[Rezi] Die Rose der Unsterblichkeit II – Schwarze Segel (DSA 144)

Autor: André Wiesler

Verlag: Ulisses Spiele

erschienen: Mai 2013

Format: Taschenbuch, 317 Seiten

ISBN 13: 978-3868892123

von: Christel Scheja

Es hat auf anderen Rollenspielwelten schon Tradition, die Entdeckung neuer Welten mit Romanreihen zu begleiten, die zwar unabhängig von den gleichzeitig erscheinenden Abenteuer sind, aber genau so intensiv auf den neuen Kontinent einstimmen sollen, den es zu entdecken gilt.

Erstmals folgt man auch bei „Das Schwarze Auge“ diesem Trend, wie die Saga um „Die Rose der Unsterblichkeit“ zeigt, die nach und nach Aspekte des unbekannten Kontinents „Uthuria“ enthüllen soll. Nun ist „Schwarze Segel“ erschienen, der zweite Band des Zyklus.

Noch immer hat die Expedition aus AlAnfa nicht den legendären Südkontinent Deres erreicht, denn die stürmische See und andere Unglücke hat die Flotte auseinander gerissen und verkleinert. Auch die „Stolz des Raben“ hat Federn lassen müssen – aber man lässt sich trotzdem nicht unterkriegen. Nach dem Verlust von Freunden und Rivalen bilden sich neue Beziehungen, auch die Liebe kann es gelegentlich nicht lassen, die seltsamsten Paare zusammenzuführen, wie die Magierin Alisande und den tollpatschigen Gelehrten Marfan, nicht ahnend, was daraus noch erwachsen wird.

Schließlich wendet sich endlich doch noch alles zum Guten. Die bunt zusammengewürfelte Mannschaft kann aufatmen, als man endlich die Flotte wiederfindet und Land sichtet. Doch schnell zeigt sich, dass die fremden Gestade auch nicht ohne Überraschungen sind. Erst macht nur die Natur den Neuankömmlingen das Leben schwer, dann sind es die intelligenten Bewohner des neuen Kontinentes.

Noch während sie ihre neue Siedlung aufbauen, um sich von dort aus über das Land auszubreiten, müssen sie sich mit barbarischen und blutlüsternen Menschenfressern herumschlagen.

Die Geweihte Efferia schließt zwar Freundschaft mit der führenden Priesterin einer höheren Zivilisation, aber kann sie den freundlichen Worten der anderen Frau wirklich auf Dauer trauen und glauben, dass Efferd einen Bruder hat, der nicht länger im Streit leben möchte und versöhnlich die Hand ausstreckt?

Doch auch andere entdecken schließlich überraschende Züge an sich, als sie durch die neue Umgebung zum Äußersten getrieben werden, so wie der Krieger Alrik..

Eigentlich geht es in diesem Zyklus um die Erforschung eines neuen Kontinentes und seiner Geheimnisse – allerdings merkt man sehr schnell, dass dem nicht wirklich so ist, da andere Dinge im Vordergrund stehen. Gut ein Drittel der Handlung beschäftigt sich noch mit der Seereise und den Befindlichkeiten der Protagonisten auf See. Das erleichtert zwar den Neueinstieg, zieht allerdings auch in die Länge.

Auf Uthoria angekommen wird das typische Programm durchgezogen – die Helden schlagen sich durch eine lebensfeindliche Umgebung, die nicht von ungefähr ein wenig an Maraskan erinnert, man führt sich herrschaftlich auf und nimmt das Land mit der gleichen Arroganz in Besitz wie es die ersten Europäer in Amerika taten. Überhaupt orientiert sich der Autor sehr stark an der Eroberung und Besiedlung des westlichen Kontinentes, so wie es vermutlich auch vom Hintergrund her vorgegeben sein mag. Was aber in einer Rollenspielrunde und einem Abenteuer problemlos funktioniert ist hier vorhersehbar. Lange Zeit plätschert die Handlung nur so vor sich hin, man weiß genau, dass die wichtigen Figuren die Angriffe von Tieren und Barbaren überstehen werden und man nur die unwichtigeren opfert. Auch ist abzusehen, dass der freundliche Kontakt mit einer höherstehenden Zivilisation nicht so lange bleiben wird.

Letztendlich folgt der Autor breit ausgetretenen Wegen, bedient Klischees, wie man sie aus dem ein oder anderen Film oder Roman kennt, inklusive der Piraten- und Abenteurerromantik a la „Fluch der Karibik“ oder „Allan Quartermain“.

Erst zum Ende hin bringen Entwicklungen, die nur sporadisch angesprochen wurden, ein wenig Action und damit auch Spannung in die Geschichte. Wirklich aufregender wird sie dadurch nicht. Auch die Figuren sind blass gezeichnet, bleiben durch ihre Vielzahl mehr oder weniger Archetypen.

So kann der flüssige Stil und die Routine des Autors nicht darüber hinweg täuschen, dass der Roman selbst durchschnittlich bleibt und so gut wie gar nicht den Flair einer neuen und unbekannten Welt einfängt. Das liegt aber weniger an ihm selbst als an dem vorgegebenen Thema und den festgelegten Eckpunkten.

Alles in allem dürfte „Schwarze Segel“ in erster Linie für die Spielleiter und Spieler interessant sein, die sich in der kommenden Zeit auf dem neuen Kontinent bewegen und Ideen für Abenteuer finden wollen. Reine Leser werden vermutlich eher von der vorhersehbaren Handlung, den blassen Figuren und den vielen Klischees enttäuscht.

Meine Wertung:

2,5 von 5 neuentdeckten Kontinenten

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Rezi „Die Rose der Unsterblichkeit 1 – Schwarze Perle“

Das Buch beim Verlag

[Rezi] Tanz der Türme – DSA – Die Türme von Taladur 4

Autor: Eevie Demirtel

Verlag: Ulisses Spiele

Erschienen: September 2012

Format: broschiert, 320 Seiten

ISBN-13: 978-3868892116

„Tanz der Türme“ ist nun bereits der vierte Band der sechsteiligen Serie „Die Türme von Taladur“. Langsam aber sicher spitzen sich die Ereignisse in der Stadt im Herzen Almadas zu. Die großen Familien der Stadt ringen nach dem Tod der Ratsherrin immer noch um die Vorherrschaft in der Stadt. Dabei ist ihnen jedes Mittel recht, selbst wenn dabei Gesetze der Menschen und Götter mit Füßen getreten oder andere in den Tod getrieben werden.

Hinter den Kulissen gärt es. Noch immer suchen einige nach den Mördern der Ratsherrin aus dem Haus Tandori. Ränke und Intrigen werden gesponnen, bei denen auch das Blut der eigenen Familie vergossen wurde. Ein Dom hat seinen Bruder geopfert, um die Machtverhältnisse im Rat zu seinen Gunsten zu ändern, ein anderes Familienoberhaupt ist tot und hat seine Titel und sein Vermögen einem dreizehnjährigen Jungen hinterlassen, der allerdings nicht zu unterschätzen ist.

Derweil hat sich Zahir Xetarro zurückgezogen und in San Cardasso als Stallbursche und Fechtlehrer verdingt. Dort unterweist er nicht nur den schwermütigen Urrito von Zalfor, der sich nach dem Tod sehnt, sondern auch den heißblütigen Ramon, der nicht nur als Kämpfer mit der Klinge eine gute Figur macht, sondern auch nach etwas anderem sucht. Auf dem Sterbebett hat der junge Zahori von seiner Mutter erfahren, wer einst seinen Vater ermordete, und so trachtet er nun danach, bittere Rache zu nehmen. Doch dafür kann er nicht nur sein Wissen als Schaukämpfer verwenden.

Da er den Namen und Rang seines Feindes kennt, muss er nur noch nach einem passenden Weg suchen, an ihn heran zu kommen. Aus diesem Grund beschäftigt er sich mehr, als für ihn gut ist, mit Urrito.

Derweil kämpft Jazemina nicht nur mit den Tücken ihrer Schwangerschaft und unangenehmen Begleiterscheinungen eines anderen Bandes, sie ist gegen den Willen ihrer Familie immer noch auf der Suche nach ihrem Liebsten – Boromeo.

Ihre Schwester plant derweil endlich die Liebe ihres Vaters zu bekommen die sie ihrer Meinung nach verdient, nicht ahnend, dass ihre Intrigen zusammen mit der Suche ihrer Schwester die Fehde zwischen Ernathesa und Amazetti erneut aufflammen lassen könnte.

Interessanterweise ist in diesem Band die Hauptgeschichte nicht so dominant, wie man erwarten könnte. Das liegt vermutlich daran, dass die Autorin dem eigentlichen Hintergrund wieder mehr Raum gibt und dort die Entwicklungen massiv vorantreibt.

Tatsächlich werden auch in dem Dreiecksverhältnis zwischen Jazemina Ernathea, Boromeo Amazetti und Edelhard von Binsböckel die Karten neu gemischt. Das ist sehr gelungen und vor allem dramatisch versiert umgesetzt. Da nicht alle Fragen beantwortet, sondern stattdessen wieder neue aufgeworfen werden, bleibt die Geschichte in dieser Richtung weiter spannend.

Ramons Rachefeldzug ist dagegen etwas schlichter aufgebaut und bietet nur wenige Überraschungen. Selbst die Wendung am Ende ist eher klassisch als neu und innovativ. Aber sie funktioniert trotzdem und sorgt dafür, dass der Leser das Buch am Ende zufrieden zur Seite legt, weil alles sauber zusammen passt.

Eevie Demirtel gelingt es, das ganze Buch über die Spannung aufrecht zu erhalten. Das liegt wohl auch daran, dass sie mit Ramon und Urrito zwei sympathische Figuren geschaffen hat, die sich ein wenig aus dem Wust der anderen, eher zwielichtigen Gestalten, herausheben und denen man ihr Schicksal am Ende auch uneingeschränkt gönnen kann.

Ansonsten gilt wie bei den anderen Romanen auch, dass die Geschichte nur sehr locker in den aventurischen Kontext eingebettet ist und mit ganz leichten Veränderungen auch etwas weiter westlich im Lieblichen Feld spielen könnte. Dafür muss man aber auch kein Wissen mitbringen, um die Serie zu verstehen.

Alles in allem ist „Tanz der Türme“ ein solider Roman mit durchgängiger Spannung, der vor allem dadurch punkten kann, dass er in der Hauptgeschichte die Karten neu mischt und so Lust auf die kommenden Bände macht. Wieder werden vor allem die Fans intrigenreicher Fantasy-Geschichten ihren Spaß haben, denen es nicht so sehr auf magische Geheimnisse oder epische Schlachten ankommt.

 Meine Bewertung:

4 von 5 tanzenden Türmen

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Ulisses Spiele im Netz

[Rezi] Das Spiel der Türme – DSA – Die Türme von Taladur 3

Autor: Marco Findeisen

Verlag: Ulisses Spiele

Format: broschiert, 415 Seiten

Erschienen: Januar 2012

ISBN: 978-3868892086

 

„Die Türme von Taladur“ beherrschen das Bild einer reichen Stadt im Herzen Almadas. Fernab von den großen aventurischen Ereignissen spielt sich hier hinter den Kulissen ein Machtkampf zwischen den großen Familien ab, nun nachdem die Ratsherrin Giuliana Tandori tot ist, die bisher ein Garant für das Gleichgewicht der Kräfte in der Stadt war.

In insgesamt sechs Bänden erzählen ebenso viele Autoren von den Intrigen und Leidenschaften vor dem Hintergrund des Rollenspiels „Das schwarze Auge“. Drei Monate sind inzwischen vergangen und „Das Spiel der Türme“ darf seinen Lauf nehmen, erzählt von Marco Findeisen.

Elclamor Cavazaro wird von allen nur „Der Dom“ genannt. Alle, die mit ihm zu tun haben, merken sehr schnell, dass er mit allen Wassern gewaschen ist, wenn es darum geht, seine Ziele zu erreichen. Und diese sind hoch gegriffen, beteiligt sich das Oberhaupt der Sippe Cavazaro doch auf seine Art an dem Machtkampf zwischen den Familien. Er hat feine Fäden gesponnen und bewegt seine Schachfiguren nun genau so gekonnt, wie ein Marionettenspieler auf der Bühne.

Das merkt sein Schützling Laurenzio besonders gut, der nach seinem Rauswurf aus der letzten Akademie kein besseres Auskommen gefunden hat, als die Gehilfenstelle bei einem Puppenspieler.

Aber Dom Cavazaro hat seine eigenen Pläne mit dem jungen Zauberer und bindet ihn schon bald fest in seine eigenen Pläne ein. Denn nicht nur im Rat der Stadt, auch unter den Zünften ist nach dem unglücklichen Dahinscheiden von Dom Lumino Xetarro ein Machtkampf ausgebrochen, denn nicht alle sind dazu bereit, seinen Nachfolger in Amt und Würden zu bestätigen – immerhin ist der doch nur ein zwölfjähriger Junge.

Derweil versucht die junge Jazemina immer noch ihren verlorenen Geliebten zu finden und hadert mit der Tatsache, dass ihr ungeborenes Kind schneller zum Spielball in den Intrigen der eigenen Familie werden könnte, als ihr lieb ist. Doch um doch noch ihr Glück zu finden, muss sie nicht nur über ihren Schatten springen, sondern noch einiges mehr tun …

Marco Findeisen schließt direkt an die Ereignisse der vorhergehenden Bände an und spinnt einige Ereignisse weiter, so dass es mittlerweile unerlässlich ist, die Geschichte bis jetzt zu kennen.

Zwar wechselt er die Protagonisten, nicht aber den Hintergrund selbst, so dass er sich gelegentlich auf Personen und Geschehnisse bezieht, denen der Leser bereits begegnet ist und diese nicht noch einmal ausführlich erklärt.

Mit Dom Cavazaro begegnet man erstmals einer Figur, die im Spinnen von Intrigen erfolgreich ist und keinen Fehler begeht, wie etwa sein glückloser Vorgänger. „Der Dom“ ist ein Meister der Taktik und des Intrigierens und lässt die schmutzige Arbeit von anderen machen. Man merkt jedenfalls deutlich, dass sich der Autor sehr stark vom Florenz der Renaissance hat beeinflussen lassen und sich ungeniert aus Beispielen der Geschichte bedient, in denen nicht einmal Blutsverwandte sicher sein konnten, ob der Herr der Sippe nicht auch über ihre Leiche bereit war zu gehen.

Interessant ist, dass diesmal die Grenzen zwischen Adel und Nichtadel verschwimmen. Man agiert nicht nur lockerer miteinander, auch die Sprache hat sich angeglichen, so dass man den ein oder anderen durchaus falsch zuordnet.

Wieder ist die Handlung in sich geschlossen, auch wenn der die Bücher verbindende Hintergrund weitergesponnen wird und in eine neue Phase eintritt. Aber die Ereignisse scheinen noch nicht wesentlich für das Geschehen wirken eher wie persönliches Geplänkel.

Die Figuren bleiben allerdings relativ blass. Auch wenn Laurenzio erstmals eine Figur ist, mit der man sich anfreunden kann, so entwickelt er doch nicht mehr als einen oberflächlichen Charakter. Ähnlich sieht es mit dem Dom aus, der eher dem Archetypen eines machiavellischen Fürsten gleicht als einem Menschen mit Schwächen und Fehlern.

Alles in allem kann aber auch dieser Band unterhalten, da Action, lange Dialoge und Beschreibung ausgewogen verteilt wurde.

„Das Spiel der Türme“ setzt den Trend fort, die Ränke einer Familie in den Mittelpunkt von „Die Türme von Taladur“ zu stellen und nichts anders. Auch diesmal werden vor allem die Fans ausführlicher, personenbezogener Intrigen, garniert mit ein wenig Action und Drama, ihren Spaß haben, weniger die Leser, die mystische Geheimnisse und epische Kämpfe suchen.

 Meine Bewertung:

3,5 von 5 Türmen

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Ulisses Spiele  im Netz

 

[Rezi} Die Last der Türme – DSA – Die Türme von Taladur 2

Autor: Andrè Wiesler

Format: broschiert, 309 Seiten

Verlag: Ulisses Spiele

ISBN: 978-3868891966

Eine Stadt im Herzen Almadas ist der Schauplatz der sechsteiligen Saga im „Die Türme von Taladur“. Hier kämpfen nach dem Tod der Ratsherrin Giuliana Tandori die alten und mächtigen Adelssippen um die Vorherrschaft in der Stadt und dem Umland. Die Familie gilt den Einheimischen alles und für ihr Wohl ist man bereit zu morden. Das zeigt sich vor allen in „Die Last der Türme“, dem zweiten Roman der Reihe, der von Andre Wiesler verfasst wurde.

Anders als die anderen Familias, die genügend Köpfe ihr eigen zählen und denen es deshalb nichts ausmacht, mal den ein oder anderen zu verlieren, kämpfen die Xetarro ums Überleben. Dom Lumino ist alt und sieht dem Ende seines Lebens entgegen.

Dennoch hat der Hellsichtmagier und Gildenmeister noch nicht entschieden, wer von seinen Ziehsöhnen einmal der Erbe von Titel, Vermögen und Ämtern sein soll. Da ist einmal der heißblütige Zahir, seines Zeichens ein begnadeter Fechter, und auf der anderen Seite der ruhige aber gerissene Hesindio, der genau weiß, wie er die Fäden der Macht zusammenhalten muss.

Der alte Mann hat seinen Ziehkindern in den letzten Jahren viel beigebracht, nun muss sich zeigen, wer würdiger ist, sein Nachfolger zu sein. Aus diesem Grund räumt der alte Mann jedes Hindernis aus dem Weg, nicht ahnend, welche Entwicklungen er damit auslöst.

Derweil wird jedoch auch das Schicksal von Edelhard, Jazemina und Boromeo fortgeschrieben. Während ersterer sich inzwischen recht gut in die Gesellschaft eingefügt und deren Regeln gelernt hat, ist letzterer ist am tiefsten Punkt angelangt, den ein Bewohner Taladurs erreichen kann – in den Alaun-Minen. Wieder kommen neue Geheimnisse ans Licht, die auch andere ehrwürdige Familien der Stadt erschüttern können. Denn zu den Traumwandlern gehören nicht nur einfache Männer und Frauen, die ihrem traurigen Leben entfliehen wollen, sondern auch junge Adlige…

André Wiesler schreibt zwar auch die große Handlung weiter und lässt immer wieder Entwicklungen einfließen, die den Hintergrund fortschreiben, konzentriert sich aber weitestgehend auf die Familie Xetarro und arbeitet diese etwas gezielter aus. So erhalten Zahir, Lumino und Hesindio tatsächlich etwas mehr Profil als die anderen Figuren und man nimmt an ihrem Schicksal wesentlich mehr Anteil.

Natürlich nutzt der Autor wieder einiges an klassischen Klischees, doch man nimmt es ihm nicht übel, da der Einsatz funktioniert.

Die Sympathien ruhen jedoch eindeutig auf dem geradlinigen Zahir, der seinem Herzen folgt und für sich erkennt, dass das wahre Glück nicht im Nehmen, sondern im Geben liegt, aber auch sein Bruder und sein Vater sind durch ihre verruchte Skrupellosigkeit so interessant, dass man sie gut von dem Rest der Figuren unterscheiden kann.

Die Handlung ist spannend aufgebaut. Es gibt jede Menge Action und Drama, einige böse Wendungen und nicht zuletzt auch einige Enthüllungen, die Lust auf den nächsten Band machen. Auch ist die Atmosphäre etwas derber und rauer als im ersten Band, lässt es sich der Autor doch nicht nehmen, den Standesdünkel genüsslich auszuarbeiten und zu zeigen, wie viel Wert eigentlich die „Fellachen“ in den Augen der Adligen haben.

Wie im ersten Band gibt es einiges an Bezügen zu Aventurien, allerdings gilt auch hier, dass die Geschichte auch an anderer passender Stelle spielen könnte. Und dazu kommt, dass es wichtig ist, den ersten Band zu kennen, da es anders nicht möglich ist, das Intrigengeflecht im Hintergrund oder das Verhalten einiger Personen zu verstehen.

„Die Last der Türme“ zeigen, dass „Die Türme von Taladur“ auch andere Facetten zeigen können. Diesmal werden vor allem die Leser ihren Spaß haben, die actionreiche Intrigen mögen, bei denen es ordentlich zur Sache geht. Die in sich geschlossene Haupthandlung wird erstmals von Entwicklungen im Hintergrund begleitet, die neugierig auf die Fortsetzung machen.

3,75 von 5 Sternen

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Ulisses Spiele im Netz

[Rezi] Türme im Nebel – DSA – Die Türme von Taladur 1

Autor: Bernard Craw

Format; broschiert, 378 Seiten

Verlag: Ulisses Spiele

ISBN: 978-3868891669

„Die Türme im Nebel“ ist ein von Bernard Craw entworfenes Projekt, dass sich über mindestens sechs Romane hinziehen und von mehreren Autoren geschrieben werden wird. Jedes Buch fügt seine Mosaiksteine zum Gesamtbild hinzu, auch wenn es aus verschiedenen Blickwinkeln geschrieben wird. In „Türme im Nebel“ führt Craw deshalb erst einmal die wichtigsten Figuren ein, die immer wieder auftauchen werden und enthüllt erste Facetten des Settings.

Der junge Edelhard von Binsböckel hat keine Wahl mehr. Nachdem es ihm nicht gelungen ist, die Hand einer schönen und reichen Erbin aus der Umgebung zu gewinnen, beschließt ihn der Vater an Handelspartner im fernen Almada zu verheiraten, die zwar auch von Adel sind, aber einen ganz anderen Lebensstil pflegen. Nur mit einem Brief ausgestattet, reist der junge Mann ab und erreicht nach ereignisloser Reise Taladur.

Dort herrscht allerdings keine Ruhe, denn gerade eben erst ist Ratsherrin Giuliana Tandori verstorben. Alles deutet zwar zunächst auf einen natürlichen Tod hin, es besteht aber auch die Möglichkeit, dass sie umgebracht wurde. Ehe dies genauer untersucht werden kann, übergießt jemand die Leiche mit Öl und setzt sie in Brand.

Die reichen und mächtigen Familien der Stadt sind in Aufruhr. Nicht nur, dass Verbrechen hat sie aufgeschreckt, es ist auch ein Machtvakuum entstanden. Die Karten können jetzt wieder neu gemischt werden. So wetzt manch ein Dom oder eine Domna heimlich im hauseigenen Streitturm das Messer, um endlich die Rivalen auszuschalten.

Der junge Adlige aus dem rauen Darpatien versucht sich zunächst aus allem herauszuhalten, weil ihm die Intrigen fremd sind. Dumm nur, dass sich ausgerechnet Edelhards Verlobte Jazemina Ernathesa in Boromeo, einen Sohn der verfeindeten Familie Amazetti verliebt hat, der in seinem Übermut selbst ziemlichen Ärger bekommt. Und dass ist nur eine der vielfältigen bösen Intrigen unter den reichen und mächtigen Familien Taladurs, der reichen Eisenstadt im Herzen Almadas, die eine unruhige Zeit versprechen.

Man merkt dem ersten Band an, dass er erst einmal das Szenario bereitet und die Weichen für die späteren Ereignisse stellt. Bewusst springt der Autor von Schauplatz zu Schauplatz und stellt die wichtigen Figuren und ihre Beziehungen vor, baut erste Verwicklungen auf. Der Mord und die Schändung des Leichnams sind dabei eigentlich nur der Auftakt zu den eigentlichen Ereignissen – den Intrigen zwischen den Familien, die nun wie in einem klassischen Drama ihren Lauf nehmen.

Da ist einmal das Liebespaar, das zwischen den verfeindeten Familien steht, die Oberhäupter der Adelshäuser, die ihre Rivalen ganz genau beobachten um im entscheidenden Moment den richtigen Zug zu machen. Durch Edelhard von Binsböckel erhält der Leser zugleich die Möglichkeit, in das ganze Intrigengeflecht hineinzuwachsen.

Auch andere Gruppen, wie die geheimniskrämerischen Traumwandler, die sich mit Rauschkräutern in eine andere Bewusstseinsebene versetzen und eine Horde von Ferkinas tragen ihren Teil dazu bei, dass sich die Situation verschlimmert.

Da zwar viele Fragen aufgeworfen, aber kaum Antworten gegeben werden, bleibt die Spannung eher mäßig, die Handlung szenisch. Selbst die eingestreute Action kann den Eindruck nicht verbessern. Immerhin ist es flüssig geschrieben, Längen werden weitestgehend vermieden.

Bei der Vielzahl der Figuren ist es auch nicht möglich, diese eingängiger zu charakterisieren, so bleiben selbst die wichtigen Personen eher blass, so dass man sich keinen wirklich merken kann. Aus dem Grund ist der Dramatis Personae auf den letzten Seiten auch sehr hilfreich.

Der Aventurien-Kenner wird zwar einiges wiedererkennen, was die Atmosphäre von Das schwarze Augen wiederspiegelt, dennoch ist Taladur so allgemein gehalten, das die Stadt auch im dekadenten Süden oder im lieblichen Feld spielen könnte.

Wer also eine abgeschlossene Handlung mit viel Action oder zumindest ausgefeilteren Figuren sucht, wird letztendlich nicht zufrieden sein.

Alles in allem bietet „Türme im Nebel“ zwar einen angemessenen Auftakt der Reihe „Türme im Nebel“, dürfte aber dennoch vor allem die Leser ansprechen, die großangelegte Intrigenspiele mögen und so nichts dagegen haben, dass der erste Roman eher zur Einführung dient, als wirklich mit Spannung und tiefergehenden Entwicklungen punkten kann.

3 von 5 Sternen

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Ulisses Spiele im Netz

[Rezi] Die Rose der Unsterblichkeit I – Schwarze Perle

Autor: André Wiesler

Verlage: Ulisses Spiele GmbH

Format: Broschiert 300 Seiten

ISBN 13: 978-3-86889-209-3

Preis: 11,95 €

von: Würfelheld

Der Roman aus der Feder von André Wiesler eröffnet die Reise nach Uthuria, einem weiteren Kontinent im DSA-Universum. Das Cover, wofür Melanie Maier verantwortlich ist, zeigt Alrik, einen stadtbekannten Gladiator, welcher eine gewichtige Rolle in diesem Werk spielt.

Zum Inhalt:

Am 20. Tage des fünften Monats 1027 BF verkündet der Al Anfanische Patriarch den anderen Ratsmitgliedern das er einen unglaublichen Plan entwickelt habe um den Glanz und Reichtum seiner Heimat zu erhöhen. So wird beschlossen das nach knapp kalkulierter Zeitspanne eine Expedition aufbrechen soll. Ihr Ziel lautet schlicht und einfach Uthuria!

Nach dem der Beschluss gefasst wurde machen sich die einzelnen Vertreter Al Anfas daran ihrer Expeditions-Zusage Nachdruck zu verleihen und lassen entsprechende Schiffe dafür bauen. Weiterhin wird Ausschau nach geeigneten Mannschaftsmitgliedern, Forschern, Geweihten und Gelehrten gehalten.

Dabei wird für das Schiff, welches für das Haus Kugres in See stechen wird, der Beschluss gefasst dieses mit gescheiterten Existenzen zu füllen. So entsteht ein bunter Haufen an Sonderlingen, welche die Herausforderungen und die Tragweite dieser Expedition zuerst nicht recht erkennen können.

Als die Expedition dann im Jahre 1028 BF beginnt sticht das Kugres Schiff zuerst in See und wird am Port Amiras auf den Rest der Flotte warten. Während dieser Wartezeit geriet die Besatzung, besonders durch den Gelehrten Marfan, schon in die ersten Zwischenfälle. Den Marfan geht seinen Lehrern so intensiv nach, das er dabei Grenzen überschreitet, und mit diesen Überschreitungen einen Moha-Stamm beleidigt.

Als dieses Problem einigermaßen bereinigt scheint erspäht man den Rest der Flotte. Nach kurzen Nachzählen kommt die Expedition auf nur elf Schiffe, was von vielen Teilnehmern schon als schlechtes Omen betrachtet wird. Nach einiger Zeit geht es dann weiter südwärts. gen Uthuria, vermutlich. Die Kunde des Zieles verbreitet sich unter den Mannschaften, die bis dahin nicht über selbiges informiert waren, schnell und sorgt für gemischte Gefühle. Nach einigen Tagen auf See landet die Flotte an einer Inselgruppe und frischt hier zum letzten male ihre Vorräte auf. Als dann die Segel erneut gesetzt werden spinnt sich ein Netz von Intrigen, Missgunst und Leidenschaften, welches sogar für den Verlust von einzelnen Mannschaftsmitgliedern und Schiffen sorgt.

Mein Fazit:

Nach vielen Jahren habe ich mit „Schwarze Perle“ wieder einen DSA Roman in die Hände genommen und gelesen. Der Grund lag nahe, denn hier sollte man einen guten Wiedereinstiegspunkt gefunden haben, denn Uthuria ist ja noch unentdeckt. Mit voller Vorfreude und Neugier machte ich mich dran, mal sehen was der Wiesler da zusammengeschrieben hat. Und was soll ich sagen, ich bin nicht enttäuscht worden!

Andrè Wiesler schafft es hervorragend einem die Protagonisten ins innere Auge zu projizieren und diese Gestalt annehmen zu lassen. Die von den Protagonisten getätigten Handlungen sind nachvollziehbar und man muss nicht rätseln warum eine Handlung erfolgte. Weiterhin sind die einzelnen Handlungsstränge gut auseinander zuhalten, denn Wiesler schafft es durch markante Einflechtungen diese für den Leser unterscheidbar zu machen.

Die Orte die in „Schwarze Perle“ beschrieben werden, wie etwa die Inselgruppe wo die Vorratsauffrischung vorgenommen wird, können sich gut im Kopfkino nachbilden und man erhält den Eindruck das man diese irgendwie schon einmal Live gesehen hat.

Die beschrieben Kampfszenen bringen genügend „Hau drauf“ und Action zwischen die Buchdeckel, wobei man immer im Hinterkopf haben sollte, das es sich dabei um DSA-Helden hanelt. Die Detailtiefe der Kampfszenen lässt kaum Wünsche offen. So zieht es bei einigen Szenen durch jede einzelne Pore und das Mitfiebern mit den Protagonisten wächst und wächst. Wiesler schreckt auch nicht vor dem Ableben seiner Charaktere zurück und schafft damit noch mehr Storytreue.

Allerdings ging mir das ganze Leidenschaftsgedönse und die allgegenwärtige Liebe ein wenig auf die Nerven. Es passt zwar zur Story allerdings sorgte es bei mir für die ein oder andere Lesepause.

Trotzdem freue ich mich schon auf ein baldiges Widerlesen mit dem Expeditionstrupp!

Meine Bewertung:

4,5 von 5 Efferd-Geweihte

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André Wiesler im Netz

Ulisses Spiele

Lesung André Wiesler RatCon 2012

Interview: André Wiesler bricht nach Uthuria auf

Gewinnspiel:

Zu gewinnen gibt es ein E-Book von „Die Rose der Unsterblichkeit 1 – Scharze Perle“ von André Wiesler.

Um das E-Book zu gewinnen hinterlasst einen Kommentar warum Du das Buch gewinnen solltest.

Das ganze endet am 18.11.2012 um 12 Uhr.

Viel Erfolg!

[Interview] André Wiesler bricht nach Uthuria auf

(c) Ulisses Spiele 2012

Hallo André,

vielen Dank das Du Dir die Zeit genommen hast und Dich kurz meinen Fragen stellst.

André Wiesler: Sehr gern!

Würfelheld: Seit dem letzten Interview, zu der Zeit von „Die Chroniken des Hagen von Stein“ hat sich ja bei Dir viel getan, z.B. Dein Engagement bei Ulisses. Kannst Du uns zu Deiner Aufgabe dort etwas mehr erzählen?

André Wiesler: Klar, ich bin dort als Ansprechpartner für die Community und als Marketingleiter tätig, ich versuche also Fragen zu klären und möglichst umfassend über unsere neuen Produkte und Vorhaben zu informieren. Außerdem schreibe ich Romane, Kurzgeschichten und andere Texte für Das Schwarze Auge und betreue die Homepage.

Würfelheld: Aktuell erscheint Dein Roman „Die Rose der Unsterblichlichkeit“, der im >DSA Universum< angesiedelt ist. Kannst Du uns einen kleinen Einblick gewähren?

André Wiesler: Schwarze Perle, der erste Teil der Reihe „Die Rose der Unsterblichkeit“, stellt den Auftakt einer Reise nach Uthuria dar, dem sagenumwobenen Kontinent südlich von Aventurien. Ich schildere die Erlebnisse der ersten Expedition neuerer Zeit dorthin, mit Seeungeheuern, düsterer Magie und einem guten Schuß Humor.

Würfelheld: Wie bist Du auf die Idee gekommen?

André Wiesler: Die Idee kam im Gespräch mit Mario Truant, unserem Verlagsleiter, auf. Mit An fremden Gestanden hat Alex Spohr ja den Auftakt zur spielerischen Erforschung des Kontinents durch Das Schwarze Auge-Fans gelegt und Mario wollte gerne eine erzählerische Begleitung dazu. Ich freue mich, dass ich diese umsetzen darf.

Würfelheld: Kannst Du uns einwenig mehr zum Hauptcharakter Alrik erzählen?

André Wiesler: Alrik ist ein ehemaliger Gladiator, den nach seiner Befreiung nichts mehr in Aventurien hält. Er ist gradlinig, aber aufrichtig und kann ordentlich zulangen, was er auch reichlich tun muss. Dass ihn in Uthuria mehr erwartet, seine Bestimmung nämlich, das ahnt er jedoch noch nicht. Aber Alrik ist ja nur einer der Hauptcharaktere, es reisen außerdem noch Karas Kugres, der verzogene Grandensohn, Marfan Steyck, der Forscher oder Efferia, die Efferdgeweihte mit. Und andere.

Würfelheld: Wird es Fortsetzungen, eventuell sogar eine eigene Uthuria Reihe geben?

André Wiesler: Ja, Die Rose der Unsterblichkeit wird auf jeden Fall fortgesetzt. An Teil 2 arbeite ich gerade, er ist für Anfang 2013 geplant. Ob es eine eigene Uthuria-Reihe geben wird, entscheidet unter anderem die Resonanz auf Die Rose der Unsterblichkeit.

Würfelheld: Du hast erste Einblicke ja schon auf der RatCon gewährt. Die Lesung hielt auch eine Überraschung parat. Wie bist Du auf diese Idee gekommen?

André Wiesler: Du meinst, wie ich auf die Idee gekommen bin, mich bei einer Das Schwarze Auge-Lesung mit Björn Schmiedeberg, dem Respect-Meister im Schwergewicht im Mixed-Martial-Arts zu prügeln? (lacht) Ich versuche immer, meine Lesungen ein bisschen aufzupeppen, und da ich mich bei Alriks Kampfstil stark an meinen schmerzhaften Erfahrungen mit dem MMA orientiert habe, lag die Idee nahe, ein paar der Prügeleien im Roman einmal umzusetzen. Da ich bei Björn trainiere, konnte ich ihn auch schnell dafür gewinnen.

Würfelheld: Wird es weiterhin solche Lesungen, mit Überraschungseffekt zukünftig geben?

André Wiesler: Auf der DreieichCon im November werde ich mich von Judith C. Vogt mit einem Schwert verprügeln lassen, wenn wir die Frage klären, was besser ist: Guter Nahkampf oder geschickter Schwertkampf? Und für die nächsten Veranstaltungen fällt mir bestimmt auch noch was ein – vorausgesetzt, ich habe meine Prellungen und blauen Flecken bis dahin auskuriert. (lacht)

Würfelheld: Kannst Du uns noch einen Einblick in die kommenden Uthuria Produkte geben?

André Wiesler: Gern. Als nächstes kommt der erste Teil einer Dreiteiligen Regionalkampagne mit dem Namen Grüne Hölle, die den Bereich rund um die Anlandungsstelle der Helden in An fremden Gestaden beschreibt und in Form einer Abenteuerkampagne erforschbar macht. Darauf folgen dann Teil 2 und 3, die sich mit den Xo’artal befassen, einer uthurischen Zivilisation. Ich sage nur: Blutmagie.

(c) Ulisses Spiele 2012

Würfelheld: Was hast Du in naher Zukunft geplant bzw. was können wir von Dir erwarten?

André Wiesler: Ich schreibe aktuell am zweiten Teil der Rose der Unsterblichkeit, bereite ein Schreibseminar für den Januar mit dem Titel „Wie schreibe ich ein Buch?“ vor (es sind noch ein paar Plätze frei (zwinkert)) und plane außerdem Anfang 2013 etwas mit dem halbfertigen Manuskript eines komischen Mysterybuches. Aber dazu kann ich noch nicht mehr verraten.

Würfelheld: Vielen Dank fürs Interview. Die letzten Worte gehören Dir.

André Wiesler: Vielen Dank. Die letzten Worte nehme ich gerne und verschenke sie an Weihnachten an meine Frau weiter. Ein Geschenk weniger, um das ich mich kümmern muss.

Weitere Infos:

Buchseite beim Verlag

André Wiesler im Netz

André Wiesler Wochenendseminar „Wie schreibe ich ein Buch“

Ratcon 2012 Lesung: