[Interview] Oberzombie Gregor Theado über GROUND ASSAULT und mehr

Hallo Gregor,

vielen Dank das Du die Zeit für das Interview freischaufeln konntest.

Gregor Theado: Mache ich doch gerne und vielmehr bin ich der, der sich bedanken muss. Wir können derzeit jede Unterstützung für unser aktuelles Projekt „GROUND ASSAULT“ gebrauchen.

Würfelheld: Könntest Du Dich bitte zuerst einmal den LeserInnen vorstellen.

Gregor Theado: Nun, ich bin bereits seit Jahren Fan von Brett-, Gesellschafts- und Rollenspielen, hauptsächlich auch wegen des faszinierenden fantastischen Backgrounds der meisten Spiele. Das fing irgendwann mal, wie bei so vielen, mit DSA an, ging dann über in den Miniaturenbereich usw. Die Idee, Spiele zu erfinden, kam eher beiläufig. Aber wenn der Funke zündet, muss man ihm eben nachgehen. Würde mich insgesamt als recht kreativ bezeichnen, habe Jahre lang Musik gemacht (und mache noch immer) und da sind die Übergänge sogar teilweise fließend. Mein Interesse an Musik, Kunst und Fantastischem hat auch mein reales Leben beeinflusst. Dort bin ich selbständiger Anwalt und zwar im Bereich Medien-, IT- und Urheberrecht, wo ich ebenfalls mit vielen Kreativen wie Autoren, Grafikern, Designern und sogar anderen Spieleautoren zu tun habe.

Würfelheld: Du bist ja der Verantwortliche hinter Zombie Spiele. Was steckt hinter den Zombies?

Gregor Theado: Zombie Spiele ist im Wesentlichen eine Art Label, unter dem ich vor ein paar Jahren begonnen hatte, meine eigenen Spielideen umzusetzen und der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ich habe dann im Laufe der Jahre viele Leute kennen und schätzen gelernt, die mich bei den Spielen unterstützen, etwa durch Testspiele und Feedback, Zeichnungen, Lektorat usw., und die sich dadurch einen festen Platz bei Zombie Spiele geschaffen haben. Da Zombie Spiele ein nicht kommerzielles, hobbymäßiges Unterfangen ist, hilft jeder mit, so gut er kann und gerade Lust und Zeit hat.

Würfelheld: Wie ist Zombie Spiele entstanden und mit welchem Ziel?

Gregor Theado: Wenn ich daheim ins Bastelregal schaue, liegen dort noch Entwürfe für ein halbes Dutzend weiterer Spiele, von Karten- über Brettspiele bis hin zu Rollenspielen, die auf ihre Fertigstellung warten. Aus Gründen der „corporate identity“ dachte ich mir damals, sei es eine gute Idee, eine einheitliche Plattform zu schaffen, unter der die Spiele dann nach und nach das Licht der Welt erblicken können. Ziel von Zombie Spiele ist es weiterhin, die jeweiligen Spiele so gut es geht dem interessierten Publikum bekannt zu machen. Wenn sich dann Verlage finden ließen, die die Spiele professionell in mittlerer bis größerer Auflage herstellen und vertreiben wollen, wäre das natürlich spitze. Ansonsten ist meine Devise aber, jedes Spiel, sofern es das Spielmaterial erlaubt, als kostenlose Downloadversion auf unserer Website anzubieten. Geld will ich mit den Spielen nicht verdienen.

Würfelheld: Welche Spiele habt Ihr zur Zeit im Sortiment?

Gregor Theado: Da wäre zum einen ODDWORLDS, unser erstes veröffentlichtes Brettspiel. Bei diesem Spiel für Jung und Alt können bis zu vier Spieler jeweils mit einem eigenen Team aus diversen witzigen Figuren versuchen, die Herrschaft zu erlangen. Das gelingt wahlweise, indem man entweder die gegnerischen Figuren einfach kaputt haut oder man durch den geschickten Einsatz der vielzähligen Fähigkeiten richtig taktiert. Neben der schönen Optik bietet ODDWORLDS langen Spielspaß durch die vielen unterschiedlichen Figuren (30 Stück insgesamt) und die damit einhergehenden unzähligen Kombinationsmöglichkeiten. Wir haben das Spiel zunächst in einer ersten kleinen Auflage hergestellt und wollen demnächst eine zweite starten.

Ein weiteres Spiel, das im selben Universum wie unser aktuelles Projekt GROUND ASSAULT spielt, ist TASK FORCE. Dabei handelt es sich um ein Tabletop mit rollenspielerischen Elementen. Die Spieler schlüpfen in die Rolle eines Sonderkommandos und müssen vor allem Geiseln befreien, Terroristen gefangen nehmen oder sonst wie unschädlich machen. Im Gegensatz zu einem klassischen Tabletop spielt man TASK FORCE allerdings ohne Gelände; statt dessen gibt es einen Spielleiter, der die Spieler durch die Mission „moderiert“ und die jeweilige Umgebung (bzw. nur das, was die Spieler nämlich auch wahrnehmen und sehen) auf einem Spielplan aufzeichnet. Der Vorteil liegt darin, dass man sehr frei ist und enorm spannende Momente schaffen kann. Leider ist TASK FORCE irgendwie in der Beta-Phase stecken geblieben und bedarf einer Rundum-Generalüberholung, welche wir allerdings für Ende nächsten Jahres ins Auge gefasst haben..

Würfelheld: Ich bin ja über Startnext.de und Euer dortiges Projekt GROUND ASSAULT auf Euch aufmerksam geworden. Was ist GROUND ASSAULT?

Gregor Theado: GROUND ASSAULT ist es taktisches Brettspiel, bei welchem man Bodenschlachten mit futuristischen Armeen bestreitet. Gespielt wird mit Einheiten in Form von Papp-Countern auf einem Hexagon-Spielplan, was es uns ermöglicht, auf Maßbänder, komplizierte Sichtlinienmessung usw. zu verzichten. Das Spiel stellt eine Art Bindeglied zwischen Tabletop und Brettspiel dar und ermöglicht einen schnellen Spieleinstieg. Dadurch, dass auf den Einheiten-Countern alle spielrelevanten Werte in übersichtlicher Form aufgedruckt sind, muss man so gut wie nie während des Spiels einen Blick ins Regelheft werfen. Bei dem Befehls- und Kampfsystem wurde darauf geachtet, dass die Spieler immer abwechselnd an der Reihe sind, sodass es gar keine langweiligen Pausen gibt. Das Spiel kann extrem taktisch gespielt werden; durch den Faktor Würfel ist allerdings auch das Glücksmoment nicht zu unterschätzen, sodass das Spiel letztlich beides vereint.

Würfelheld: Wie ist es zu der Entscheidung gekommen, GROUND ASSAULT als Crowdfunding Projekt über Startnext.de zu starten?

Gregor Theado: GROUND ASSAULT wird bereits in der aktuellen Version kostenlos auf unserer Website angeboten und so wird dies auch weiterhin geschehen. Da ich keine Gewinne über Verkäufe erziele, sondern wenn überhaupt, immer nur auf Eigenkostendeckung bei den Spielen arbeite, finanziere ich jedes Projekt aus meinem Privatvermögen. Während mich das Austüfteln, Denken und Schreiben nur meine Freizeit kostet, muss ich für Grafiken auf die Künste Anderer zurückgreifen und gute Grafiker kosten nun mal Geld. Wenn ich eines gelernt habe, dann dass man gute Leistungen in der Regel nur dann erhält (und dann aber auch erwarten darf), wenn man die Leute anständig dafür entlohnt. Die Entscheidung zu einer Crowdfunding-Kampagne auf startnext.de war die logische Folge, dass ich für die geplanten Grafikumsetzungen einiges an Geldmitteln aufbringen müsste, was meinen privaten Geldbeutel einfach überfordert. Dass die Wahl konkret auf die Plattform startnext.de fiel, lag daran, dass es ein deutsches Portal ist, es mir gut gefallen hat und die Kathy Schad dort erfolgreich ihr fate2go Projekt realisiert hat – was übrigens wirklich gelungen ist.

Würfelheld: Wie weit ist das Projekt fortgeschritten?

Gregor Theado: Das startnext.de Projekt befindet sich derzeit bei knapp 20% der Finanzierungssumme. Wir haben noch bis Weihnachten Zeit, um das Ziel zu erreichen und ich bin dafür auch optimistisch. In den nächsten Wochen werden noch einige geniale Grafiken dank meiner Zeichner, die uns hier sehr entgegen kommen, online gehen. Darunter auch eine erste Cover-Grafik von Kai Lim, die sicherlich Eindruck machen wird. Auch stehen noch einige Cons aus, die ich besuchen werde, und ich denke und hoffe, wir werden vor allem im Dezember noch viele Supporter erreichen.

Das Spiel selbst ist übrigens regeltechnisch fertig. Zwei der insgesamt vier spielbaren Fraktionen sind auch bereits fertig ausbalanciert, die dritte Fraktion so gut wie und die vierte gerade in der Testphase.

Würfelheld: Habt Ihr GROUND ASSAULT schon Aussenstehenden, wie etwa auf Rollenspielcons präsentiert und wie war die Resonanz?

Gregor Theado: Ja, das haben wir! Wir waren z.B. auf der Auryn-Con in Böblingen und ich war gerade letztes Wochenende auf der DraCon in Mainz und habe dort Demo Runden angeboten. Das Feedback ist immer sehr gut gewesen und das ist gerade der Punkt, der uns darin bestärkt, weiterzumachen. Wäre das Projekt bereits vor Monaten nicht gut angekommen, hätten wir es eingestampft oder grundlegend überarbeitet – man muss die Leute ja nicht mit etwas nerven, wenn es niemand mag oder weil es schon hundert Mal dagewesen ist. Aber die Resonanz zu GROUND ASSAULT war durchweg positiv, weswegen ich mich dann auch dazu entschlossen hatte, den Versuch eines Crowdfundings zu starten.

Würfelheld: Und dann die vielleicht schwierigste Frage, wenn man sein Projekt über Startnext.de versucht zu realisieren. Was passiert wenn es nicht klappt und nicht genügend Leute Euch ihr Vertrauen schenken?

Gregor Theado: Wenn das Crowdfunding nicht erfolgreich sein sollte, wird das keinesfalls das Ende des Projekts GROUND ASSAULT bedeuten. Nur eben wird sich dann die optische Aufbereitung lange Zeit verzögern, weil jede schöne Grafik eben ihren finanziellen Tribut fordert. Auch müssen wir dann auf die schönen Gimmicks verzichten, die wir uns für die Supporter ausgedacht haben. Poster mit dem zukünftigen Cover-Motiv oder der Sternkarte des Space Vagabonds Universums, Aufnäher, Aufkleber usw. wird es dann leider nicht geben.

Würfelheld: Am Ende jeder Interviews gibt es bei mir fünf schnelle Fragen, mit der Bitte um kurze knappe Antworten.

Gregor Theado: Ich bin bereit, leg los!

Würfelheld: Welches ist Dein Lieblingsbrettspiel/TableTop?

Gregor Theado: Ich zocke seit Jahren immer wieder gerne eine Runde klassisches Siedler oder Carcassonne mit ein paar guten Freunden, weil man sich da bestens battlen kann.

Würfelheld: Was gehört unbedingt zum Brettspielen/Tabletoppen dazu?

Gregor Theado: Currywurst (oder was adäquates) und was leckeres zu trinken, am besten Cola

Würfelheld: Welches Brettspiel/Tabletop wirst Du Dir als nächstes kaufen?

Gregor Theado: Wenn es mich überzeugt, Dropzone Commander. Außerdem wollte ich noch in MERCS reinschnuppern.

Würfelheld: Was spielst Du überhaupt nicht gerne?

Gregor Theado: Spiele bei denen es so viel Material gibt, dass ich erst einmal eine Stunde alles sortieren und stapeln muss und bei dem ich förmlich rieche, dass es bloß als cross-marketing tool für anderes (Filme, Videospiele) auf den Markt geworfen wurde.

Würfelheld: Kartenspiele sind für Dich?

Gregor Theado: Ambivalent. Man findet darunter welche der besten und welche der absolut ödesten Spiele.

Würfelheld: Vielen Dank das Du Dir die Zeit genommen hast und ich hoffe Du hattest ein wenig Spaß dabei, ich hatte Ihn. So die letzten Worte gehören Dir.

Gregor Theado: Nochmals danke für das Interview und ich wünsche mir für das Projekt und die Supporter, die wir bereits gewinnen konnten, dass wir auf startnext.de unser Ziel erreichen und das Spiel wie geplant umsetzen können. Mögen noch viele Unterstützer folgen! In diesem Sinne: Meldet Euch noch heute zu den kolonialen Streitkräften!

WEITERE INFOS:

GROUND ASSAULT DOWNLOADS

Zombie Spiele Verlag Homepage

GROUND ASSAULT bei Startnext.de

Gregor Theado im Interview bei Dorp TV (Spiel 2012)

[Interview] Kathy Schad über Fate 2 Go und mehr

Hallo Kathy,

vielen Dank das Du Dir die Zeit genommen hast, mir Rede und Antwort zu stehen.

Kathy Schad: Immer gerne!

Würfelheld: Würdest Du Dich bitte zuerst einmal vorstellen, so dass die LeserInnen wissen wer Du bist.

Kathy Schad: Ich bin Kathy Schad, Grafik-Designerin und Illustratorin, komme aus Nürnberg und mache gerne schöne Rollenspiele. Nachdem ich viele Jahre für RedBrick an Earthdawn und Fading Suns gearbeitet habe, bin ich jetzt Art Director bei ProIndie bzw. Vagrant Workshop. Ich bin ein großer Fan von Indie-Spielen und versuche, die deutsche Indie-Rollenspielszene zu unterstützen, wo es nur geht.

Würfelheld: Vielen dürftest Du ja durch den Kickstarter-Projekt „FateToGo“ welches ja erfolgreich bei Startnext.de über die Bühne gegangen ist, bekannt sein. Wie bist Du auf die Idee zu diesem Projekt gekommen?

Kathy Schad: Das war auf einem der letzten Tanelorn-Forentreffen. Wir spielten ein paar Runden mit The Pool von James V. West, einem sehr schlanken und regelarmen Erzählspiel. Aber es funktionierte nicht so recht, wie wir uns das gewünscht hätten, und ließ uns zeitweise sogar ziemlich im Stich.

Zu der Zeit war auch das Dresden Files Rollenspiel erschienen, und wir arbeiteten parallel an der Übersetzung von FreeFate. Ich dachte mir: Es wäre schön, ein kompaktes Spielsystem zu haben, das die erzählerischen Stärken von Fate betont und Spieler nicht mit zu vielen Detailregeln belastet. Etwas, womit man auf Cons oder bei Oneshots gleich loslegen kann, was einem ein verbindliches Regelgerüst bietet, aber nicht im Weg steht. Sowohl DresdenFiles als auch FreeFate waren mir zu umfangreich, also hab ich alles weggeschnitten, was ich als hinderlich empfand. Am Ende kam dann FateToGo raus.

Würfelheld: Wieso viel Deine Wahl auf Fate?

Kathy Schad: Ich schätze die einfachen Grundmechaniken von Fate, und seinen erzählorientierten Ansatz. Es ist sehr vielfältig und lässt sich auf etliche Spielweisen anpassen, ohne sich verbiegen zu müssen. Trotzdem bietet es genügend Raum, in dem sich die Spieler entfalten und ins Spiel einbringen können. Diese Kombination gefällt mir sehr.

Würfelheld: Könntest Du uns ein wenig mehr zu der Zeit erzählen als „FateToGo“ in der Finanzierungsphase war?

Kathy Schad: Das war ziemlich aufregend, muss ich sagen. Als ich das Projekt gestartet habe, war ja zunächst nur der Text des Spielerteils fertig. Während der Finanzierungsphase habe ich den Spielleiterteil geschrieben und mich um Layout und Illustration der Bücher gekümmert. Parallel muss man natürlich auch recht viel Zeit dafür einplanen, Projektupdates zu schreiben und Fragen zu beantworten. Die Supporter freuen sich ja, wenn sie sehen, dass das Projekt vorangeht, also habe ich wann immer möglich den Fortschritt dokumentiert, entweder über das Blog auf Startnext oder durch Preview-Bilder auf der Homepage.

Dass fast jeden Tag der Finanzierungspool für FateToGo anstieg, war das natürlich auch eine riesige Motivationsquelle. Man sieht plötzlich hautnah, dass sich Leute für das interessieren, was man macht, und dafür auch Geld ausgeben wollen. Das ist ein tolles Gefühl.

Würfelheld: Was kam an Arbeit nach der Finanzierungsphase auf Dich zu und hattest Du damit gerechnet?

Kathy Schad: Ich habe ja durch meine tägliche Arbeit glücklicherweise schon einige Erfahrung, was die Produktion von Printprodukten angeht. Trotzdem war die Zeit nach der Finanzierungsphase ganz schön stressig! Es mussten sehr viele Dinge parallel und in relativ kurzer Zeit laufen: Die Produktion der Bücher, Fahrpläne und Abreißblöcke, die Organisation der Zusatzprodukte wie z.B. der Fudge-Würfel oder der Bleistifte, und natürlich die Steelcases selbst. Auch die Zusammenstellung der fertigen Boxen war nicht ohne: Ich hatte aber zum Glück treue Helfer, die einige Abende mit mir verbrachten, die Spielelemente zu sortieren, zu bekleben, einzutüten und zusammenzupacken. Nochmal vielen Dank an dieser Stelle!

Würfelheld: Standest Du während der Entwicklung mal vor einem Problem was fast unlösbar erschienen?

Kathy Schad: Nein. Klar, man lernt viele Dinge dazu, wenn es zu Problemen kommt. Aber unlösbar war nichts.

Würfelheld: „FateToGo“ ist ja nun schon einige Tage bei den Unterstützern bzw. auch in dem ein oder anderen Online-Shop erhältlich. Wie war das Feedback?

Kathy Schad: Recht gut, würde ich sagen. Die Probe- und Con-Runden, von denen ich bislang gehört habe, verliefen wohl alle sehr gut: Das Spiel macht, was es soll.

Würfelheld: Gab es konstruktive Kritik?

Kathy Schad: Klar, jede Menge, wenngleich weniger nach Erscheinen der Bücher. Ich habe FateToGo ja möglichst nahe am Zielpublikum entwickelt, und immer wieder Zwischenstände im Tanelorn-Forum oder an interessierte Playtester rausgegeben. Was von dort an Feedback kam, habe ich nach Möglichkeit gleich ins Spiel einfließen lassen.

Würfelheld: Hast Du ein weiteres „FateToGo“ Produkt geplant bzw. was ist als nächstes geplant?

Kathy Schad: Ich würde ganz gerne einige Settings und Kurzszenarien für FateToGo machen, aber ein fixes Erscheinungsdatum habe ich dafür noch nicht angepeilt. Außerdem gibt es auch noch ein paar Dinge, die es nicht mehr in FateToGo geschafft haben, Sonderregeln, alternative Mechaniken etc. Das werde ich vielleicht in Zukunft noch in einem Nachfolgeband zusammenstellen. Fate entwickelt sich ja ständig weiter, und das werde ich auch für FateToGo berücksichtigen.

Würfelheld: Abseits von „FateToGo“ bist Du ja auch als Illustratorin bekannt. Was dürfen wir da in naher Zukunft von Dir erwarten?

Kathy Schad: Oh, ich hab schon wieder einiges auf meinem To-Do-Stapel. Als nächstes erscheint Itras By in der englischen Version, dafür habe ich einige Illustrationen gemacht. Dann steht Danger Zone von Frank Tarcikowski an, und natürlich Equinox, das bei Vagrant Workshop erscheinen wird. Und dann habe ich noch so ein kleines privates Projekt, um das ich mich endlich mal kümmern muss. Ein Setting für FateToGo, das vor dem Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges spielt, angereichert mit Elementen aus dem deutschen und slavischen Märchenschatz.

Würfelheld: So kommen wir zu den fünf Kurzfragen mit der Bitte um kurze Antworten.

Kathy Schad: Alles klar.

Würfelheld: Wer ist Dein zeichnerisches Vorbild?

Kathy Schad: Habe ich eigentlich kein spezielles. Ich mag den Stil von sehr vielen zeitgenössischen und klassischen Illustratoren, und will mich da nicht festlegen.

Würfelheld: Zeichnen ist für Dich?

Kathy Schad: Lebensnotwendig.

Würfelheld: Was verbindest Du mit Rollenspielen?

Kathy Schad: Viel Schmerz und Leid. 😀 Nein, es ist mein Lieblingshobby – natürlich machen mir Rollenspiele große Freude, wenngleich nicht immer alles rund läuft.

Würfelheld: Dein liebstes Rollenspielprodukt neben „FateToGo“?

Kathy Schad: Fading Suns, aber hauptsächlich wegen des Settings.

Würfelheld: Worauf kannst Du beim lesen nicht verzichten?

Kathy Schad: Ha, das ist eine schwierige Frage. Ich lese eigentlich nicht – ich bevorzuge Hörbücher. Die haben nämlich den Vorteil, dass man nebenher noch was anderes tun kann. Zeichnen zum Beispiel, oder Rollenspiele layouten. 😉

Würfelheld: So damit hast Du das Interview geschafft. Ich hoffe es hat Dir Spaß gemacht? Und so bleibt mir nur noch Dir die letzten Worte zu überlassen.

Kathy Schad: Vielen Dank, und viel Spaß mit FateToGo!

WEITERE INFOS:

FateToGo Website

Erhättlich:

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