[Veranstaltung] Zweiter Virtueller Literaturcon

Am kommenden Wochenende, 20.10.-21.10.2018, ist es soweit. Der Zweite Virtuelle Literaturcon findet statt,

Dazu heißt es:
Denkt bitte daran, dass wir auch diesmal den Ton für alle Veranstaltungen per Discord übertragen!

Samstag, 20. Oktober 2018
19:00-19:30 Norbert Fiks „Der Heftromanmord“

19:30-20:00 Faye Hell „Tote Götter“
20:00-20:30 Gabriele Behrend „Der Smaragdwald“
20:30-21:00 Arno Behrend „Schneefall“
21:00-21.30 Talkrunde
21:30-22:00 Talkrunde
22:00-22:30 Kay Noa „Schwerttanz-Saga“
22:30-23:00 Psi Quence Live Konzert

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[Rezension] Aquarius

 

Autor: Thomas Finn
Verlag: Piper Verlag
Format: Paperback
Seitenzahl: 416
Erschienen: Oktober 2014
ISBN-10: 3492703372
ISBN-13: 978-3492703376

von: Christel Scheja (kris)

Früher war der 1967 in Chicago geborene aber nun schon lange in Hamburg lebende Thomas Finn eher als Autor von Fantasy- und Jugendromanen und für die Mitarbeit an Rollenspielsystemen wie „Das schwarze Auge“ bekannt, heute wagt er sich auch in andere Gefilde. Trotzdem bleibt er in seinem aktuellen Thriller „Aquarius“ der Phantastik treu.

Gibt es sie wirklich? Die geheimnisvollen Frauen aus dem Meer, von denen alte Seebären noch so gerne erzählen, die Sirenen, die durch Gesang und Schönheit Männer in den Bann schlagen, um sie in einen nassen Tod zu ziehen.

Wie jeder vernunftbegabte Mensch hält auch Jens Ahrens die Geschichten für reine Märchen. Der Waisenjunge, der auf einer Hallig gefunden wurde, ist der See treu geblieben, er arbeitet erfolgreich als Taucher in dem Team einer privaten Bergungsgesellschaft.

Als eine Seemine explodiert, die eigentlich aus dem Meer geholt und entschärft werden soll, ist Jens ganz in der Nähe. Als er wieder zu sich kommt, befindet er sich in einem Keller, gefesselt und unter Drogen gesetzt. Und er ist nicht allein.

Ihm gelingt zwar schon nach kurzer Zeit die Flucht, doch ihn lässt der Vorfall nicht in Ruhe. Aus diesem Grund nutzt er die Zeit, in der er sich selbst erholen soll, für entsprechende Nachforschungen in dem kleinen leider nicht mehr ganz so beschaulichen Küstenort Egirholm.

Schon bald stößt er neben den Mythen um das untergegangene Rungholt und düstere Andeutungen, die damit zusammenhängen, auf merkwürdige Todesfälle in denen Menschen an Land ertrinken, seltsame Aufzeichnungen und eine Mauer des Schweigens, was bestimmte Vorfälle angeht. Schon bald steht er im Mittelpunkt von Intrigen und eines Kampfes hinter den Kulissen, bereits vor vielen Jahren seinen Anfang genommen hat …

Eines muss man Thomas Finn lassen, er erweckt die Kulissen seiner eigenen Heimat gekonnt zum Leben. Die Atmosphäre in „Aquarius“ ist nicht nur stimmig und lebendig – er erweckt auch die Nebenfiguren zum Leben, so dass man sich bildlich vor sich sieht und problemlos das Kopfkino anwerfen kann.

Zunächst gibt es nur wenige phantastische Elemente – in erster Linie die Morde, in denen Opfer ertrinken, obwohl sie nicht einmal in der Nähe des Wassers sind. Auch die Ermittlungen der Kriminalbeamten wirken erst einmal betulich wie in einem regionalen Krimi. Das hat ein Ende, als Jens Ahrens in den Mittelpunkt der Geschichte rückt.

Die Handlung zieht deutlich an, denn der Berufstaucher bekommt es gleich mit skrupellosen Entführern und Ärger zu tun, den er seit seiner Soldatenzeit nicht mehr miterlebt hat. Durch ihn werden auch die Leser immer tiefer in die Mythen und Legenden der Region eingeführt, die ein wichtiger Bestandteil der Handlung sind.

Nach und nach fügen sich die Mosaiksteine zusammen und ergeben am Ende ein interessantes Bild. Allerdings verliert die Geschichte in diesem Teil der Handlung auch an Spannung und Kraft, denn viele Andeutungen führen einfach zu offensichtlich zu den gewünschten Ergebnissen, man weiß trotz aller Gefahren auch, dass die Helden so oder so überleben werden.

Thomas Finn rettet zwar ein wenig durch seinen routinierten Schreibstil – kann aber nicht ganz darüber hinweg täuschen, dass er ab einem bestimmten Punkt nicht mehr zu überraschen vermag. Insgesamt legt man das Buch am Ende aber zufrieden zur Seite, denn das ganze Drumherum – die Gewichtung der Beschreibungen und Dialoge, der Figuren und der Region – stimmte und vermochte ganz gut in das Abenteuer zu entführen.

„Aquarius“ ist ein phantastischer Thriller von Thomas Finn, der gekonnt und routiniert mit Mythen und Sagen der Küste spielt. Zwar kann die Handlung ab einem bestimmten Punkt nicht mehr überraschen, lässt sich aber dennoch flüssig lesen und bietet durch das Ambiente kurzweilige und entspannende Unterhaltung.

Meine Wertung:
3,5 von 5 Seeminen

[Weisser Schrecken Gewinnspiel] Gewonnen hat…

Das „Weisser Schrecken Gewinnspiel“ ist nun zu Ende gegangen.

So beförderte der Glückstroll die gesamten Einsendungen in das Glücksfass, warf dieses einigemale in die Luft und krammte dann einen Zettel heraus.

*trommelwirbel* Gewinner der von Thomas Finn signierten Ausgabe ist:

Matthias M****

20*** Hamburg

 

Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß mit dem Roman wünschen Thomas Finn & Würfelheld!

WEITERE INFOS

Meine Rezi zu „Weisser Schrecken“

Thomas Finn im Netz

„Weisser Schrecken“ Trailer

[Nikolaus Gewinnspiel] Gewinne „Weisser Schrecken“ von Thomas Finn (signiert)

https://i0.wp.com/www.piper-fantasy.de/sites/default/files/styles/cover/public/buecher/finn_schrecken.jpgNikolaus Nikolaus komm in unser…

So dürfte es heute quer durch die Republik schallen und ich hoffe Ihr habt alle etwas vom Nikolaus bekommen. Wenn nicht – ist das hier genau das richtig für Euch! Ihr könnte eine signierte Ausgabe von „Weisser Schrecken“ aus der Feder von Thomas Finn gewinnen.

In den letzten Tagen habe ich -> HIER <-  den Roman rezensiert. Und so haben mich die Gehilfen vom Nikolaus gebeten einen von Euch diesen schönen Mysterythriller zu schenken.

Du möchtest der/die Glückliche sein?

Beantworte dafür einfach die folgende Frage und sende eine E-Mail (Beteff: Schrecken) bis zum 08.12.2012 – 18 Uhr mit Deiner Lösung und Deiner Adresse an wuerfelheld [at] arcor [.] de

Frage: Unter welchem Namen ist der düstere Begleiter des Nikolaus in Süddeutschland und Österreich bekannt?

  • a. Krampus
  • b. Beezlebub
  • c. Schmutzli

Weitere Infos:

Weisser Schrecken Trailer

Thomas Finn im Netz

Weisser Schrecken Infoseite

Wiki: Knecht Ruprecht

[Rezi] Der Funke des Chronos

https://i1.wp.com/www.piper-verlag.de/media/9783492266512.jpgAutor: Thomas Finn

Verlag: Piper

Format: kartoniert, 412 Seiten

Erschienen: 2008

ISBN 13: 978-3-492-26651-2

von: Würfelheld

Thomas Finn liefert mit diesem Roman einen Abstecher in die Zeitreise-Thematik ab, wobei das ganze mit Thriller-Elementen gespickt wird. So werden die über vierhundert Seiten mit einem thematisch passenden Cover umhüllt.

Zum Inhalt:

Medizinstudent Tobias, der seine Kindheit im Waisenhaus verbringen musste und dessen Beziehung nun kurz vor Weihnachten in die Brüche gegangen ist, wurde gerade durch seine Nachbarin ein Paket, welches diese dankenswerterweise angenommen hat, übergeben. Diese Päckchen erhält Tobias nun schon einige Jahre, wobei er bis dato nicht herausfinden konnte, wer ihm diese Päckchen zuschickt. Doch dieses Päckchen ist anders, es enthält, so wie es den Anschein macht, Hinweise auf Tobias früheres Leben bzw. seine Herkunft. Dieses zugesandte Geschenk führt Tobias nach einiger Zeit in einen Uhrladen und von dort direkt in ein unerwartetes Abenteuer. Als ihm der Uhrmacher erklären möchte was das ganze mit seinen leiblichen Eltern zu tun hat, betritt ein Unbekannter das Ladenlokal. Kurz darauf kommt es zu Tumult im Ladenlokal. Während dieses Tumults fallen Schüsse und als Tobias seine Gedanken einigermaßen zu ordnen versucht, erklärt ihm der Uhrmacher das er weg muss und das es nur eine Möglichkeit gibt. So wird Tobias in eine Zeitmaschine gesteckt und landet in Biedermeierischen Hamburg des 19. Jahrhunderts, wobei nur auf den ersten Blick, denn es herrscht Hysterie und Chaos. Doch auch hier läuft für Tobias nicht alles rund, den Tobias fällt hier wie ein bunter Hund auf. Schnell wird Tobias wegen seiner Andersartigkeit zum Hauptverdächtigen in einer Mordserie, in der ein bis dato Unbekannter seinen Opfern den Kopf aufschneidet und ein Sekret entnimmt.

Um seine Unschuld zu beweisen, was sich als sehr schwierig erweisen tut, da eine ganze Stadt auf der Jagd nach ihm ist, erhält Tobias unerwartet Hilfe. So trifft er auf Heinrich Heine. Zusammen versucht das ungleiche Paar Tobias Unschuld zu beweisen und tritt dabei einigen unangenehmen Zeitgenossen auf die Füße. Als ob das aber noch alles nicht genug ist, muss dann auch noch die Zeitmaschine gesucht werden, den Tobias möchte in seine Zeit zurück und sich dort der Dinge die auf ihn warten stellen.

Mein Fazit:

Thomas Finn haucht einer geschichtlichen Gegebenheit durch die Verknüpfung mit modernen Elementen und der Thematik Zeitreise neues bzw. erneutes Leben ein. Man hat zur jeder Zeit das Gefühl, das man an der Seite von Tobias durch dessen Leben bzw. mit ihm durch das hanseatische Hamburg des 19. Jahrhunderts zieht. Dabei überrascht einen Thomas Finn immer und immer wieder, den durch die gute Recherche, die einem beim Zug durch Hamburg geboten wird, so trifft man auf historisch nachweislich anwesende Persönlichkeiten, befindet sich das Kopfkino unter Volllast und produziert hervorragende Sinneseindrücke.

Leider wird der Kopfkinofilm durch einige Mehrfachnennung im Text etwas zum stolpern gebracht, so muss ich nicht öfters darüber informiert werden, welche Haarfarbe der Protagonist hat, oder das er Student ist. Und die Zeitmaschinenherkunft wird mir zu kurz abgehandelt. Da steht man schnell vor Fakten. Nichtsdestotrotz haben mich die gebotene Story und die darin befindlichen Details, die Wendungen und der Spannungsbogen gut unterhalten, wobei noch einwenig Luft nach oben ist.

Meine Bewertung:

4,5 von 5 Zeitmaschinen

[Rezi] Weisser Schrecken

https://i0.wp.com/www.piper-verlag.de/media/9783492267595.jpgAutor: Thomas Finn

Verlag: Piper Verlag – Fantasy

Format: broschiert, 492 Seiten

ISBN 13: 978-3-492-26759-5

Preis: 9,95 €

von: Würfelheld

Der mehr als vierhundertneunzig Seiten umfassende Mysterythriller aus der Tastatur von Thomas Finn kommt mit einem auffälligen Cover, welches die broschierten Buchdeckel schmückt daher. Das gezeigte, gefrorene Menschenauge passt thematisch hervorragend und sollte im Buchregal sofort auffallen.

Zum Inhalt:

Wie jedes Jahr fiebert eine kleine Freundesgruppe den Geflogenheiten zum Nikolaustag in ihrem Heimatdorf Prechral, welches in Berchtesgadener Land gelegen ist, entgegen. Unter diese Geflogenheiten fällt auch der traditionelle Lauf am Nikolaustag, welcher in diesem Jahr unter keinem guten Stern zu stehen scheint.

Die fünf Freunde Andreas, Miriam, Robert, Elke und Niklas bekommen es dabei knüppeldick ab. Als die fünf Freunde kurz vor dem Lauf eine junge Mädchenleiche, die unter dem Eis eines zugefrorenen Sees treibt, entdecken und mit Entsetzen feststellen müssen, das diese den Zwillingen Miriam und Elke wie aus dem Gesicht geschnitten ist, ahnt keiner von ihnen welche Mauer des Schweigens auf sie wartet. So wissen die Zwillinge nichts von einer Verwandten, geschweige den von einer toten Verwandten. Die Freunde beschließen, deshalb der Sache auf den Grund zu gehen. Dabei ahnen sie aber nicht welches Geheimnis der Dorfpfarrer vor seiner Gemeinde geheim hält. Die Nachforschungen sorgen aber auch dafür dass eine alte Macht auf den Plan gerufen wird, welche nur auf den richtigen Moment gewartet hat. Dieser scheint nun gekommen zu sein.

Mein Fazit:

Weisser Schrecken vermittelt von Anfang an eine Grundstimmung die hervorragend das Genre Mystery einfängt. Die geschaffene Atmosphäre wird mit fortschreiten des Buches immer bedrohlicher und intensiver. Die Dinge die geschehen kann man sich nicht richtig erklären, lässt diese aber mit Faszination geschehen. Die vielen Legenden, Andeutungen und Geschehnisse sorgen dafür dass man sehr schnell in seinem Kopfkino anfängt zu spekulieren und zu deuten.

Die Detailtiefe einiger Szenen dürfte bei einigen Leser(innen) für einen erhöhten Gänsehautfaktor sorgen, wobei dieses Level des Grusels nicht über das ganze Buch geht. Die eingestreuten Mythen, wie etwa zum Nikolaus und Knecht Ruprecht gefielen mir wirklich gut.

Die Charaktere aus Weisser Schrecken insbesondere die fünf Freunde konnten mich wirklich überzeugen. So baute sich jeder Charakter schnell im Kopfkino auf und seine Handlungen waren nachvollziehbar und verständlich.

So kann ich abschließend sagen, dass mich Thomas Finn mit diesem Werk wirklich sehr überzeugt hat und es sicherlich nicht der letzte Roman ist, den ich von ihm gelesen habe. Auch wenn nicht alle Handlungsstränge zu einhundert Prozent beendet worden sind, so hat man nach Beendigung des Werkes ein positives Gefühl.

Ich kann dieses Buch, gerade zu der anstehenden Jahreszeit jedem ans Herz legen, der zum einen etwas Mystisches aus deutschen Landen lesen möchte.

Meine Bewertung:

Für mich eindeutig 5 von 5 blauen menschlichen Frostaugen!