[Hörbuch-Rezension] So Rot wie Blut

1. April 2015

Autor: Salla Simukka
Sprecher: Nina Petri
Verlag: Hörcompany
Format: Audiobook (5 CDs)
Länge: 375 Minuten
ISBN: 978-3-942587-82-2
Preis: 19,95 €

von: Quak-O-Naut

Nachdem ich sehr viele Science-Fiction und Fanatsy Hörspiele/-bücher gehört habe, war es höchste Eisenbahn mal ein anderes Genre auf die Lauschlappen loszulassen nämlich einen Krimi. Was mich da wohl erwartet hat und wie sich das angefühlt hat, erfahrt hier nun. Los geht es.

Klappentext:
Als Einzelgängerin hält sie sich aus allem raus – bis Lumikki die tropfnassen Geldscheine auf der Wäscheleine entdeckt und in eine gefährliche Geschichte hineingezogen wird. Was für ihre Mitschüler als dummer Streich begann, entwickelt sich schnell zu einer Hetzjagd auf Leben und Tod. Die 17-Jährige muss sich im gnadenlosen Drogengeschäft zurechtfinden, in dem nur eine Währung zählt: Blut. Wem kann sie noch trauen?

Zum Inhalt:
Lumikki ist eine vernünftige aber sehr introvertierte Person, die gerne für sich ist. So ist es auch kein Problem für sie, als ihre Eltern sie alleine zu Hause lassen während diese in Urlaub fahren.

Während ihre Mitschüler gerne zu Partys gehen, in Cliquen auf dem Schulhof abhängen und sich dem typischen Klatsch und Tratsch hingeben, zieht sich Lumikki lieber an ihren Lieblingsort, der Dunkelkammer der Schule, zurück. Als sie mal wieder einen Abstecher in die Dunkelkammer macht, findet sie dort, auf der Leine zum trocknen aufgehängt, blutbefleckte Geldscheine. Zuerst kann sie das ganze nicht ganz zuordnen und reagiert nicht weiter darauf. Sie geht zur nächsten Unterrichtsstunde um erst einmal über das gesehene gründlich nachzudenken. Als sie nach dem Unterricht noch einmal die Dunkelkammer aufsucht um sich zu vergewissern das ihr ihre Augen keinen Streich gespielt haben, muss sie feststellen, dass die Geldscheine nicht mehr da sind. Schnell wird ihr klar, dass der Sohn des Direktors, Tuka, den sie unmittelbar vor der Dunkelkammer gesehen hat, die Scheine an sich genommen haben muss, zumal er einen Rucksack bei sich hatte und er doch sonst nie einen Rucksack benutzte.

Schnell entschlossen nimmt sie die Verfolgung auf um herauszufinden was es mit dem Geld auf sich hat, nicht wissen das sie sich mit dieser Entscheidung in Gefahr bringt, denn schnell wird das merkwürdige Abenteuer zu einer Hetzjagd in der nicht nur ihr Leben in Gefahr gerät. Das Geld gehört einem Drogenring und dieser ist fest entschlossen es zurückzubekommen und die Spuren seines Wirkens zu verwischen,

Mein Fazit:
Sella Simukka liefert hier einen grundsoliden Krimi in Jugendbuch-Format ab. Überraschend direkt ist die Sprachwahl, was zugegeben auch daran liegen mag, dass die Jugendlichen von heute offener und weniger abgeschirmt von der Realität sind, als es von 30 Jahren der Fall gewesen ist. Die Geschichte ist logisch aufgebaut und die Charaktere verhalten sich meistens auch nachvollziehbar, wenngleich unsere Protagonistin das eine ums andere Mal etwas widersprüchlich agiert. Nina Petri leistet als Sprecherin eine sehr gute und überzeugende Arbeit. Die Stimme ist angenehm die Intonation passend und die Persönlichkeiten kommen gut rüber. Das Hörbuch ist an keiner Stelle langweilig und so ist man ziemlich überrascht, wenn der nächste Medienwechsel ansteht.

Der einzige wirkliche Kritikpunkt den ich anbringen muss ist der Umstand, dass der Hauptcharakter, Lumikki, etwas zu perfekt aufgestellt für das Buch zu sein scheint. Sie ist sehr clever, aufgrund ihrer introvertierten Art versteht sie es sich unauffällig zu verhalten, durch das Body-Combat Training ist sie bestens in Form und auch physisch anstrengende Aufgaben mit Bravur zu absolvieren. Was mir persönlich fehlt ist die eine oder andere Schwäche, einen Tick, die eine Eigenart die eine Person verletzlich und damit wirklich Menschlich macht.Trotzdem ist „So Rot wie Blut“ eine unterhaltsame Geschichte die ins Ohr geht.

Meine Wertung:
4 von 5 Geldscheinen

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[Rezi] Yoda ich bin! – Alles ich weiß!

2. April 2011

Autor: Tom Angleberger Verlag: Baumhaus-Verlag Preis: 12,99 €  Seiten: 147 Seiten + Bonus

von: knoedelchen

Was in vielen kleinen Kurzgeschichten erzählt wird ist die große Geschichte einer kleinen Fingerpuppe welche das Leben von ein paar befreundeten Schülern an der McQuarrie Mittelschule auf den Kopf stellt. Die Puppe, eine Yoda-Origami-Figur, gibt den Schülern Ratschläge für allen möglichen Situationen. Zur Vermeidung peinlicher Situationen, um Schulnoten zu verbessern, das angeschlagene Image wieder aufzumöbeln oder das Herz des Mädchens zu gewinnen in das sich einer der Freunde, verguckt hat.
Tommy versucht herauszufinden ob das Yoda-Orakel wirklich echt ist, oder nur einfach eine Origami-Fingerpuppe an der Hand des Außenseiters und „Spinners“ Dwight. Die Kurzgeschichten geben dabei einen Einblick in das Leben der Charaktere und erinnern den Leser sehr anschaulich daran wie es während der Schulzeit so gewesen ist. Dabei kann man sich des öfteren ein Lächeln nicht verkneifen denn das eine oder andere wird jeder schon mal in der einen oder anderen Art selbst erlebt haben.
Am Ende der Geschichte wird klar, das es eigentlich nicht um die Yoda-Fingerpuppe geht, sondern um die Entstehung der Freundschaft zwischen Dwight und Tommy. Dwight schafft es durch seine Yoda-Fingerpuppe und seine Ratschläge endlich vom Außenseiter zum angesagt Typen zu mutieren. Tommy schafft es mit Dwight’s Hilfe das Mädchen für das er seit dem ersten Tag an der Schule schwärmt endlich anzusprechen und für sich zu gewinnen.

Fazit: Das Buch im Hardcover Design hat genau die richtigen Abmessungen um sich damit vergnüglich auf die Couch zu fletzen und viel Lesevergnügen zu haben. Der Text ist in unterschiedlichen Schriftstielen gehalten, was den Eindruck erwecken soll, wirklich von unterschiedlichen Personen geschrieben und kommentiert worden zu sein. Auf den Seiten finden sich „Kellen’s“-Kritzeleien, die das ganze noch authentischer und spaßiger machen. Hier hat die Gestalterin des Buches Melissa Arnst wirklich großartige Arbeit geleistet. Und wer mal einen Rat von Yoda benötigt, auch dem wird geholfen, denn im Anhang befindet sich die sehr detaillierte Bastelanleitung zum Erstellen seines eigenen Origami-Yoda-Orakels.
Yoda ich bin! – Alles ich weiß! Ist eine wirklich großartige Idee von Tom Angleberger und eignet sich nicht nur zum eigenen Lesevergnügen sondern auch als ideales Geschenk für lesebegeisterte jeden Alters.
Und wie mein Origami-Yoda sagen würde.
„Selber lesen Du musst, dann Spaß Du wirst haben. Und erkennen Du wirst das, was erscheint verrückt, es ist nicht! – Die Macht, mit dir sein mögen!“


2050 – wie könnte es aussehen

21. Oktober 2009

Und mal wieder ein Netzfundstück. Bei Leonardo, einem Wissensmagazin vom WDR hat man sich der Frage gestellt.

Dazu heisst es:

Wir schreiben das Jahr 2050. Wer zur Jahrtausendwende geboren wurde, kann 2050 seinen Fünfzigsten feiern. Ein überschaubarer Zeitraum, in dem sich die Welt geändert hat. Wie? Antworten bietet die Zukunftsforschung: Trends

Wer mehr wissen möchte ->Klick<- . Hier hat WDR5 die „Visionen“ in zwölf Folgen online gestellt.

Viel Spaß beim hören.