[Rezension] Jet

Autor: Russell Blake
Verlag: Luzifer-Verlag
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 321 Seiten
Erschienen: Oktober 2014
ISBN 13: 978-3943408379

von: Würfelheld

Ein Buch was mich wieder durch seinen Klappentext bekommen hat und das nicht nur weil mal wieder einer der sagenumwobensten Geheimdienste der Welt, der Mossad, eine Rolle spielt, sondern auch weil ich so ein wenig an die TV Serie Navy CIS und an das Buch „Der Mossad“ denken musste. Also mal sehen ob es hier auch Nackenschläge a la Gibbs gibt.

Klappentext:
Codename: Jet. Alter: 28 Jahre. Jet war einst des Mossads tödlichste menschliche Waffe, bis sie ihren eigenen Tod vortäuschte, um diese Identität für immer zu begraben. Aber die Geheimnisse der Vergangenheit lassen sich nicht einfach abschütteln. Als ihr neues Leben auf einer ruhigen Insel von einem brutalen Angriff bedroht wird, muss Jet zu ihrer geheimen Existenz zurückkehren, um die zu retten, die sie liebt. Eine wilde Achterbahnfahrt voller schockierender Wendungen beginnt … Fans von Lizbeth Salander, SALT und der Bourne-Trilogie werden ihre helle Freude an diesem unkonventionellen Thriller haben, der mit Höchstgeschwindigkeit auf ein erschütterndes Finale zusteuert.

Zum Inhalt:
Jet eine ehemalige Geheimagentin lebt mittlerweile wieder ein bürgerliches Leben, zwar mit einigen Einschränkungen, aber sie lebt. Sie hat sich auch eine neue Existenz aufgebaut, so betreibt sie ein Cafè. Eines Abend findet in ihrer Nachbarschaft Festlichkeiten statt, die Jet veranlassen ihren Laden früher schließen zu wollen. Doch kurz vor dem vorgezogenen Ladenschluss betritt ein merkwürdig anmutender Typ Jets Laden.

Ohne lange zu fackeln attackiert dieser Jet, welche sich dank ihres Trainings und noch immer ausgeprägten Instinkten erfolgreich Verteidigt und den Angreifer überwältigt. Kurz darauf folgen zwei weitere Typen, die jedoch ebenfalls von Jet ausgeschaltet werden können.

Diese Geschehnisse zwingen Jet zu handeln. Es scheint ganz so, als wenn jemand aus Jets Vergangenheit sie loswerden will, nur dafür kommen eine ganze Menge Leute in Frage. So macht sich Jet kurzentschlossen ans Werk und fängt an, der Sache auf den Grund zu gehen. Dafür muss sie einiges an Reisen, Geduld und Hinterhältigkeiten auf sich nehmen.

Meine Meinung:
Russell Blake versetzt seine Protagonisten sehr geschickt in unterschiedliche Zeitlinie bzw. Rückblenden und sorgt so dafür, dass das Buch nicht ins stocken gerät. Die Aufhänger sitzen so perfekt, das man jedes mal fluchen könnte, weil das Kopfkino im „Stop-and-Go“ hängt. Da aber in jeder Einblendung die Aktion so perfekt passt und man so mit wichtigen Daten versorgt wird, merkt man schnell das diese Szenenwechsel genau das Instrument sind, die dieses Buch mit tragen und auszeichnen, denn Russell Blake gelingt es diesen Bilderwahn, den man von der Kinoleinwand her kennt, perfekt ins innere Auge zu transportieren.

Wer in den letzten Jahren die neueren James Bond oder Jason Bourne Filme gesehen hat, wird sich in diesem Thriller schnell verlieben und nach Beendigung wieder von vorne anfangen wollen.

Ein Papiererlebnis, was sich in diesem Genre nicht zu verstecken braucht und mehr als einen Blick wert ist.

Meine Wertung:
5 von 5 Geheimagentinnen

[Film-Rezension] Hide and Seek – Kein Entkommen

Darsteller: Son Hyun-joo, Shun MI-sun, Moon Jung-Hee
Regie: Huh Jung
Format:
BluRay Widescreen
Sprache:
deutsch, koreanisch
Laufzeit:
ca. 104 Minuten + 30 Minuten Bonusmaterial
Studio: Studio Dream Capture
FSK:
ab 16 Jahren
Erschienen:
2014
EAN:
4029759093923

von: Würfelheld

Manchmal ist es so dass man nicht erklären kann, warum der Griff zu einem bestimmten Film geht. Hier lag es wohl an der Wortfolge: südkoreanische Low-Budget-Produktion. Aber das ist dann noch nicht genug, der Film soll ein absoluter Kassenschlager gewesen sein. Na dann wird es Zeit seine Augen auf die Mattscheibe zu richten und sich das ganze mal etwas genauer zu betrachten.

Zur Story:
Sung-soo lebt glücklich und zufrieden mit seiner Gattin und den zwei gemeinsamen Kindern in einem luxuriösem Apartment, fährt ein schönes Auto und ist als Geschäftsmann sehr erfolgreich.

Das Leben hat es wohl gut mit ihm gemeint. Allerdings kann Sung-soo das alles nicht so wirklich genießen denn ein dunkles Geheimnis belastet ihn so sehr, dass sich sein schlechtes Gewissen in Zwangsneurosen und Schlafstörungen bemerkbar macht.

Eines Tages erhält Song-soo einen Anruf und erfährt das sein Bruder, zu dem er seit Jahrzehnten keinen Kontakt mehr hatte, spurlos verschwunden ist. Sung-soo begibt sich auf die Suche nach seinem Bruder und muss feststellen, dass dieser nach seiner Gefängnisstrafe nie wieder richtig auf die Beine gekommen ist. Er haust unter erbärmlichen Bedienungen in einer heruntergekommenen, dreckigen Plattenbausiedlung und lebt von seinen kläglichen Ersparten.

Sung-soo trifft auf einige merkwürdige Bewohner des Hause und kommt nach und nach dem dunklen Geheimnis dieser Siedlung auf die Spur. Neben jeder Wohnungstür befinden sich verschlüsselte Informationen über Geschlecht und Anzahl der Bewohner. In der Wohnung seines verschwundenen Bruders findet Sung-soo Dinge, die eindeutig nicht ihm gehören und der Verdacht stellt sich ein, dass sein Bruder ein gewalttätiger Psychopath ist, der nachdem er einen schrecklichen Mord begangen hat, geflüchtet ist.

Als Sung-soo wieder nach Hause zu seiner Frau und seinen Kindern fährt stellt er fest das auch dort die rätselhaften Markierungen an jeder Tür zu finden sind. Nachdem ein maskierter Versucht in sein Apartment einzudringen, beschließt Sung-soo seinen Bruder zu stellen um die Sicherheit seiner Familie zu gewährleisten. – Wieder in der schäbbigen Siedlung angekommen muss er jedoch feststellen das sein Bruder lediglich ein bedauernswertes Opfer ist, während der Täter sein nächstes Ziel gewählt hat.

Es beginnt ein Wettlauf mit dem Tod, denn der Täter hat es auf Sung-soo’s Familie abgesehen.

Mein Fazit:
Mit Hide and Seek – Kein Entkommen erhält man nicht alltägliche Filmkost. Man muss sich nicht lange zurechtfinden oder groß Charakternamen merken, denn zum einen könnte die Story in jeder größeren Metropole spielen und zum anderen ist der Cast sehr überschaubar.

Die Story und das darin enthaltenen dunkle Geheimnis stellen nun nicht die Neuerfindung des Filmes dar, so sorgt das Geheimnis aber für einige Klarheit und greift damit familienpolitische Probleme auf.

Hide and Seek – Kein Entkommen sorgte bei mir über seine komplette Laufzeit für ein beklemmendes Gefühl, welches allerdings durch das Gefühl „kenne ich bereits irgendwoher“ immer wieder unterbrochen wurde und ich täusche mich da nicht, denn ein wenig Black Chrismas ist eindeutig vorhanden.

Das auf der Disc befindliche Bonus ist Standard und nicht wirklich beachtenswert.

Mich konnte der Film nicht wurklich überzeugen.

Meine Wertung:
3 von 5 Wohnkomplexen