[Rezension] Verbotene Bücher – Auf den Spuren H.P. Lovecrafts #3

Verlag: Verlag Torsten Low
Autor: T. Backus, S. Hubmann, N. Horvath, E. Hantsch (Hrsg.)
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 357
Erschienen: Oktober 2015
ISBN: 978-3-940036-34-6
Preis: 14,90 Euro

von: Moritz

Schon wieder Torsten Low. Schon wieder Lovecraft. Die letzten Anthologien wurden ja immer besser. Schauen wir mal, ob die Tendenz anhält

Weiterlesen „[Rezension] Verbotene Bücher – Auf den Spuren H.P. Lovecrafts #3“

[Rezension] Auf den Spuren H.P. Lovecrafts #2 (Comic)

Autor: Matthias Töpfer, Sabine Völkel
Illustration: Stefanie Hammes, Angelika Barth
Verlag: Verlag Torsten Low
Format: A5 s/w
Seitenzahl: 56
Erschienen: 2015er
ISBN: 4190209605802
Preis: 5,80 Euro

von: Quack-O-Naut

Der Erste Teil hat mich angefixt und ich klopf mir selbst auf die Schulter das ich das Teil auf der Buchmesse gefunden habe. Nun aber mal schnell die Nase zwischen die Seiten gesteckt.

Zum Inhalt:
Zwischen den Klappen finden sich zwei Geschichten welchen in s/w gehalten sind.

In der ersten Geschichte “Die perfekte Musik” geht es um die musikalischen Werke eines mysteriösen Künstlers, über den niemand etwas weiß. Im Internet gibt es nur Informationen über die “Produzentin”. So beschließen zwei junge Frauen sich auf den Weg zu ihr zu machen, um mehr über den Künstler zu erfahren. Was sie jedoch vorfinden, ist nicht das, was sie erhofft haben.

In der zweiten Geschichte “im Knusperhäuschen” geht es um ein Geschwisterpaar welches mit ihren Eltern und ihren kleinen Bruder in ein verlassenes Haus tief im Wald ziehen. Aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen, weit ab allem was sie kennen und mögen, entrissen von ihren Freunden hegen sie eine tiefe Abneigung gegen das Haus. Wie sich herausstellt völlig zurecht denn das Haus ist kein kuscheliges Heim und wird ihr Leben für immer beenden.

Mein Fazit:
Wie schon iim ersten Band sind die Illustrationen schwarz- weiß, was sehr viel zum Charme des Comics beiträgt. Die düstere, bedrohliche Atmosphäre wird von Stefanie Hammes und Angelika Barth bestens in Szene gesetzt und untermalt die Texte von Matthias Töpfer und Sabine Völker sind hervorragend. Was, wenn man den ersten Band gelesen hat, sofort auffällt, man hat dazu gelernt. Habe ich am ersten Teil noch auszusetzen gehabt, dass die Texte auf schwarzen Hintergrund nicht gut zu lesen waren, so hat man hier eine bessere Typo verwendet. Die Schrift ist sehr gut lesbar und hebt sich deutlich von den jeweiligen Hintergrund ab. Der sehr gute Kontrast ermöglicht ein flüssiges Lesen.

Wenngleich ich nicht unbedingt ein Cthulhu-Fan bin, muss ich sagen das ich die Comics sehr mag. Eingefleischte Mythos-Fans werden die Comics für sich sicherlich auch als Sammelobjekt entdecken, nur das lesen nicht vergessen, sonst verpasst ihr was.

Meine Wertung:
4 von 5 Riesenschnecken

[Rezension] Auf den Spuren H.P. Lovecrafts #1 (Comic)

Autor: J.C. Prüfer; Carsten Steenbergen
Illustration: Stefanie Hammes
Verlag: Verlag Torsten Low
Format: A5 s/w
Seitenzahl: 60
Erschienen: 2013
ISBN: 9772197533005
Preis: 5,80 Euro

von: Quack-O-Naut

Da schlendert man auf dem Buchmesse Convent so durch die Reihen der dicht an dicht stehenden Verlagsstände, redet mit den Verlegern und sieht dann inmitten all der Bücher, zwei dünne Hefte mit dem Titel „Auf den Spuren H.P. Lovecrafts“. Da wurde ich neugierig und nach einem kurzen Blick in das Werk war klar, das ist was für mich. Somit also los.

Aufmachung:
Das farbliche Cover mit der gruseligen Hand die nach oben ragt und mit „Dreck“ beschmutzt ist, täuscht ein wenig, denn sämtliche Illustrationen des Comics sind in Schwarz-Weiß. Dies mag heutzutage zwar ungewöhnlich sein, gibt dem ganzen aber seinen ganz eigenen Charakter.
Das Heftchen beinhaltet zwei Cthulhu Storys.

Zum Inhalt:
in der ersten Geschichte „Die Schokolade des Herrn Bost“, geht es um den Süßwaren-Produzenten Bost, welcher nach jahrelanger Abwesenheit sein Geschäft wiedereröffnet und mit seiner Schokolade die Bürger der Stadt in seinen Bann zieht. Die Schokolade ist bei den Konsumenten so beliebt das sie bereit sind alles dafür zu tun und auch vor Gewalt nicht zurückschrecken. Dies wiederum erweckt die Neugier des noch unbekannten bei der hiesigen Zeitung erst seit kurzem tätigen Reporter Brüning, der in einem Interview dem Geheimnis von Herrn Bost auf die schliche kommen will, eines jedoch das er besser hätte unangetastet lassen sollen.

In „der Fluch des Zulu“ erfahren wir von dem Schicksal eines Kindes, welches nach dem Unfalltod seines Vaters und den Selbstmord der unglücklichen Mutter von seinem Großvater verstoßen im Waisenhaus aufwachsen muss bis er wegläuft und eine Lehre als Gerber beginnt. Das Leben scheint ihm nicht gut gesonnen und der hadert mit seinem Schicksal, als ihn die Nachricht vom Tod seines verhassten Großvaters ereilt. Als alleiniger Erbe wird ihn ein Brief ausgehändigt, der sein Leben grundlegend verändern soll, seines und letztendlich das der gesamten Welt.

Mein Fazit:
Kurz und knackig und mit überraschendem Ausgang kommen die beiden Geschichten des Comics daher. Die Geschichten von J.C. Prüfer und Carsten Steenbergen haben es in sich und wissen gleichermaßen zu überzeugen und zu gruseln.

Stefanie Hammes setzt das ganze mit ihren Schwarz-Weiß Illustrationen gekonnt in Szene, wobei die Zeichnungen gerade durch das fehlen von Farbe das Talent der Künstlerin zur Geltung bringt. Gekonnt mit Licht und Schatten gespielt, wird so eine düstere und unheilvolle Atmosphäre geschaffen die den Geschichten absolut angemessen ist und diese wunderbar unterstreichen.

Die Texte sind gut verfasse und leicht zu lesen, mit Ausnahme der Texte, welche für die Briefe in einer verschnörkelten Schrift gesetzt sind. Hier hätte man eine etwas andere Schrift nutzen sollen. Sind die Texte auf weißem Hintergrund noch gut zu lesen, so fällt es auf schwarzen Hintergrund doch schon deutlich schwerer.

Schneller Cthulhu Konsumartikel.

Meine Wertung:
4 von 5 Zeptern.

[Hörspiel-Rezension] Dr. Ernst Garner (01): Hexensabbat auf dem Brocken – Remake

Verlag: hoerspielprojekt.de / CCLizenz
Skript: Marco Ansing
Sprecher: Marco Ansing, Achim Zien, u.a.
Format: MP3-Download
Spieldauer: ca. 74 Minuten
Erschienen: Jul. 2015
FSK: empfohlen ab 16

von: Quack-O-Naut

hoerspielprojekt.de bietet seit Jahren kostenlose Hörspiele an, wobei jeder Geschmack bedient wird. Für die Freunde der Horror-Hörspiele gibt es jetzt eine neue Serie: „Dr. Ernst Garner“. Es sind bereits drei Folgen im Download verfügbar, was Grund genug ist das ich mich dem ersten Teil der Reihe widme.

Klappentext:
Dr. Ernst Garner und Kommissar Gottschalk untersuchen eine Serie von Ritualmorden auf dem Brocken. Ein finsterer Kult bereitet die Ankunft der Großen Alten vor. Garner muss sich beeilen, denn bald schon ist Walpurgisnacht! Wehe dem Tag, an dem sie erwachen, … – “Hexensabbat auf dem Brocken” wurde vollständig in Kunstkopfstereophonie produziert und lässt Euch so in Handlung und Raumklang eintauchen.

Zum Inhalt:
Der Ethnologe Dr. Ernst Garner bekommt einen Anruf von Kommissar Gottschalk, welcher ihn zu seinem aktuellen Fall, einer Serie von Ritualmorden hinzuzieht. Zwei junge Frauen wurden ermordet. Weiterhin wurde ein junger Mann wurde völlig verstört im Wald gefunden und befindet sich seitdem in einer psychiatrischen Einrichtung.

Die beiden Ermittler fahren in die psychiatrische Klinik um mit dem verwirrten Mann zu sprechen. Der Gute ist extrem verängstigt und brabbelt die ganze Zeit etwas von okkulten Rieten und der Ankunft der Alten.

Auf der Rückfahrt sehen die beiden Ermittler sich die Fallakten an und stoßen auf eine Gemeinsamkeit, alle drei Opfer haben Zimmer im gleichen Hotel gebucht. Ernst Garner bucht sich als Tourist ebenfalls ins Hotel ein und trifft auf die junge Tanja Schmidt. Wie sich herausstellt ist sie das auserkorene nächste Opfer. Die beiden werden Angegriffen während des Kampfes gelingt es Dr. Garner die Hotelbesitzerin mit einem Buch KO zu schlagen, bevor er selbst ausgeknockt wird.

Als Kommissar Gottschalk Garner findet, ist Tanja entführt worden. Garner weiß das die Zeit drängt, er hat einen der Pfleger und die Leiterin der Anstalt als Mitglieder des Ordens erkannt und weiß dass sich Tanja in höchster Gefahr befindet. Bücherwurm hin oder her, er und Gottschalk müssen nun sehr schnell handeln, oder Tanja wird nicht mehr lange leben und wer weiß was dann noch folgt ….

Mein Fazit:
Die Geschichte ist nett erzählt und recht kurzweilig, so dass die insgesamt 74 Minuten sehr schnell vergehen. Die Sprecher liefern durchweg eine anständige Arbeit ab und die Soundkulisse ist in sich stimmig. Die Idee mit der Kunstkopfstereofonie ist ganz nett und sorgt für eine räumliche Soundkulisse. Allerdings gibt es aus meiner Sicht einen kleinen Fehler. An einigen Stellen irritiert die Aufnahmetechnik ein wenig, was wohl daran liegt das der Kunstkopf mit den Mikrofonen im Ohr starr montiert ist und sich nicht, wie jeder echte Mensch, bei einer Unterhaltung in die Richtung des Sprechenden dreht. Dadurch gewinnt man manchmal den Eindruck unbeweglich genau zwischen den Sprechern zu stehen, was etwas störend ist.

Auch wenn ich eigentlich nicht der Horror-Hörspielfan bin, so fühlte ich mich alles in allem ganz gut unterhalten.

Meine Wertung:
3 von 5 Riten

[Rezension] Metamorphosen: Auf den Spuren H.P. Lovecrafts

Autor: M. Bianchi, S. Eberl, N. Horvath (Hrsg.)
Verlag: Verlag Torsten Low
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 200
Erschienen: 2008
ISBN: 978-3-940036-03-2
Preis: 11,90 Euro

von: Moritz

Mal wieder etwas Lovecraftiges. Prima – und noch dazu gibt es als Dreingabe den Gratisdownload ein komplettes Album einer Bremer Metal-Band. Das habe ich mir doch mal direkt runtergezogen und mir beim Joggen zu Gemüte geführt.

Klappentext:
Geschichten über Menschen, die aus ihrem Alltag gerissen werden und sich einem Schicksal stellen müssen, das an Ekel und Bizarrerie ihre Vorstellungen übersteigt. Sie sind die Auserwählten, die Wiedergeburt einer Rasse, die sich anschickt, den Planeten ein weiteres Mal zu erobern.

Sascha Erni – Der Journalist
Thomas Backus – Die versunkene Stadt
Timo Bader – Der Veränderte
Markus Niebios – Die Anstalt
Nina Horvath – Zombies für einen Tag
Sabrina Eberl – Die Ausstellung
Samuel White – 3,5
Marco Bianchi – Der Kenotaph des Kagemni
Chris Schlicht – Symbiose
J.C. Prüfer – Die Schokolade des Herrn Bost
Carsten Steenbergen – Der Fluch des Zulu
Christian Stobbe – Portrait eines sterbenden Mannes
Robin Haseler – Das Erbe
Christian Damerow – Der gute Gott

Zum Inhalt:
Ganz ehrlich. Ich kann hier keine einzige Geschichte finden, die komplett abfällt und mich entweder total ratlos oder wütend hinterlässt. Sie bauen alle gut Stimmung auf, haben interessante Orte und/oder Figuren und zumeist einen sehr coole lovecraft’sche Wendung am Ende.

Als Anlesetipps würde ich „Der Journalist“ vorschlagen, in dem sich ein Journalist zu Recherchezwecken immer tiefer in die Fänge einer merkwürdigen Sekte ziehen lässt. Auch „Der Fluch des Zulu“ ist eine prima Geschichte, um sich in die Sammlung hineinziehen zu lassen. Ich mag ja so „psuedohistorischen“ Krempel im meinen Cthulhu-Schauergeschichten. In ein ähnliches Horn bläst „Das Erbe“ – absolut klassisch.

Aus einer gänzlich anderen Richtung – aber nicht weniger lesenswert – ist die Geschichte „3,5“, die zu „unserer Zeit“ spielt und zwei Kriminaler auf eine merkwürdige Droge stoßen lässt…

P.S.: Als zusätzliches kleines Schmankerl kann man sich mit einem Downloadcode, den man im Buch findet (den ich aber gar nicht benötigt habe) eine komplette CD gratis herunterladen. Und zwar „Devourer“ von der Bremer Metal-Combo „Sorrowfield“. Ich war kurz versucht, noch eine komplette Besprechung der 14 Tracks des Albums mitzuliefern, spielt mir das doch mit ihrem 90er Style Metal genau in mein Spezialgebiet hinein, da ich die kompletten 90er über auf hunderten von Konzerten war (sowohl als Bühnenbauer als auch als Zuschauer), aber das hätte den Platz gesprengt. So sei euch denn gesagt, dass ich Sorrowfield für eine wirklich interessante Band halte, die sich noch nicht so recht gefunden hat. Die Jungs mäandern irgendwo zwischen deutschem Melodik-Metal wie Blind Guardian, klassischem Metallica-Metal, Guns ’n Roses-mäßigen Balladen, NWOBHW-Krempel mit amtlichem Hasenfick-Schlagzeug und kleinen hasserfüllten Perlen im Stil alter Kreator umher, finden aber leider keine klare Linie. Das kann man sicher auch positiv ausdrücken, dass sie sich nicht in eine Schublade einordnen lassen, aber ich hätte da in meinem gesetzten Alter lieber eine stringente Linie. Aber sei es wie es sei, ich habe die Tracks nicht von meinem Smartphoen gelöscht und werde sie sicher mal ab und an beim Joggen hören, wenn ich gerade keinen frischen Podcast in der Pipeline habe.

Mein Fazit:
Prima! Das ist mal wieder eine richtig gelungene Anthologie ohne größere Ausfälle. Insgesamt wird ein mehr als ordentliches Niveau gehalten und die Kürze der Geschichten (meist 10-12 Seiten) ist hier ein absolutes Plus. Nicht, weil sie so angenehm schnell überstanden sind, sondern, weil die Autoren gezwungen werden, in aller gebotenen Kürze zu zeigen was sie drauf haben. Außerdem kann man so problemlos mal schnell einzelne Geschichten in der Badewanne oder auf der Parkbank wegschmökern.

Meine Wertung:
4 von 5 alltäglichen Gruselmomenten

[Rezension] Der kosmische Schrecken (Gesammelte Werke Band 1)

Autor: H.P. Lovecraft
Verlag: Festa Verlag
Format: Hardcover mit Schutzumschlag
Seitenzahl: 316 Seiten
Erschienen: 2005
ISBN: 978-3-935822-68-8

von: Moritz

Schöne Ausgabe! Ich lese ja im Moment einige Lovecraft-Sachen – aber es ist immer wieder schön neben den eigentlichen Texten auch noch Kommentare oder Anmerkungen zur Hand zu haben. Und davon wird hier einiges geboten.

Klappentext:
Sechs der besten Geschichten vom Altmeister des Horrors in völlig neuer Übersetzung. Zusätzlich enthalten sind Lovecrafts Notizen zu „Der Schatten über Innsmouth“ und eine verworfene Fassung dieser unheimlichen Novelle, sowie ein ausführliches Nachwort zur deren Entstehungsgeschichte, geschrieben von den amerikanischen Fantastikexperten S. T. Joshi und David E. Schulz. Die Neuauflagen der Reihe sind ausgestattet mit Leseband und Schutzumschlag in der Festa-Lederoptik – robust und bibliophil.

Der Band:
Enthalten sind:

– Die Ratten im Gemäuer

– Das Ding auf der Schwelle

– Dagon

– Der Flüsterer im Dunklen

– Der Außenseiter

– Der Schatten über Innsmouth (plus Anmerkung, Lovecrafts Notizen, Verworfene Fassung)

Mit Ausnahme von „Der Außenseiter“ eine tolle Mischung unterschiedlichster kosmischer Schrecken – mir hätte da die Farbe aus dem All noch gut gefallen, aber okay. Auch die Mischung der Texte ist super. Als Kicker zum Einstieg gibt es „Die Ratten im Gemäuer“, dann folgen mit „Das Ding auf der Schwelle“ und „Der Flüsterer im Dunklen“ zwei mittellange Geschichten unterbrochen von den beiden kürzeren „Dagon“ und „Der Außenseiter“; bevor „Der Schatten über Innsmouth“ die Sammlung mit seinen Zusatztexten als Höhepunkt abschließt. Sehr schön komponiert. Da hat sich jemand was bei gedacht.

Ich glaube zu den einzelnen Texten muss ich im Einzelnen nichts schreiben. „Die Ratten im Gemäuer“ sind eine tolle, straight erzählte Geschichte um das Abgleiten in den Wahnsinn. „Das Ding auf der Schwelle“ ist von den kürzeren Novellen wahrscheinlich die, die ich am liebsten lese, denn diese in-den-Körper-eines-anderen-wechseln-Sache ist echt klasse und konsequent durcherzählt. Absoluter Anlesetipp, die 36 Seiten lohen sich absolut. „Dagon“ schildert das Aufeinandertreffen eines Seemanns mit etwas, was sein Gehirn nicht verarbeiten kann. „Der Flüsterer im Dunklen“ handelt von einer außerirdischen Rasse, die eine entfernte Region bedrohen und der Außenseiter überrascht mit seinem letzten Satz jeden Leser der Welt, es sei denn, er hätte schon mehrere Lovecraft-Geschichten gelesen…

Den krönenden Abschluss bildet „Der Schatten über Innsmouth“, die präzise Studie eines degenerierten Küstendörfchens, das sich an den Hals einer düsteren Tiefsee-Gottheit geworfen hat. Ohnehin schon eine tolle Sache, aber durch die „Bonus-Tracks“ zusätzlich aufgewertet. Gerade bei Lovecraft finde ich Sekundärtexte immer sehr wichtig, da sie einem oft eine zusätzliche Dimension eröffnen.

Mein Fazit:
Wie immer lässt sich bei Lovecraft nicht viel herummäkeln. Entweder man steht drauf oder man ignoriert ihn. In diesem Band sind zudem noch mit Schatten über Innsmouth und Der Flüsterer im Dunklen schonmal zwei meiner Lieblingsgeschichten. Als kleinen Bonus gibt es dann noch Anmerkungen zu Innsmouth, Lovecrafts Notizen zu ebendieser Geschichte und dann noch eine verworfene Fassung. Besonders die Notizen fand ich sehr interessant, denn ähnlich sieht es aus, wenn ich Rollenspielmaterial schreibe – ich sammle wie wild Ideen, recherchiere Details, würfle sie wild durcheinander und kombiniere sie dann zu einem großen Ganzen. Ähnlich scheint der große Meister vorgegangen zu sein.

Was „Der Außenseiter“ mit „kosmischen Schrecken“ zu tun hat, ist mir zwar etwas schleierhaft, aber die Story ist gut, sie benötigt nur knapp 10 Seiten – okay, die darf trotzdem in den Band, denn ansonsten ist die Auswahl der Texte in Hinblick auf das Thema durchaus gelungen.

Okay, ich muss noch minimal auf hohem Niveau herummäkeln, denn den Preis von 24 Euro finde ich dann doch recht sportlich. Ich weiß – kleiner Verlag, kleine Auflage, tolle Ausstattung… aber das ist schonmal ne Ansage und Impulskäufer wird man damit nicht gerade fischen.

Meine Wertung:
4 von 5 Dinger auf der Schwelle

[Weisser Schrecken Gewinnspiel] Gewonnen hat…

Das „Weisser Schrecken Gewinnspiel“ ist nun zu Ende gegangen.

So beförderte der Glückstroll die gesamten Einsendungen in das Glücksfass, warf dieses einigemale in die Luft und krammte dann einen Zettel heraus.

*trommelwirbel* Gewinner der von Thomas Finn signierten Ausgabe ist:

Matthias M****

20*** Hamburg

 

Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß mit dem Roman wünschen Thomas Finn & Würfelheld!

WEITERE INFOS

Meine Rezi zu „Weisser Schrecken“

Thomas Finn im Netz

„Weisser Schrecken“ Trailer