Karneval der Rollenspielblogs: This is the End of the World (April 2020)

It’s the end of the world as we know it
It’s the end of the world as we know it
It’s the end of the world as we know it, and I feel fine
(R.E.M: It’s the End of the World as We Know It)

Diesen Monat, passend zu den bereits in diesem Jahr miterlebten Ereignissen, geht es mehr oder minder um`s Ende der Welt. Mehr erfährst Du hier im Startpost oder bei rsp-blogs.

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Karneval der Rollenspielblogs: Seuchen und Krankheiten (März 2020)

Im März ist das Thema des Karnevals der Rollenspielblogs sehr aktuell, schließlich dürften die meisten von uns die Hamsterkaufattacken vieler Mitmenschen mitbekommen haben. Nein ich habe mich dieser Mehrheit nicht angeschlossen und wie wild im Supermarkt rumgeboxt. Aber ich gesteht, ich habe mir doch Gedanken gemacht, ob ich an diesem Umzug teilnehme… und hier ist dann mein Beitrag, welcher ein Blick ins Archiv ist.

Dieser Umzug wird von Spiele im Kopf präsentiert. HIER findet sich der Startpost.

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[Rezension] Totes Land 3 – Der Bunker

as-DerBunker-TotesLand3Autor: M. H. Steinmetz
Verlag: Mantikore Verlag
Format: Paperback,
Seitenzahl: 500 Seiten
Erschienen: Juli 2015
ISBN: 978-3939212843
Preis: 14,95 Euro

von: Kris

„Der Bunker“ ist der abschließende dritte Teil von Mario H. Steinmetz‘ Trilogie „Totes Land“, in der er die Endzeitstimmung in Deutschland aufleben lässt, indem er die Helden durch eine Welt führt, in der große Teile der Bevölkerung in Zombies verwandelt werden und nur noch wenige gesund und am Leben sind.

Klappentext:
TOTES LAND 3 – DER BUNKER Der Horror hat einen Namen: XJ09… Der teuflische Virus hat die Welt in ein Schlachthaus verwandelt. Mit Hochdruck arbeiten Wissenschaftler der Erprobungsstelle 53 an einem Gegenmittel.

Vieles deutet darauf hin, dass man es mit weit mehr als einem Virus zu tun hat. Nach einer spektakulären Flucht durch die halbe Republik wähnt sich eine Gruppe Überlebender – unter ihnen der junge Markus – endlich in Sicherheit. Die Bedrohung durch die Toten ist nicht die einzige Gefahr, der sich Markus und seine Freunde stellen müssen, denn Einheiten der Erprobungsstelle 53 sind ihnen mit einem tödlichen Auftrag auf der Spur.

Es gibt nur eine Lösung: Markus muss sich zum Ursprung der Plage begeben. Er muss in den Bunker und sich dem schlimmsten Feind stellen, den die Menschheit jemals gesehen hat. H. !

Zum Inhalt:
Der Live-Rollenspieler Markus und seine Freunde haben eine lange Odyssee durch die Republik hinter sich und mehrere Verluste zu beklagen, bis sie endlich Zuflucht finden und sich endlich ein wenig erholen können. Jetzt bleibt zumindest etwas Zeit, um die Gefühle zu sortieren und unausgesprochene Wahrheiten miteinander zu teilen. Aber der Frieden währt nicht lange, denn die Pflicht ruft. Immerhin sind sie noch jung, kräftig und gesund, ideal, um die ausgedünnten Streitkräfte im Kampf gegen die Zombies zu unterstützen.

Derweil arbeiten Wissenschaftler in der Erprobungsstelle 53 an einem Gegenmittel für das Virus, der wenigstens dafür sorgt, dass nicht noch mehr Menschen erkranken und sich verwandeln. Ihre Einsatztruppen scheinen ein besonderes Interesse an Markus und Co. zu haben.

Deshalb entscheidet sich der junge Mann zu einem gewagten Schritt. Um endlich die Gefahr los zu werden, beschließt er selbst dem Ursprung der Plage auf den Grund zu gehen und damit in einen Bunker einzudringen, in dem die schlimmsten Gefahren auf ihn warten, die er je gesehen hat … zumal sie nicht einmal von dieser Welt zu sein scheinen.

Neben Markus und seinen Freunden rückt nun auch eine Truppe ins Rampenlicht, die der Leser bereits in den beiden ersten Bänden kurz kennengelernt hat, um so ein wenig mehr Abwechslung in die Handlung zu bringen. Denn das ist bitter notwendig. Der Autor hat inzwischen zwar den Hintergrund sehr atmosphärisch aufgebaut, der eigentliche Plot bleibt aber ein wenig dünn. Auf der einen Seite haben wir die jungen Zivilisten, die im Stil von Walking Dead nur noch sich selbst haben, um zu überleben, auf der anderen den Platoon, der längst nicht mehr so funktioniert, wie er soll, weil die Soldaten auch nur Menschen sind.

Man erwartet ja eigentlich von einem Abschlussband, dass man nun erfährt, wie die Seuche eigentlich entstanden ist und ob sie eingedämmt werden kann, aber genau das vermag nicht überzeugend vermittelt zu werden.

In weiten Teilen der Geschichte trudeln die Helden nur durch die Gegend und wissen nicht so recht, was sie machen sollen, lassen sich mitreißen und gehorchen. Als es darum geht, die Lösung zu präsentieren, macht es sich der Autor ziemlich einfach, so dass man fast schon enttäuscht ist, dass wieder einmal nur das Übernatürliche eine Rolle spielt, das sonst eigentlich kaum in Erscheinung tritt – von den Zombies, die sich benehmen wie eh und je, einmal abgesehen.

Die Figuren stagnieren weiterhin. Weder Marcus noch seine direkte Freunde entwickeln sich weiter – ja man wird sogar das Gefühl nicht los, dass sie noch blasser wirken als am Anfang. Letztendlich plätschert die Geschichte so von einem Szenario zum anderen und der Leser bleibt am Ende doch unzufrieden und enttäuscht zurück, weil letztendlich nicht das passiert, was man erwarten konnte.

Mein Fazit:
Auch „Der Bunker“ kann ähnlich wie „Die Zuflucht“ nicht überzeugen. Zwar stimmt die Atmosphäre immer noch, die im Roman präsentierten Lösungen bleiben aber deutlich hinter den Erwartungen zurück. Wer aber nur ein wenig Action und Horror erwartet, aber keinen ausgefeilten Hintergrund oder interessante Charaktere kann sich deshalb durchaus noch kurzweilig unterhalten lassen, sonst aber nichts.

Meine Wertung:
3 von 5 Zombies

[Rezension] Ausnahmezustand (Totes Land 1) „²“

Autor: M. H. Steinmetz
Verlag: Manticore Verlag
Format: Paperback
Erschienen: Juli 2014
ISBN-10: 3939212563
ISBN-13: 978-3939212560

von: Christel Scheja (kris)

Mit „Ausnahmezustand“ legt Mario H. Steinmetz nicht nur sein Romandebüt, sondern auch den ersten Band der „Totes Land“-Trilogie vor, die in einer nicht ganz fernen aber apokalyptischen Zukunft spielt.

Marcus besucht gerade ein Endzeit-Rollenspiel mit seiner Bekannten Sabine und hat viel Spaß, als er zusammen mit den anderen eine Nachricht hört, die er erst gar nicht glauben will.
Die Infrastruktur ist zusammengebrochen, weil sich eine Seuche rasend schnell ausbreitet, die nicht einmal die Armee eindämmen kann? Menschen sterben durch einen unbekannten Virus, stehen aber als Untote wieder auf? Das Szenario, mit dem sie gerade noch herum gespielt haben, ist über Nacht bitterer Ernst geworden.
Dennoch entschließt sich Marcus trotz der Gefahr dazu, nach Speyer zurück zu kehren, denn dort hält sich noch seine Frau Annette auf. Mit Freunden macht er sich auf die Reise und muss schon bald richtig um sein Leben kämpfen, denn auch wenn sich Weggefährten und Freunde verwandeln, darf er nicht zögern – es könnte auch sein Ende sein.
Zusammen mit Sabine kämpft er sich durch ein Land, in dem das Chaos regiert und niemand mehr sicher ist. Kranke rotten sich in Horden zusammen, um Menschen zu jagen und sind nur schwer zu erschlagen. Wenn die Überlebenden nicht zusammen halten, dann werden sie niedergemetzelt – aber auch das bietet keine vollständige Sicherheit … wie er schon bald erkennen muss.

„Was heute noch Spiel ist, kann morgen schon bitterer Ernst werden.“ Genüsslich zelebriert Mario H. Steinmetz in „Ausnahmezustand“ genau den Moment, in dem dieser Spruch Realität wird und entführt den Leser in eine Welt, die jedem vertraut und zugleich fremd ist.
Die Apokalypse tritt durch eine Seuche unbekannten Ursprungs ein und verwandelt das Deutschland der Jetztzeit in ein Schlachtfeld, in dem Zombies schon bald das Leben zum Erliegen bringen.
In dieser Hinsicht erzählt der Autor sicherlich keine neue Geschichte – eine Gruppe kämpft sich durch die Horden der Monster und versucht einfach nur zu überleben, jeder Einzelne entdeckt dabei an sich Seiten, durch die er wächst und sich verändert.
Nur selten wird den Helden Ruhe gegönnt. Und auch wenn Marcus im Mittelpunkt der Ereignisse steht, so kommen doch auch immer wieder kurze Blitzlichtaufnahmen zu ihrem Recht, die die Entwicklungen an anderen Orten schildern und oftmals genau auf die Handlungsebene des Helden zulaufen.
Routiniert und flüssig geschrieben erschafft Mario Steinmetz ein actionreiches aber doch erschütterndes Szenario, das man ungern aus der Hand legen möchte und dem man auch gerne die Klischees verzeiht, ersparen sie doch viele Erklärungen, die der Autor für die Figuren und das Ambiente verwenden kann. Allerdings nutzt er das nur für Marcus und Sabine aus, die anderen Figuren bleiben doch eher blass und haben kaum die Zeit, mehr Profil zu entwickeln.
Wie zu erwarten ist, bleibt das Ende relativ offen, auch wenn die Helden einen Ruhepunkt erreichen dürfen. Dennoch bleibt vieles offen, auch am Hintergrund wurde gerade erst einmal gekratzt.

„Ausnahmezustand“ ist der gelungene Auftakt der Trilogie „Totes Land“. Vor allem Fans actionreicher Thriller, in dem sich die Helden durch eine apokalyptisches Szenario voller hungriger Zombies und blutigen Schockmomenten kämpfen dürfen, werden ihren Spaß an der kurzweiligen Geschichte haben.

Meine Wertung:
4von 5 Zombies

 

Anmerkung:
„Ausnahmezustand“
wurde HIER
ebenfalls besprochen.

[Rezi] Ausnahmezustand (Totes Land 1)

Autor: M.H. Steinmetz

Verlag: Mantikore-Verlag

Format: broschiert, 600 Seiten

Erschienen: Juni 2014

ISBN 13: 978-3939212563

ASIN: B00L81W2U6 (Alternativ als Kindle)

von: Würfelheld

Wir befinden uns direkt in einer Kriegsszene. Untote stürmen auf eine Spezialeinheit zu und sorgen bei selbiger für einige Verlust. Aber da kommt dann schon die erste Überraschung, die Szene ist gestellt, denn wir befinden uns auf einem Zombie-LARP in der Nähe von Berlin. Die Szene wird nicht umsonst so von einen der Veranstalter unterbrochen., denn dieser berichtet, das sie von der Realität eingeholt worden sind, denn eine Grippewelle die erst in Russland geherrscht hat und die für unzählige Tote verantwortlich ist, hat nun auch Europa erreicht und breitet sich nun auch in Deutschland aus. Als die Spieler die Nachricht erreicht fangen dieses darüber an zu diskutieren, wobei sich Markus und Sabine damit nicht aufhalten wollen und sich direkt auf den Weg zu ihren Lebenspartnern begeben wollen.

Als sie an der Hütte ankommen, die den LARPern als Treffpunkt dient, stoßen sie auf Daniel, einem der Verantwortlichen. Dieser berichtet Markus und Sabine von seinem letztlich unternommen Ausflug in das angrenzende Kaff. Dabei scheint er sich mit der Grippe infiziert zu haben, denn er leidet an Husten und spuckt bereits Blut. Daniel dreht irgendwann durch und attackiert die beiden anderen. Markus und Sabine können fliehen und schaffen es zu ihren Fahrzeugen, mit denen sie beschließen den Heimweg anzutreten.

Nach kurzer Fahrzeit werden Sie von einer Militär-Patrouille angehalten und in ein Auffanglager verbracht. Dort beginnt ihr Martyrium erst richtig, denn sie werden medizinischen Test unterzogen, erhalten eine Art Schnellaufklärung der aktuellen Lage und werden dann sich selbst überlassen. So beginnt das Martyrium, welche so viele Überraschungen parat hält, dass man damit mehrere Leben füllen könnte.

Mein Fazit:

Was der Mantikore-Verlag mit diesem Werk auf die Leserschaft loslässt ist im Gegensatz zu einigen Protagonisten nicht Hirnlos sondern klasse Lesestoff. M.H. Steinmetz schafft es schnell den Leser in seinen Bann zu ziehen und diesen an die apokalyptischen Orte seiner Geschichte zu versetzen. Dieses Werk holt einen ab und lässt einen erst einmal nicht mehr los. Dass die Protagonisten wie „Du“ und „Ich“ sind bzw. einem Hobby frönen welches wir kennen, verleiht Totes Land einen besonderen Anstrich. Auch dass man die Örtlichkeiten mehr oder weniger kennt bzw. sich diese um die Ecke befinden, macht dieses Deutsche-Zombie-Road-Movie noch interessanter.

Ich tue mich in der Regel schwer mit Zombies, Vampiren und solchen Unkraut, aber dieses Buch habe ich sehr schnell verschlungen und kann es jedem Fan nur ans Herz legen. Allerdings muss ich trotzdem sagen, dass ich an einigen Stellen an den ein oder anderen Endzeit- bzw. Zombiefilm erinnert wurde. Auch die teils gewählte Sprache ist meiner Meinung nach nicht immer passend. Das macht der Lesefreude aber keinen großen Abbruch.

Meine Wertung:

4 von 5 German-Zombie-Road-Movies