[Rezension] Munchkin Steampunk (Brettspiel)

Autor: Steve Jackson
Hersteller: Pegasus Spiele
Alter: 12+
Spieldauer: 60-90 Minuten
Anzahl Spieler: 3-6
ISBN: 4-250231706677

von: Moritz

Munchkin klappt immer und Steampunk ist gerade total „in“ – eine Kombination, die gar nichts falsch machen kann.

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[Erschienen] RUHELOS: Ein Ætherwelt Roman

RUHELOSAnja Bagus legt nach! Mit RUHELOS ist nun eine Novelle in der bekannte Ætherwelt erschienen. Das Büchlein ist derzeit als eBook für 3 Euro zu haben. Alternativ kann man auch bei KindleUnlimited zuschlagen.

Klappentext:
Seit die Toten sich aus ihren Gräbern erhoben und zum Dom gezogen sind, ist Köln eine zerrissene Stadt. Nacht für Nacht kreischen und toben die Wiedergänger vor dem Sakralbau – niemand weiß, warum. Tagsüber liegen sie herum und werden von den belebten Wasserspeiern bewacht.

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[Rezension] Ætherresonanz: Ein Annabelle Rosenherz-Roman – Ætherwelt #2 (Hörbuch)

Sprecher: Annette Stall
Autor: Anja Bagus
Verlag: thono audio verlag
Medium: MP3 CD 320knit/s
Spielzeit: 964 Minuten
Erschienen: 2015
ISBN: 978-3943278521

von: Quack-O-Naut

Der erste Teil wusste seiner Zeit schon zu gefallen, somit wars klar das ich meinen Hörwerk den zweiten Teil nicht vorenthalten wollte. Jetzt liegt mir dieser vor und ab ging es in die Ætherwelt.

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[Steampunk] Gewinne einen Soldaten!

Zwischen 1887 und 1895 reiste der britische Kunststudent Miles Vandercroft um die Welt, wobei er die Soldaten der vom ihm besuchten Länder skizzierte und malte. Es war ein Zeitalter dramatischen technologischen Fortschritts, und Vandercroft war fasziniert davon, wie der Aufstieg der Dampftechnologie zu Beginn des amerikanischen Sezessionskonflikts die Kriegsführung und die Rolle der an den Kämpfen Beteiligten verändert hatte.

Dies ist eine komplette Sammlung Vandercrofts überlieferter Zeichnungen. Begleitet werden die Bilder von den dazugehörigen Kommentaren Vandercrofts über die Militäreinheiten, die seinen Weg kreuzten. Es ist ein einzigartiger bebilderter Reiseführer in die letzte Ära der strahlenden, farbenprächtigen Uniformen und zugleich eine wichtige historische Studie über die diversen dampfbetriebenen Bewaffnungen und Ausrüstungen, die ihre Glanzzeit in den Tagen unmittelbar vor dem Großen Krieg der Welten erlebten.

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[Rezension] Eis & Dampf: Eine Steampunk-Anthologie

Herausgeber: Judith und Chtistian Vogt
Verlag:
Feder und Schwert
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 304
Erschienen: 2013
ISBN: 978-3-86762-200-4
Preis: 11,99 Euro

von: Würfelheld

Es ist schon einige Zeit her das die beiden Herausgeber den Roman „Die zerbrochene Puppe“ veröffentlicht haben. Die dort enthaltene Hintergrundwelt, soll durch diese Anthologie einen „Ausbau“ erfahren. Das Besondere an dem Buch ist, das es über Crowdfunding gewuppt wurde. Na dann schauen wir doch mal was die Autoren so geleistet haben …

Klappentext:
Im 9. Jh. n. Chr. ereignete sich in Island eine Serie von Vulkanausbrüchen, die eine Kaltperiode nach sich zog, die Entdeckung Amerikas verhinderte, durch Stürme auf dem Meer die Navigation mit Schiffen erschwerte und Nordeuropa mit Eis überzog. Europa versank in Territorial- und Religionskriegen.

Dampfkraft, Æronautik und Elektrizität läuteten eine umjubelte Periode des wissenschaftlichen Fortschritts ein. Enormer Rohstoffbedarf auf der einen und erschwerte landwirtschaftliche Bedingungen auf der anderen Seite zementierten die Monarchie, die Konflikte der Adelshäuser und die Armut der Arbeiterklasse.

In dieser Steampunk-Dystopie erzählt Eis und Dampf dreizehn sehr unterschiedliche Geschichten von zwölf namhaften Phantastik-Autoren, die die Welt des 2013 mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichneten Romans Die zerbrochene Puppe von Judith und Christian Vogt auf der Suche nach neuen Geschichten bereisten.

Diese durch Crowdfunding finanzierte Kurzgeschichten-Sammlung ist die erste ihrer Art in Deutschland. Dreizehn bisher unveröffentlichte Geschichten von Judith Vogts Der Puppenmacher, die auf den Spuren der beliebten friesischen Luftpiratin Tomke aus Die zerbrochene Puppe wandelt und den Hintergrund der namensgebenden Puppe beleuchtet, über den unheimlichen Bericht über die ersten Shellys bis hin zu Stefan Holzhauers Geschichte Das Ægyptische Axiom: Hochspannung ist garantiert.

Mit Beiträgen von Eevie Demirtel, Torsten Exter, Stefan Holzhauer, Ann-Kathrin Karschnick, Mike Krzywik-Gross, Christian Lange, Henning Mützlitz, Marcus Rauchfuß, Stefan Schweikert, Christian Vogt, Judith Vogt und André Wiesler.

Zum Inhalt:
Wir befinden uns in einer Welt voller Eis, eine Welle des gefrorenen Gutes hat sich von Island aufgemacht, Nordeuropa unter sein Diktat zu legen. Nordafrikas Kornkammern sind mittlerweile zum Hauptlieferanten von Nahrungsmitteln herangewachsen, wohingegen sich die europäischen Königreiche und Stadtstaaten mit der Lieferung von technischen Know-How und Maschinen erkenntlich zeigen.

Nachfolgend möchte ich nur ein paar Storys näher beleuchten.

Den Auftakt macht „Galileo starb zurecht“. Diese Story dreht sich um einen Agenten welcher Asyl sucht, sich aber dann schnell in seinen aktuellen Auftrag wiederfindet. Als er zu Atem kommt, merkt er schnell, das seine Gegenspieler nicht die Alltäglichsten sind.

Wer gerne mehr über friesische Luftpiraten und deren Zeppelin-Enterungskünste erfahren möchte, ist bei „Eiken“ an der richtigen Adresse.

Als junger Mensch hat man noch Träume. In „ Das Auge des Sturms“ träumt ein Mädchen davon, später einmal zu fliegen. Ihre Träumereien sind teils ein Flucht vor den aktuellen Gegebenheiten, teils kleinkindlicher Wahn. Allerdings sind ihre Träume schnell ad acta gelegt, denn sie gerät in die Fänge skrupelloser Wahnsinniger.

Ein neues Antriebskonzept wird getestet und stellt alles bisher Dagewesene auf den Kopf. Jedoch werden beim Testflug die Konstruktionspläne gestohlen. „Japanisch Stille“ zeigt auf wie man den Dieb auf den Spur kommt.

Mein Fazit:
„Eis & Dampf“ bietet steampunkige Unterhaltung und zeigt das der Punk noch lange nicht tot ist und wohl auch in den nächsten Jahren noch einiges zu bieten haben wird.

Die geschaffenen Welt von „Eis & Dampf“ und die aufgezeigte Technik passen hervorragend zusammen und werden hier mit tollen Geschichten ausgeschmückt.

Man findet im Buch, von Action über Krimi bis hin zur Jugendgeschichte eigentlich alles wieder und somit erfreute sich das Leserherz desöftern.

Aber nicht alles ist Sonnenschein, So bringt die Anthologie viele tolle Storys zwischen die Buchdeckel, und die beteiligten Autoren können sich sehen lassen, aber mir gefällt die ein oder anderen Herangehensweise bzw. die Storyumsetzung einfach nicht.

Somit bin ich auf die nächsten Storys aus dem „Eis & Dampf“ Universum gespannt.

Meine Wertung:
4 von 5 Luftschiffe

[Rezension] Empire Engine (Kartenspiel)

as-Empire_Engine_KartenspielAutor: Chris Marling, Matthew Dunstan
Verlag: Pegasus Spiele
Spielerzahl: 2-4
Spieldauer: 20-40 Minuten
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
EAN: 4250231706424

von: Kris

Steampunk regiert im Moment offensichtlich die Brett- und Kartenspielszene. Ideen, die sicherlich auch in ein industrielles Setting des 19. Jahrhunderts oder der Science Fiction gepasst hätten, werden einfach ein bisschen aufgemotzt. Das merkt man durchaus auch „Empire Engine“ an, einer Mischung aus Brett und Kartenspiel.

Spielidee:
Einst beherrschte die Große Maschine vom flüssigen Herzen des Planeten aus Mekannis und sorgte für Frieden und Wohlstand. Doch als die gesamte Welt transformiert und in die Hebelarme und Zahnräder des denkenden Geräts integriert war kam der plötzliche Niedergang. Die Herrscher, überschätzten sich und sorgten für den Tod der großen Maschine.

Seither kämpfen vier Imperien um die Macht und versuchen mit neuen Maschinen die Kontrolle über Mekannis zu gelangen, denn es gibt eine Prophezeiung, dass ein neues Zeitalter des Wohlstandes kommt, wenn es gelingt, die Große Maschine zu ersetzen …

Und genau das ist die Aufgabe der Spieler – sie schlüpfen in die Rolle der Herren des kriegerischen Kestrel Dominion, der plutokratischen Wirtschaftsnation Nova Centralia, dem naturverbundenen sylphanischen Staatenbund und schließlich der Gralsprälatur, die die Prophezeiung besser als alle anderen kennt.

Ausstattung:
Die Ausstattung des Spiels ist einfach, verschiedene und nicht gerade viele Karten und einiges mehr an kleinen, bunten Spielsteinen, die leider auch sehr leicht verloren gehen oder von kleinen Kindern verschluckt werden können. Sie stellen Soldaten (rot), Waren (gelb) und Erfindungen (blau) dar. Der schwarze Stein wird später auf der Rundenkarte platziert.

Dazu kommt eine A6 große und reich bebilderte Spielregel.

Spielregel:
Die Spielregel ist angenehm ausführlich. Das Heftformat macht es leicht in ihr zu blättern und nach Regeln zu suchen. Die Macher nehmen sich Zeit, nicht nur die Elemente vorzustellen, sondern auch Schritt für Schritt zu erläutern, wie das Spiel vor sich geht.

Sie nennen aber auch Tücken, durch die man sich gerade am Anfang nicht entmutigen lassen sollte und bieten sogar Erweiterungsmöglichkeiten an, wenn man mit den optionalen Regeln oder mehr Spielern arbeiten kann. Selbst Teamwork ist in letzterem Fall möglich. Empfohlen wird eine gerade Zahl von Spielern.

Die Erläuterungen sind kurz aber prägnant, immer wieder helfen Beispiele dabei, sie besser nachvollziehen zu können.
Spielablauf:
Jeder Spieler erhält zwei Maschinen eine Linke (L) und eine Rechte (R), dazu zwei Zahnräder, mit der er die Maschinen rotieren kann. Eine Übersichtskarte hilft dabei, sich bei den Spielzügen zu orientieren, so lange die Regeln noch nicht sitzen. Bei der Spielvorbereitung legt der Spieler die Karten nebeneinander und muss sich nun merken, dass links sein Aktionsbereich ist, in den zu Anfang ein roter und ein gelber Spielstein kommen. Rechts von den Maschinen befindet sich sein Wertebereich, in dem er die Steine sammelt, die während der Runden aus dem Spiel gezogen werden. Die Zahnräder werden erst einmal unter die Maschinen gelegt.

Nachdem alles vorbereitet und ein Startspieler bestimmt worden ist, überlegt sich jeder, welche Aktionen er oder sie mit der Maschine als erstes ausführen will. Dann folgt auch schon die Ausführung der Aktion – beginnend mit dem Startspieler.

Die Zahnräder kommen erst ab der zweiten Runde zum Einsatz. Jede weitere Runde besteht nämlich aus einer Planungsphase, in der jeder Spieler seinen Maschinen erst einmal verdeckt ein Zahnrad zuordnet, mit dem er sie rotiert um seine Aktionen entsprechend voraus zu planen. Da er dabei die Aktionen der anderen nicht einsehen kann, muss er sich auf sein strategisches Geschick aber auch Glück verlassen.

Aktionen erlauben den Spielern einmal sich mit Soldaten, Waren und Erfindungen auszurüsten oder Angriffe gegen benachbarte Spieler auszuführen. Wenn diese Glück haben, können diese sich verteidigen, wenn nicht, verlieren sie Waren, Erfindungen oder Waffen. Es ist aber auch möglich, Waren gleich ganz in den Wertungsbereich zu bergen oder exportieren
Sind erst einmal alle Spieler durch, gibt der Startspieler die gleichnamige Karte im Uhrzeigersinn weiter.

Das Spiel endet mit dem Abschluss der letzten Runde. Die Steine im Wertungsbereich sind die einzigen die zählen und stellen Siegpunkte dar. Zusätzliche gibt es für den, der die meisten Steine einer Farbe hat.

Bei den zusätzlichen Regeln kommen auch die besonderen Eigenschaften der Imperien zum Einsatz, die durchaus ihren Reiz haben, genau so wie die Mehr- oder Teamspieler-Option.

Spielspaß:
Empire Engine ist kein aufwendiges, bei dem man erst viele Regeln begreifen und auswendig lernen muss, aber ein durchaus trickreiches Spiel, bei dem man allerdings auch wach sein sollte, um sich genügend zu konzentrieren. Denn hier ist leider man gezwungen nicht nur an die nächste Runde zu denken, sondern auch an die nachfolgenden. Denn das kann unter Umständen spielentscheidend sein.

Obwohl natürlich auch Glück und Geschick eine gewisse Rolle spielen, sollte man vor allem seine Nachbarn im Auge behalten und deren Aktionen in seine eigenen Überlegungen mit einbeziehen. Auch flexibles Umdenken ist gefordert.

Genau das könnte allerdings diejenigen überfordern, die noch nicht so weit vorausdenken können und wollen. Einfach drauflos zu probieren könnte schnell frustrieren, denn Kurzschlussreaktionen und Unaufmerksamkeit enden schnell in einem Debakel, wie auch die Hinweise der Autoren in der Regel andeuten. Deshalb sollte man deren Tipps den Spielern nicht vorenthalten.

Wer dazu bereit ist, konzentriert zu spielen, der wird bei den schnellen Runden sicherlich seinen Spaß haben und irgendwann froh darüber sein, dass das Spiel auch noch optionale Regelerweiterungen hat. Denn durch den immer gleichen Spielablauf kommt unter Umständen schnell Langeweile bei vertrauten Partnern auf.

Da die Vorbereitung und die Runden nicht lange dauern, eignet sich das Kartenspiel gut dafür, kurze Wartezeiten zu überbrücken oder sich erst einmal für einen langen Spieleabend warm zu spielen, so dass man es sich durchaus auch an den Tisch legen kann, wenn man größeres vor hat.

Das Setting selbst spielt in den Runden keine Rolle – nicht einmal das Design ragt sonderlich heraus – so dass die Geschichte selbst nur nachrangig bleibt.

Mein Fazit:
Spieler mit ausgeprägtem strategischen Denken werden sicherlich ihren Spaß an „Empire Engine“ haben. Das Spiel ist dynamisch und schnell, ohne Aufwand vorzubereiten, so dass es sich wunderbar dazu eignet, eine kurze Wartezeit zu überbrücken. Nimmt man es allerdings all zu oft und zu lange mit den gleichen Leuten in die Hand, könnte es durch die simplen Regeln doch schnell langweilig werden.

Meine Wertung:
3 von 5 Maschinen

[Rezension] Das grosse Steampanoptikum: Eine fantastische Reise durch die Welt des deutschen Steampunk

Autoren: Alex Jahnke, Clara Lina Wirz
Verlag: Edition Roter Drache
Format: Gebunden
Seitenzahl: 176 Seiten
Erschienen: 2014
ISBN: 978-3939459880
Preis: 20,00 Euro

von: Würfelheld

Das Buch begrüßt den geneigten Leser, auf seinem Hardcover, mit dem Untertitel „Eine fantastische Reise durch die Welt des deutschen Steampunks“. Also bin ich mal gespannt ob das Panoptikum wirklich eine solche Ausstellung hinbekommt oder ob am Ende nicht doch mehr Fragen als
Antworten übrig sind. Also ab ins
steamige Vergnügen.

Klappentext:
Die Facetten des Steampunks sind so bunt und so vielfältig wie eine Reise in 80 Tagen um die Welt. Clara Lina Wirz und Alex Jahnke stellen in Steampanoptikum die vielen Variationen des deutschsprachigen Steampunks und die Künstler dahinter vor.

Von literarischen Reisen, durchwoben von Aether und Dampf, zu einer Gesellschaft mit guten Manieren; von wahnsinnigen Erfindungen bis zu musikalischen Ausflügen in eine viktorianische Zukunft.

Mit Steampanoptikum wird dem Genre erstmals der visuelle Raum gegeben, den es verdient. Gekonnt werden Sachtexte mit Prosa, Poetik und Bildern vereint, welche dieses Werk zu einem kurzweiligen Lesevergnügen werden lassen.

Zum Inhalt:
Nachdem öffnen des Buchdeckels stößt man auf das Inhaltsverzeichnis, welches einen schön zeigt wohin die Reise in den einzelnen Kapitel gehen wird. So finden wir uns zuerst in einem geschichtlichen Abriss des Genres wieder, welcher in einigen Fragmenten auch sehr detailliert ist und man erfährt einiges an Fakten.

Weiter geht es mit einem Besuch bei den bekannten Machern/Gesichtern des Genres (Maker). Auch hier haut das Panoptikum mit Daten und Fakten um sich.

Anschließend gibt es etwas auf die Ohren! Es wird sich mit dem Soundtrack des Genres beschäftigt. So finden Kapellen wie Aeronautica und Drachenflug den Weg zwischen die Deckel.

Wer sich dann Gedanken über das richtige Erscheinungsbild machen möchte, ist beim Abschnitt „Die Mode“ richtig aufgehoben. Hier finden sich Tipps, Tricks und viele Stoffträume mehr wieder.

Den Abschluss bildet der Einblick in „Filme & Gruppen“. Hier kann man sein Wissensdurst über das Amt für Ætherkunde oder aber Airlords of Airia stillen.

Die einzelnen Abschnitte werden jeweils mit einer Kurzgeschichte garniert und beendet.

Mein Fazit:
„Das Grosse Steampanoptikum“ ist im ersten Augenblick ein unscheinbares Hardcover, welches in allererster Linie durch sein Format auffällt. Wenn man sich dann aber zum Kauf entschlossen hat und somit dem Innenleben einen Schritt näher gekommen ist, sollten man sich gemütlich zurücklehnen und das gebotenen genießen.

Allerdings ist das Steampanoptikum kein Werk welches an einem Tag durchgeackert werden will, sondern eher eines welches in 80 Tagen erlebt werden möchte.

Bei den Kurzgeschichten hoben sich „Erlkönig und „Prudences Regiment“ etwas hervor, aber insgeamt wurden alle ihrer Aufgabe gerecht und unterhielten sehr gut.

So schön das Buch auch mit seinen grafischen und Typo-details ist, mir persönlich erscheint es nicht zuende gedacht, so sollte die Papierwahl überdacht und ein Lesebändchen hinzugefügt werden. Allerdings das wesentliche, der Text, sorgt für etliche Stunden gemütliches Lesevergnügen, auch wenn die enthaltenen Kurzgeschichten nicht alle überzeugten.

Meine Wertung:
4 von 5 Wachsfiguren

[Rezension] Die dunkelbunten Farben des Steampunk

as-DieDunkelbuntenFarbenDesSteampunkHerausgeberin: Grit Richter
Verlag: Art SKript Phantastik
Format: Paperback
Seitenzahl: 280
Erschienen: März 2015
ISBN: 978-3945045022
Preis: 13,80 Euro

von: kris

Steampunk-Anthologien gibt es viele, aber kaum einige sind so phantasiereich gestaltet wie die von Grit Richter und ihrem Art Skript Phantastik-Verlag. Gerade für die neuste Sammlung hat sie sich etwas einfallen lassen, und so ist der Titel „Die dunkelbunten Farben des Steampunk“ auch zugleich Programm. Vierzehn Geschichten von vierzehn Autoren finden sich in der Anthologie, alle beschäftigen sich in irgendeiner Form mit einer ausgewählten Farbe.

Klappentext:
Lassen Sie sich entführen zu den dunkelbunten Seiten der Steampunk-Welten! Zwischen Zeppelinen und Dampfmaschinen schlängeln sich mannigfaltig schattierte Farben durch die Geschichten und wispern den Zahnrädern Geheimnisse zu. Mal äußerst prägnant, mal zurückhaltend dezent erzählen sie von einer retro-futuristischen Welt, die es nie gab, von vergessenen Nuancierungen und verlorenen Träumen. Jede Geschichte erzählt von ihrer eigenen Farbe, die sich selbst in den Buchstaben widerspiegelt und gemeinsam ergeben sie eine Anthologie, die ihres Gleichen sucht.

Zum Inhalt:
„Silberne Augengläser“ werden zum Schlüssel einer Gefahr, die sonst nicht erkannt werden könnte. Aber zunächst einmal macht sich die resolute Miss Peabody auf die Suche nach einem guten Freund und muss sich dabei auch mit Jack the Ripper herumschlagen, ehe sie die Wahrheit herausfindet.
„Rosaroter Dampf“ – woher stammt der? Simon macht sich Sorgen um seinen Freund Adam, der die Nähmaschinentechnik revolutioniert hat, was allerdings einigen Schneidern nicht gefällt. Zu diesen Schwierigkeiten kommt auch noch die Tatsache, dass sich Adam stark verändert hat. Liegt das an seiner neuen Bekanntschaft, die ihm bei den Entwicklungen hilft?
„Rot wie Teufelsatem“ ist eine Droge, die Jonathan Archer nimmt, um den Verlust seiner gesamten Familie ertragen zu können. Doch ist das wirklich die Lösung, oder sollte er vielleicht besser das Hilfsangebot von unbekannter Seite annehmen?
„Helena Roth und die grasgrüne Seide“ führt die Ermittlerin und ihre Freunde in eine geheimnisvolle Stadt, in der dieser seltsame Stoff, hergestellt von den Baumann-Brüdern, die Einheimischen nicht zum Guten verändert. Was haben die beiden wirklich aus Indien mitgebracht. Nur einen Farbstoff?
„Biggels Gespür für Moos“ ist zweifellos sehr ausgeprägt. Der Beagle kommt so nicht nur Leichen auf die Spur, die unter einem Teppich aus Moos versteckt werden, sondern auch einer Intrige, die sich mehr um sein Herrchen zentriert, als ihm lieb sein dürfte.
Alexander Phelan wurde von seinen Adoptiveltern als Baby gefunden, aufgezogen und zu einem Jäger des Übersinnlichen ausgebildet. Doch nun wird „Aconitum Napellus – Dunkelblaues Gift“ zum Auslöser düsterer Ereignisse, an deren Ende eine Verwandlung steht.

Dies sind nur einige der sehr unterschiedlichen Erzählungen, die alle eine bestimmte Farbe im Titel tragen, und – man mag es zunächst nicht glauben – auch genau in diesem Farbton gedruckt sind. Das ganze geht auf eine Idee der Herausgeberin und Verlagsleiterin zurück und macht das Buch schon so zu einem ungewöhnlichen Anblick, der für zusätzliche Stimmung sorgt.
Aber auch die Geschichten selbst können sich sehen lassen. Natürlich finden sich überall die Elemente, die das Steampunk-Setting glaubwürdig machen – Dampfmaschinen aller Art und Luftschiffe, das moralische Selbstverständnis und den Zukunftsglauben der viktorianischen und wilhelminischem Gesellschaft und der Umgang mit den unteren Klassen, bzw. nichteuropäischen Völkern.
Die Erzählungen selbst sind bunt durchmischt – es gibt klar gestaltete Abenteuer, in denen die Helden sich mit uralten Feinden und intriganten, nicht immer ganz menschlichen Gegnern herumschlagen müssen, verzwickte Kriminalgeschichten, aber auch melancholische Augenblicke, die sich ganz auf das Schicksal einer Figur konzentrieren, oder gar handfeste Action mit einem nicht zu verachtenden Anteil an Horrormomenten. Mehrfach lassen auch die Gestalten und der Mythos, den H. P. Lovecraft entwickelt hat, grüßen.
So liest sich keine der Geschichten wie die andere – mehr als sonst haben auch Frauen einen wichtigen Anteil an der Handlung und sind nicht nur schmückendes Beiwerk, was vielleicht auch daran liegt, das die Hälfte der Autoren weiblich ist.
Bei allen stimmt die Atmosphäre, man fühlt sich wirklich in die Zeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts versetzt und so die Stadtansichten und Kostüme im Kopf.
Letztendlich kann jeder Leser seine Favoriten herauspicken und dennoch rundum zufrieden sein, denn keine der Geschichten ist qualitativ schlechter als die andere. Jeder Autor hat seine Ideen glaubwürdig und lebendig vermittelt, auch die angesprochenen Themen sind nicht das, was man sonst immer zu lesen bekommt, sondern ragen aus der Masse heraus.

Mein Fazit:
„Die dunkelbunten Farben des Steampunk“ ist damit nicht nur optisch eine ungewöhnliche Anthologie, auch inhaltlich ragt sie aus der Masse gleichartiger Titel heraus. Wer gerade Freude an dem Thema hat und verzweifelt Lesestoff sucht, den er nicht schon dutzende Male in anderen Sammlungen genossen hat, der sollte zugreifen, denn hier findet er nicht nur stimmungsvolle sondern auch abwechslungsreiche Geschichten, die an Spannung nichts vermissen lassen. Zugreifen lohnt sich!

Meine Wertung:
4,5 von 5 Farbeimer

[Rezi] Steampunk Akte Deutschland

Verlag: Art Skript Phantastik

Format: Taschenbuch, 224 Seiten

Erschienen: Juli 2014

ISBN 13: 978-3945045008

von: Würfelheld

Es ist mal wieder an der Zeit sich einer Anthologie zu widmen. Dieses mal aus dem Steampunk Genre. Steampunk Akte Deutschland enthält 15 Kurzgeschichten, die hier vom Archivar als Akten geführt und die durch einen Wechsel an einer Organisationsspitze nun der Öffentlich zugänglich gemacht werden.

Werfen wir aber nun einen kleinen Blick auf die einzelnen Akten.

Zum Inhalt:

Den Anfang macht Der mechanische Mann. Gefreiter Hasenkamp, ein Soldat der königlichen Armee wird auf dem Schlachtfeld von einem seiner französischen Gegner verletzt und verfällt ins Koma. Als er wieder erwacht hat sich vieles in seinem Leben verändert. Er ist teils Mensch, teils Mechanik und er befindet sich an Bord eines Luftschiffes, welches sich auf den Weg nach Berlin befindet. Dort soll Hasenkamp auf Bismarck persönlich treffen. Somit wird das Leben kurios.

Was passieren kann, wenn ein junger Mann einer jungen Bastlerin und Ladenbesitzerin imponieren möchte, erfährt man in Die Geister, die ich rief. Eine Geschichte die in Mainz angesiedelt ist und rund um den Dom ihren Handlungsverlauf hat.

Erasmus Emmerich & der Messing Türknauf versetzen uns zurück nach Berlin. Emmerich seines Zeichens geschworener Detektiv, wird durch besagten Türknauf auf eine „Geist“-reiche Angelegenheit aufmerksam und muss Nachttrolle neu beurteilen.

Wilhelm Proterius (Proterius Konservendose) ist absolut nicht über die neusten Nachrichten aus England, von seinen Konkurrenten, erfreut und ärgert sich über die ihm auferlegten Regelungen der Kleinstaaterei. Um sich aber seines Ärger zu entledigen verbringt er Nacht um Nacht an und mit seiner neuen Errungenschaft.

Harkon Christobal der Protagonist aus Seelenverzerrer, der Augsburger Obrigkeit angehörig, führt uns in die dunklen Seiten seines Stadtviertels ein. Allerdings machen wir mit dieser Story einen Sprung ans Ende des 21. Jahrhunderts, jedoch steamig-passend.

Wolfsjäger in Castrop Rauxel braucht man nicht, sagt ihr. Dann fragt mal Pascal, seines Zeichens genau dieses. Was Pascal eines Nachts auf einer Jagd widerfährt findet man in Akte 6.

Die Tücken der Technik führt uns nach Hamburg und zeigt was verzweifelte Mechaniker alles tun bzw. zu was diese alles fähig sind, um ihre angenommenen Aufträge zu erfüllen. Und nebenbei geht’s ums gute Geld.

Die nächste Akte namens Archibald Leach und der Plan des Kaisers, bringen Leach und Karl May in Dresden zusammen, welche einem geheimnisvollen Zug aufs Korn nehmen wollen. Dieser Zug reist quer durch die Republik und sorgt für Merkwürdigkeiten.

Der Geist in der Maschine zeigt eine Erfindung, nein, die Erfindung welche das Kaiserreich verändern wird, denn sie kann eindeutig zwischen Gut und Böse unterscheiden und so für Gerechtigkeit sorgen.

Was ein liebender Vater alles bereit ist zu tun damit seine Tochter am Leben bleibt, erfährt man in Der Plan des Grafen von B. . Dabei geht es in die Künstlerszene von Berlin ums Jahr 1870.

Bei Der Wunsch wird eine geheime Grabung an einer alten baufälligen Friedhofskirche durchgeführt. Die Grabung ist erfolgreich und das Gesuchte wird geborgen. Allerdings bringt das Gefundene den Tod, Rätsel und Wünsche mit sich.

Wozu eine junge Frau aus Liebe und Familiensinn in der Lage ist erfahren wir in der nächsten Akte, Das einfallsreiche Fräulein Helena Ruth. Aber auch wenn sie einfallsreich ist, ist sie bei ihrem mächtigen Gegenspieler auf Hilfe angewiesen, auf nicht alltägliche Hilfe.

Ingenieur Rudolph Fentz hat sich die StaSt mehr oder mindern zum Feind gemacht und landet so in Haft. Dort erwartet er alles, aber es kommt ganz anders. Er wird im Verhör überrascht, denn es geht nicht um Landesverrat, sondern um seine Erfindung. Die Erfindung die die derzeitige Krise abwenden könnte, was vielen Parteien nicht gefallen dürfte. Der Mann in schwarz überrascht Fentz mit seinem Wissen über seine Erfindung.

Kriminalkommissar Falk ermittelt im Hannoverischen Industriemilieu, aber das nicht nur einmal, denn ihn schlägt es immer wieder zu einer Adresse zurück. Warum das so ist erfahren wir in Der Parasiteur.

Die letzte Akte dieser Sammlung trägt den Namen Der Gehilfe des Puppenmachers. Wilhelm Ehrhaben hat vor zwei Jahren das Puppengeschäft seines verstorbenen Vaters übernommen und versucht seither, ohne Erfolg, an die Qualität seines Vaters anzuknüpfen. Als eines Tages ein getarntes Wesen seinen Laden betritt, wittert Wilhelm seine Chance. Schnell wird es versklavt.

Akten-Übersicht im Detail:

01 Detlev Klewer: Der mechanische Mann
02 Corinna Schattauer: Die Geister, die ich rief
03 Katharina Fiona Bode: Erasmus Emmerich und der Messing-Türknauf
04 Daniel Huster: Proterius‘ Konservendose
05 Daniela Herbst: Seelenverzehrer
06 Kim Christine Wiefelspütz: Wolfsjäger
07 Dennis Frey: Die Tücken der Technik
08 Markus Cremer: Archibald Leach und der Plan des Kaisers
09 Marion Fischl: Der Geist in der Maschine
10 Adrian Sommerfeldt: Der Plan des Grafen von B.
11 Ashley Kalandur: Der Wunsch
12 Isabelle Wallat: Das einfallsreiche Fräulein Helena Roth
13 Fabian Dombrowski: Der Mann in Schwarz
14 Andrea Bienek: Der Parasiteur
15 Daniel Schlegel: Der Gehilfe des Puppenmachers

Mein Fazit:

Der Art Skript Phantastik Verlag hat gerufen und fünfzehn Autoren haben sich eingefunden den gebotenen Platz zwischen diesen beiden Buchdeckeln mit ihren steampunkigen Geschichten zu füllen. Dieses gelingt ihnen auf sehr unterhaltsame Weise, welche eine schöne Atmosphäre ins Kopfkino zaubert.

Die Protagonisten zeichnen sich alle hervorragend auf der Kopfkinoleinwand ab und schaffen es den Leser mit auf ihre Erlebnisreise zu nehmen. Die realgeschichtlichen Persönlichkeiten bringen die entsprechende Würze in die Storys.

Auch die kleinen feinen Ideen die über den Buchblock verteilt sind, verleihen selbigen einen steamigen Anstrich und wissen zu gefallen.

Leider wird es mit Untoten Kroppzeugs aus meiner Sicht ein wenig zu sehr übertrieben, was mir das Steampunk Gefühl etwas geraubt hat.

Alles in allen kann man diese Steampunk-Anthologie guten Gewissens empfehlen und es freut mich sehr dass der deutscher Steampunk hiermit ein weiteres gelungenes Werk erhält. Es bleibt zu hoffen das es nicht das letzte gelungen Steampunk-Werk aus dem Art Skript Phantastik Verlag bleibt.

Meine Wertung:

4,5 von 5 Gaslichter