk. Wir unterhielten uns einen Nachmittag über ANNO SALVATIO 423 und darüber, was ich damit vorhatte. Abends saß Frau Wölk im Publikum meiner Hörbuch-live-Lesung zu DIE SINISTRA und eine Woche später flatterte der erste Buchvertrag in unser Haus.
Keine Agentur, kein Anschreiben, kein Exposé. Also alles jenseits des klassischen Wegs.

Wem diese Thematik nicht so liegt, aber trotzdem etwas von dir konsumieren möchte, wo oder wie findet die- oder derjenige Abhilfe?
Solchen Leuten kann ich dann nur noch meine Kurzgeschichten empfehlen. Da ist von klassischer Fantasy über SF mit Action und sogar Horror und Grusel alles dabei. Im VERLAG TORSTEN LOW bin ich in der KRIEGER-Kurzgeschichtensammlung mit Fantasy vertreten. Dasselbe gilt für das Rollenspiel SEELENFÄNGER und die Anthologie DIE KÖCHE III aus dem UB-Verlag. Im Letzteren habe ich mich sogar mal auf humoristisches Terrain gewagt, weil ich sonst immer schreibe, bis einer heult. 😉

Was planst du so für das nächste halbe Jahr an Projekten?
Die zweite Hälfte von 2014 gehört völlig der Vermarktung von DIE SINISTRA und DER GEFALLENE PROPHET. Nebenbei wird es noch Lesungen zu GESCHICHTEN AUS DEM DRACHENWINKEL (Anthologie aus dem UB-VERLAG) und DUNKLE STUNDEN (Anthologie aus dem VERLAG TORSTEN LOW) geben, in denen ich jeweils mit einer Geschichte vertreten bin. 2015, während ich gaaanz intensiv an ANNO SALVATIO 423 – Teil 2 schreibe, wird ein Kurzgeschichten-Projekt in den Vordergrund treten, das im PAPIERVERZIERER-Verlag erscheint. Der Verlag plant eine ganz spezielle Art von Anthologie und das Konzept verspricht überaus gut auf die RollenspielCons zu passen. Darauf wird nächstes Jahr wohl mein Hauptaugenmerk liegen. Dann bin ich dieses Jahr auch noch von Christian von Aster für eine Kurzgeschichte angefragt worden. Da ich seine Arbeit sehr schätze, freue ich mich auch darauf schon wir verrückt. Es wird also turbulent. Stay tuned. 😉

Vielen Dank für deine Zeit, Tom. Das letzte Wort hast du!
Ich habe dir zu danken für die interessanten Fragen und mache zunächst das, was ich die letzten drei Jahre getan habe: Eigenwerbung. 😉
Wenn deine Leser jetzt Lust bekommen haben, noch mehr über meine Geschichten zu erfahren, könnten diese Links hilfreich sein:
http://www.tomdaut.web.com , meine Website
http://www.facebook.com/Die.Sinistra , mein erster Roman, den es dort auch in einer kostenlosen Hörbuchform gibt.
http://www.facebook.com/annosalvatio , alles über die ANNO-SALVATIO-423-Reihe
Meine Bücher könnt ihr entweder beim OLDIGOR-Verlag (www.oldigor.com ) , bei amazon oder beim lokalen Buchhändler bestellen. Genauso verhält es sich mit den angesprochenen Anthologien.

Ansonsten wünsche ich dir und deinen Lesern viiieel Spaß und Leidenschaft beim Ausleben eures Hobbys. Vielleicht sehen wir uns ja mal auf der ein oder anderen Con persönlich. Stay nerdy!
Daut, out.